Jede zweite Person in der Schweiz würde sich gegen das Coronavirus impfen lassen. (Symbolbild: Key)
Schweiz

Nur jeder zweite Schweizer würde sich gegen Corona impfen lassen

Wenn es eine effiziente Impfung gegen das Coronavirus gäbe, würde sich in der Schweiz jede zweite Person impfen lassen.

Generell würden sich Männer eher impfen lassen als Frauen. Das zeigt eine Umfrage, welche die «Sonntagszeitung» und «Le Matin Dimanche» veröffentlichte. Sie wurde Ende September online bei rund 15’300 Personen in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin durchgeführt. Demnach würden sich 54 Prozent impfen lassen, 41 Prozent sind gegen eine Impfung. Fünf Prozent legten sich nicht fest.

Männer würden einer Impfung eher zustimmen als Frauen. Während sich 61 Prozent der befragten Männer für eine Impfung aussprechen, waren es von den Frauen nur 48 Prozent. Einen grossen Unterschied gibt es je nach Altersgruppe: Von den über 65-Jährigen – den stärker gefährdeten Personen – würden sich 70 Prozent impfen lassen, von den 18- bis 35-Jährigen nur 45 Prozent.

Repräsentative Umfrage

Betrachtet man die politische Orientierung, sind Anhänger der GLP und der SP mit 65 beziehungsweise 64 Prozent am ehesten bereit, sich impfen zu lassen. Von den FDP-Sympathisanten wären 61 Prozent bereit, von den CVP-Anhängern 59 Prozent. Bei den Grünen sind es noch 53 Prozent und bei der SVP liegt der Anteil derjenigen, die sich impfen lassen würden, noch bei 41 Prozent.

Rund zwei Drittel der Befragten stammten aus der Deutschschweiz, ein knappes Viertel aus der Romandie, der Rest aus dem Tessin. Durchgeführt wurde die Umfrage zwischen dem 24. und 27. September. Der Fehlerbereich liegt bei plus/minus 1,4 Prozentpunkten. Die Umfrage ist nach Angabe der Autoren repräsentativ.

Schweiz an Impf-Programmen beteiligt

Die Bestrebungen für die Herstellung eines Impfstoffes laufen weiterhin auf Hochtouren. Am 18. September hat die Schweiz ihre Teilnahme an der globalen Covax-Initiative bestätigt. Die Schweiz kann so Covid-19-Impfstoffe für 20 Prozent der Bevölkerung beschaffen.

Mit der Covax-Initiative (Covid-19 Vaccine Global Access Facility) soll eine gerechte Verteilung von Covid-19-Impfstoffen in allen Ländern gewährleistet werden. Es sollen weltweit insgesamt rund zwei Milliarden Impfdosen bereitgestellt werden.

Insgesamt hat der Bundesrat 300 Millionen Franken für die Beschaffung eines Impfstoffes gesprochen. Er evaluiert derzeit verschiedene Kandidaten.

Einen ersten Schritt hat er mit einem Vertrag mit dem US-Biotech-Unternehmen Moderna gemacht, mit dem er sich den Bezug von 4,5 Millionen Impfdosen für die Schweizer Bevölkerung gesichert hat. Die Beteiligung an der Covax-Initiative soll diese Beschaffungsbemühungen ergänzen.

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