Der Weihnachtsmarkt wird dieses Jahr trotz Corona durchgeführt. Doch die Standbetreiber sind unsicher, welche wirtschaftlichen Folgen das Schutzkonzept für sie haben wird. (Archivbild: Keystone)
Basel

Behörden kommen Standbetreibern am Weihnachtsmarkt nicht entgegen

Wegen Corona müssen die Standbetreiber am Weihnachtsmarkt strenge Auflagen befolgen. Finanziell kommt ihnen der Kanton nicht entgegen. Das stört die Betreiber.

Der Basler Weihnachtsmarkt wird dieses Jahr durchgeführt. Doch die Corona-Bedingungen und das Schutzkonzept machen es den Standbetreibern nicht leicht. Sie müssen am diesjährigen Markt mit einigen Veränderungen und strikten Massnahmen klarkommen.

Beschränkte Besucherzahl

Das Schutzkonzept am Basler Weihnachtsmarkt ist streng. Die Devise lautet: Kleiner, lockerer und limitierter. Überschaubarer soll er werden, der Weihnachtsmarkt 2020. Die Anzahl Stände soll auf rund die Hälfte reduziert werden, sagt Sabine Horvath vom Standortmarketing Basel-Stadt gegenüber der «Basler Zeitung». Horvath geht von einer maximalen Zahl von 200 bis 300 Personen sowie einer Maskentragpflicht in den Marktbereichen aus.

Auch eine Zugangskontrolle soll stattfinden, damit die Besucheranzahl auf dem Marktgelände überschaubar bleibt. Falls zu viele Besucher zur gleichen Zeit auf den Weihnachtsmarkt wollen, wird man wohl mit Anstehzeiten rechnen müssen.

Ausserdem müssen einige der Marktfahrer den Platz ihrer Stände um einige Quadratmeter verkleinern. Und auch Unterstände mit Stehtischen, wie beispielsweise an den Glühweinständen, seien in diesem Jahr nicht erlaubt. Fraglich, ob das einige der Besucher abschrecken wird.

Keine Gebührensenkung für Standbetreiber

Mit einer Gebührensenkung für die Marktplätze dürfen die Aussteller trotz der Einschränkungen aber nicht rechnen. Das entschied die basel-städtische Regierung. Regierungssprecher Marco Greiner gehe davon aus, dass trotz Zugangsbeschränkung gute Umsätze realisiert werden. Deshalb sei ein Erlass der Standplatzgebühren nicht gerechtfertigt, berichtet die «BaZ» weiter.

Dass die Behörden den Betreibern der Marktstände nicht entgegenkommen, löst Unmut aus: «Ich verstehe das nicht – einerseits will man den Weihnachtsmarkt unbedingt durchführen, andererseits kommt man uns kein bisschen entgegen», sagt Oskar Herzig, Sprecher der schweizerischen Schausteller, gegenüber der «BaZ».

1 Kommentar

  1. Kann mir da jemand erklären wie Mann eine Wurst
    isst, oder einen Glühwein oder Punch trinkt?
    Wahrscheinlich gar nicht möglich.
    Da erwarte ich sehr grosse Einbussen für diese Stände!
    Warum gibts da keine Mietrabatte?
    Die Politik ist echt traurig in Basel.Report

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