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Die jungen Erdmännchen sind bereits fleissig am üben. (Video: Youtube / Zoo Basel)
Basel

Auch Erdmännchen müssen die Schulbank drücken

Kaum geboren, heisst es für die neuen Erdmännchen-Drillinge schon üben, üben, üben. Erste Erforschungstouren in den Höhlen ihres Baus fanden bereits statt.

Es war der 19. September, als die Erdmännchen-Drillinge zum ersten Mal ihren Kopf aus dem Bau streckten. Vier Wochen zuvor kamen sie in den unterirdischen Gängen zur Welt – dies nach einer Tragzeit von rund elf Wochen. Jetzt flitzen die drei bereits mutig im ganzen Gehege umher und verfolgen jeden einzelnen Schritt ihrer älteren Mitbewohner, denn von ihnen müssen sie noch einiges lernen. Erdmännchen gehören zur Ordnung der Raubtiere. Als grosse soziale Gruppe leben sie im südlichen Afrika in offenen und trockenen Gebieten.

Anfangs nur tote Tiere als Speise

Zuoberst auf der Speisekarte stehen Insekten, Schlangen und andere Kriechtiere. Die Tiere einzufangen ist aber gar nicht so einfach, dies muss zuerst erlernt werden. Vor allem, wenn es sich um giftige Tiere handelt, ist besondere Vorsicht geboten. Anfangs bekommen die Jungen deshalb nur bereits tote Tiere zu fressen. Um das jagen zu lernen, müssen junge Erdmännchen in die «Schule» gehen. Schritt für Schritt lernen sie von den älteren Erdmännchen wichtige Lebensweisheiten. Mit hoher Konzentration schauen sie ihnen bei der Nahrungs-Suche und dem Beutefang zu.

Bis zu 30 verschiedene Laute

Eine Gefahr zu erkennen und diese entsprechend einzustufen muss gelernt sein. Es gilt bis zu 30 verschiedene Laute zu erlernen, ganz nach dem Motto: «Learning by doing». Die Jungtiere beobachten das Verhalten der Erwachsenen genaustens und machen es anschliessend nach. Dafür setzen sie sich auf die Hinterbeine und den Po und üben, ihre Umgebung genaustens zu beobachten. Bei Gefahr stossen die «Wächter» einen lauten Alarmschrei aus und alle verschwinden in den Bau.

Einzig das Schlafen muss von den jungen Erdmännchen nicht erlernt werden, denn nach einem anstrengenden Tag sind die Jungen so müde, dass sie direkt am kuscheligen Körper ihrer Mutter einschlafen.

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