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International

Trump startet Twitter-Lawine

US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die neusten Entwicklungen gibt es hier im Ticker.
Trump meldet sich mit Twitter-Lawine

Der mit Corona infizierte US-Präsident Donald Trump hat seine Aktivität auf Twitter wieder hochgefahren. Am frühen Montagmorgen setzte er innerhalb von einer Stunde insgesamt 18 Tweets ab, 16 davon innerhalb einer halben Stunde.

(Screenshot: Twitter/@realDonaldTrump)

Seine Nachrichten waren zum Grossteil in Grossbuchstaben verfasst und beinhalteten Aufrufe zur Wahl am 3. November und Argumente, die dabei seiner Ansicht nach für ihn sprechen. Trump schrieb zum Beispiel: «Recht & Ordnung. Wählen!» oder «Stärkstes Militär aller Zeiten. Wählen!» Nach Bekanntwerden seiner Infektion mit dem Coronavirus am Freitag hat Trump vergleichsweise wenig getwittert. Er sendete aber täglich eine Videobotschaft über seine wichtigste Kommunikationsplattform. Die US-Präsidentenwahl findet am 3. November statt – in vier Wochen.

Arzt kritisiert Trump-Ausflug: «Die Verantwortungslosigkeit ist erstaunlich»

Ein Arzt am Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington hat den kurzen Ausflug des mit dem Coronavirus infizierten US-Präsidenten Donald Trump heftig kritisiert. «Die Verantwortungslosigkeit ist erstaunlich», schrieb der Mediziner James P. Phillips auf Twitter und sprach von einem «politischen Theater», das andere in Lebensgefahr bringe.

«Jede einzelne Person in dem Fahrzeug während dieser völlig unnötigen präsidentiellen Vorbeifahrt muss jetzt für 14 Tage in Quarantäne. Sie könnten krank werden, sie können sterben. Für politisches Theater. Befohlen von Trump, um ihre Leben für Theater zu riskieren. Das ist Wahnsinn», schrieb Phillips.

Der Arzt und Wissenschaftler Eric Topol sagte, es sei «absurd», dass die Ärzte diesen Rundtrip erlaubt hätten. Trotz des Optimismus der Mediziner habe man beim Coronavirus oft einen steilen Absturz des Zustands des Patienten sieben bis zehn Tage nach den ersten Symptomen erlebt. Optimismus könne verfrüht sein. Trumps Infektion war am Freitag bekannt gegeben worden. Er könnte noch ansteckend sein.

Pelosi: Werde nicht direkt über Trumps Zustand gebrieft

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, ist bisher nicht direkt über den Gesundheitszustand des an Covid-19 erkrankten Präsidenten Donald Trump unterrichtet worden. «Wir bekommen unsere Informationen genau wie alle anderen auch, über die Medien», sagte sie am Sonntag dem Fernsehsender CBS.

Nancy Pelosi, Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, wurde nicht direkt über den Gesundheitszustand von Donald Trump informiert, sondern über die Medien. (Bild: Keystone)

Pelosi steht in der US-Hierarchie an dritter Stelle nach dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten. «Wir beten für seine gute Gesundheit, für seine schnelle Genesung. Aber ich hoffe, es wird ein Signal sein, dass wir wirklich mehr tun müssen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern», sagte sie zu Trumps Erkrankung.

Nach Trump-Events: Komplexe Kontaktrückverfolgung in New Jersey

Wegen der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump läuft im US-Bundesstaat New Jersey eine aufwendige Rückverfolgung seiner Kontakte. Das Weisse Haus habe den Behörden mehr als 200 Namen von Personen mitgeteilt, die an zwei Veranstaltungen des Präsidenten am vergangenen Donnerstag teilgenommen hätten, schrieb das Gesundheitsministerium des Staates am Sonntag auf Twitter. Die Teilnehmer seien kontaktiert worden, um sie auf eine mögliche Ansteckung hinzuweisen. Sie sollten beobachten, ob sie Symptome entwickelten, und sich in Quarantäne begeben, wenn sie engen Kontakt mit dem Präsidenten oder seinen Mitarbeitern hatten, hiess es. Die Kontaktrückverfolgung sei im Gange.

Trump sendet weiteres Lebenszeichen - Rückkehr ins Weisse Haus?

Trotz seiner Infektion mit dem Coronavirus hat US-Präsident Donald Trump kurzzeitig das Krankenhaus verlassen und sich bei einer Fahrt im gepanzerten Wagen von Anhängern bejubeln lassen. Das Weisse Haus verteidigte die Aktion am Sonntag gegen Kritik, wonach der Schutz der anderen Personen in dem Wagen vernachlässigt worden sei. Mit Blick auf die Sicherheit des Präsidenten erklärte der Sprecher des Weissen Hauses, Judd Deere: «Die Bewegung wurde vom medizinischen Team als sicher eingestuft.»

Trumps Corona-Infektion war am Freitag kurz nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekanntgeworden. Es ist davon auszugehen, dass er noch ansteckend sein könnte. US-Medienberichten zufolge sass Trump mit zwei Mitarbeitern des Secret Service in dem gepanzerten Wagen, mit dem er an den Fans vor dem Walter-Reed-Militärkrankenhaus bei Washington vorbeigefahren wurde. Auf Fotos war zu erkennen, dass der Beifahrer ein Plastikvisier über dem Gesicht, eine Atemschutzmaske und einen medizinischen Schutzanzug zu tragen schien. Trump trug lediglich eine Stoffmaske.

Trump verliess trotz seiner Coronavirus-Infektion kurzzeitig das Krankenhaus, um sich von seinen Anhängern bejubeln zu lassen. (Bild: Keystone)

Nachdem der 74-Jährige am Freitagabend – keine 24 Stunden nach seinem positiven Coronatest – per Helikopter in das Krankenhaus nördlich der US-Hauptstadt gebracht worden war, hatte es widersprüchliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand gegeben. Am Sonntag räumten die Ärzte schliesslich ein, dass der Verlauf der Krankheit schwerer war als zunächst dargestellt. Dennoch stellte der Arzt Brian Garibaldi eine baldige Entlassung aus der Klinik in Aussicht. Sollte es Trump weiterhin so gut gehen wie am Sonntag, «hoffen wir, dass wir für eine Entlassung ins Weisse Haus bereits morgen planen können». Die Behandlung könnte dann dort fortgesetzt werden.

Biden erneut negativ auf Corona getestet

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden ist erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. Der Test sei am Sonntag erfolgt, liess Bidens Wahlkampfteam mitteilen. Das bisher letzte bekannte negative Testergebnis Bidens stammt von Freitag.

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden ist erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)

Biden hatte am Dienstag bei einem TV-Duell vor der Präsidentenwahl auf einer Bühne mit US-Präsident Donald Trump gestanden, der sich mit dem Virus angesteckt hat. Bidens Wahlkampfteam kündigte daraufhin am Samstag an, als Zeichen der Transparenz künftig die Ergebnisse aller Corona-Tests des 77-Jährigen zu veröffentlichen.

Trump grüsst seine Anhänger

Der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump hat das Krankenhaus für wenige Minuten verlassen, um seine Anhänger ausserhalb der Klinik zu grüssen. Aus einem schwarzen SUV heraus winkte Trump seinen Fans am Sonntag in Bethesda nördlich von Washington zu, wie auf Videos zu sehen war.

Trump sass mit mindestens zwei Personen in dem Wagen und trug eine Maske. In einer zuvor aufgenommenen Videobotschaft, die später auf Trumps Twitter-Profil veröffentlicht wurde, sagte der Präsident: «Ich mache gleich einen kleinen Überraschungsbesuch.» Er lobte die «grossartigen Patrioten» ausserhalb des Krankenhauses.

Trumps Gesundheitszustand: Weisses Haus verspricht Transparenz

Nach widersprüchlichen Angaben zum Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat das Weisse Haus Transparenz zugesagt. «Das ist eine dynamische Lage, wie Sie wissen. Wir bemühen uns, so transparent wie möglich für die amerikanische Öffentlichkeit zu sein», sagte Sprecherin Alyssa Farah am Sonntag dem Sender Fox News.

Leibarzt: Trumps Gesundheitszustand verbessert sich weiter

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley weiter verbessert. Wie bei jeder Krankheit gebe es aber Höhen und Tiefen, sagte Conley am Sonntag vor dem Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington. Trump (74) war am Freitagabend nach seiner Infektion mit dem Coronavirus in das Krankenhaus gebracht worden. Am Samstagabend hatte Conley erklärt, die Ärzte seien vorsichtig optimistisch. Trump sei aber noch nicht über den Berg.

Trump nach Corona-Infektion: Die «wahre Prüfung» kommt erst noch

US-Präsident Donald Trump hat nach einer Corona-Infektion die zweite Nacht in Folge in einem Militärkrankenhaus verbracht. In einer Videobotschaft aus dem Krankenhaus sagte der 74-Jährige: «Ich fange an, mich wieder gut zu fühlen.» Doch «die wahre Prüfung» komme erst noch. Auch vom Leibarzt gab es keine Entwarnung: «Während er noch nicht über den Berg ist, bleibt das Team vorsichtig optimistisch», erklärte Arzt Sean Conley in der Nacht zum Sonntag. Die Stunden zuvor waren geprägt von widersprüchlichen Aussagen zu Trumps Gesundheitszustand, zum Zeitpunkt der positiven Corona-Diagnose und zur Behandlung.

Von einem «Glaubwürdigkeitsproblem» des Weissen Hauses und «Fragen über die Fähigkeit der Regierung, die Wahrheit zu sagen», sprach etwa der Sender CNN. Die Verwirrung um Trumps Zustand sorgte für weitere Turbulenzen im ohnehin chaotischen Wahljahr. In knapp einem Monat, am 3. November, stellen sich Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden zur Wahl.

Biden macht Ergebnisse von Corona-Tests öffentlich

Als Zeichen der Transparenz will der Herausforderer bei der US-Wahl, Joe Biden, die Ergebnisse seiner Corona-Tests künftig veröffentlichen. Der ehemalige Vizepräsident reagierte damit auf widersprüchliche Angaben zum Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump, der wegen einer Corona-Infektion seit Freitag in einem Militärkrankenhaus behandelt wird. «Vizepräsident Biden wird regelmässig getestet, und er wird das Ergebnis eines jeden Tests veröffentlichen», erklärte ein Sprecher von Bidens Wahlkampfteam, Andrew Bates, am Samstag (Ortszeit).

Der 77-Jährige war zuletzt am Freitag negativ getestet worden. Ein weiterer Corona-Test ist nach Angaben des Senders CNN am Sonntagvormittag (Ortszeit) geplant.

Neue Fotos zeigen Trump bei der Arbeit vom Spital aus

Das Weisse Haus hat am späten Samstagabend (Ortszeit) zwei Fotos von US-Präsident Donald Trump veröffentlicht, die ihn bei der Arbeit vom Spital aus zeigen. Auf den Bildern ist Trump beim Bearbeiten von Unterlagen zu sehen: Einmal im Anzug ohne Krawatte sitzend an einem runden Schreibtisch, auf dem auch Akten zu sehen sind, einmal im weissen Hemd am Kopf eines langen Konferenztisches, blätternd in Dokumenten.

Trump bei der Arbeit im Militärspital Walter Reed in Bethesda. (Bild: Keystone)
(Bild: Keystone)

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte vor der Veröffentlichung der Bilder erklärt, Trump habe am Samstag gearbeitet und sich ohne Schwierigkeiten in seinem Quartier im Krankenhaus bewegt.

Auf einem der beiden Fotos scheint der Präsident am gleichen Schreibtisch zu sitzen, von dem aus er zuvor auch eine Videobotschaft veröffentlicht hatte. Darin hatte Trump gesagt: «Als ich hierher kam, fühlte ich mich nicht so gut. Jetzt fühle ich mich viel besser.» Seine Stimme klang etwas belegt und er wirkte leicht kurzatmig. In den nächsten Tagen komme «die wahre Prüfung», sagte Trump weiter, fügte aber hinzu: «Ich denke, ich werde bald zurück sein.»

Arzt: Trump noch nicht über den Berg, aber «vorsichtig optimistisch»

Der Leibarzt von Donald Trump gibt keine Entwarnung für den Gesundheitszustand des US-Präsidenten trotz «erheblicher» Fortschritte seit der Corona-Diagnose. «Während er noch nicht über den Berg ist, bleibt das Team vorsichtig optimistisch», erklärte der Arzt Sean Conley in einem in der Nacht zum Sonntag veröffentlichten Update. Trump habe weiterhin kein Fieber und brauche keinen zusätzlichen Sauerstoff. Er habe am Samstag gearbeitet und sich ohne Schwierigkeiten in seinem Quartier im Spital bewegt.

Die Sauerstoffsättigung von Trumps Blut habe bei 96 bis 98 Prozent gelegen, teilte Conley mit. Das ist ein wichtiger Wert: Wenn Covid-19 die Lunge angreift, wird der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt.

Trump habe auch ohne Komplikationen eine zweite Dosis des Medikaments Remdesivir erhalten. Es hemmt ein Enzym der Viren, das für deren Vermehrung nötig ist. Die Arzt hatte zuvor eine fünftägige Behandlung Trumps mit Remdesivir in Aussicht gestellt. Am Sonntag werde man seinen Zustand beobachten, erklärte Conley.

Trumps Leibarzt Sean Conley und sein Team geben in der Nacht auf Sonntag noch keine Entwarnung für den Gesundheitszustand des US-Präsidenten. (Bild: Keystone)
Nach Corona-Infektionen: Keine Senatssitzungen für zwei Wochen

Der US-Senat setzt nach Corona-Infektionen von mindestens drei Mitgliedern für zwei Wochen seine Plenarsitzungen aus. Zugleich solle der Justizausschuss trotzdem mit den Anhörungen der Kandidatin der das Oberste Gericht der USA, Amy Coney Barrett, fortfahren, betonte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell am Samstag. Die Demokraten kritisierten diese Entscheidung.

Seit Freitag hatten drei Senatoren – die Republikaner Mike Lee, Thom Tillis und Ron Johnson – positive Corona-Tests bekanntgegeben. Lee und Tillis sind auch Mitglieder im Justizausschuss. Präsident Donald Trump und die Republikaner im Senat wollen Barrett noch vor der Präsidentenwahl am 3. November ins Amt bringen.

Pence und Trump-Kinder sollen Wahlkampf machen

Da US-Präsident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion vorerst als Wahlkämpfer ausfällt, sollen seine Kinder und Vizepräsident Mike Pence für ihn einspringen. Trumps Wahlkampfteam rief dafür am Wochenende die «Operation MAGA» aus – in Anlehnung an das Motto «Make America Great Again», mit dem es Trump vor vier Jahren ins Weisse Haus geschafft hatte. Der Präsident sagte in einer Videobotschaft aus dem Spital, er wolle «den Wahlkampf so abschliessen, wie er begonnen hat». Er war mehrmals pro Woche zu Events in verschiedenen Städten geflogen.

Pence soll nun am 8. Oktober einen ersten Wahlkampfauftritt für Trump in Peoria im Bundesstaat Arizona absolvieren. Für den Tag davor ist seine TV-Debatte mit der demokratischen Vize-Kandidatin Kamala Harris in Salt Lake City angesetzt. Neben Pence sollen unter anderem auch Trumps Kinder Donald Trump Jr. und Eric Trump zu Wahlkampfevents reisen.

Sollen für ihren Vater im Wahlkampf einspringen: Donald Trump Jr. (links) und Eric Trump. (Bild: Keystone)
Trump: In den nächsten Tagen kommt «die wahre Prüfung»

US-Präsident Donald Trump hat selbst betont, dass die kommenden Tage entscheidend für den Verlauf seiner Coronavirus-Infektion sein dürften. «Ich fange an, mich wieder gut zu fühlen», sagte Trump in einer neuen Videobotschaft aus dem Krankenhaus vom Samstag. In den nächsten Tagen komme aber «die wahre Prüfung» – «wir werden sehen, was passiert», sagte der Präsident. Das Weisse Haus hatte am Freitag noch betont, dass Trump nur leichte Erkrankungssymptome habe und nur als Vorsichtsmassnahme in die Klinik gebracht worden sei.

«Als ich hierher kam, fühlte ich mich nicht so gut. Jetzt fühle ich mich viel besser», sagte Trump in dem am Samstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Video. Seine Stimme klang etwas belegt und er wirkte leicht kurzatmig. «Ich muss zurückkommen, weil wir immer noch Amerika wieder gross machen müssen», sagte der Präsident in Anspielung auf sein Wahlkampf-Motto. «Ich denke, ich werde bald zurück sein.»

Zugleich verteidigte Trump seine Vorgehensweise in den vergangenen Monaten, in denen er viele öffentliche Auftritte und Wahlkampfreisen absolvierte – und dabei oft auf Vorsichtsmassnahmen wie das Tragen einer Maske verzichtete. «Ich hatte keine Wahl, ich konnte nicht einfach nur im Weissen Haus bleiben», sagte er. «Als Anführer muss man Probleme angehen.» Mit Blick auf die US-Präsidentenwahl am 3. November sagte Trump, er wolle «den Wahlkampf so abschliessen, wie er begonnen hat».

Was die Ärzte bisher über Trumps Covid-Erkrankung mitteilten

Der Leibarzt von Donald Trump hat am Samstag eine positive Einschätzung zum Gesundheitszustand des Präsidenten nach der Corona-Infektion gegeben. Zugleich warfen seine Aussagen Fragen unter anderem zum Zeitpunkt der Diagnose auf.

Wann wurde der US-Präsident positiv auf das Coronavirus getestet?

Trump selbst gab seinen Coronavirus-Test am Donnerstagabend (Ortszeit) bekannt und das positive Ergebnis kurz vor 01.00 Uhr in der Nacht zum Freitag. Sein Leibarzt Sean Conley sagte allerdings am Samstagmittag auf einmal, die Diagnose sei nun 72 Stunden her. Das würde auf den Mittwoch hinweisen. Auf die Nachfrage von Reportern, wann Trump denn nun positiv getestet worden sei, sagte Conley: «Am Donnerstagnachmittag haben wir nach Bekanntwerden eines engen Kontakts und klinischer Hinweise und etwas mehr Sorge einen Wiederholungstest durchgeführt.» Er machte keine Angaben dazu, was die «klinischen Hinweise» waren.

Zusätzlich sagte ein weiterer Arzt, der Präsident habe vor rund 48 Stunden ein Antikörper-Medikament bekommen – das würde Donnerstagmittag bedeuten, also noch vor dem Test, von dem der Präsident sprach. Nachdem die Aussagen massive Fragen aufwarfen, verbreitete das Weisse Haus eine schriftliche Stellungnahme des Leibarztes, in der er klarstellte, dass die Zeitangaben von 72 und 48 Stunden nicht korrekt gewesen seien und man jeweils einfach den dritten und den zweiten Tag gemeint habe. «Der Präsident wurde erstmals mit Covid-19 am Abend des Donnerstags, 1. Oktober, diagnostiziert und bekam den ersten Antikörper-Cocktail von Regeneron am Freitag, dem 2. Oktober», hiess es abschliessend.

Warum ist die Zeitfrage wichtig?

Am Mittwoch nahm Trump noch an einem Treffen mit Spendern in Minnesota teil und absolvierte einen Wahlkampf-Auftritt vor mehreren tausend Anhängern. Am Donnerstag flog er zu einem Treffen mit Spendern in New Jersey. Sollte er das alles bereits mit dem Wissen eines positiven Tests gemacht haben, wäre das extrem unverantwortlich, weil man davon ausgehen muss, in dieser Phase hoch ansteckend zu sein.

Wann hatte Trump seinen letzten negativen Corona-Test?

Dazu wollte Conley sich nicht äussern. Ebenso wenig zu der Frage, wann sich Trump angesteckt haben könnte.

Brauchte Trump zusätzliche Sauerstoff-Versorgung?

Hier gab Conley ausweichende Antworten. «Er bekommt jetzt keinen zusätzlichen Sauerstoff», schränkte er immer wieder ein. Nach mehreren Nachfragen von Reportern sagte der Leibarzt, dass Trump am Donnerstag ebenfalls keinen Sauerstoff bekommen habe – und «gestern mit dem Team, während wir alle hier waren, war er nicht an einer Sauerstoff-Versorgung». Damit liess er ausdrücklich die Möglichkeit offen, dass Trump am Freitagmorgen zusätzlichen Sauerstoff im Weissen Haus bekommen haben könnte.

Die «New York Times» berichtete danach unter Berufung auf zwei Quellen aus dem Umfeld des Weissen Hauses, dass Trump am Freitag Atemprobleme gehabt habe und seine Sauerstoffwerte gefallen seien. Das habe die Ärzte dazu veranlasst, ihm zusätzlichen Sauerstoff zu verabreichen und ihn ins Walter-Reed-Krankenhaus zu verlegen.

Warum ist das eine wichtige Frage?

Covid-19 kann die Lunge angreifen, was die Sauerstoffversorgung des Körpers beeinträchtigt. Deswegen halten Ärzte in solchen Fällen zunächst mit der Zufuhr zusätzlichen Sauerstoffs dagegen. Aktuell liege die Sauerstoffsättigung des Bluts bei 96 Prozent, sagte Conley. Er beantwortete nicht die Frage, ob der Präsident Lungenschäden habe und ob er mit Steroiden behandelt werde.

Hat Trump Fieber?

Nicht mehr, sagt sein Leibarzt. Trump habe erhöhte Temperatur «von Donnerstag auf Freitag» gehabt, seit Freitagmorgen sei er aber fieberfrei. Der Leibarzt wollte nicht sagen, wie hoch Trumps Fieber war.

Krankheitsverlauf bei Trump womöglich schwerer als bislang bekannt

Der Verlauf der Coronavirus-Infektion von US-Präsident Donald Trump ist womöglich schwerer als vom Weissen Haus und von seinem Leibarzt zunächst eingeräumt. Reporter, die den Präsidenten normalerweise begleiten, zitierten am Samstag eine informierte Quelle, wonach die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden sehr besorgniserregend gewesen seien. Die nächsten 48 Stunden seien entscheidend. «Wir befinden uns noch immer nicht auf einem klaren Weg zu einer vollständigen Genesung.» Trump selber schrieb am Samstag auf Twitter, er fühle sich gut.

Weisses Haus spricht von Vorsichtsmassnahme

Trump (74) war am Freitagabend ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington geflogen worden. Das Weisse Haus sprach von einer Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Ärzte. Trumps Leibarzt Sean Conley sagte am Samstag am Krankenhaus: «Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut.» Die ersten sieben bis zehn Tage seien die wichtigsten, um den weiteren Krankheitsverlauf zu bestimmen. «Zum jetzigen Zeitpunkt sind das Team und ich sehr zufrieden mit dem Fortschritt, den der Präsident gemacht hat.»

Conley wich der wiederholt gestellten Frage aus, ob Trump im gesamten Verlauf der Infektion keinen zusätzlichen Sauerstoff bekommen habe. Derzeit sei das nicht der Fall, sagte er. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf zwei Quellen aus dem Umfeld des Weissen Hauses, dass Trump am Freitag Atemprobleme gehabt habe und seine Sauerstoffwerte gefallen seien. Das habe die Ärzte dazu veranlasst, ihm zusätzlichen Sauerstoff zu verabreichen und ihn ins Walter-Reed-Krankenhaus zu verlegen.

Seeit 24 Stunden fieberfrei

Conley sagte, Trump habe in der Nacht zu Freitag Fieber gehabt, sei inzwischen aber seit 24 Stunden fieberfrei. Über die Höhe des Fiebers wollte Conley keine Angaben machen. Er sagte, Trump habe unter leichtem Husten, Nasenverstopfung und Müdigkeit gelitten. Diese Symptome besserten sich. Der Arzt Sean Dooley sagte, Trump habe am Morgen gesagt, er habe das Gefühl, er könne das Krankenhaus verlassen. Das sei sehr ermutigend gewesen.

Unterschiedliche Angaben zu Trumps Gesundheitszustand nach Infektion

Nach seiner ersten Nacht im Militärkrankenhaus Walter Reed wegen einer Coronavirus-Infektion gibt es unterschiedliche Angaben zum Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump. Trumps Leibarzt Sean Conley sagte am Samstag: «Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut.» Reporter, die den Präsidenten normalerweise begleiten, zitierten allerdings eine informierte Quelle, wonach die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden «sehr besorgniserregen.» gewesen seien. Die nächsten 48 Stunden seien entscheidend. «Wir befinden uns noch immer nicht auf einem klaren Weg zu einer vollständigen Genesung.»

Conley sagte am Samstag vor Journalisten am Krankenhaus in Bethesda nördlich von Washington, das Ärzteteam sei «extrem zufrieden mit dem Fortschritt, den der Präsident gemacht hat». Trump habe am Donnerstag und Freitag Fieber gehabt, sei inzwischen aber seit 24 Stunden fieberfrei. Trump habe unter leichtem Husten, Nasenverstopfung und Müdigkeit gelitten. Diese Symptome besserten sich nun aber. Conley wich der Frage aus, ob Trump im gesamten Verlauf der Infektion zusätzlichen Sauerstoff bekommen habe. Derzeit erhalte Trump keinen zusätzlichen Sauerstoff, sagte der Arzt. Conley wollte kein Datum für eine Entlassung Trumps aus dem Krankenhaus angeben.

Republikaner Chris Christie mit Corona infiziert

Auch der frühere Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Christie am Samstag auf Twitter mit. Der Republikaner hatte am Dienstag an der Vorbereitung Donald Trumps für die TV-Debatte mit dem demokratischen Herausforderer Joe Biden teilgenommen. Dem Sender ABC sagte der 58-Jährige dazu: «Niemand im Raum hat Masken getragen.»

(Bild: Keystone)

US-Präsident Trump war wegen seiner Coronavirus-Infektion bereits am Freitagabend (Ortszeit) ins Krankenhaus geflogen worden. Am Samstag erklärte sein Leibarzt, Sean Conley: «Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut». Die Ärzte seien sehr zufrieden mit den Fortschritten bei der Behandlung.

Aus Trumps Umfeld wurden in den vergangenen Stunden immer mehr Infektionen bekannt – darunter die frühere Trump-Beraterin Kellyanne Conway sowie die Senatoren Mike Lee, Thom Tillis und Ron Johnson.

Trump-Arzt: Dem Präsidenten geht es «sehr gut»

Nach der Infektion mit dem Coronavirus ist US-Präsident Donald Trump nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley wohlauf. «Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut», sagte Conley am Samstag vor Journalisten am Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington. Die Ärzte seien sehr zufrieden mit den Fortschritten bei Trumps Behandlung. Der Arzt Sean Dooley sagte, der Präsident müsse nicht beatmet werden.

Trump (74) war am Freitagabend (Ortszeit) per Hubschrauber in das Krankenhaus geflogen worden. Das Weisse Haus sprach von einer Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Ärzte. Conley wollte kein Datum für eine Entlassung Trumps aus dem Krankenhaus angeben.

Trump weiter im Krankenhaus - immer mehr Infektionen in seinem Umfeld

Nach der Coronavirus-Infektion von US-Präsident Donald Trump werden immer mehr Ansteckungen in seinem Umfeld bekannt. Auch Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien wurde positiv auf das Virus getestet, wie das Wahlkampfteam in der Nacht zu Samstag bestätigte. Trump wurde weiter im Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington behandelt. Trump schrieb auf Twitter aus der Klinik: «Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!»

Trumps Leibarzt Sean Conley teilte in der Nacht mit, Trump gehe es «sehr gut». Der Präsident werde unter anderem mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Er benötige keine Sauerstoffzufuhr. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, teilte derweil mit, dass sich Conley um 17.00 Uhr (MESZ) vom Krankenhaus aus zum Gesundheitszustand des Präsidenten äussern werde.

Weiterer republikanischer Senator mit Coronavirus infiziert

In den USA hat sich ein weiterer Senator mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Republikaners Ron Johnson teilte am Samstag mit, der Senator habe sich am Vortag testen lassen. Das Ergebnis sei positiv ausgefallen. «Senator Johnson fühlt sich gesund und zeigt keine Symptome. Er wird so lange isoliert bleiben, bis sein Arzt Entwarnung gibt.» Der Senator sei mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen. Johnson sei in den vergangenen Wochen nicht im Weissen Haus gewesen.

Nach einer Veranstaltung im Rosengarten des Weissen Hauses am Samstag vor einer Woche hatten die republikanischen Senatoren Mike Lee und Thom Tillis am Freitag mitgeteilt, sie seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. US-Präsident Donald Trump wird wegen einer Infektion mit dem Coronavirus seit Freitagabend im Militärkrankenhaus Walter Reed bei Washington behandelt. Trump hatte bei der Veranstaltung im Rosengarten seine Kandidatin für die freie Stelle im Supreme Court, Amy Coney Barrett, vorgestellt.

Sollten die drei infizierten Senatoren über eine längere Zeit ausfallen, könnte das Auswirkungen auf die Bestätigung Barretts durch den Senat haben, die Trump vor der Präsidentschaftswahl am 3. November anstrebt. Der Justizausschuss des Senats will am 12. Oktober mit Barretts Anhörung beginnen.

Trump hat Coronavirus: Zusammenfassung der Ereignisse

Vom Wahlkampf direkt ins Spital: Die Corona-Infektion hat den Alltag des US-Präsidenten Donald Trump innert kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Eine Übersicht über die bisherigen Ereignisse können Sie hier lesen.

Trumps Wahlkampfchef positiv auf Corona getestet

Einen Monat vor der US-Wahl ist auch der Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Bill Stepien, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Wahlkampfteam bestätigte einen Bericht des Magazins «Politico» vom späten Freitagabend (Ortszeit). Stepien habe seine Diagnose am Freitagabend erhalten und habe leichte, grippeähnliche Symptome. Er halte aus dem Home-Office weiter die Kontrolle über die Kampagne.

Früher am Tag war bekannt geworden, dass sich auch die republikanische Parteivorsitzende Ronna McDaniel mit dem Virus angesteckt hatte. Der positive Test von Trumps enger Beraterin Hope Hicks am Donnerstag hatte zahlreiche weitere Tests im Umfeld des Präsidenten nach sich gezogen. Auch Trump selbst und Ehefrau Melania haben sich angesteckt.

Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien (rechts) hat sich ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)
Trump wird wegen Corona-Infektion mit Remdesivir behandelt

US-Präsident Donald Trump wird wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Das ging am Freitagabend aus einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley hervor, wenige Stunden nachdem Trump ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden war. Trump gehe es «sehr gut», er benötige keine Sauerstoffzufuhr, schrieb sein Arzt. Er habe die Therapie mit dem Mittel Remdesivir begonnen, eine erste Dosis eingenommen und ruhe sich aus.

In einem Schreiben erklärt Donald Trumps Leibarzt, dass der US-Präsident mit Remdesivir behandelt wird. (Bild: Keystone)

Trump meldete sich annähernd zeitgleich mit einem Tweet aus dem Krankenhaus. «Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!»

Ärzte sehen Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde, nicht als Allheilmittel bei einer Covid-19-Erkrankung, oft aber als hilfreich. Nach Angaben des Herstellers kann die Arznei das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern.

Trump erhielt Antikörper-Cocktail

Nach Angaben seines Leibarztes wurde US-Präsident Donald Trump am Freitag eine Dosis eines Antikörper-Cocktails verabreicht – eine experimentelle Behandlungsmethode. Zudem nehme er Zink, Vitamin D, das Magenmittel Famotidin, das Schlafhormon Melatonin und Aspirin ein. Er weise Ermüdungserscheinungen auf, weitere Details zu seinen Symptomen gab es nicht. Zu First Lady Melania dagegen hiess es, ihr gehe es weiterhin gut und sie habe lediglich einen leichten Husten und Kopfschmerzen. US-Medien berichteten, Trump habe Fieber gehabt.

Trumps Sohn, Donald Trump Junior, sagte bei Fox News: «Er nimmt es natürlich ernst, aber er ist ein Kämpfer.» Er zeigte sich erstaunt, dass sein Vater das Virus bekommen konnte. «Wenn er es bekommen kann, kann es wahrscheinlich jeder bekommen.»

Trump regiert weiter – Vize-Präsident Pence springt nicht ein

US-Vizepräsident Mike Pence plant, seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufzunehmen. Pence war am Freitag nach Angaben seines Arztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Pence müsste einspringen, sollte Präsident Donald Trump seinen Job nicht mehr ausüben können. Angesichts des Krankenhausaufenthaltes stellte die Sprecherin des Weissen Hauses, Alyssa Farah, gegenüber dem Sender ABC News klar, dass der Präsident die Amtsgeschäfte nicht auf seinen Vize übertragen habe.

Wurde negativ getestet: US-Vizepräsident Mike Pence. (Bild: Keystone)
Trump in Spital geflogen – «Es geht mir sehr gut»

US-Präsident Donald Trump ist wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Weissen Haues handelte es sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Ärzte. Trump traf am Freitagabend (Ortszeit) mit dem Helikopter im Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington ein. «Ich denke, es geht mir sehr gut», sagte Trump in einer kurzen Videobotschaft, die er im Weissen Haus aufgenommen hatte und bei seiner Ankunft in der Klinik auf seinem Twitter-Account veröffentlicht wurde.

Beim Verlassen des Weissen Hauses demonstrierte der Präsident vor Kameras, dass er auf den Beinen ist. Er zeigte in Richtung anwesender Journalisten einen Daumen und winkte und ging dann wie gewohnt über den Rasen zum wenige Meter entfernt wartenden Helikopter. Trump trug Anzug und Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz und wurde von Mitarbeitern begleitet, die ebenfalls Masken trugen. Die 50-jährige First Lady blieb im Weissen Haus. Trump sagte in seiner Videobotschaft, seiner Ehefrau gehe es «sehr gut».

Trump werde die nächsten Tage von Büroräumen des Präsidenten in der Klinik arbeiten, erklärte das Weisse Haus. Der Präsident weise nach der Infektion «leichte Symptome» auf. Er sei aber nach wie vor guter Dinge und habe den ganzen Tag über gearbeitet.

Trump bei seiner Ankunft beim Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda. (Bild: Keystone)
Trump reiste viel vor positivem Corona-Test

US-Präsident Donald Trump ist in den Tagen vor seinem positiven Corona-Test viel gereist und war dabei in der Nähe Dutzender Menschen. Unklar ist, wie lange Trump in dieser Zeit bereits ansteckend gewesen sein könnte.

Für Aufsehen sorgte die Entscheidung, am Donnerstagnachmittag noch zu einem Treffen mit Spendern in New Jersey zu fahren, nachdem im Weissen Haus bereits der positive Test von Trumps Beraterin Hope Hicks bekannt war. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany sagte auf Anfrage von Journalisten nicht, wer dies entschieden hatte. Nach Medienberichten war das Treffen in Trumps Golfclub in Bedminster nicht nur unter freiem Himmel – sondern es gab laut Teilnehmern auch ein Treffen im engeren Kreis mit besonders grosszügigen Spendern.

Donald Trump war am Donnerstag trotz positivem Testresultat seiner Beraterin noch an ein Treffen in einem Golfclub gereist. (Bild: Keystone)

Auch am Mittwoch hatte sich Trump bei einer Reise in den Bundesstaat Minnesota mit Spendern getroffen. Bisher wurde nicht bekannt, wie viele Personen an der Veranstaltung in einem Privathaus teilnahmen. Am Abend hielt er noch eine seiner Wahlkampf-Reden am Flughafen der Stadt Duluth – die aber deutlich kürzer ausfiel als vorherige Ansprachen.

Ehemalige Trump-Beraterin Conway hat ebenfalls Coronavirus

Die frühere hochrangige Beraterin von US-Präsident Donald Trump, Kellyanne Conway, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie sei am Freitagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden, schrieb Conway auf Twitter. Sie habe milde Symptome – einen leichten Husten – und fühle sich gut. Sie habe in Rücksprache mit Ärzten die Quarantäne begonnen.

Weiterer US-Senator mit positivem Corona-Test

Ein zweiter Republikaner im US-Senat ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe keine Symptome und fühle sich gut, teilte Thom Tillis am Freitag mit. Zugleich lenkt seine Infektion weiter die Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung im Weissen Haus am vergangenen Samstag, bei der die konservative Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Posten am Obersten Gericht der USA vorgestellt wurde.

Tillis war dort – genauso wie der zweite infizierte republikanische Senator Mike Lee. Auf Bildern von dem Event war zu sehen, wie Lee sich ohne Maske mit anderen Gästen unterhielt und Hände schüttelte. Die Veranstaltung war zwar unter freiem Himmel im Garten des Weissen Hauses, es war aber gut zu sehen, dass viele Teilnehmer keine Masken trugen und keinen Abstand hielten. Auch der Präsident der katholischen Universität Notre Dame, der anwesend war, teilte am Freitag mit, dass sein Corona-Test positiv ausgefallen sei.

Der US-Senator Thom Tillis hat sich ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt. (Bild: Keystone)
Ehepaar Macron schreibt Genesungswünsche an Donald und Melania Trump

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte haben dem mit Corona infizierten US-Präsidenten Donald Trump und der ebenfalls infizierten First Lady Melania Trump eine gute Besserung gewünscht. «Stay strong and keep going!» (etwa: «Bleib stark und lass Dich nicht unterkriegen!») schrieb Macron am Freitag handschriftlich auf einer Karte, die an «Dear Donald» adressiert und auf Facebook zu sehen war.

Laut Kreisen des Élyséepalastes richtete «Première Dame» Brigitte Macron eine Extrabotschaft an die First Lady der USA – mit den «wärmsten Wünschen» für eine rasche Genesung.

Barack und Michelle Obama senden Genesungswünsche an Trumps

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat Genesungswünsche an Amtsinhaber Donald Trump und First Lady Melania gesendet, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. «Michelle und ich hoffen, dass der Präsident, die First Lady und alle vom Coronavirus betroffenen Menschen im ganzen Land auf dem Weg zur raschen Genesung die Behandlung bekommen, die sie brauchen», schrieb Obama am Freitag auch im Namen seiner Ehefrau auf Twitter.

Offenbar im Hinblick auf die Wahl in einem Monat schrieb Obama, Amerika befinde sich derzeit in einer «grossen politischen Schlacht». «Obwohl viel auf dem Spiel steht, sollten wir nicht vergessen, dass wir alle Amerikaner sind. Wir sind alle Menschen. Und wir wollen, dass jeder gesund ist, unabhängig von unserer Partei.»

Nordkoreas Machthaber Kim wünscht Trump baldige Genesung

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump baldige Genesung von seiner Corona-Infektion gewünscht und sein Mitgefühl bekundet. Er wünsche ihm und der First Lady «von Herzen» eine baldige, vollständige Genesung, heisst es in dem von der Staatsagentur KCNA verbreiteten Schreiben.

Er äusserte die Hoffnung, dass die beiden es «bald überstehen». Kim schloss sein Schreiben mit «herzlichen Grüssen». Trump und Kim haben zwei Gipfeltreffen in Singapur und Hanoi in den Jahren 2018 und 2019 abgehalten und sich ein drittes Mal an der koreanischen Demarkationslinie getroffen.

KIm Jong-Un wünscht Donald Trump und seiner Familie schnelle Genesung. (Archivbild: Keystone)

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