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International

Kanton Jura bei Contact Tracing überlastet

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Corona-Hotline im Kanton Jura überlastet
Die Corona-Hotline im Kanton Jura ist am Donnerstag, 8. Oktober, überlastet, wie die Behörden mitteilen. (Symbolbild: Keystone)

Die Corona-Hotline des Kanton Juras ist derzeit völlig überlastet. Das teilen die kantonalen Behörden mit. Weil mehrere positive Fälle in verschiedenen Lokalen verzeichnet wurden, während des vergangenen Wochenendes, sei die Arbeit der Contact-Tracer um ein vielfaches erschwert worden. Die Behörden bitten die Betroffenen um Geduld.

Am letzten Wochenende hatten sich mehrere Personen in insgesamt sieben Ausgehlokalen angesteckt. Über 700 Personen konnten mittlerweile trotz mangelhafter Besucherlisten identifiziert werden und haben eine SMS erhalten. Die jurassischen Behörden haben alle Personen, die die fraglichen Lokale besucht haben, aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben. Ein Lokal in Delsberg wurde geschlossen. Weitere Hintergründe gibt es hier.

David von Ballmoos positiv auf Corona getestet

YB-Goalie David von Ballmoos ist positiv auf Covid-19 getestet worden, nachdem er sich unwohl gefühlt hatte. Dem 25-Jährigen geht es den Umständen entsprechend gut, wie die Berner mitteilten. Er befindet sich in häuslicher Isolation. Als Folge wurden die weiteren Spieler und der Staff des Schweizer Meisters ebenfalls getestet, wobei alle Ergebnisse negativ ausfielen.

 

YB-Goalie David von Ballmoos wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Bild: Keystone)

Waadtländer Gastrobetriebe müssen Kundendaten digital festhalten

Schluss mit Stift und Papier: Zur Bekämpfung von Covid-19 müssen Waadtländer Restaurants und Bars künftig Kundendaten digital festhalten, um allfällige Ansteckungsketten zurückzuverfolgen zu können. Das schriftliche Festhalten von Kontaktdaten ist nur noch in Ausnahmesituationen gestattet.

Dies hat der Waadtländer Staatsrat entschieden, wie er am Donnerstag mitteilte. Zu diesen Ausnahmen nennen gehören zum Beispiel der Fall, dass ein Kunde über kein Smartphone verfügt oder das Fehlen eines Mobilfunknetzes. Ein zuverlässiges Tracing-System stelle sicher, dass der Kantonsarzt in der Lage sei, den Fall eine an einem öffentlichen Ort erfolgte Ansteckung rasch zu erkennen.

EU-Parlamentspräsident Sassoli in Corona-Quarantäne

EU-Parlamentspräsident David Sassoli ist vorsorglich in Corona-Quarantäne gegangen. Ein Mitarbeiter habe am Donnerstag ein positives Test-Ergebnis erhalten, twitterte Sassoli.»»Mir geht es gut, und ich habe keine Symptome.»

Er werde sich nun aber in die vorgeschriebene Selbstisolation begeben und untersuchen lassen, schrieb Sassoli weiter.

Der Italiener ist nicht der erste Spitzenvertreter der Europäischen Union, der sich aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen vorsichtshalber absondern muss. Zu Beginn der Woche musste EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach einem gemeinsamen Termin mit einer infizierten Person ebenfalls in Quarantäne. Inzwischen ist sie wieder zurück.

Dargebotene Hand arbeitet neu mit ETH zusammen

Die Dargebotenen Hand, die Betreiberin der Telefonnummer 143, hat entschieden, ihre Daten künftig der Konjunkturforschungsstelle (Kof) der ETH zur Verfügung zu stellen. Damit soll die Forschung zu Wechselwirkungen zwischen mentaler Gesundheit und Konjunktur gefördert werden.

Zwischen Anfang März und Ende August 2020 wurden 39’090 Gespräche über die nationale Notrufnummer 143 geführt. Das entspreche einer Zunahme von neun Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, wie die Dargebotene Hand am Donnerstag mitteilte. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

EU sichert sich Corona-Impfstoff und weitere Dosen Remdesivir

Im Kampf gegen Corona hat sich die EU-Kommission Bezugsrechte für einen weiteren künftigen Impfstoff und für zusätzliche Dosen des Anti-Viren-Medikaments Remdesivir gesichert.

Mit der belgischen Tochter des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson schloss die EU-Behörde Verträge über die mögliche Lieferung von Impfstoff für 200 Millionen Menschen. Vorgesehen ist zudem eine Option für weitere 200 Millionen Personen, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Zudem steht nun der angekündigte Vertrag mit dem US-Hersteller Gilead über bis zu eine halbe Million weitere Dosen Remdesivir für die EU-Staaten und weitere europäische Länder.

 

Die EU hat weitere Dosen des Anti-Viren-Medikaments Remdesivir reserviert. (Bild: Keystone)

Bei Impfstoffen, die derzeit noch entwickelt werden, hat die Kommission schon ähnliche Verträge mit AstraZeneca und Sanofi-GSK geschlossen, die ebenfalls aussichtsreiche Kandidaten testen. Bisher ist aber noch keiner dieser Stoffe zugelassen. Ein Kommissionssprecher wollte keine Prognose abgeben, wann die Mittel auf den Markt kommen. Man arbeite daran, so schnell wie möglich einen sicheren Impfstoff von hoher Qualität verfügbar zu haben, sagte er.

Berlin überschreitet wichtigen Corona-Warnwert

In Berlin ist eine der zentralen Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage überschritten worden. Pro 100’000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen in der deutschen Hauptstadt 52,8 Neuinfektionen gemeldet, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Donnerstag hervorgeht.

In ganz Deutschland war zuvor die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft auf mehr als 4000 binnen eines Tages angestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 4058 neue Corona-Infektionen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte. Das sind gut 1200 mehr als am Mittwoch, als 2828 Neuinfektionen gemeldet worden war. Ein höherer als der nun gemeldete Wert war zuletzt in der ersten Aprilwoche erreicht worden.

300 Leute nach Clubbesuch in Churer Vergnügungsmeile in Quarantäne

In Chur sind rund 300 Personen nach dem Besuch eines Partylokals in der Vergnügungsmeile Welschdörfli in Quarantäne geschickt worden. Ein Partygänger war laut Angaben des Kantons positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Einen weiteren Fall eines Coronavirus-Ausbruchs wurde im Transitzentrum Landhaus in Davos Laret verzeichnet. Dort wurden bisher drei Personen positiv auf das Virus getestet. Bei weiteren 86 Personen sei Quarantäne angeordnet worden, teilte die Kommunikationsstelle Coronavirus des Kantons Graubünden am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

 

300 Menschen sind nach dem Besuch eines Partylokals in Chur in Quarantäne: Ein Partygast war nach dem Feiern positiv auf das Virus getestet worden. (Bild: Keystone)

Kanton Jura rechnet für 2021 mit Defizit von 3,9 Millionen Franken

Das Budget des Kantons Jura für 2021 weist ein Defizit von 3,9 Millionen Franken aus. Das Minus in der Staatskasse fällt wegen der vollen Ausschöpfung der Haushaltsreserve allerdings geringer aus als vorgesehen.

Die finanziellen Auswirkungen der Covid-19-Krise für den Kanton werden gemäss einer Mitteilung der jurassischen Regierung vom Donnerstag für die Jahre 2020 und 2021 auf 37,4 Millionen Franken geschätzt, davon 26,3 Millionen in Form von Gewinnausfällen.

Höchster Tageswert an neuen Corona-Infektionen im Aargau

Im Kanton Aargau ist der bislang höchste Tageswert an neuen Coronavirus-Infektionen seit Erfassung der Daten registriert worden. Am Mittwoch gab es 55 laborbestätigte Fälle, wie der Kanton am Donnerstag auf seiner Website mitteilte.

Am Dienstag waren 43 bestätigte Fälle vermeldet worden. Bislang kam es zu 2810 Infektionen im Aargau. Bislang starben im Kanton 55 Personen an den Folgen von Covid-19. Alles Hintergründe finden Sie hier.

18 Corona-Fälle in Alterszentrum in Goldau (SZ)
In einem Alterszentrum in Goldau kam es zu einem Corona-Ausbruch. (Symbolbild: Keystone)

Im Kanton Schwyz ist die Zahl der Corona-Infektionen am Donnerstag stark angestiegen. Betroffen sind auch vier Alters- und Pflegeheime. In einem Alterszentrum in Goldau SZ wurden 18 Bewohner positiv getestet.

Im Alterszentrum Mythenpark in Goldau war vor zwei Tagen eine Bewohnerin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Tests im Umfeld der Bewohnerin wurden 17 weitere Ansteckungen im Alterszentrum bestätigt, wie das Schwyzer Departement des Innern am Donnerstag mitteilte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Fall bei Formel-1-Team Mercedes

Vor dem Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring am kommenden Sonntag vermeldet das Weltmeister-Team Mercedes einen Corona-Fall. Der Rennstall bestätigte den positiven Nachweis auf das Virus bei einem Teammitglied. Die Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas seien nicht betroffen.

Um die Saison vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie überhaupt fortsetzen zu können, hat sich die Formel 1 ein strenges Hygienekonzept verordnet. Dies sieht neben einer Maskenpflicht auch die strikte Unterteilung der Mitwirkenden in Gruppen vor, die untereinander keinen Kontakt haben dürfen.

Trump will bald wieder Wahlkampf machen

US-Präsident Donald Trump will nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus bald wieder grosse Wahlkampfveranstaltungen abhalten. Dies kündigte Trump am Donnerstag in einem telefonischen Interview mit dem Sender Fox Business an.

Donald Trump fühlt sich fit genug, den Wahlkampf gegen seinen Herausforderer Joe Biden weiter zu führen. Ein virtuelles TV-Duell lehnt der US-Präsident aber ab. (Bild: Keystone)

Am liebsten wolle er noch am Donnerstagabend eine Veranstaltung machen, sagte Trump weiter. Er sei überzeugt, dass er nicht mehr ansteckend sei. Er fühle sich «perfekt». Trumps Leibarzt Sean Conley hatte am Mittwoch erklärt, Trump habe seit mehr als 24 Stunden keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung mehr. Seine Werte seien im Bereich des normalen Spektrums «stabil». Der 74-Jährige war am Montagabend nach einem dreitägigen Klinikaufenthalt ins Weisse Haus zurückgekehrt.

Der US-Präsident verkündete weiter, nicht an einem virtuellen TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden teilnehmen zu wollen. Alles dazu sowie über die neusten Entwicklungen bei den US-Wahlen finden Sie hier.

Polen führt Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wieder ein

Im Kampf gegen die stark steigende Zahl von Corona-Infektionen führt Polen am Samstag wieder eine generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ein. Dies kündigte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau an.

Dann werde das gesamte Land als sogenannte gelbe Zone eingestuft. Bislang gibt es in Polen 51 lokale gelbe und rote Zonen mit erhöhtem oder stark erhöhtem Infektionsgeschehen.

 

In Polen wird erneut eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit verhängt. (Bild: Keystone)

Mit der Ausweitung gelten weitere Restriktionen – etwa die Begrenzung von Feiern auf maximal 75 Teilnehmer. «Nur so können wir einen Lockdown verhindern», sagte Morawiecki. Zuvor hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verzeichneten die Behörden 4280 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Im gleichen Zeitraum starben 76 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus – so viele wie nie zuvor.

Slowakei meldet erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen pro Tag

Die Corona-Infektionszahlen der Slowakei steigen drastisch an. Am Donnerstag wurden mit 1037 Neuinfektionen erstmals die 1000er-Marke übertroffen.

Die Zahl der coronabedingten Todesfälle stieg um zwei auf 57. Die Slowakei zählt in ihrer Corona-Statistik nur Tote, bei denen keine andere unmittelbare Todesursache nachgewiesen werden kann. Während das Land im Frühjahr kaum von der Pandemie betroffen war, melden die Gesundheitsbehörden seit Mitte September fast täglich Rekorde.

(Bild: Keystone)

Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic machte auf Facebook erneut die «Disziplinlosigkeit» eines Teils der Bevölkerung für den Anstieg verantwortlich.

Gesundheitsexperten werfen hingegen der Regierung Missmanagement vor. Am Mittwoch sorgten der nationale Krankenhäuser-Verband gemeinsam mit Vereinigungen von Ärzten und medizinischem Personal sowie Patientenorganisationen mit einem gemeinsamen Appell für Aufsehen. Das Gesundheitsministerium kommuniziere nicht mit ihnen, gebe chaotische und widersprüchliche Weisungen aus und halte die eigenen Pandemiepläne nicht ein.

Spanische Justiz kippt Corona-Abriegelung der Hauptstadt Madrid

In Spanien ist die umstrittene Zwangsabriegelung des Corona-Hotspots Madrid durch die Zentralregierung von der Justiz gekippt worden.

Die Anordnung des Gesundheitsministeriums beschränke in unrechtmässiger Form Grundrechte und -freiheiten, entschied das Oberlandesgericht der Region Madrid am Donnerstag. Die zweiwöchige Absperrung der spanischen Hauptstadt und von neun weiteren Gemeinden im Grossraum Madrid war am Freitagabend vergangener Woche in Kraft getreten.

Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hatte sich der Anordnung gebeugt, aber Widerspruch eingelegt. Sie könnte die Absperrungen nun aufheben. Die Zentralregierung kann aber noch Einspruch gegen das Urteil einlegen. Gesundheitsminister Salvador Illa sagte in einer ersten Reaktion nur: «Wir werden die gerichtlichen Schritte beschliessen, die die Gesundheit der Bürger am besten schützen.»

Von den Absperrungen sind knapp 4,8 der 6,6 Millionen Einwohner der «Comunidad Autónoma» betroffen. Diese dürfen ihre jeweilige Wohngemeinde nur noch mit triftigem Grund verlassen – etwa, um zur Arbeit zu fahren oder den Arzt aufzusuchen. Besucher von ausserhalb dürfen diese Städte nur in Ausnahmefällen betreten.

Ayuso hatte geklagt, der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez führe einen «politischen Krieg» gegen ihre konservative Regierung und greife unrechtmässig in Kompetenzen der Regionen ein. Vor der Zwangsabriegelung seien die Corona-Zahlen in ihrer Region unter anderem durch die Abriegelung kleinerer Bezirke deutlich besser geworden. In der Tat ging die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen von mehr als 800 auf aktuell 591 zurück.

Gemäss der ministeriellen Anordnung soll es in Spanien immer dann Absperrungen geben, wenn in einer Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern die 14-Tage-Inzidenz über 500 liegt, mindestens zehn Prozent aller Tests positiv ausfallen und die Intensivbetten zu mehr als 35 Prozent mit Covid-Patienten belegt sind. Wegen dieser Anordnung sind seit Mittwoch auch die Provinzhauptstädte León und Palencia in Kastilien und León nördlich von Madrid abgeriegelt.

1’172 neue Corona-Fälle in der Schweiz am Donnerstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag 1’172 Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das Amt zwei neue Todesfälle. Neu ins Spital eingewiesen wurden 27 an Covid-19 erkrankte Personen.

Shaqiri darf mit Nati nach Spanien – trotz positivem Test

Am Samstag steigt in Madrid das Nations-League-Spiel der Schweizer Nati gegen Spanien. Xerdan Shaqiri, der letzten Dienstag positiv auf Corona getestet wurde, darf die Nati trotzdem nach Spanien begleiten.

Mehr dazu hier.

Tessin schliesst Clubs, Tanzlokale und Diskos

Der Kanton Tessin reagiert auf die in den letzten Tagen stark gestiegenen Corona-Fallzahlen. Ab Freitagabend müssen Clubs, Diskotheken und Tanzlokale schliessen.

Das hat die Tessiner Kantonsregierung am Donnerstag entschieden und bekanntgegeben. Ab Samstag gilt in Läden und Einkaufszentren im Südkanton zudem eine Maskenpflicht. Eine solche haben schon die Kantone Bern, Zug, Zürich, Genf, Waadt, Basel-Stadt, Solothurn, Neuenburg, Freiburg, Jura und Wallis beschlossen oder sie ist schon in Kraft.

Weiter Massnahmen betreffen Restaurants. Ihre Gäste dürfen nur noch im Sitzen konsumieren. Für das Personal der Restaurants sind chirurgische Masken obligatorisch. Gesichtsvisiere aus Plexiglas dürfen diese Angestellten ab Freitagabend nicht mehr benutzen.

Fallzahlen explodieren in diversen europäischen Ländern

In diversen europäischen Ländern schiessen die Zahlen der Coronavirus-Neuansteckungen in die Höhe. Österreich meldet am Donnerstag mit 1’200 Fällen einen neuen Rekord und auch in Tschechien fielen die Zahlen kürzlich extrem hoch aus: Am Dienstag wurde dort erstmals die 4000er-Marke geknackt, und am Mittwoch wurden sogar mehr als 5’000 Fälle vermeldet. Auch Frankreich erzielte mit 18’746 Neuinfektionen innert 24 Stunden am Mittwoch einen Tages-Höchststand. In Deutschland entwickeln sich die Zahlen sprunghaft: Die Gesundheitsämter meldeten am Donnerstag 4’058 neue Fälle, also 1’200 mehr als am Vortag.

Ansteckungen mit dem Coronavirus in allen Kantonen gestiegen

In der vergangenen Woche bis zum 4. Oktober sind die Ansteckungen mit dem Coronavirus in fast allen Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein gestiegen. Insgesamt wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert Wochenfrist 3’439 neue Fälle gemeldet.

62 Menschen mussten wegen der Lungenkrankheit Covid-19 zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober neu ins Spital, wie das BAG in seinem am Donnerstag veröffentlichten Wochenbericht bekannt gab. Zudem wurden fünf zusätzliche Todesfälle gemeldet. In der Woche zuvor waren es zehn Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gewesen und 61 Spitaleinweisungen.

Swiss-Moto 2021 gestrichen

Der Basler Messeveranstalter MCH hat in Abstimmung mit dem Verband der Schweizerischen Motorrad- und Rollerimporteure Motosuisse beschlossen, die Zweiradmesse Swiss-Moto im Februar 2021 nicht durchzuführen. Die Veranstalter prüfen nun die Durchführung einer kleineren Ersatzveranstaltung.

Der Basler Messeveranstalter MCH beschlossen, die Zweiradmesse Swiss-Moto im Februar 2021 nicht durchzuführen. (Bild: Keystone)

Die normalerweise sehr hohe Besucherdichte von über 20’000 Personen pro Tag sei schwer mit einem Schutzkonzept zu vereinbaren, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Geplant war der Event bisher vom 18. bis 21. Februar 2021.

Kreuzfahrtverband beschliesst generelle Testpflicht

Die Kreuzfahrtindustrie hat eine Covid-19-Testpflicht für alle Gäste und Crewmitglieder an Bord der Schiffe beschlossen. «Nur mit einem negativen Testergebnis wird der Zugang zum Schiff gewährt», teilte die Cruise Lines International Association (Clia), der grösste Verband der Kreuzfahrtindustrie, am Donnerstag in Hamburg mit. An diese globale Testpflicht sollen sich alle Clia-Mitgliedsreedereien ab sofort halten. Den Angaben zufolge repräsentieren sie 95 Prozent der Kreuzfahrtkapazitäten weltweit.

Rekordzahl an Neuinfektionen in Tschechien

Tschechien hat den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Am Mittwoch kamen 5’335 weitere Fälle hinzu, wie am Donnerstag aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging.

Tschechien zählt erstmals mehr als 5’000 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. (Bild: Keystone)

Erst am Vortag war erstmals die 4’000er-Marke überschritten worden. Seit Beginn der Pandemie starben in Tschechien 829 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Seit Wochenbeginn gilt der nationale Notstand.

Die Regierung des Ministerpräsidenten Andrej Babis von der populistischen Partei ANO will am Freitag ein ganzes Massnahmenpaket vorstellen.

Trump verspricht kostenlose Covid-Behandlung

US-Präsident Donald Trump hat seinen Landsleuten die gleiche Behandlung mit Antikörper-Mitteln versprochen, wie er sie bekommen hat. Er wolle bald eine ausserordentliche Erlaubnis zum raschen Einsatz der Arzneien unterzeichnen, sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Video.

Der US-Präsident war vergangene Woche mit einem noch experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandelt worden. Danach habe er sich binnen 24 Stunden «grossartig» gefühlt, schwärmte Trump. «Ich will, dass Sie bekommen, was ich bekommen habe – und ich werde es kostenlos machen.» Es gebe «hunderttausende Dosen» davon. Unklar ist allerdings, ob und wie der Zulassungsprozess für so neue Medikamente beschleunigt werden kann.

34 Corona-Fälle im Zusammenhang mit dem Weissen Haus

Der Corona-Ausbruch im Weissen Haus hat einem Medienbericht zufolge grössere Ausmasse als bislang bekannt. Der Sender ABC News berichtete am Mittwochabend unter Berufung auf ein internes Dokument der Katastrophenschutzbehörde (Fema), dass sich 34 «Mitarbeiter des Weissen Hauses und andere Kontakte» in den vergangenen Tagen mit dem Virus infiziert haben. Ob die gelisteten Fälle auch US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania umfassen, ging aus dem Bericht nicht hervor.

 Bereits 34 «Mitarbeiter des Weissen Hauses und andere Kontakte» haben sich laut ABC News in den letzten Tagen mit Covid-19 infiziert. (Bild: Keystone)
Japan hebt Reiseverbote für zwölf Länder auf

Japan will einem Zeitungsbericht zufolge die Reiseverbote nach China und in elf weitere Länder kommenden Monat aufheben. Dies berichtete das Blatt Yomiuri am Donnerstag.

Die Erleichterungen würden auch Taiwan, Australien, Neuseeland, Singapur, Südkorea, Vietnam und Malaysia umfassen, hiess es weiter.

Japan will die Reiseverbote nach China und in elf weitere Länder kommenden Monat aufheben. (Bild: Keystone)

Immer mehr Staaten heben ihre Reisebeschränkungen im Asien-Pazifik-Raum auf. So dürfen Australier wieder nach Singapur reisen. Auch Neuseeländer können ab Mitte des Monats laut Medienberichten wieder nach Australien reisen. Allerdings müssen sie bei einer Rückkehr nach Neuseeland in Quarantäne, hiess es.

Corona-Krise reisst Löcher in Budgets 2021 der meisten Kantone

Für bislang 20 Kantone liegen die Budgets 2021 vor, und klar ist: Die Coronavirus-Krise und der Wirtschaftseinbruch reissen zum Teil riesige Löcher in die Budgets der allermeisten Kantone.

Rote Zahlen und Neuverschuldung: Die tiefsten Spuren hinterlassen die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise in den Berner Staatsfinanzen. Für 2021 ist ein Defizit von 630 Millionen Franken budgetiert. Es drohe die grösste Rezession der Nachkriegsgeschichte, liess die Finanzdirektion verlauten. Details dazu gibt es hier.

Kamala Harris kritisiert Trumps Corona-Politik bei TV-Debatte

In der einzigen TV-Debatte der Vize-Kandidaten vor der US-Präsidentenwahl hat Kandidatin Kamala Harris das Coronavirus zu einem zentralen Thema gemacht. «Das amerikanische Volk ist Zeuge des grössten Versagens einer Regierung in der Geschichte unseres Landes geworden», sagte Harris am Mittwoch in Salt Lake City auf einer Bühne mit Vizepräsident Mike Pence. «Das amerikanische Volk hat Opfer bringen müssen wegen der Inkompetenz dieser Regierung.» Pence konterte mit dem oft auch von Donald Trump vorgebrachten Argument, dass Massnahmen seiner Regierung hunderttausende Menschenleben gerettet hätten.

Vize-Kandidatin Kamala Harris kritisiert Trumps Corona-Politik während der TV-Debatte mit Pence: «Das amerikanische Volk hat Opfer bringen müssen wegen der Inkompetenz dieser Regierung.» (Bild: Key)
Sprunghafter Anstieg von Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist sprunghaft auf mehr als 4’000 binnen eines Tages angestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 4’058 neue Corona-Infektionen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte. Das sind über 1’200 mehr als am Mittwoch, als mit 2’828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet worden war. Ein höherer als der nun gemeldete Wert war zuletzt in der ersten Aprilwoche erreicht worden.

 Die Corona-Fallzahlen entwickeln sich in Deutschland sprunghaft: Am Mittwoch wurden 2’828 Fälle vermeldet, am Donnerstag bereits 4’058. (Bild: Keystone)
Neue Corona-Einschränkungen in Frankreich erwartet

Angesichts eines neuen Höchststandes bei den Corona-Neuinfektionen wird in Frankreich mit weiteren Schritten der Regierung gerechnet. «Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen», sagte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend den Fernsehsendern TF1 und France2 in dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie.

Frankreich erzielte mit 18’746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tages-Höchststand. Wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 16’972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende deutlich überschritten.

Mehr als fünf Millionen Corona-Infizierte in Brasilien

Mehr als fünf Millionen Menschen haben sich in Brasilien seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Mittwoch hervor. Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien damit die meisten Corona-Infektionen (5’000’694). Insgesamt 148’228 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Brasilien verzeichnet nach den USA und Indien die meisten Corona-Infektionen, mehr als fünf Millionen. (Bild: Keystone)
Neuer Höchststand bei Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit 18.746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tages-Höchststand erzielt. Wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 16.972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende deutlich überschritten.

Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

(Bild: Keystone)

Gesundheitsminister Olivier Véran will am diesem Donnerstag über die aktuelle Lage berichten. Staatschef Emmanuel Macron stimmte die Franzosen bei einem TV-Interview am Abend bereits auf zusätzliche Einschränkungen ein, wie es sie in den Metropolen Paris und Marseille bereits gibt. Ins Detail ging der 42-Jährige dabei aber nicht.

«Das Virus zirkuliert seit einigen Wochen schneller», sagte der Staatschef den Fernsehsendern TF1 und France2 im dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie, der am vergangenen Freitag stark von Unwettern und Überschwemmungen getroffen worden war. «Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen.»

Conte wirbt für Italien als Urlaubsziel – Corona-Zahlen steigen stark

Ungeachtet der steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen hält der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte sein Land für ein geeignetes Urlaubsziel. «Gerade die angemessen strengen Massnahmen, die wir soeben beschlossenen haben, zeigen, dass wir im Umgang mit dem Virus nicht nachlässig werden», sagte Conte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (F.A.Z.) auf die Frage, ob Italien für Touristen aus Deutschland ein sicheres Reiseland sei. Einreisende aus Risikogebieten würden an den Flughäfen einem Schnelltest unterzogen, dessen Ergebnis nach 15 Minuten vorliege. Das Interview in Rom führten neben der «F.A.Z.» auch mehrere internationale Zeitungen.

Im Kampf gegen wieder steigende Corona-Infektionszahlen hatte Italiens Regierung am Mittwoch eine landesweite Maskenpflicht im Freien ab Donnerstag beschlossen. Bisher mussten die Schutzmasken hauptsächlich in geschlossenen Räumen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgesetzt werden. Die Behörden verzeichneten in den jüngsten Wochen einen erheblichen Anstieg der Infektionszahlen. Obwohl die Pandemie bisher als unter Kontrolle gilt, wuchs die Angst vor einer zweiten Welle deutlich.

Weltbank: Wegen Corona bis zu 115 Millionen Menschen extrem arm

Ausgelöst durch die Corona-Pandemie steigt die Zahl der weltweit in extremer Armut lebenden Menschen nach Erwartungen der Weltbank um bis zu 115 Millionen Personen. Der Anteil der extrem armen Menschen vergrössere sich in diesem Jahr erstmals seit mehr als 20 Jahren, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bis 2021 könnten demnach 150 Millionen Menschen von weniger als 1,90 Dollar (rund 1,60 Euro) pro Tag leben müssen. 9,1 bis 9,4 Prozent der Weltbevölkerung sei erwartbar extrem arm; durch Corona seien 1,4 Prozent mehr betroffen als ursprünglich erwartet.

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller sagte: «In diesem Jahr werden bis zu 115 Millionen Menschen in extreme Armut fallen. Das macht viele Fortschritte der letzten drei Jahrzehnte zunichte.» Der CSU-Politiker forderte: «Corona führt jetzt erstmals seit Jahren wieder zum Anstieg von Armut und Hunger in der Welt. Jetzt erst recht müssen wir am Ziel einer Welt ohne Hunger und Armut festhalten.»

Goffin mit Coronavirus

Der Belgier David Goffin wurde positiv auf das Coronavirus getestet und musste deshalb seine Teilnahme beim ATP-Turnier in St. Petersburg von nächster Woche absagen. Er verspüre keine Symptome, und wenn alles gut gehe, wolle er ab dem 19. Oktober in Antwerpen wieder antreten, teilte der Masters-Finalist von 2017 auf Instagram mit.

(Bild: Keystone)

Beim French Open verlor die Nummer 13 der Welt letzte Woche in der 1. Runde.

Sorgen um Antonin Panenka

Der 71-jährige Antonin Panenka, Schütze des legendären Penaltys im EM-Final 1976 zwischen der Tschechoslowakei und der Bundesrepublik Deutschland, ist nach einer Coronavirus-Infektion ernsthaft erkrankt. Panenka ist in der Intensivstation eines Spitals an Maschinen angeschlossen, die ihn am Leben erhalten sollen. Dies gab der Klub Bohemians Prag bekannt, dessen Ehrenmitglied Panenka ist.

Auch Manuel Akanji positiv getestet

Manuel Akanji wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Der Nationalfussballspieler befindet sich präventiv in Isolation und zeigt keine Symptome.Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
Coca Cola baut in der Schweiz bis zu 120 Stellen ab

Der Getränkekonzern Coca Cola baut in der Schweiz bis zu 120 Stellen ab. Die Corona-Pandemie habe den Getränkemarkt vor grosse Herausforderungen gestellt und die Krise beschleunige die bei bereits aufgegleiste Transformation, teilte Coca Cola HBC Schweiz am Mittwoch mit.

(Bild: Keystone)

Der Stellenabbau in der Schweiz solle sozial verträglich ausgestaltet werden. Im Fokus stehen den Angaben zufolge strukturelle Anpassungen am Hauptsitz in Brüttisellen sowie bei nicht profitablen Bereichen des Unternehmens. Insgesamt beschäftigt Coca Cola an zwei Produktionsstandorten in der Schweiz rund 650 Mitarbeitende.

Am Produktionsstandort Schweiz will Coca Cola festhalten. Um wettbewerbsfähig produzieren zu können, habe man daher die Aktivitäten sorgfältig analysiert, hiess es. Derzeit werde rund 80 Prozent der hierzulande verkauften Produkte in der Schweiz produziert. Doch sei in den letzten fünf Jahren der Druck auf Umsatz und Verkaufsvolumen stark gestiegen.

Anpassungen will Coca Cola mit Blick auf das Online-Geschäft vornehmen. Der Verkauf übers Internet wachse rasant und die Digitalisierung schreite auch am Getränkemarkt voran.

Kein Alkohol mehr in schottischen Pubs

Pubs und Restaurants in Schottland müssen gut zwei Wochen lang auf den Ausschank von Alkohol verzichten.

Ab kommendem Wochenende dürfen die Betreiber nur noch von 6.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends öffnen und neben Essen nur nichtalkoholische Getränke anbieten, wie die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch in Edinburgh erklärte.

Die Regeln sollen zunächst zeitlich befristet bis zum 25. Oktober gelten und die massiv steigenden Corona-Fallzahlen in Schottland nach unten drücken. Zuletzt zählte das Land mehr als 1000 Fälle innerhalb eines Tages. Ohne weitere Massnahmen könne Schottland schnell wieder das Infektionsgeschehen vom Frühjahr erreichen, warnte Sturgeon. In den fünf am schlimmsten betroffenen Regionen in Schottland muss die Gastronomie in dem Zeitraum sogar vollständig schliessen.

Bundesrat verzichtet wegen Corona auf zweiten Teil von Reise

Wegen der steigenden Ansteckungszahlen in der Corona-Pandemie verzichtet der Bundesrat auf den ursprünglich für Oktober vorgesehenen zweiten Teil seiner jährlichen Reise. Anstelle der traditionellen zweitägigen Bundesratsreise fand im Juli ein Kurz-Ausflug statt.

Damals stand noch ein allfälliger zweiter Teil der Reise im Raum. Davon sieht der Bundesrat nun ab, wie die Bundeskanzlei mitteilte.

Stattdessen sei die Landesregierung am Mittwoch nach ihrer ordentlichen Sitzung mit Repräsentanten von Schweizer Unternehmen, die in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung tätig sind, zusammengekommen.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga habe eine kleine Auswahl von Schweizer Firmen mit zukunftsweisenden Produkten oder Dienstleistungen zu einem Austausch nach Bern eingeladen, hiess es.

Italien führt landesweite Maskenpflicht im Freien ein

Im Kampf gegen wieder steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung am Mittwoch eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen.

Ausnahmen gebe es nur für Kinder im Alter unter sechs Jahren und für Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen, die mit dem Tragen einer Gesichtsmaske nicht zu vereinbaren seien, sagte die stellvertretende Gesundheitsministerin Sandra Zampa dem TV-Sender RAI.

(Bild: Keystone)

Auch in bestimmten Situationen, in denen man alleine sei – etwa in einem Park -, gelte die Pflicht nicht. Unklar blieb zunächst, ab wann genau diese neue Massnahme in Kraft treten soll. Beobachter sagten, sie werde wahrscheinlich schon von Donnerstag an gelten.

Das Tragen von Gesichtsmasken im Freien war bisher bereits in einigen italienischen Regionen Pflicht, darunter auch in Kampanien und Latium, die Neapel und Italiens Hauptstadt Rom einschliessen. Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgesetzt werden.

Gesundheitsdirektoren bezeichnen Lage als instabil

Mit 1077 am Mittwoch neu gemeldeten Fällen haben die Coronavirus-Infektionen in der Schweiz wieder die Tausender-Marke überschritten. Die Gesundheitsdirektoren empfehlen den Kantonen unter bestimmten Bedingungen strengere Massnahmen.

«Die Lage ist und bleibt instabil», bilanzierte die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). Ihr Vorstand empfiehlt den Kantonen, die seit der Ausrufung der besonderen Lage das Heft in der Hand haben, weitergehende Massnahmen entsprechend den relevanten Kennzahlen.

Dänemark verlängert Corona-Massnahmen

Die in Dänemark geltenden Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung werden bis zum 31. Oktober verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwoch in Kopenhagen bekannt.

Nach einem vorherigen Anstieg der dänischen Infektionszahlen hatte die Regierung in Kopenhagen Mitte September neue Beschränkungen eingeführt. Mittlerweile haben sich die Corona-Zahlen in Dänemark wieder etwas gebessert. Dies sei jedoch kein Grund, um auf dem Weg in die Winterzeit den Griff um das Virus zu lockern, sagte Heunicke. Die Infektionszahlen in der Region um Kopenhagen seien fallend, aber das Niveau sei weiterhin hoch.

Maskenpflicht in Läden nun auch im Kanton Bern

Bern hat als elfter Kanton die Maskenpflicht beim Einkaufen beschlossen. Der Regierungsrat reagiert damit auf die steigenden Fallzahlen, wie er am Mittwoch mitteilte.

Die Maskenpflicht gilt in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen. Darunter fallen Geschäfte und Einkaufszentren, aber auch Bahnhöfe sowie Poststellen, Museen, Theater, Verwaltungsgebäude und Gotteshäuser.

Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kitas sowie all jene Schulen, die der Aufsicht des Kantons unterstehen.

Als weitere Massnahme zur Eindämmung des Coronavirus hat der Regierungsrat beschlossen, dass für Gäste von Bars, Clubs und Restaurants eine Sitzpflicht gilt. Zudem wird die Zahl der Gäste in Bars, Clubs und Discos auf 300 Personen beschränkt.

Chef des UNHCR-Flüchtlingshilfswerks mit Coronavirus infiziert

Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Grandi am Mittwoch auf Twitter mit.

Er nahm deshalb von Zuhause in Genf aus an Beratungen des Exekutivausschusses der Organisation teil. «Ich habe nur milde Symptome und hoffe, dass ich mich bald erhole», schrieb Grandi. Der italienische Diplomat (Jahrgang 1957) leitet das UNHCR seit Anfang 2016.

1'077 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 1’077 Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das Amt zwei neue Todesfälle. Neu ins Spital eingewiesen wurden zehn an Covid-19 erkrankte Personen.

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Roche-Lieferprobleme bedrohen britisches Coronavirus-Testprogramm

Lieferprobleme des Pharmakonzerns Roche könnten in Grossbritannien das Coronavirus-Testprogramm beeinträchtigen. Der Arzneimittelhersteller aus Basel räumte am Mittwoch ein, dass es aufgrund von Problemen in seinem Verteilzentrum in Sussex, Südengland zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Produkten komme, darunter auch Coronavirus-Tests.

Dem Versand von Corona-Tests werde Vorrang eingeräumt und es werde alles getan, um die Versorgung des nationalen Gesundheitssystems NHS mit diesen Tests sicherzustellen, erklärte Roche.

Anstieg der Corona-Fälle im Kanton St. Gallen

Im Kanton St. Gallen sind in den letzten Tagen steigende Zahlen von positiven Covid-19-Testresultaten gemeldet worden. Ob zusätzliche Massnahme notwendig sind, wird in den kommenden Tagen entschieden.

In den letzten Tagen sind die Zahlen der mit Covid-19 infizierten Personen im Kanton St. Gallen deutlich angestiegen. Von Montag auf Dienstag wurden 35 neue Fälle gemeldet. Am Mittwoch waren es 73 neue Fälle. Darin eingeschlossen sind jeweils Nachmeldungen vergangener Tage.

Im Kanton St. Gallen sind in den letzten Tagen steigende Zahlen von positiven Covid-19-Testresultaten gemeldet worden. (Bild: Keystone)

Es seien Cluster ausgemacht worden, teilte das St. Galler Gesundheitsdepartement am Mittwoch mit. Dazu gehörten Freizeitaktivitäten, der Freundes- und Familienkreis oder Anlässe während der Herbstferien. Dies habe «in kurzer Zeit zu einem kurzfristigen Anstieg von positiv getesteten Personen» geführt. Die meisten Betroffenen gehörten nicht zu den «vulnerablen Personen».

Keine grossen Probleme bei Geschaftsmieten

Laut dem Bund bestehen derzeit wenige Hinweise für umfassende Schwierigkeiten bei Geschäftsmietern, die von Corona-Schliessungen betroffen waren. Es seien «überraschend zahlreiche Einigungen über Mietpreissenkungen zwischen den Mietparteien» getroffen worden.

Zu diesem Schluss kommt ein Monitoringbericht, den der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat. Die Regierung sieht sich darin bestätigt, nicht in die privatrechtlichen Beziehungen zwischen Mieterinnen und Mietern einerseits und Vermieterinnen und Vermietern anderseits einzugreifen.

Weltwirtschaft schrumpft 2020 wegen Corona-Krise

Die Corona-Krise sorgt Ökonomen zufolge in diesem Jahr für ein Schrumpfen der Weltwirtschaft um 4,4 Prozent. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts und des Forschungsnetzes EconPol Europe unter 950 Wirtschaftsexperten aus 110 Ländern hervor.

Die Erholung dürfte mit plus 3,2 Prozent im nächsten Jahr langsamer verlaufen. «Sie könnte sich vielerorts mindestens bis ins Jahr 2022 hinziehen, bevor das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist.»

Als wirksamste wirtschaftspolitische Massnahmen nennen die Experten Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Firmen sowie Verbesserungen der Gesundheitssysteme. Die Kurzarbeit sehen vor allem Ökonomen aus Ländern, in denen sie eingesetzt werde, als sehr geeignet an. Viele Fachleute plädierten auch für vorübergehende Steuerstundungen und zusätzliche Kinderbetreuungsangebote.

Trump stoppt Verhandlungen über Hilfspaket

Vier Wochen vor der Wahl hat US-Präsident Donald Trump die Hoffnungen auf ein neues Corona-Konjunkturpaket noch vor der Abstimmung am 3. November zunichte gemacht.

Trump wies die Regierung und seine Republikaner an, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Hilfspaket zu verhandeln. Dafür versprach der US-Präsident auf Twitter, dass es «sofort» nach seinem Wahlsieg ein grosses Konjunkturpaket geben werde. Inzwischen ist es zudem wenig wahrscheinlich, dass – wie von Trump in Aussicht gestellt – erste Corona-Impfstoffe noch vor der Wahl zugelassen werden.

Trump wies die Regierung und seine Republikaner an, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Hilfspaket zu verhandeln. (Bild: Keystone)

Um das geplante Konjunkturpaket gibt es in den USA Streit. Die Verhandlungsführerin der Demokraten im Kongress, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, sei bei den Verhandlungen nicht kompromissbereit gewesen, klagte Trump am Dienstag auf Twitter. Seine Seite habe ein Paket in Höhe von 1,6 Billionen US-Dollar vorgeschlagen. Die Demokraten hätten aber auf 2,4 Billionen beharrt, behauptete er. Pelosi verurteilte Trumps Ankündigung. Er zeige damit sein «wahres Gesicht» und stelle seine politischen Interessen über jene des Landes. Er verweigere armen Kindern, den Arbeitslosen und hart arbeitenden Familien dringend benötigte Hilfe.

Neuseeland hat Coronavirus wieder im Griff

Neuseeland hat nach Angaben der Regierung die Ausbreitung des Coronavirus zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie in den Griff bekommen.

«Das ist ein grosser Meilenstein. Die Neuseeländer haben das Virus erneut durch ihr gemeinsames Handeln zum Schweigen gebracht», teilte Gesundheitsminister Chris Hipkins am Mittwoch mit. Gleichzeitig forderte er die Bevölkerung auf, weiter wachsam zu sein, um Rückfälle zu vermeiden. Der Inselstaat im Südpazifik hat seit zwölf Tagen keine lokale Neuansteckung mehr verzeichnet.

Neuseeland mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern ist dank strikter Massnahmen bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Im Juni hatte sich das Land für coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt.

Kanton Zug führt Maskenpflicht beim Einkaufen ein

Als erster Kanton in der Zentralschweiz führt Zug aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen eine Maskentragepflicht beim Einkaufen ein. Auch Mitarbeitende von Restaurants müssen ab Samstag neu eine Maske tragen.

Mit dem jüngsten Anstieg der Corona-Fallzahlen sei der Kanton Zug in der Nähe der Grenzwerte, die für Risikoländer gelte, teilte der Regierungsrat am Mittwoch mit. Um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, habe er beschlossen, die Maskentragpflicht zu erweitern.

Auch im Kanton Zug müssen nun beim Einkaufen Masken getragen werden. (Bild: Keystone)

Die Maskenpflicht gilt neu für alle Personen, die sich in öffentlich zugänglichen Innenräumen von Läden und Einkaufszentren befinden. Zudem müssen neu auch Mitarbeitende von Restaurationsbetrieben im Gästebereich stets eine Maske tragen. Der Nutzen von Masken gegen die Ausbreitung des Coronavirus sei mittlerweile wissenschaftlich erwiesen.

Die Materialien für Corona-Tests werden knapper

Drohen die Corona-Tests in der Schweiz bald auszugehen? Laut Willi Conrad, Präsident des Verbands der medizinischen Laboratorien Schweiz (FAMH), könnten die Vorräte in den Labors bereits innerhalb der nächsten zehn Tage ausgehen.

Das BAG hingegen relativiert die Situation: Diese sei zwar «angespannt, aber nicht kritisch», so Mediensprecher Jonas Montani gegenüber «20 Minuten».

Das BAG relativiert die Situation: Derzeit würden sich die Labors bereits darauf vorbereiten, die Testkapazität zu erhöhen. (Bild: Keystone)
Höchstwert in Deutschland seit April – 2'828 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat wieder einen neuen Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2’828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen bekanntgab. Das sind über 150 mehr als am Freitagmorgen, als mit 2’673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 306’086 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9’562. Das sind 16 mehr als am Vortag. Rund 267’700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

EU kommt bei Corona-Karte für Reisen voran

Die EU-Staaten machen Fortschritte bei den Bemühungen um eine bessere Koordinierung der Corona-Reisebeschränkungen. Wie aus einem Kompromissvorschlag der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervorgeht, könnten sich die Länder auf Kriterien für eine gemeinsame Karte einigen, auf der Regionen je nach Infektionsgeschehen farblich markiert sind. Für Gebiete mit wenigen Corona-Fällen sollen die Staaten keine Beschränkungen erlassen.

Die Karte soll von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC erstellt und jede Woche aktualisiert werden. Am Mittwoch wollen sich die EU-Botschafter mit dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, befassen. Kommenden Dienstag könnte es vom Rat der Europaminister angenommen werden. Deutschland führt noch bis Ende des Jahres in der EU die Ratspräsidentschaft.

Biden will Debatte absagen, wenn Trump immer noch Covid hat

Die für kommende Woche geplante TV-Debatte mit US-Präsident Donald Trump sollte aus Sicht seines Herausforderers Joe Biden abgesagt werden, wenn Trump seine Covid-19-Erkrankung bis dahin nicht überwunden hat. Die zweite Debatte der Kontrahenten ist für den 15. Oktober angesetzt. «Ich denke, wenn er immer noch Covid hat, sollten wir keine Debatte haben», sagte Biden am Dienstag nach einem Wahlkampfauftritt.

Trumps Herausforderer Joe Biden will die TV-Debatte für kommende Woche absagen, falls Donald Trump bis dahin seine Covid-19-Erkrankung noch nicht überwunden hat. (Bild: Keystone)

Man werde auf jeden Fall «sehr strikten Richtlinien» folgen müssen, betonte der demokratische Präsidentschaftskandidat in Hagerstown im Bundesstaat Maryland. «Zu viele Leute wurden infiziert.» Man müsse darauf hören, was Ärzte sagen. Er stelle sich weiterhin auf eine Debatte ein, «aber ich hoffe einfach, dass alle Vorschriften eingehalten werden».

Weiterer Trump-Berater mit Coronavirus infiziert

Die Liste der mit dem Coronavirus infizierten Vertrauten des US-Präsidenten Donald Trump wird immer länger. Am Dienstag wurde auch Präsidenten-Berater Stephen Miller positiv getestet, wie Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany im TV-Sender Fox News sagte. «Es ist offensichtlich, dass es einen Ausbruch im Weissen Haus gab», räumte sie ein.

Donald Trumps Berater Stephen Miller hat sich mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

Millers Infektion könnte auch Fragen zur anstehenden TV-Debatte des Vize-Präsidenten Mike Pence mit Gegenkandidatin Kamala Harris aufwerfen. Seine Ehefrau Katie Miller ist Sprecherin von Pence und flog mit dem Vizepräsidenten nach Salt Lake City, wo die Debatte am Mittwochabend stattfinden soll. Laut US-Medienberichten war ihr Test am Dienstag negativ, sie habe Salt Lake City aber trotzdem verlassen.

FDA-Richtlinien – Zwei Monate Beobachtung nach Impfstoff-Tests

Die US-Arzneimittelbehörde FDA will, dass in Versuchen von Coronavirus-Impfstoffen die Teilnehmer mindestens zwei Monate beobachtet werden. Dies teilte die Behörde am Dienstag auf ihrer Website mit. Die neue Richtlinie macht es wenig wahrscheinlich, dass – wie von Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt – erste Impfstoffe noch vor der Wahl am 3. November zugelassen werden.

Die Zweimonats-Frist läuft ab Verabreichung der letzten für eine Immunisierung nötigen Impfdosis. Die Impfstoff-Entwickler müssten ausführliche Berichte über Nebenwirkungen und Infektionen unter Teilnehmern der Versuche vorlegen, fordert die FDA in einem ausführlichen Papier. Auch müsse es für die Auswertung zu mindestens fünf schweren Covid-19-Fällen unter Personen kommen, die ein Placebo statt des Impfstoffs bekommen hätten.

Trump ordnet Ende der Verhandlungen um weiteres Konjunkturpaket an

US-Präsident Donald Trump hat die Regierung und seine Republikaner angewiesen, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Corona-Konjunkturpaket zu verhandeln. Dafür versprach Trump am Dienstag auf Twitter, dass es «sofort» nach einem Wahlsieg am 3. November ein grosses Konjunkturpaket geben werde. Trump will sich bei der Wahl eine zweite Amtszeit sichern. Sein demokratischer Gegenkandidat ist der ehemalige Vizepräsident Joe Biden.

Die Verhandlungsführerin der Demokraten, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, sei nicht kompromissbereit gewesen, klagte Trump am Dienstag auf Twitter. Seine Seite habe ein Paket in Höhe von 1,6 Billionen US-Dollar vorgeschlagen. Die Demokraten hätten aber auf 2,4 Billionen beharrt, behauptete er. Der New Yorker Aktienmarkt drehte nach Trumps Tweet sofort ins Minus.

Schweizer Skisprung-Meisterschaft wegen Corona-Fällen verschoben

Im Kader der Schweizer Skispringer ist es zu zwei Corona-Fällen gekommen. Nach den positiven Tests von Killian Peier und Andreas Schuler muss die auf das kommende Wochenende angesetzte Schweizer Skisprung-Meisterschaft in Einsiedeln verschoben werden, wie Swiss-Ski mitteilt. Als Ersatztermin nannte der Verband das Wochenende vom 24. und 25. Oktober.

Wie Swiss-Ski in einem Communiqué bekannt gab, befinden sich sämtliche Athleten und Betreuer, die zuletzt den Trainingskurs in Oberstdorf absolviert haben, vorsorglich in Quarantäne.

Spanien meldet höchste Zahl an Corona-Todesopfern seit April

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden so viele Todesfälle nach einer Infektion mit dem Corona-Virus erfasst worden wie seit fünfeinhalb Monaten nicht mehr. Innerhalb eines einzigen Tages seien aus den verschiedenen Regionen insgesamt 261 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Madrid mit. Das ist der höchste Wert seit dem 25. April. Damals wurden 280 Todesopfer gezählt.

(Bild: Keystone)

Die höchste Opferzahl der vergangenen Monate war am 22. September mit 112 angegeben worden. Ein Ministeriumssprecher betonte, der starke Anstieg vom Dienstag sei mutmasslich auf Verzögerungen bei den Meldungen aus den Regionen zurückzuführen. Einschliesslich nachgemeldeter Fälle wurden am Dienstag knapp 12.000 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen kletterte damit auf mehr als 825.000. Bei der Gesamtzahl der Todesopfer (32.486) liegt Spanien allerdings hinter Grossbritannien und Italien.

US-Generäle wegen Corona-Kontakts in Quarantäne

In den USA haben sich Medienberichten zufolge mehrere hochrangige Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, wegen eines Corona-Kontakts vorsorglich in Quarantäne begeben. Die Top-Militärs arbeiteten bis auf Weiteres von Zuhause, berichteten am Dienstag unter anderem der Sender CNN sowie die Zeitungen «New York Times» und «Wall Street Journal» unter Berufung auf Kreise im Verteidigungsministerium. Bislang seien bei keinem Mitglied der Führung der Streitkräfte Symptome aufgetreten, hiess es weiter.

Die Generäle hatten den Berichten zufolge vergangene Woche im Pentagon an Besprechungen teilgenommen, bei denen auch der Vizechef der Küstenwache, Admiral Charles Ray, zugegen war. Bei Ray war ein Test auf das Coronavirus nach Angaben der Küstenwache am Montag positiv ausgefallen. Er hatte sich testen lassen, nachdem er am Wochenende leichte Krankheitssymptome gehabt habe, hiess es.

Belgien verschärft Corona-Regeln – Sperrstunde für Kneipen

Belgien verschärft wegen der raschen Ausbreitung des Corona-Virus die Regeln. Von Freitag an sollen die Bürger pro Monat nur noch mit drei Personen ausserhalb der Familie engen Kontakt pflegen, wie der neue Regierungschef Alexander De Croo am Dienstag in Brüssel mitteilte. Im Café dürfen nur noch vier Leute zusammensitzen. Künftig ist um 23.00 Uhr Sperrstunde. Arbeit von zuhause aus wird dringend empfohlen.

«Die Lage mit dem Coronavirus in unserem Land ist ernst und Besorgnis erregend», schrieb De Croo auf Twitter. «Die Ausbreitung des Virus beschleunigt sich. Wir müssen es stoppen.» Deshalb müssten die Menschen ihre Kontakte einschränken. «Machen Sie aus Bürgersinn mit, aber vor allem aus Verantwortung für die Verletzlichsten unter uns.» Die neuen Regeln gelten zunächst für einen Monat.

Zoll und Swissmedic nehmen Schutzmasken unter die Lupe

In einer international koordinierten Operation haben Zoll und Swissmedic in der Schweiz mehr als 130 Tonnen medizinische Gesichtsmasken kontrolliert. Dabei beanstandete Swissmedic zehn von 29 untersuchten Lieferungen.

Diese enthielten nicht konforme medizinische Masken, wie das Heilmittelinstitut am Dienstag mitteilte. Dabei fehlten etwa die Konformitätskennzeichnung (CE), die Testergebnisse für die Norm oder die Tests waren nicht in einem akkreditierten Labor durchgeführt worden. Auch waren die Angaben auf der Verpackung nicht dreisprachig.

Swissmedic eröffnete deswegen fünf Verwaltungsverfahren. In einem davon erfolgte ein Verbot, die Masken für eine medizinische Verwendung in Verkehr zu bringen.

Zwei führten zu Ausnahmebewilligungen nach Covid-19-Verordnung und zwei weitere endeten ohne Massnahmen. Die letzteren Masken waren auch nicht zur medizinische Verwendung gedacht. In den anderen Fällen forderte Swissmedic zusätzlich Nachweisdokumente an.

Kampf gegen zweite Corona-Welle: Italien greift härter durch

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Italien verschärft die Regierung in Rom ihren Kurs im Kampf gegen die Virus-Ausbreitung. Gesundheitsminister Roberto Speranza bestätigte am Dienstag im Parlament Berichte, dass das Kabinett diese Woche per Dekret eine nationale Pflicht zum Tragen von Coronaschutz-Masken erlassen werde. «Die Masken sind ein wesentliches Instrument, um der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken», sagte der Minister vor der Abgeordnetenkammer in Rom. Das Kabinett wolle den Erlass voraussichtlich am Mittwoch fertigstellen. Ausserdem müssten Menschenansammlungen dringend vermieden werden. Rom werde die Kontrollen dabei verschärfen, kündigte er an.

Nach Angaben Speranzas lagen die Corona-Zahlen in Italien zuletzt bei 45 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen. Frankreich und Spanien hätten um vieles höhere Werte, sagte er. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten nannte am Dienstag für Italien den Wert von 46,5 Fällen in zwei Wochen – und für Deutschland 35,1 pro 100.000 Einwohner.

Die Pflicht, in dem Mittelmeerland ausser Haus grundsätzlich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte noch diese Woche starten.

Für Berset ist die Coronasituation «nicht einfach»

Die Lage rund um Corona sei nicht einfach. Dies hat Bundesrat Alain Berset angesichts von 700 neuen Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden am Dienstag in Zug gesagt. Die Tendenz bei den Neuinfektionen sei klar.

Für die sogenannten Contact Tracer in den Kantonen sei die Zunahme bei den Neuansteckungen eine grosse Herausforderung, sagte der Gesundheitsminister. Aber es gebe grosse Unterschiede zwischen den Kantonen und Regionen.

(Video: Keystone)

Viele Ansteckungen gebe es im privaten Umfeld. Bei Feiern im privaten Kreis gehe die Achtung vor der Krankheit etwas weg, dies sei logisch, sagte Berset. Dies gehe gegen die Bemühungen der Behörden.

Berset hat sich bei seinem Besuch im Kanton Zug auch bei Roche Diagnostic in der Gemeinde Risch über Schnelltests informieren lassen. Es werde eine Herausforderung sein, diese neue Geschwindigkeit bei den Ergebnissen in die Teststrategie zu integrieren.

AstraZeneca-Impfstoff basiert auf Erkältungsvirus von Schimpansen

Der von AstraZeneca hergestellte Wirkstoff gegen das Coronavirus (AZD1222) beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Er soll das Immunsystem auf Trab bringen, damit es Sars-CoV-2 im Falle einer Infektion unschädlich machen kann.

Das Mittel von AstraZeneca wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern – beide sind für die Immunabwehr wichtig.

Trump vergleicht Corona wieder mit Grippe

US-Präsident Donald Trump hat das Coronavirus nach seinem Spitalaufenthalt wegen einer Infektion mit dem neuartigen Erreger erneut mit der Grippe verglichen.

«Die Grippesaison beginnt! Jedes Jahr sterben viele Menschen an der Grippe, manchmal mehr als 100’000, und trotz der Impfung. Legen wir deshalb unser Land still? Nein, wir haben gelernt, damit zu leben, so wie wir lernen, mit Covid zu leben, das in den meisten Bevölkerungen weniger tödlich ist!!!», schrieb Trump am Dienstag auf Twitter.

Arzneimittelbehörde Swissmedic prüft Covid-19-Impfstoff

Erstmals ist in der Schweiz ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff gegen das Coronavirus eingereicht worden. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic teilte am Dienstag mit, sie habe mit der wissenschaftlichen Begutachtung des «Covid-19 Vaccine AstraZeneca» begonnen.

Das Zulassungsgesuch sei Anfang Oktober 2020 von der Firma AstraZeneca eingereicht worden. Diese habe den Impfstoff in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt.

Die wissenschaftliche Begutachtung des Impfstoffs erfolge im «Rolling Submission»-Verfahren. Damit könnten pharmazeutische Firmen Gesuche für Covid-19 Arzneimittel einreichen, noch bevor die Entwicklung abgeschlossen und die Gesuchsdokumentation vollständig seien.

Easyjet plant Abbau von 70 Stellen in der Schweiz

Easyjet plant den Abbau von rund 70 Stellen an seinen Schweizer Standorten Genf und Basel. Zudem soll die Flotte in Basel um zwei Flugzeuge reduziert werden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Insgesamt beschäftigt die Airline hierzulande 450 Mitarbeitende in Basel und 570 in Genf.

700 Neuinfektionen schweizweit

Das BAG meldet am Dienstag 700 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Insgesamt wurden 7’217 Personen getestet. Damit ergibt sich eine Positivitätsrate von 9.7 Prozent. 12 Personen müssen im Zusammenhang mit Covid stationär behandelt werden, zu Todesfällen kam es in den letzten 24 Stunden nicht.

Nati kann trotz Shaqiris Infektion antreten

Der Fussball-Nationalmannschaftstrainer sagte im Rahmen einer Medienkonferenz am Dienstagvormittag, dass die Nationalmannschaft trotz Shaqiris Covid-19-Infektion spielen könne. Alle anderen Spieler seien ebenfalls getestet worden – bei ihnen fiel der Test negativ aus.

Shaqiri selbst gehe es gut. Seine Infektion verlaufe bisher absolut symptomfrei.

Shaqiri hat Covid-19

Xherdan Shaqiri ist positiv auf Covid-19 getestet worden. In Absprache mit der Gesundheitsbehörde befindet er sich in Isolation, teilte der Schweizerischen Fussballverband am Dienstagmorgen mit.
Die für Nationalteams geltenden strengen Schutzmassnahmen und Vorgaben der UEFA gemäss dem «UEFA Return to Play Protocol» seien seit Beginn des Zusammenzugs strikte eingehalten worden. Basierend darauf laufen zurzeit die Abklärungen mit den lokalen Gesundheitsbehörden über das weitere Vorgehen.

Shaqiri wurde positiv auf Corona getestet. (Bild: Instagram)
Weitere spanische Städte werden abgeriegelt

Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124’000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palencia mit 78’000 Einwohnern. Die Massnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden am Dienstag für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien am Montag unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.

Mehr als 2'600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2’600 überschritten.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2’639 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2’673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2’600 überschritten. (Bild: Keystone)
Fast 2'800 neue Corona-Todesfälle in Mexiko

Mexiko hat die Zählweise seiner Corona-Fälle geändert und 28’115 neue Infektionen sowie 2’789 neue Todesfälle innerhalb eines Tages registriert. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 – die vierthöchste der Welt – stieg damit am Montag auf 81’877. Am Vortag waren 3’712 Infektionen und 208 Tote hinzugekommen.

Mexiko hat die Zählweise seiner Corona-Fälle geändert und 28’115 neue Infektionen sowie 2’789 neue Todesfälle innerhalb eines Tages registriert. (Bild: Keystone)

Mexiko, mit knapp 130 Millionen Einwohnern das zehntbevölkerungsreichste Land der Erde, hat mit nun 789’780 bestätigten Corona-Infektionen laut Statistik der Johns-Hopkins-Universität die neuntmeisten weltweit. Die wahren Zahlen dürften noch deutlich höher liegen, da in dem nordamerikanischen Land sehr wenig getestet wird. Zudem konnten nach offiziellen Angaben während der Pandemie bereits mehr als 90’000 Tests in Mexiko nicht ausgewertet werden, etwa wegen Fehlern beim Transport und der Aufbewahrung. Die endgültige Zahl der Todesfälle werde wohl erst in «ein paar Jahren» bekannt sein, sagte kürzlich der oberste Coronavirus-Experte der mexikanischen Regierung, Hugo López-Gatell.

Trump bekräftigt: Habt keine Angst vor dem Coronavirus

US-Präsident Donald Trump hat seine Botschaft an die Amerikaner bekräftigt, sie müssten sich vor dem Coronavirus nicht fürchten. «Lasst es nicht Euer Leben beherrschen. Habt keine Angst davor», sagte der an Covid-19 erkrankte Republikaner in einem am Montagabend auf dem Balkon des Weissen Hauses aufgenommenen Video. «Geht raus, seid vorsichtig.»

 Dass Trump in der Öffentlichkeit bislang oft keine Maske trug, verteidigte der US-Präsident mit den Worten: «Ich wusste, dass das mit Gefahr verbunden ist, aber ich musste das tun.» (Bild: Keystone)
Trump zurück im Weissen Haus – Arzt gibt noch keine Entwarnung

US-Präsident Donald Trump ist nach einer dreitägigen Krankenhaus-Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung ins Weisse Haus zurückgekehrt. Trump inszenierte seine Ankunft als Demonstration von Stärke: Er stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite seiner Residenz hoch, nahm dort die Gesichtsmaske ab und salutierte dem Piloten seines abfliegenden Hubschraubers. Trump dürfte noch ansteckend sein und müsste nach Vorgaben von Gesundheitsbehörden die Maske tragen, um Personen in seiner Nähe zu schützen. Auf Fernsehbildern von Montagabend (Ortszeit) war nicht zu erkennen, dass er die Maske bei Betreten des Weissen Hauses wieder aufgesetzt hätte.

US-Präsident Donald Trump ist nach einer dreitägigen Krankenhaus-Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung ins Weisse Haus zurückgekehrt. (Bild: Keystone)
Corona-Übertragung über längere Distanz möglich

Die US-Gesundheitsbehörde CDC stellt nun wieder offiziell fest, dass sich das Coronavirus auch über in der Luft schwebende kleine Partikel übertragen kann. Vor zwei Wochen hatte die CDC für Aufsehen gesorgt, weil sie erst einen Hinweis darauf in ihren Empfehlungen veröffentlicht hatte – und dann nach wenigen Tagen wieder zurücknahm. Zur Begründung hiess es, dass ein Entwurf fälschlicherweise zu früh veröffentlicht worden sei.

Am Montag schrieb die CDC in ihren Corona-Richtlinien wieder, das Virus könne unter bestimmten Bedingungen auch über eine längere Distanz als die bislang als massgeblich angesehen sechs Fuss (etwa 1,8 Meter) übertragen werden. Dies sei der Fall gewesen in schlecht belüfteten Räumen. Mitunter hätten die Personen zudem schwer geatmet, etwa beim Singen oder Trainieren.

Sechs Wochen Pause für Hochspringer Gasch

Hochspringer Loïc Gasch muss nach einem positiven Corona-Test rund sechs Wochen pausieren. Der 26-jährige Waadtländer leidet an einer Lungeninfektion sowie an Leber- und Muskelentzündungen.

Wie Gasch in den sozialen Netzwerken schreibt, hat er den positiven Test vor etwa zwei Wochen abgeliefert. Weil ihm sportliche Betätigung danach schwer fiel, konsultierte er seinen Arzt, dessen Untersuchungen die Erkrankungen zutage förderten.

 

Hochspringer Loïc Gasch muss nach einem positiven Corona-Test Pause machen. (Bild: Keystone)

«Im Moment kann ich trainingsmässig nichts machen. Es ist mir sogar untersagt zu joggen», wird der Romand in der Zeitung «24 Heures» zitiert. Er rechnet damit, dass die körperlichen Probleme den Beginn der Vorbereitung auf nächste Saison verzögern werden. «Als ich erfahren habe, dass meine Lunge betroffen ist, hatte ich mehr Angst um meine Gesundheit als um meine Karriere.»

Corona bringt Fahrplan für Europäische Kulturhauptstädte ins Wanken

Die weltweite Corona-Pandemie bringt den Fahrplan für die Zuteilung des Titels der Europäischen Kulturhauptstadt ins Wanken. So droht das Kulturhauptstadtjahr 2021 für Timisoara (Rumänien) und Novi Sad (Serbien) um ein oder zwei Jahre verschoben zu werden. «Es gibt diesen Vorschlag», sagte Ivan Sarar, der das Programm für die diesjährige Kulturhauptstadt Rijeka in Kroatien macht, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Seines Wissens sei das aber von den zuständigen europäischen Gremien noch nicht beschlossen worden.

«Es könnte sein, dass es dann 2021 gar keine Europäische Kulturhauptstadt gibt, was eine schlechte Botschaft wäre», fügte er hinzu. Rijeka sei bereit, sein eigenes Kulturhauptstadt-Programm ins nächste Jahr hinein zu verlängern. «Aber für nicht allzu lange Zeit», meinte Sarar. Eine derartige Verlängerung würde viel Geld kosten.

Trump nicht «über den Berg»

Der Leibarzt von Donald Trump rechnet damit, dass er erst kommende Woche Entwarnung für den Krankheitsverlauf des Präsidenten nach der Coronavirus-Infektion geben kann. «Wenn wir durch das Wochenende bis zum Montag kommen und sein Zustand genauso bleibt oder sich verbessert, dann können wir alle schliesslich erleichtert aufatmen», sagte der Arzt Sean Conley am Montag.

Zugleich betonte er, dass Trump im Weissen Haus «24 Stunden am Tag erstklassige medizinische Versorgung» bekommen werde. Obwohl «er noch nicht endgültig über den Berg ist», sei das Ärzteteam der Ansicht gewesen, dass Trump aus dem Krankenhaus entlassen werden könne. Es brauche aktuell nichts, was man ihm nur in der Klinik bieten könne. Alles zum Thema gibt es hier.

Donald Trump sei noch nicht definitiv «über den Berg», sagt sein Arzt Sean Conley. (Bild: Keystone)

New York schliesst Schulen wieder

Nach neuen Corona-Ausbrüchen in New York müssen in neun Bezirken die Schulen wieder schliessen. In diesen Gebieten kommen derzeit rund 5,5 Prozent der Corona-Tests positiv zurück, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Alle Schulen in diesen Bezirken müssten deswegen ab Dienstag geschlossen bleiben. Anders als zuvor von Bürgermeister Bill de Blasio gefordert, dürfen Restaurants, Bars und Läden zunächst aber weiter geöffnet bleiben – mit Maskenpflicht, Hygieneregeln und eingeschränkter Kapazität. Die Schulen der Millionenmetropole hatten nach mehreren Verschiebungen erst in der vergangenen Woche wieder damit begonnen, zumindest zeitweise Schüler vor Ort zu unterrichten.

Präsident Guatemalas: Habe Covid-19 überwunden
 

Guatemalas Präsident Alejandro Giammattei hat seine Coronavirus-Infektion überwunden. (Bild: Keystone)

Guatemalas Präsident Alejandro Giammattei hat sich nach eigenen Angaben von der Krankheit Covid-19 erholt. Er habe dafür gekämpft und nun sei es geschafft, erklärte der 64-jährige Staats- und Regierungschef des mittelamerikanischen Landes in einer Video-Ansprache am Sonntagabend. Gut zwei Wochen zuvor hatte er verkündet, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Er sprach damals von einem leichten Fall, sagte aber auch, er fühle sich, als sei er von einem Zug überfahren worden. Seitdem hatte er von zu Hause gearbeitet und war mehrmals per Video in Erscheinung getreten.

Giammattei ist gelernter Arzt. Seit seiner Jugend leidet er an Multipler Sklerose. Auch die anderen zwei lateinamerikanischen Präsidenten, bei denen bisher eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 bestätigt wurde – der Brasilianer Jair Bolsonaro und der Honduraner Juan Orlando Hernández – gelten als genesen.

Biden: Experten sollen über Debatte mit Trump bestimmen

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will sich bei Entscheidungen zur zweiten TV-Debatte mit Amtsinhaber Donald Trump auf die Einschätzung von Experten verlassen. «Wenn die Wissenschaftler sagen, dass es sicher ist, dass die Abstände sicher sind, dann ist alles gut, denke ich», sagte Biden am Montag. «Ich werde tun, was die Experten für angemessen halten.»

 

Will Experten entscheiden lassen, ob ein weiteres TV-Duell nach Donald Trumps Corona-Erkrankung möglich ist: Joe Biden. (Bild: Keystone)

Biden wollte die Frage nicht beantworten, ob er Plexiglas-Trennwände für angemessen halten würde und betonte lediglich: «Ich denke, wir sollten vorsichtig sein.»

Trump und Biden sollen nach bisherigen Plänen am 15. Oktober in ihrer zweiten Fernseh-Debatte aufeinandertreffen. Sie sollen dabei auch Fragen von Wählern beantworten. Angesichts der Coronavirus-Infektion von Donald Trump war zuletzt unklar, ob die Debatte in der geplanten Form mit Anwesenheit beider Kandidaten in einem Raum stattfinden kann.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht lieber wer wirklich krank ist, man sieht wenn man genau schaut wieviele wirklich krank sind und Hilfe brauchen. Immer diese Panikmache die nicht gerechtfertigt ist, es reicht wenn die Risikogruppe geschützt wird.Report

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