In der Pharmasparte muss Roche Einbussen hinnehmen, der Absatz mit Corona-Tests läuft hingegen ausgezeichnet. (Bild: Keystone)
Basel

Roche beginnt sich von Corona-Krise zu erholen

Die Corona-Pandemie hat beim Pharmakonzern Roche auch nach neun Monaten Licht und Schatten in der Bilanz hinterlassen. Es zeichnet sich aber eine Erholung ab.

Beim Pharmakonzern Roche hat die Coronakrise in der Bilanz für die ersten neun Monate noch ihre Spuren hinterlassen. Schaut man allerdings auf die quartalsweise Entwicklung, zeichnet sich im dritten Quartal zumindest teilweise eine Erholung ab.

Wie aus den Zahlen vom Donnerstag hervorgeht, hat die Pharmasparte mit einem Umsatz von 14,7 Milliarden Franken im dritten Quartal gegenüber dem zweiten wieder etwas mehr umgesetzt. Dabei hat der Bereich nicht nur mit dem Einfluss der Covid-19-Pandemie zu kämpfen, sondern auch mit der anhaltenden Umsatzerosion bei seinen altgedienten Blockbustern. Nachahmer-Produkte haben beispielsweise den Umsatz mit dem Krebsmittel Herceptin zu konstanten Wechselkursen gerechnet alleine im dritten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode um 38 Prozent einbrechen lassen, für die ersten neun Monate fällt das Minus mit 31 Prozent kaum besser aus.

Neue Medikamente sind gefragt

Einer anhaltend starken Nachfrage erfreuen sich dagegen die wichtigsten neuen Mittel. Dazu zählen das Krebsmedikament Tecentriq, Ocrevus zur Behandlung der multiplen Sklerose, das Hämophilie-Präparat Hemlibra, Actemra/RoActemra für die Immunologie sowie Perjeta gegen Brustkrebs.

Mit Blick auf das Schlussquartal erwartet der Konzern, dass sich das Momentum der Pharmasparte aus dem dritten Jahresviertel weiter fortsetzten wird.

Corona-Tests sind gefragt

Derweil erstrahlt die sonst eher stiefmütterlich betrachtete Diagnostics-Sparte in neuem Glanz. Mit seinen zahlreichen Corona-Tests leistet dieser Geschäftsbereich nicht nur einen generell wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Virus, der Konzern profitiert davon auch in nackten Zahlen. So stieg der Umsatz der Sparte im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu konstanten Wechselkursen um 18 Prozent auf 3,6 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal hatte die Sparte 3,2 Milliarden umgesetzt.

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