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Ciriaco Sforza zur Begegnung mit dem FCZ, bevor klar wurde, dass das Spiel entfällt. (Video: Telebasel)
Basel

Ciriaco Sforza: «Nun erwarte ich den nächsten Schritt»

Im Letzigrund sollte Rotblau auf einen unberechenbaren FC Zürich ohne Trainer treffen. Wegen eines Corona-Falls fällt der Match aus.

Update: Der FCB-Match gegen den FCZ an diesem Sonntag fällt aus: Der Grund ist ein Corona-Fall beim FC Basel.

Der FC Basel wollte zum Angriff auf den Meistertitel blasen. Mit den Zuzügen von Timm Klose und Pajtim Kasami gewinnt Rotblau an Erfahrung. Erfahrung, die bereits am Sonntag im Klassiker beim FC Zürich den Ausschlag geben sollten. Nun fällt das Spiel gegen den FCZ wegen einem Corona-Fall beim FCB aus. Bereits im Training habe man die Präsenz der Neuen spüren können. Alles zur Ausgangslage, bevor der Match ausfiel, lesen Sie hier:

Zwei Spieler positiv getestet

«Man sieht; sie haben Erfahrung. Man sieht, dass sie schon einige Sachen erlebt haben – gut wie schlecht. Die Persönlichkeit ist spürbar im Training und in der Kabine», so FCB-Trainer Ciriaco Sforza. Die Frage, die sich nun jeder FCB-Fan stellt, ist: Werden die Newcomer auch gegen den FCZ ihr Debüt geben? Diesbezüglich lässt sich Sforza noch nicht in die Karten blicken. Aber: «Sie sind beide einsatzbereit. Wir wissen zwar, dass sie aktuell nicht die Spielpraxis haben, wie andere Spieler im Team. Sie sind aber für uns wichtige Spieler und Persönlichkeiten. Je schneller, desto besser», so der FCB-Trainer.

Trotz der Vorfreude auf den Wiederbeginn der Meisterschaft nach der Nati-Pause liegt der Schatten der Corona-Pandemie dunkler als noch vor wenigen Wochen über den Schweizer Stadien. Wieder einmal wurden Spieler positiv getestet. Dieses Mal auch zwei Akteure des FCB in Person von Samuele Campo und Kostantinos Dimitriou. Ciriaco Sforza kann nur immer wieder an seine Spieler appellieren, sich an die Schutzmassnahmen zu halten: «Es liegt nun an jedem Einzelnen aufzupassen. Aber man kann nicht mehr tun, als es immer wieder sagen. Jeder ist da absolut selbständig», so Sforza.

Bald wieder ohne Fans?

Selbstständigkeit lässt stets Raum für Unachtsamkeit. Raum für Infektionen. Dennoch ist Ciriaco Sforza kein Fan davon, die Spieler komplett abzuschotten. «Eigentlich dürftest du dann auch nicht mehr trainieren. Man muss aufpassen, dass man am Ende nicht die Freude verliert. Es ist schon jetzt für alle Menschen nicht einfach. Ein bisschen Freiheit brauchen wir. Dass man aufpassen muss, ist klar. Aber das kann man halt einfach nur immer wieder sagen», so der FCB-Trainer.

Erst Anfang Oktober durften die Vereine ihre Stadien wieder öffnen. Erstmals seit Monaten fühlte sich mit rund 10’000 Zuschauern ein Spiel des FCB wieder wie ein Fussballspiel an. Ob das bis Weihnachten so bleiben wird, muss sich aber erst zeigen. «Es wäre schade. Wir haben es nun selber erlebt, wie es ist, wenn du wieder Zuschauer im Stadion hast. Es ist eine andere Atmosphäre. Eine andere Emotion. Ein anderer Fussball. Wir beten jeden Tag, dass wir keinen Schritt mehr zurück machen müssen», so Sforza.

Xhaka mit Rückschlag

Neben den neu erkrankten Spielern gibt es bei Rotblau auch noch keine Entwarnung bei den Langzeitverletzten. Raoul Petretta, Luca Zuffi, Yannick Marchand und Taulant Xhaka werden noch wochenlang ausfallen. Letzterer musste in den vergangenen Tagen erneut einen Rückschlag erdulden. «Taulant musste einen Schritt zurück machen. Falscher Ehrgeiz bringt ihm in dieser Situation nichts. Wir müssen vorsichtig mit den Verletzten umgehen. Aber in den kommenden Wochen wird keiner dieser Spieler wieder in die Mannschaft zurückkehren», erklärt Sforza.

Am Sonntag wartet der FC Zürich auf den FCB. Ein Klassiker mit unberechenbaren Vorzeichen. Einerseits haben die Basler gegen den FC Luzern gezeigt, dass sie unter Ciriaco Sforza einen Schritt vorwärts gemacht haben. Andererseits ist das Thema Konstanz noch lange nicht vom Tisch. Und auch bei den Zürchern schweben viele Fragezeichen herum. Nach der Entlassung von Ludovic Magnin als Trainer sind die Stadtzürcher eine noch grössere Wundertüte als bereits sowieso schon.

FCZ will Reaktion zeigen

Unterschätzen will der FCB-Trainer den Gegner aber auf keinen Fall: «Sie haben viele junge und gute Spieler. Einige Nationalspieler. Jetzt kam noch der Trainerwechsel. Wir erwarten am Sonntag einen frischen, aggressiven und spielfreudigen FCZ. Sie wollen eine Reaktion zeigen. Das Wichtigste ist aber, dass wir konzentriert aufs Feld gehen. Wir konnten nun eine Woche intensiv trainieren. Nun erwarte ich den nächsten Schritt.»

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