Die BA habe bereits internationale Rechtshilfe von mehreren Staaten und internationalen Organisationen angefordert. (Bild: Keystone)
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Strafverfahren des Bundes im Fall der getöteten Missionarin läuft

Die Bundesanwaltschaft hat im Fall der getöteten Basler Missionarin bereits 2016 ein Strafverfahren gegen Unbekannt eröffnet. Das teilte die BA am Montag mit.

Im Fall der in Mali getöteten Schweizer Missionarin hat die Bundesanwaltschaft bereits nach deren Entführung im Januar 2016 ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung und Entführung sowie Geiselnahme eröffnet.

Internationale Rechtshilfe angefordert

Dies teilte die Bundesanwaltschaft am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Zahlreiche Akten der Vorgangs und der Beteiligung der Bundesanwaltschaft (BA) seien an die interdepartementale Task Force weitergeleitet worden. Die BA habe zudem internationale Rechtshilfe von mehreren Staaten und internationalen Organisationen angefordert.

Der am vergangenen Freitag offiziell vom Schweizer Aussendepartement bestätigte Tod der in Mali vor vier Jahren entführten Baslerin bedeute nicht das Ende des Strafverfahrens, schreibt die Bundesanwaltschaft weiter. Sollten die Behörden in Mali ein Strafverfahren eröffnen, würde aber das Verfahren in der Schweiz eingestellt. Das Kidnapping war von einem Al-Kaida-Ableger im Maghreb beansprucht worden.

Cassis fordert weitere Abklärungen

Laut Angaben eines französischen TV-Journalisten vom Wochenende wurde die in Mali getötete Schweizerin vor rund einem Monat von ihren Entführern vermutlich erschossen. Dies berichtete er unter Berufung auf Aussagen einer inzwischen befreiten Geisel.

Aussenminister Cassis betonte am Freitag die Schweiz setze alles daran, mehr über die Umstände der Tötung und über den Verbleib der sterblichen Überreste zu erfahren. Dafür werde das Aussendepartement (EDA) auch an die Übergangsregierung in Mali gelangen. Das EDA betonte, dass sich Mitglieder des Bundesrates persönlich und wiederholt bei den zuständigen Behörden für die Freilassung der Frau eingesetzt hätten.

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