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Schweiz

Kommen nun regionale Corona-Lockdowns?

Die FDP-Frauen wollen das Steuersystem reformieren und der Bund plane regionale Corona-Lockdowns. Das sind die Schlagzeilen am Sonntag.

Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

Gibt es bald regionale Coronavirus-Lockdowns?

Der Bund plant laut der «NZZ am Sonntag» seit Monaten regionale Coronavirus-Lockdowns. Die Zeitung beruft sich dabei auf Protokolle der Telefonkonferenzen zwischen dem Bundesamt für Gesundheit BAG und den Kantonsärzten. Demnach erarbeitete der Bund im Juni «eine Liste der kritischen Infrastrukturen im Hinblick auf mögliche Schliessungen von Regionen oder Gemeinden im Rahmen einer 2. Welle». Gegenüber dem Blatt präzisierte der Bund: «Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz prüft in Zusammenarbeit mit weiteren zuständigen Stellen, wie bei einem allfälligen lokalen oder regionalen Lockdown gewährleistet werden kann, dass Betreiber von kritischen Infrastrukturen beziehungsweise systemrelevante Unternehmen ihren Betrieb möglichst aufrechterhalten können.» Wann und wie ein solcher Lockdown verhängt werden könnte, bleibe jedoch offen. Wie verschiedene Quellen der Zeitung bestätigten, arbeiten der Bund, die Kantone sowie die wissenschaftliche Coronavirus-Taskforce des Bundes an einer sogenannten Winterstrategie. Diese sei schon im Sommer in Angriff genommen, hiess es weiter.

FDP-Frauen wollen Reform des Steuersystems

Die FDP will laut Meldungen der «NZZ am Sonntag» und von «Le Matin Dimanche» das Steuersystem der Schweiz reformieren. So wollen die FDP-Frauen eine Volksinitiative zur Einführung der Individualbesteuerung lancieren, über die seit bald 20 Jahren diskutiert werde. Damit wollten sie erreichen, dass Ehepaare künftig getrennt besteuert werden. «Wir wollen ein Ausrufezeichen setzen, damit in dieser Sache endlich verbindlich etwas geht», sagte die St. Galler Nationalrätin und Präsidentin der FDP-Frauen Susanne Vincenz-Stauffacher gegenüber der «NZZ am Sonntag». Das aktuelle Steuersystem bestrafe Ehepaare mit zwei Einkommen und behindere so das berufliche Engagement der Frauen, hiess es weiter. Es sei allerdings wichtig, dass nicht alte Ungerechtigkeiten durch neue ersetzt würden, mahnte die Politikerin in beiden Zeitungen. Und Dank technischem Fortschritt und der Digitalisierung sollten die Steuerverwaltungen auch problemlos zwei Steuererklärungen ohne grösseren Zusatzaufwand bewältigen können, gab sich Vincenz-Stauffacher zudem überzeugt.

Kantonale Tracing-Teams sind überlastet

Die kantonalen Contact-Tracer können laut der «SonntagsZeitung» vielerorts die explodierenden Coronavirus-Fälle nicht mehr bewältigen. Daher bestehe die Gefahr, dass die Ansteckungsketten nicht mehr unterbrochen werden könnten. Das Tracing-Team des Kantons Zürich etwa sei derart überlastet, dass der Kanton die Verfolgung der Infektionsfälle und die Alarmierung möglicherweise angesteckter Kontaktpersonen den Betroffenen selbst überlässt. Dies bestätigte eine Sprecherin der Zürcher Gesundheitsdirektion gegenüber der Zeitung: Das Blatt habe zudem von mehreren Fällen die Kenntnis, bei denen das Contact-Tracing versagt habe und potentiell Angesteckte nicht alarmiert worden seien. In vielen Kantonen seien nur zehn bis 20 Prozent der neu angesteckten Personen zum Zeitpunkt des positiven Coronavirus-Tests bereits in Quarantäne gesetzt worden, hiess es weiter. Der Epidemiologe und Mitglied der Coronavirus-Taskforce des Bundes, Marcel Tanner, räumte gegenüber der «SonntagsZeitung» ein, dass das Contact-Tracing mancherorts an seine Grenzen stosse. Die Schweiz dürfe es aber nun unter keinen Umständen aufgeben. «Im Gegenteil: Die Kantone müssen noch grössere Anstrengungen unternehmen, sonst erfasst uns eine zweite Welle», warnte Tanner.

Akutes Konkursrisiko für Schweizer Hotelbetriebe

Für die Schweizer Hotellerie wird die Luft angesichts der Coronavirus-Pandemie dünner. Laut Meldungen der «NZZ am Sonntag» und «Le Matin Dimanche» sehe nur jeder vierte Hotelbetrieb kein Risiko für einen Konkurs. Die Zeitungen berufen sich dabei auf eine Umfrage des Verbandes Hotelleriesuisse. Demnach sehen fast acht Prozent ein akutes Risiko, Konkurs anmelden zu müssen. Besonders bedroht seien Hotels in Zürich und Genf. Nur ein Viertel der Betriebe sehe in der gegenwärtigen Coronavirus-Situation gar keine Bedrohung für das eigene Geschäft. Rund 37 Prozent der befragten Betriebe sähen sich allerdings gezwungen, in den nächsten Monaten Personal zu entlassen – und dies trotz Kurzarbeit, hiess es weiter.

Bund will zweistufige Grippeimpfung

Die Grippeimpfung in der Schweiz soll in diesem Jahr laut der «NZZ am Sonntag» in zwei Stufen stattfinden. Der Bund müsse der Bevölkerung ein zweistufiges Vorgehen schmackhaft machen, weil es bei einem erhöhten Bedarf nicht sofort für alle Personen ausreichend Impfstoff gebe. Rund 1,2 Millionen Dosen lieferten die Hersteller regulär über den freien Markt an Spitäler, Apotheken und Ärzte. Weitere 500’000 Dosen habe sich der Bund über Verträge gesichert. «Diese können allerdings erst Ende November ausgeliefert werden», schreibt das Bundesamt für Gesundheit BAG diesbezüglich an die Zeitung. Ein Teil der Verzögerung erklärte sich laut dem Blatt aus Streitigkeiten zwischen verschiedenen Bundesämtern und der Heilmittelbehörde Swissmedic. Die Differenzen hätten im Frühling die Bestellung eines Vakzins verhindert, hiess es.

Armut der Ärmsten wird schlimmer

Die Coronavirus-Pandemie verschärft laut dem «SonntagsBlick» die Armut der Ärmsten. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen von Experten. So reiche der Lohn oft nicht mehr zum Leben, hiess es etwa von der Ökonomin Isabel Martínez gegenüber dem Blatt. Zudem seien die Reserven der Menschen, die sich in prekären Arbeitsverhältnissen befänden, klein oder gar nicht vorhanden. Und hinzu käme die schlechte Bildung: «Mit der wachsenden Ungleichheit schwinden auch die Aufstiegschancen», sagte die Expertin. Die Zeitung ruft zudem die unlängst ins Rampenlicht der Öffentlichkeit getretenen Menschenschlangen zum Erhalt von Lebensmittel in Erinnerung und erklärte, dass bald 370’000 Personen in der Schweiz von Sozialhilfe leben würden.

Pandemie schlägt auf Psyche der Jungen

Die Pandemie schlägt laut der «SonntagsZeitung» auf die Psyche vieler junger Menschen. So viele Notfälle wie in diesem Jahr hätte etwa die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsspitals Zürich und auch die Psychiatrischen Diensten Aargau noch nie gehabt, schreibt die Zeitung. Vor allem die Zahl von Patienten, die sich selbst verletzten, an einer Depression litten und suizidal seien, hätten zugenommen. Zudem beruft sich die Zeitung auf eine Studie, wonach ein Viertel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter Symptomen litten, die auf eine psychische Störung hinweisen.

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