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Sehen Sie die Medienkonferenz mit den Bundesräten Simonetta Sommaruga und Alain Berset hier nochmals im Rückblick. (Video: Youtube, der schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Ab Mitternacht herrscht Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumen

Der Bundesrat hat am Sonntag in einer Notfall-Sitzung weitere Corona-Massnahmen beschlossen. Verschärft wurden die Maskenpflicht und Regeln für private Feiern.
Das wichtigste der Medienkonferenz im Überblick

Ab Montag gelten schweizweit schärfere Massnahmen Corona-Massnahmen. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Innenräume und eine Personenobergrenze bei Treffen im öffentlichen Raum. Neben der ausgeweiteten Maskentragpflicht führt der Bundesrat Regeln für private Veranstaltungen ein. Weil sich viele Personen bei Treffen im Familien- und Freundeskreis ansteckten, rät der Bundesrat, diese Veranstaltungen möglichst zu meiden. Bei privaten Treffen von weniger als 15 Personen macht der Bundesrat keine Regeln. Wenn sich jedoch mehr als 15 Personen treffen, gilt eine Maskentragpflicht, ausser im Sitzen. Alles zu den neuen Regelungen und eine Übersicht lesen Sie hier.

Sommaruga: «Das Gstürm muss aufhören»

Jetzt müssen Bund und Kantone zusammenhalten, damit das «Gstürm» mit der Frage, wer macht was, aufhört. Dies sagte Simonetta Sommarga. Die Ansteckungen mit dem Coronavirus würden schnell zunehmen. Alle Kantone und Altersklassen seien betroffen, die Spitaleinweisungen würden zunehmen. Es sei mit Blick auf den Winter nötig, dass die Ausbreitung gebremst werde. Dies sei wichtig für die Gesundheit der Bevölkerung, aber auch der Wirtschaft. Alles Weitere zum Thema erfahren Sie hier.

«Test für die ganze Gesellschaft»

Gesundheitsminister Alain Berset appelliert wie im Frühling zu Beginn der Corona-Pandemie an die Verantwortung der Bevölkerung. Die aktuelle Lage sei «ein Test für die ganze Gesellschaft». Es müsse schnell gehandelt werden, damit ein zweiter Lockdown verhindert werden könne. Die epidemiologische Situation entwickle sich rasant, seit zehn Tagen gebe es ein exponentielles Wachstum der Fallzahlen. «Wenn wir nichts machen, verdoppeln sich die Zahlen jede Woche.» Die Reproduktionszahl sei zu hoch. Alle Hintergründe gibt es hier.

Berset: «Zweite Welle ist da, früher und stärker als gedacht»

Laut Gesundheitsminister Alain Berset hat die zweite Corona-Welle die Schweiz erfasst. «Ja, die zweite Welle ist da, früher und stärker als gedacht, aber wir sind darauf vorbereitet.»

Der Telebasel News Beitrag vom 18. Oktober 2020.

Die ganze Medienkonferenz können Sie hier noch einmal im Ticker nachlesen:

Konferenz ist beendet

Die Medienkonferenz ist zu Ende. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit. Bleiben Sie gesund!

Zweite Welle seit zehn Tagen

Berset bestätigt nochmals: Die zweite Welle ist seit zehn Tagen da.

Berset: Wir hoffen, dass das funktioniert.

Die Kantone wollten, dass der Bund tätig wird. «Natürlich können wir schärfere Massnahmen beschliessen, aber wir sind noch nicht so weit, wie im März. Wir wollen den goldenen Mittelweg finden. Wir hoffen, dass das funktioniert. Wenn wir sehen, dass die Spitäler überlastet sind, müssen wir andere Massnahmen treffen.»

Kantone sollen bei Schulen flexibel entscheiden können

Homeoffice im EDI: «Wir haben im EDI seit Monaten nur einen kleinen Teil der Leute im Departement vor Ort. Der Rest ist im Homeoffice.»

Weshalb in Schulen kein Homeoffice kommt: Hier können die Schulen und Kantone dezidiert entscheiden, welche Massnahmen für welche Schulen angepasst sind. Man überlässt es den Leuten, die vor Ort entscheiden können. Berset: «Schulen sind in der Regel geschlossen. Zum Beispiel Primarschulen. Anders ist das in Hochschulen, dort gibt es andere Regeln.»

Sektorenbildung kommt, wenn Sitzpflicht nicht eingehalten wird

Die Sektorenbildung bei Grossanlässen kommt, wenn Sitzpflicht nicht eingehalten wird, so die Behörden.

Sommaruga zu den Demonstranten

Es gelte eine Meinungsfreiheit. «Bei dem Leid so pauschal zu bestimmen, muss man aber vorsichtig sein. Wenn man mit Leuten aus der Pflege oder Angehörigen spricht, kommt man zu anderen Schlüssen. Wir sind dezidiert anderer Meinung, als die Protestierenden. Wir haben die Aufgabe, vor weiterem Leid zu schützen.»

Mit Kantonen im Gespräch

Mit den Kantonen sei der Bundesrat im Gespräch, so Sommaruga. Stetig werde geschaut.

Grossveranstaltungen weiter möglich

Die Kantone müssen weitere die Schutzkonzepte bewilligen. «Die Kantone müssen angesichts der sehr ernsten Lage prüfen, ob die Voraussetzungen es erlauben», so Simonetta Sommaruga. Falls es nötig wäre, da die kantonalen Vorgaben nicht genügend sind, könnte der Bund eingreifen.

Kein Homeoffice an Schulen

Der Bildungsbereich sei Sache der Kantone, so Berset. «Es ist erwünscht, dass die Schülerinnen und Schüler weiter zur Schule können. Aber wenn es die Situation benötigt, sind hier kantonale Entscheide möglich.»

Welche Sanktionen gelten?

Jeder Verstoss auch bei der Maskenpflicht an Privatveranstaltungen sei potenziell strafbar. Dies kann bis zu 10’000 Franken kosten. Es frage sich, ob jeder Verstoss bestraft werden müsse, so ein Rechts-Experte des BAG. Bei Bussen beste die Möglichkeit, das zu erlassen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Keine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Berset: Die Schutzkonzepte in der Wirtschaft hätten sich bewährt: Einige Firmen würden bereits Maskenpflicht haben. Es wäre nicht zielführend, wenn der Bundesrat versuchen würde, alles zu regeln, so der Gesundheitsminister. Man verlasse sich auf die Zusammenarbeit mit den Firmen, um die Leute zu schützen. Auch die Wirtschaft habe das Interesse, ihre Mitarbeiter zu schützen.

Empfehlung für Homeoffice

Das Homeoffice sei nicht überall möglich, wo das aber der Fall sei, solle man wieder gleich wie im Frühling handeln: «Überall, wo Homeoffice möglich ist, soll man das ermöglichen», so Berset. Überall wo es möglich ist, gelte eine Home-Office-Empfehlung.

Allgemein gelte es, die Schutzmassnahmen zu ermöglichen. «Wir müssen den Leuten die Chance geben, sich an die Schutzmassnahmen zu halten, bevor wir einfach wieder alles zu machen.»

Zeitlicher Rahmen noch unklar

Es gibt keinen zeitlichen Rahmen, um zu schauen, ob die Massnahmen greifen. Man werde das aber beobachten.

Weitere Massnahmen möglich

«Der Bundesrat ist der Meinung, dass mit diesen Massnahmen das Virus eingebremst werden kann. Aber nun wenn sich alle daran halten», so Sommaruga. «Weitere Massnahmen wären mit einschneidenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen verbunden.» Diese könnten folgen, man wolle es aber auf diesem Weg versuchen.

Berset: Respekt nötig

Bundesrat Berset warnt: «Die Zahlen können sich in einer Woche nochmals verdoppeln.» Auch die Hospitalisierungen steigen. Es gelte eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die zweite Welle sei da. «Man braucht nun keine Angst zu haben, aber die Situation verlangt Respekt», so Berset. «Wir wissen wie handeln, jetzt müssen wir das anwenden was wir im Frühling gelernt haben: Hände waschen, Abstand halten und Masken tragen, wenn dieser nicht eingehalten wird.»

«Es ist ein Test für die ganze Gesellschaft – aber alle müssen dahinter stehen», so Berset weiter. «Wir müssen die Situation wieder unter Kontrolle bekommen».

Der Bundesrat will das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben nicht verhindern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Notrecht bleibt Ausnahme

Das Notrecht muss eine Ausnahme bleiben, so Sommaruga – jetzt müssen Bund und Kantone zusammenspannen, damit auch das Gschtürm – wer macht was – aufhört. Falls nötig kommen weitere Massnahmen hinzu.

Die Kantone haben das Recht, die Massnahmen zu verschärfen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Neue Regelungen beschlossen

Der Bundesrat hat heute folgendes beschlossen: Die bisher geltende Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr gilt neu auch für Perrons, Bahnhöfe, Flughäfen oder andere Zugangsorte des öffentlichen Verkehrs. Wir führen die Empfehlung wieder ein, soweit wie möglich Homeoffice zu machen. Sie treten heute in Kraft.
Kantone dürfen für lokale Virenherde auch strengere Vorschriften erlassen.

Dies alles gilt ab Mitternacht.

Einheitliche Regeln

«Für gewisse Massnahmen braucht es landesweit einheitliche Regeln – damit schaffen wir Klarheit. Sie entsprechen auch den Wünschen der Kantone.» Deshalb werden nun wieder Massnahmen auf Bundesebene beschlossen, so Sommaruga.

Sommaruga: Jeder Tag zählt

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gibt einen Überblick über die steigenden Zahlen. «Es ist in Hinblick auf die Wirtschaft wichtig, dass wir jetzt handeln. Für die Gesundheit und für die Wirtschaft. Jeder Tag zählt.»

Die Medienkonferenz beginnt

Die Bundesräte Simonetta Sommaruga und Alain Berset sind anwesend. Hier finden Sie einen Überblick über die beschlossenen Massnahmen.

Der Bundesrat wollte sich zurückhalten und die Kantone walten lassen. Mit den steigenden Corona-Zahlen sollen die Bundesräte nun aber handeln wollen, wie am Freitag bekannt wurde. So traf sich der Bundesrat heute Sonntag, 18. Oktober, um 11 Uhr zu einer Notfall-Sitzung, wie Bundesratssprecher André Simonazzi mitteilet. Am Nachmittag informierten die Bundesräte Simonetta Sommaruga und Alain Berset. in einer Medienkonferenz.

Die Bundesbehörden schlugen am Freitagnachmittag Alarm: Ohne Massnahmen würden bis zu 12’000 Covid-Fälle täglich in der Schweiz drohen, warnte die Covid-Task-Force. Auch die möglichen Massnahmen, die die Regierung in Bern am Sonntag beschliessen könnte, sind indes bereits durchgesickert.

Lockdown und Spitalüberlastung?

Die Lage ist im Kanton Schwyz derweil prekär. Die Spitäler stossen an ihre Grenzen. Bis zu 40 Prozent aller Corona-Tests ist positiv. Kommt es in den kommenden Wochen wieder zu einem Lockdown in der Schweiz? Der Bundesrat betonte stets, es gelte dies um jeden Preis zu vermeiden. Wohl auch deshalb hält der Bundesrat am Sonntag eine Notfall-Sitzung ab, um neue Massnahmen zu beschliessen.

Die Epidemiologin Isabelle Eckerle meint, es könnte bereits zu spät sein für die Massnahmen. Wie sie auf Twitter schreibt, geht sie davon aus, dass die Schweiz in wenigen Wochen einen weiteren Lockdown machen müsse. Eine düstere Aussicht für die Wirtschaft. Auch mit den Vergabekriterien für Intensivplätze müsse man sich auseinandersetzen. Eine beunruhigende Aussicht: Die Epidemiologin geht damit davon aus, dass die Schweiz eine ähnliche Situation wie Italien im Frühling durchläuft: Dort starben viele Patienten, weil es nicht genug Platz auf den Intensivstationen gab.

Das medizinische Personal musste Kriegstriage betreiben. Das heisst: Die Ärzte entscheiden bei Patienten, wer zuerst behandelt wird, das es nicht genügend Plätze gibt. Meist werden die Patienten mit den höheren Überlebenschancen beatmet.

3 Kommentare

  1. Warum sind denn die Grenzen noch offen ? In Frankreich und Deutschland hat es sehr viele Erkrankte aber das
    stört den Bundesrat offenbar nicht ? Tz tz tz. …… komisch !Report

  2. lieber Herr/Frau Schmid
    dann schauen Sie doch die Hospitalisationszahlen an;im Moment geht es jetzt darum ,dass die Spitäler nicht überlastet werden; und die Zahlen steigen täglich kontinuierlich an;dies sollte einem zu denken gebenReport

  3. Liebe Frau Eckerle
    Sie wissen es genau! Der PCR Test ist ein Betrug, die Fallzahlen OHNE Bezug zu Anzahl Tests und Anzahl Multiplikationszyklen nicht aussagebd. Zudem wissen Sie genau, dass dieser Test ab 40 zyklen alle Ergebnisse abbilden können – je nach dem was gewünscht ist. Auch unser Allein Berset weiss das genau. Zum Teufel mit Euch Helfershelfer der dunklen Mächte!Report

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