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International

Donald Trump verlässt am Montag das Krankenhaus

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Biden: Experten sollen über Debatte mit Trump bestimmen

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will sich bei Entscheidungen zur zweiten TV-Debatte mit Amtsinhaber Donald Trump auf die Einschätzung von Experten verlassen. «Wenn die Wissenschaftler sagen, dass es sicher ist, dass die Abstände sicher sind, dann ist alles gut, denke ich», sagte Biden am Montag. «Ich werde tun, was die Experten für angemessen halten.»

 

Will Experten entscheiden lassen, ob ein weiteres TV-Duell nach Donald Trumps Corona-Erkrankung möglich ist: Joe Biden. (Bild: Keystone)

Biden wollte die Frage nicht beantworten, ob er Plexiglas-Trennwände für angemessen halten würde und betonte lediglich: «Ich denke, wir sollten vorsichtig sein.»

Trump und Biden sollen nach bisherigen Plänen am 15. Oktober in ihrer zweiten Fernseh-Debatte aufeinandertreffen. Sie sollen dabei auch Fragen von Wählern beantworten. Angesichts der Coronavirus-Infektion von Donald Trump war zuletzt unklar, ob die Debatte in der geplanten Form mit Anwesenheit beider Kandidaten in einem Raum stattfinden kann.

Trump: Verlasse noch am Montag das Krankenhaus

Nach nur drei Nächten im Krankenhaus kann der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben noch am Montag ins Weisse Haus zurückkehren. «Fühle mich wirklich gut!», schrieb er am Montag in einem Tweet und kündigte an, er werde das Walter-Reed-Krankenhaus um 18:30 Uhr (Ortszeit/Dienstag 00:30 Uhr) verlassen.

Weiter schrieb der Präsident in dem Tweet: «Haben Sie keine Angst vor Covid.» Man dürfe nicht zulassen, dass das Coronavirus das eigene Leben dominiere. «Unter der Trump-Regierung haben wir einige wirklich grossartige Medikamente und Kenntnisse entwickelt. Ich fühle mich besser als vor 20 Jahren!» Trumps Leibarzt Sean Conley wollte später am Montag eine Pressekonferenz geben. Alle Hintergründe gibt es hier.

Einige Schulen in New York müssen schliessen

Nach neuen Coronavirus-Ausbrüchen in New York müssen in neun Bezirken der Millionenmetropole die Schulen wieder schliessen. In diesen Postleitzahlenbezirken kämen derzeit rund 5,5 Prozent der Coronavirus-Tests positiv zurück, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag. Alle Schulen in diesen Bezirken müssten deswegen ab Dienstag zumachen. Anders als zuvor von Bürgermeister Bill de Blasio gefordert, dürfen Restaurants, Bars und Läden zunächst aber weiter geöffnet bleiben – mit Maskenpflicht, Hygieneregeln und eingeschränkter Kapazität.

Die Schulen der Millionenmetropole hatten nach mehreren Verschiebungen erst in der vergangenen Woche wieder damit begonnen, zumindest zeitweise Schüler vor Ort zu unterrichten. Mit mehr als einer Million Schülern ist der Schulbezirk New Yorks der grösste der USA – und einer der wenigen Grossräume des Landes, in denen ein zumindest teilweise regulärer Unterricht geplant war. Ebenfalls erst in der vergangenen Woche hatten Restaurants, Cafés und Bars zum ersten Mal seit März wieder in Innenräumen Speisen und Getränke ausschenken dürfen – unter strengen Hygiene-Bedingungen, mit Masken und stark eingeschränkter Kapazität.

Regens Coronavirus-positiv - Fernunterricht am Priesterseminar

Der Leiter des Priesterseminars St. Luzi in Chur ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Regens Martin Rohrer ist deshalb in Quarantäne. Am Priesterseminar stellte man präventiv bis auf weiteres auf Fernunterricht um. Bistumssprecher Gisueppe Gracia bestätigte am Montagabend Angaben des Online-Portals kath.ch.

 
Am Priesterseminar St. Luzi in Chur wird nach einem Corona-Fall nun im Fernunterricht gearbeitet. (Bild: Keystone)

Der Test des Regens erfolgte am vergangenen Freitag, teilte Gracia weiter mit. Nach einem Essen mit Rohrer begaben sich drei Professoren der theologischen Hochschule des Bistums Chur in präventive Selbst-Isolation. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Cineworld schliesst vorerst Kinos in Grossbritannien und USA

Wegen der Corona-Pandemie schliesst die grosse Kinokette Cineworld vorübergehend ihre Häuser in Grossbritannien und den USA. Davon seien bis zu 45’000 Beschäftigte betroffen, teilte das Unternehmen am Montag in London mit.

In beiden Ländern, den grössten Märkten der Kinokette, stellen demnach noch in dieser Woche weit mehr als 600 Spielstätten vorerst ihren Betrieb ein – 536 in den USA und 127 in Grossbritannien. «Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen», sagte Unternehmenschef Mookey Greidinger.

Der britische Premierminister Boris Johnson rief am Montag seine Landsleute dazu auf, die Kinos zu unterstützen und die Filme dort zu geniessen. Grossbritannien ist mit Blick auf die Todesfälle der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in Europa. In allen Landesteilen nehmen die Infektionszahlen stark zu; vielerorts werden daher die Kontaktbeschränkungen bereits wieder verschärft.

Trump könnte noch am Montag ins Weisse Haus zurückkehren

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben von dessen Stabschef Mark Meadows weiter verbessert. «Wir sind weiterhin optimistisch, dass er im Laufe des Tages ins Weisse Haus zurückkehren kann», erklärte Meadows am Montag gegenüber dem Sender Fox News.

«Er hat sich über Nacht weiter gebessert und ist bereit, zu einem normalen Arbeitsplan zurückzukehren. Am Morgen stünden Besprechungen mit den Ärzten an, um weitere Beurteilungen vorzunehmen.

 

Ist US-Präsident Donald Trump schon bald zurück im Weissen Haus? (Bild: Keystone)

Trump war am Freitagabend in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington gebracht worden, nachdem die Sauerstoffsättigung seines Blutes abgefallen war. Ein Arzt hatte am Sonntag die Möglichkeit aufgeworfen, dass Trump am Montag ins Weisse Haus zurückkehren und dort weiter behandelt werden könnte, wenn sich sein Zustand weiter verbessert.

Schäuble erlässt Maskenpflicht im Bundestag

Im Deutschen Bundestag muss von diesem Dienstag an ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das entschied der Bundespräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) habe entschieden, «eine allgemeine Maskenpflicht im Parlament anzuordnen, weil die Entwicklung der Sars-CoV2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen ist», teilte die Parlamentsverwaltung am Montag in Berlin mit. Die Anordnung sei zunächst bis zum 17. Januar befristet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Weitere spanische Städte werden wegen Corona abgeriegelt

Wegen den steigenden Corona-Zahlen werden zwei weitere Städte in Spanien abgeriegelt. (Bild: Keystone)

Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124’000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palenca mit 78’000 Einwohnern. Die Massnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden am Dienstag für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien am Montag unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren. Alle Hintergründe gibt es hier.

Corona-Alarm in Österreichs Kanzleramt

Ein Corona-Fall im engen Umfeld von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zieht Kreise. Der Regierungschef sowie sein Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sagten dem Kanzleramt zufolge am Montag alle Termine mindestens bis zum Vorliegen eines eigenen Coronatest-Ergebnisses ab. «Die ganze Regierung wird getestet», sagte ein Regierungssprecher am Montag.

Der enge Mitarbeiter, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war, war auch bei der Kabinettssitzung am vergangenen Mittwoch anwesend. Sämtlichen Journalisten, die an der damaligen Pressekonferenz teilgenommen hatten, wurde empfohlen, sich ebenfalls testen zu lassen. Ausserdem werde nun bei vielen Mitarbeitern gecheckt, ob sie positiv seien. Die Ergebnisse sollten in der Nacht zum Dienstag vorliegen. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

 
Trotz Corona-Alarm im engen Umfeld: Der Kanzler Sebastian Kurz spüre aktuell keinerlei Beeinträchtigung. (Bild: Keystone)
Sprecherin des Weissen Hauses positiv auf Coronavirus getestet

Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Montagmorgen in Quarantäne begeben, hiess es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung. Sie sei seit vergangenen Donnerstag jeden Tag «durchgehend» negativ getestet worden. Am Montag habe dann das positive Testergebnis vorgelegen. Sie habe keine Symptome.

Trump hatte seine Corona-Infektion am Freitag kurz nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekannt gegeben, nachdem seine enge Beraterin Hope Hicks positiv getestet worden war. Im Anschluss daran waren auch zahlreiche weitere Ansteckungen im Umfeld des Präsidenten bekannt geworden. Neben Ehefrau Melania Trump wurden unter anderem Trumps Assistent Nicholas Luna sowie Wahlkampfchef Bill Stepien positiv auf das Virus getestet. Zudem haben sich Journalisten mit dem Coronavirus angesteckt. Mehr dazu finden Sie hier.

FC Barcelona macht 97 Millionen Euro Verlust

Die Corona-Pandemie hat ein tiefes Loch in die Kasse des FC Barcelona gerissen. Die Katalanen weisen für das Vereinsjahr 2019/2020 einen Verlust von 97 Millionen Euro aus.

Die Einnahmen sind um 203 Millionen auf 855 Millionen Euro zurückgegangen. Der vor der Krise aufgestellte Finanzplan hatte Einnahmen von mehr als einer Milliarde Euro vorgesehen. Um die Verluste in Grenzen zu halten, hat der Klub die Ausgaben um 74 Millionen Euro zurückgefahren. Die Schulden sind nach Angaben des FC Barcelona auf 379 Millionen Euro gestiegen.

 

Der FC Barcelona verliert in der Pandemie 97 Millionen Euro. (Bild: Keystone)

Vor allem die Schliessung der Stadien, in denen die Spiele seit März ohne Zuschauer ausgetragen wurden, zogen grosse finanzielle Einbussen mit sich. Zudem gingen die Einnahmen aus TV-Rechten und Spielertransfers stark zurück.

Mitarbeiter aus dem Umfeld von Österreichs Kanzler positiv getestet

Ein Mitarbeiter von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef sowie Vizekanzler Werner Kogler seien am vergangenen Mittwoch das letzte Mal mit dem Mitarbeiter in Kontakt gewesen, teilte das Kanzleramt am Montag mit.

Der betroffene Mitarbeiter sei am vergangenen Dienstagabend noch negativ getestet worden. Bis zum Vorliegen ihres eigenen Testergebnisses hätten Kurz und Kogler alle Termine abgesagt. Das Ergebnis wird am späten Montagabend erwartet. Als Vorsichtsmassnahme würden nun auch alle Kollegen aus dem Umfeld des Mitarbeiters umgehend getestet. Davon betroffen seien rund 20 Menschen.

WHO: Zehntel der Weltbevölkerung könnte Corona-Infektion gehabt haben

Jeder zehnte Mensch auf der Welt könnte sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mit Covid-19 angesteckt haben. «Unsere derzeit besten Schätzungen ergeben, dass etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung bereits mit diesem Virus infiziert gewesen sein könnten», sagte WHO-Experte Mike Ryan am Montag in Genf.

Hohe Dunkelziffer möglich: WHO-Experte Mike Ryan sagt, dass bereits jeder zehnte Mensch das Coronavirus gehabt haben könnte. (Bild: Keystone)

Dies würde eine Dunkelziffer 700 Millionen unerkannten Infektionen zusätzlich zu den bislang rund 35 Millionen nachgewiesenen Fällen entsprechen, wie NTV berichtet. Der Anteil der bereits Infizierten schwanke dabei je nach Land, zwischen Stadt- und Landbevölkerung und auch nach sozialen Gruppen, so Ryan. Selbst bei einer derart hohen Dunkelziffer sei der überwältigende Grossteil der Menschen aber weltweit immer noch dem Risiko einer Covid-19-Erkrankung ausgesetzt, betonte er. Inwiefern Menschen sich zweimal mit dem Virus infizieren können, ist noch nicht definitiv geklärt.

Paris schliesst Bars und Cafés

Paris tritt wegen der alarmierenden Corona-Lage auf die Bremse und schliesst Bars und Cafés. «Die Epidemie schreitet zu schnell voran», warnte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag. Man müsse verhindern, dass das Gesundheitssystem überlastet werde.

In der Stadt und den Vorstädten gilt nun die «maximale Alarmstufe». Das hat noch eine Reihe weiterer Einschränkungen zur Folge – Restaurants dürfen allerdings geöffnet bleiben. Die neuen Massnahmen gelten zunächst ab Dienstag für zwei Wochen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 

Für zwei Wochen werden Pariser Bars und Cafés geschlossen. (Bild: Keystone)

Cup-Sechzehntelfinal der ZSC Lions wegen Corona-Fall verschoben

Das Zürcher Derby im Cup-Sechzehntelfinal zwischen dem EHC Dübendorf und den ZSC Lions kann aufgrund eines Corona-Falls beim Klub aus der MySports League nicht planmässig stattfinden. Die Partie wurde vom Dienstagabend auf den 20. Oktober verschoben.

Grand Prix der Türkei ohne Zuschauer

Der GP der Türkei am 15. November in Istanbul findet aufgrund der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer statt. Dies beschlossen gemäss dem türkischen Staatsfernsehen die lokalen Behörden. Noch Anfang September hatten die Organisatoren die Hoffnung geäussert, dass das Rennen vor 100’000 Fans gefahren werden könne.

Die Formel 1 liess zuletzt wieder Zuschauer in begrenzter Zahl zu. In Mugello waren es 3000 gewesen, in Sotschi etwa 30’000 am Tag. Auch beim kommenden Rennen auf dem Nürburgring am Sonntag sind bis zu 20’000 Fans erlaubt.

Trump sendet 16 Tweets in 30 Minuten

Der mit Corona infizierte US-Präsident Donald Trump hat seine Aktivität auf Twitter wieder hochgefahren. Am frühen Montagmorgen setzte er innerhalb von einer Stunde insgesamt 18 Tweets ab, 16 davon innerhalb einer halben Stunde.

Seine Nachrichten waren zum Grossteil in Grossbuchstaben verfasst und beinhalteten Aufrufe zur Wahl am 3. November und Argumente, die dabei seiner Ansicht nach für ihn sprechen. Trump schrieb zum Beispiel: «Recht & Ordnung. Wählen!» oder «Stärkstes Militär aller Zeiten. Wählen!» Mehr zum Thema gibt es hier.

Test bei von der Leyen negativ

Ein Corona-Test bei Ursula von der Leyen ist negativ. Das teilt ihr Sprecher laut NTV mit. Auch auf Twitter wird das Ergebnis bestätigt. Die Kommissionspräsidentin wird sich dennoch bis Dienstagabend selbst isolieren. Sie folge damit den belgischen Regeln, die eine siebentägige Quarantäne nach einem problematischen Kontakt vorsehen. Die Politiker hatte vergangene Woche einen Termin mit einer infizierten Person. Von der Leyen gehe es gut, sie habe keinerlei Symptome und arbeite normal.

1'548 Neuinfektionen übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) für Freitag bis Sonntag 1548 Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Montag innerhalb der drei Tage 3 Todesfälle und 39 Spital-Einweisungen. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Luxus-Quarantäne für Langzeiturlauber in Thailand

Thailand will in den kommenden Wochen erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen – allerdings nur Langzeiturlauber, die gleich mehrere Monate bleiben. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Bei den Uhren-Zulieferern droht Entlassungswelle

Die Corona-Pandemie hat weltweit die Uhrenverkäufe einbrechen lassen. Das trifft die Schweizer Uhren-Zulieferer hart. Dauert die Krise an, droht eine Welle von Entlassungen.

«Wir leiden, aber wir können uns im Moment noch halten», sagt François Billig, CEO von Acrotec, einem der grossen unabhängigen Schweizer Uhren-Zulieferer, gegenüber AWP. «Zum Jahresende rechnen wir mit einem Umsatzrückgang von rund 15 Prozent. Das Minus wurde dank unserer Diversifikation abgefedert», so der Manager.

Die Uhrenindustrie macht rund die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Zudem werden Komponenten für medizinische Geräte, Autos und die Luftfahrt hergestellt. Die Uhrensparte des jurassischen Unternehmens könnte einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent verkraften. «Aber auf dieser Ebene gibt es immer noch viele Unsicherheiten», räumt Billig ein.

Festnahmen nach Steinwürfen bei Corona-Kontrollen in Jerusalem

Nach Auseinandersetzungen bei Corona-Kontrollen in Jerusalem hat die israelische Polizei 18 Menschen festgenommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden Beamte mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen.

Zwei Polizisten seien leicht verletzt und Fahrzeuge beschädigt worden. Schwerpunkt des Einsatzes war demnach das vornehmlich von Ultraorthodoxen bewohnte Viertel Mea Schearim.

Auseinandersetzungen bei der Durchsetzung von Corona-Massnahmen hatte es am Sonntagabend auch in Bnei Brak nahe Tel Aviv gegeben. Auslöser war ein Versuch der Polizei, eine Versammlung in einer Synagoge mit Hunderten Ultraorthodoxen aufzulösen. Nach Angaben der Polizei wurden 17 Menschen festgenommen.

Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern steckt inmitten einer zweiten Corona-Welle. Nach einer massiven Zunahme der Fallzahlen gilt ein landesweiter Lockdown mit strengen Regeln wie Versammlungsbeschränkungen. Innerhalb der strengreligiösen Gemeinschaft wurden zuletzt viele Neuinfektionen verzeichnet.

EU-Kommissionschefin von der Leyen in Corona-Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen am Montag auf Twitter.

«Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren», kündigte sie an. Sie sei am Donnerstag mit negativem Ergebnis getestet worden und werde sich heute erneut einem Test unterziehen, schrieb sie weiter.

(Bild: Keystone)

Von der Leyen hatte nach dem Kontakt mit der inzwischen positiv getesteten Person am Donnerstag und Freitag am Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Dort war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Schweizer Hotels beherbergen auch im August weniger Gäste

Die Schweizer Hotels haben auch im Sommermonat August weniger Übernachtungen verzeichnet. Die höhere Nachfrage von Schweizer Gästen konnte dabei den starken Rückgang bei ausländischen Touristen erneut nicht kompensieren.

Gegenüber dem Vorjahr gingen die Übernachtungen im August um 28,1 Prozent auf 3,2 Millionen zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im Juli hatte das BFS nur 3,4 Millionen Logiernächte gezählt, im Juni waren es noch 1,4 Millionen gewesen.

Mehr als zwei Drittel der Gäste kam dabei aus der Schweiz. So stiegen die Logiernächte der inländischen Gästen im Verleich zum Vorjahr um 15,6 Prozent auf 2,2 Millionen an, während die Nachfrage der ausländischen Touristen im Juni um 60 Prozent auf insgesamt 1 Million einbrach.

Deutsche Verbandschefin kritisiert Alkoholverbots-Debatte in Berlin

Die Geschäftsführerin des deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Ingrid Hartges, hat vor den Folgen eines nächtlichen Ausschank- und Verkaufsverbots für Alkohol gewarnt. Ein solches Verbot wird derzeit etwa im Berliner Senat diskutiert.

«In Städten wie München oder Würzburg beklagten Wirte durch die dort vor Wochen geltenden Alkoholverbote Umsatzeinbrüche von bis zu 50 Prozent», sagte Hartges der «Bild»-Zeitung vom Montag.

Die «neue Verbotsdebatte» sei inakzeptabel, erklärte Hartges zudem. Wegen der stark steigenden Coronavirus-Infektionszahlen in mehreren Berliner Bezirken hatte die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci zuvor ein Ausschank- und Verkaufsverbot für Alkohol von 23.00 bis 06.00 Uhr gefordert.

Keine Corona-Restriktionen mehr in Auckland

Während in Metropolen wie Paris und Madrid die Corona-Regeln wieder verschärft werden, hebt Neuseelands grösste Stadt Auckland alle Einschränkungen auf. Nach zehn Tagen ohne Ansteckungen innerhalb des Landes sei das Ende der Restriktionen gerechtfertigt, sagte Regierungschefin Jacinda Ardern am Montag. Von Mittwoch an werde es keine Beschränkungen in der Küstenstadt mit 1,6 Millionen Einwohnern mehr geben.

Nachdem am 12. August erstmals seit dreieinhalb Monaten wieder lokale Infektionen mit dem Virus in dem Pazifikstaat bestätigt worden waren, hatten die Behörden einen Corona-Lockdown verordnet. Seither sind in Auckland etwa Versammlungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten, Gesichtsmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht und Restaurantgäste zum Sitzenbleiben angehalten.

(Bild: Keystone)

Premierministerin Ardern warnte ihre Landsleute davor, nach Aufhebung der Restriktionen wieder den Schlendrian einkehren zu lassen und appellierte an die Selbstdisziplin der Menschen. «Das Wiederaufflammen des Virus ist nicht unsere einzige Sorge, die Wiederkehr der Bequemlichkeit gehört auch dazu», sagte sie.

Bislang sind in Neuseeland rund 1500 Corona-Infektionen und 25 Todesfälle registriert worden. Der Inselstaat gilt als sehr erfolgreich im Kampf gegen das Virus, da die Regierung im März extrem strikte Massnahmen angeordnet hatte. Im Juni erklärte sich das Land für coronafrei und kehrte zu einer relativen Normalität zurück – bis im August der erneute Rückschlag kam.

Buchumsatz erholt sich von der Corona-Delle - Buchmesse beginnt

Die Corona-Krise hat auch die Buchbranche schwer getroffen. 2020 sei «ein herausforderndes Jahr», sagte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, der Deutschen Presse-Agentur. Vor Beginn der Frankfurter Buchmesse gingen Buchhandlungen und Verlage aber «selbstbewusst und optimistisch in den Jahresendspurt». Wegen der Corona-Pandemie kann die weltgrösste Bücherschau (14. bis 18. Oktober) nur eingeschränkt stattfinden.

Laut Media Control lag der Buchumsatz bis August 5,8 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Dennoch sieht der Börsenverein einen Hoffnungsstreif am Horizont, denn direkt nach dem Lockdown waren die Zahlen noch schlechter: Von Januar bis Mitte April lag der Umsatz 14,9 Prozent niedriger. Besonders betroffen war der Buchhandel vor Ort: Bis August lag der Umsatz um 10,8 Prozent unter dem des Vorjahres, bis zum Ende des Lockdowns im August waren es sogar minus 21,1 Prozent.

«Seit Wiedereröffnung der Läden ist die Nachfrage nach Büchern jedoch gross, die Umsätze liegen seit Juni jeweils über denen der Vorjahresmonate», sagte Schmidt-Friderichs. «Somit kann der Buchhandel den Umsatzrückstand Monat für Monat verkleinern.» Die Branche hofft nun auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft. Die Buchmesse spiele «gerade in diesem Jahr eine wichtige Rolle: Für Buchhandlungen und Verlage ist es jetzt entscheidend, breite Aufmerksamkeit für Bücher und das Lesen zu erreichen.»

Weltbankchef fordert Schuldenerlass für ärmste Länder wegen Corona

Die Coronavirus-Pandemie könnte nach Ansicht des Präsidenten der Weltbank, David Malpass, in den ärmsten Ländern eine Schuldenkrise auslösen. Einige Entwicklungsländer seien bereits in einer Abwärtsspirale von schwächerem Wachstum und finanziellen Schwierigkeiten, sagte Malpass in einem Interview mit der deutschen Zeitung «Handelsblatt» vom Montag.

Es sei offensichtlich, dass einige Länder nicht in der Lage seien, die aufgenommenen Schulden zurückzuzahlen, hiess es. «Wir müssen daher auch den Schuldenstand senken. Dies kann als Schuldenerlass oder -streichung bezeichnet werden», sagte Malpass. «Die enormen Haushaltsdefizite und Schuldenzahlungen überwältigen diese Volkswirtschaften. Ausserdem geraten die Banken dort aufgrund schlechter Kredite in Schwierigkeiten», erklärte er.

Vergleichbare Schritte seien in früheren Finanzkrisen wie in Lateinamerika und der sogenannten HIPC-Initiative für hoch verschuldete Länder in den 1990er Jahren gegangen worden.

Corona-Notstand in Tschechien in Kraft getreten

In Tschechien ist um Mitternacht in der Nacht zum Montag erneut ein nationaler Notstand in Kraft getreten. Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hatte die Ausrufung des Ausnahmezustands wegen eines «raketenhaften Anstiegs» bei den Corona-Zahlen beschlossen. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken und Massnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen.

Der Notstand galt bereits von Mitte März bis Mitte Mai. Anders als im Frühjahr sollen die Grenzen diesmal offen bleiben. Für Veranstaltungen und Versammlungen gilt eine maximale Teilnehmerzahl von zehn Personen in Innenräumen und 20 im Freien. Der Profisport muss ohne Zuschauer auskommen. Es gibt zahlreiche Ausnahmen. Firmen und Geschäfte sind nicht betroffen.

Zuletzt war am Freitag mit 3792 Fällen ein neuer Höchststand bei den täglichen Corona-Neuinfektionen erreicht worden.

«Maximale Alarmstufe»: Paris vor neuen Corona-Einschränkungen

Wegen der sehr angespannten Corona-Lage soll in Paris und der direkten Umgebung am Montag die «maximale Alarmstufe» ausgerufen werden. Neue Sicherheitsmassnahmen könnten unter anderem die Schliessung von Cafés auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am späten Sonntagabend unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmassnahmen hingegen offen bleiben.

Überraschend kommt der Schritt nicht. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits Ende der zurückliegenden Woche gesagt, dass sich die Lage in der Hauptstadt und den Vorstädten zuletzt rapide verschlechtert habe.

(Bild: Keystone)

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt die «maximale Alarmstufe» bisher im französischen Überseegebiet Guadeloupe und in Marseille. In der südfranzösischen Hafenstadt mussten die Restaurants und Bars daher bereits schliessen – dagegen hatte es massiven Protest gegeben. In Paris müssen Bars bisher um 22 Uhr schliessen, Restaurants dürfen auch länger geöffnet bleiben. Allerdings dürfen sie Alkohol nur im Zusammenhang mit einer Mahlzeit ausschenken.

Die neuen Massnahmen sollen am Montag von der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo vorgestellt werden und zunächst 15 Tage gelten, berichtete die Agentur.

Tausende demonstrieren am Bodensee für oder gegen Corona-Politik

Am Bodensee haben am Wochenende tausende Menschen für oder gegen die Corona-Auflagen demonstriert. An die Kundgebungen in Kreuzlingen und Konstanz kamen allerdings weniger Teilnehmer als erwartet.

Nennenswerte Vorkommnisse gab es laut Polizei nicht. Am Sonntag bewegten sich viele Demonstrierende in kleinen Gruppen entlang der Seepromenade in Kreuzlingen und Konstanz. Mit Kartons, Buttons und auf T-Shirts gaben sie ihren unterschiedlichen Meinungen Ausdruck. Da und dort kam es zu Diskussionen.

Kirgistan wählt mitten in Corona-Pandemie neues Parlament

In der zentralasiatischen Republik Kirgistan ist trotz der dort wütenden Corona-Pandemie ein neues Parlament gewählt worden. Rund 3,5 Millionen Menschen in dem Land an der Grenze zu China waren am Sonntag zur Stimmabgabe aufgerufen. Den Ausgang der Abstimmung sahen Beobachter mit Spannung entgegen, weil die Wähler die Regierung für ihren Umgang mit dem Coronavirus abstrafen könnten. Mit aussagekräftigen Ergebnissen wurde in der Nacht zum Montag gerechnet.

Belgiens Premier: Müssen Konflikte überwinden – heikle Corona-Lage

Der neue belgische Regierungschef Alexander De Croo hat nach dem langen Streit über eine Koalitionsbildung die Opposition zur Zusammenarbeit aufgerufen. «Lasst uns den Konflikt nicht künstlich aufrechterhalten. Die Lage ist schwierig genug, während der vergangenen Jahre hatten wir genug Auseinandersetzungen», sagte der Liberale laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga (Samstag).

Im Anschluss an die Wahl Ende Mai vergangenen Jahres hatte es ein zähes Hin und Her um die Regierungsbildung gegeben. Die in Flandern besonders starken rechten Parteien N-VA und Vlaams Belang blieben nun aussen vor. Auch inhaltlich gibt es bei mehreren zentralen Themen weiter Streit unter den verschiedenen politischen Lagern in Belgien.

Slowakei registriert so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

Die Slowakei hat zum dritten Mal in drei Tagen einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Fälle lag bei 818, wie das Nationale Gesundheits-Informationszentrum am Sonntag mitteilte. Dies war der höchste Wert sei dem Ausbruch der Pandemie im März. Der bisherige Höchstwert wurde einen Tag zuvor erfasst, er betrug 704 Fälle.

In der Slowakei haben sich nach offiziellen Angaben bislang 13 139 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 55 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Virus. Die Slowakei hat rund 5,5 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft.

Neue Corona-Beschränkungen auf Island - Bars werden geschlossen

Die Menschen auf Island müssen sich wegen steigender Infektionszahlen auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird die Teilnehmergrenze für öffentliche Versammlungen ab Montag auf maximal 20 Personen herabgesetzt. Ausnahmen davon gelten etwa für Hochschulen und auf Beerdigungen. Ausserdem werden Bars, Nachtclubs und Fitnessstudios geschlossen, wie die isländische Regierung am späten Samstagabend mitteilte. Damit folgte Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir einem Vorschlag des isländischen Chefepidemiologen Thórólfur Gudnason. Schulen und Kindergärten bleiben offen.

Britische Regierung gibt Fehler bei Zählung der Corona-Infektionen zu

Bei der Zählung der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen hat es der britischen Regierung zufolge Fehler gegeben. Die zuständige Regierungsbehörde meldete am Samstagabend 12 872 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, was einen drastischen Sprung und den höchsten bisherigen Wert seit Beginn der Pandemie darstellt. In den Tagen zuvor hatte die Zahl der Neuinfektionen jeweils um rund 7000 gelegen.

In einer Erklärung zu den Zahlen hiess es jedoch, es habe in den Vortagen Verzögerungen bei der Übermittlung von Fallzahlen in England gegeben. Der Fehler sei nun behoben, führe allerdings dazu, dass die Fallzahlen der kommenden Tage noch Fälle enthalten dürften, die eigentlich schon aus der Zeit vom 24. September bis zum 1. Oktober stammten. Welchen Anteil diese Fälle an der hohen Gesamtzahl ausmachen, blieb jedoch völlig unklar. Premier Boris Johnson verteidigte die Zahlen in einem BBC-Interview dennoch als «realistisch».

Nach Corona-Erkrankung: Premier Boris Johnson fühlt sich fit

Der im Frühjahr schwer an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson spürt nach eigenen Angaben keine Spätfolgen der Krankheit. «Ich bin fitter als mehrere Metzgerhunde», sagte Johnson am Sonntag in London in einem BBC-Interview. Die Formulierung «as fit as a butcher’s dog» heisst wörtlich übersetzt «so fit wie ein Metzgerhund», kommt sinngemäss aber der deutschen Formulierung «fit wie ein Turnschuh» am nächsten. Gerüchte, er wirke nach seiner Corona-Infektion noch immer nicht ganz erholt, bezeichnete der Premier als «Unsinn». Dem erkrankten US-Präsidenten Donald Trump wünschte Johnson erneut eine schnelle Genesung. Er selbst hatte im Frühjahr zeitweise auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Umfrage: Jede zweite Person würde sich gegen Corona impfen lassen

Wenn es eine effiziente Impfung gegen das Coronavirus gäbe, würde sich in der Schweiz jede zweite Person impfen lassen. Das zeigt eine Umfrage, welche die Sonntagszeitung veröffentlichte. Sie wurde Ende September online bei rund 15’300 Personen in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin durchgeführt. Demnach würden sich 54 Prozent impfen lassen, 41 Prozent sind gegen eine Impfung. Fünf Prozent legten sich nicht fest.

Mehr Männer als Frauen

Männer würden einer Impfung eher zustimmen als Frauen. Während sich 61 Prozent der befragten Männer für eine Impfung aussprechen, waren es von den Frauen nur 48 Prozent. Einen grossen Unterschied gibt es je nach Altersgruppe: Von den über 65-Jährigen – den stärker gefährdeten Personen – würden sich 70 Prozent impfen lassen, von den 18- bis 35-Jährigen nur 45 Prozent.

Betrachtet man die politische Orientierung, sind Anhänger der GLP und der SP mit 65 beziehungsweise 64 Prozent am ehesten bereit, sich impfen zu lassen. Von den FDP-Sympathisanten wären 61 Prozent bereit, von den CVP-Anhängern 59 Prozent. Bei den Grünen sind es noch 53 Prozent und bei der SVP liegt der Anteil derjenigen, die sich impfen lassen würden, noch bei 41 Prozent.

Mehr dazu hier. 

Nach Corona-Infektionen: Keine Senatssitzungen für zwei Wochen

Der US-Senat setzt nach Corona-Infektionen von mindestens drei Mitgliedern für zwei Wochen seine Plenarsitzungen aus. Zugleich solle der Justizausschuss trotzdem mit den Anhörungen der Kandidatin der das Oberste Gericht der USA, Amy Coney Barrett, fortfahren, betonte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell am Samstag. Die Demokraten kritisierten diese Entscheidung.

Seit Freitag hatten drei Senatoren – die Republikaner Mike Lee, Thom Tillis und Ron Johnson – positive Corona-Tests bekanntgegeben. Lee und Tillis sind auch Mitglieder im Justizausschuss. Präsident Donald Trump und die Republikaner im Senat wollen Barrett noch vor der Präsidentenwahl am 3. November ins Amt bringen.

Auch Mike Lee wurde mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

Mit Barrett bekämen die Konservativen eine dominierende Mehrheit von sechs zu drei Stimmen im Obersten Gericht, das immer wieder wichtige Weichen für die US-Gesellschaft stellt, etwa bei Einwanderung, Gesundheitsversorgung oder dem Recht auf Abtreibung.

Kirgistan wählt mitten in Corona-Pandemie neues Parlament

In der zentralasiatischen Republik Kirgistan wird an diesem Sonntag ein neues Parlament gewählt. Mehr als drei Millionen Menschen in dem Land an der Grenze zu China sind bis 16.00 Uhr MESZ zur Stimmabgabe aufgerufen. Den Ausgang der Abstimmung sehen Beobachter mit Spannung entgegen, weil die Menschen die Regierung für ihren Umgang mit der Corona-Pandemie abstrafen könnten.

Eine Frau in Bishkek stimmt ab. (Bild: Keystone)

Mehr als 45 000 Menschen haben sich offiziellen Angaben zufolge mit dem Virus infiziert. Deshalb ist umstritten, dass die Abstimmung überhaupt abgehalten wird. Zudem ist die Unzufriedenheit wegen der schwierigen Wirtschaftslage gross.

16 Parteien kämpfen um die 120 Sitze in der Volksvertretung. Für einen Einzug müssen sie mehr als sieben Prozent der Wählerstimmen erhalten. Das ist anders als bei der Wahl vor fünf Jahren. Mit aussagekräftigen Ergebnissen wird erst am Montag gerechnet.

Fast 17'000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit 16 972 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tagesrekord erzielt. Wie die Behörden am Samstagabend mitteilten, wurde damit der bisherige Höchstwert von 16 096 neuen Fällen vom 24. September überschritten. Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Bisher starben in der Covid-19-Pandemie rund 32 000 Menschen. In vielen Städten Frankreichs gilt die Maskenpflicht auch unter freiem Himmel. In der Hafenstadt Marseille haben Bars und Restaurants komplett geschlossen. In Paris droht wegen der angespannten Corona-Lage ebenfalls ihre Schliessung.

Nach drittem negativen Test: Maas beendet am Sonntag Quarantäne

Nach einem dritten negativen Corona-Test wird der deutsche Aussenminister Heiko Maas seine Quarantäne am Sonntag beenden. Das sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Der SPD-Politiker hatte sich am 23. September in Selbstisolation begeben, nachdem ein Leibwächter sich infiziert hatte.

(Bild: Keystone)
Menschenkette am Bodensee - Tausende demonstrieren friedlich

Tausende Menschen haben am Samstag am Bodensee für und gegen die Corona-Politik demonstriert. Mit einer Friedens-Menschenkette hat unter anderem die Initiative «Querdenken» entlang des Seeufers mehr als 1000 Menschen mobilisiert.

Diese Zahl blieb weit unter den Erwartungen der Veranstalter, die mit 15’000 Personen gerechnet hatten. Die Menschenkette hätte durch Österreich, Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz führen und damit vier Länder miteinander verbinden sollen.

Ziel sei gewesen, die Menschen zusammenzubringen, ein europäisches Signal gegen die Corona-Massnahmen zu setzen und in einen Dialog mit der Regierung zu treten, so Mitorganisator Gerry Mayr. Der Konstanzer Unternehmer hält Quarantäne für ein modernes Gefängnis und die Maskenpflicht für Unrecht.

(Bild: Keystone)
Corona-Skeptiker bilden Menschenkette am Bodensee

Am Bodenseeufer in Konstanz und Kreuzlingen haben Kritiker der Corona-Massnahmen am Samstagnachmittag eine Menschenkette gebildet. Daneben kam es auch zu Gegenkundgebungen.

Grössere Menschenansammlungen gab es vor allem auf der Konstanzer Seite im Gebiet «Klein Venedig» am See. Dort versammelten sich auch rund 60 linke Demonstrantinnen und Demonstranten aus der Region Kreuzlingen. Sie zogen mit Transparenten friedlich an der Menschenkette der Corona-Skeptiker vorbei.

«Nazis raus – Masken auf» oder «Meinungsfreiheit und Grundrechte ja – Rechtsradikale tolerieren und den Gesundheitsschutz anderer ignorieren nein», hiess es auf Transparenten. Die Corona-Massnahmen dürften durchaus kontrovers diskutiert werden, sagte Organisatorin Charis Kuntzemüller von der SP Kreuzlingen.

EU-Arzneibehörde untersucht mögliche Nierenschäden durch Remdesivir

Der auch zur Behandlung schwerer Covid-19-Verläufe eingesetzte Wirkstoff Remdesivir wird in Europa wegen möglicher Nierenkomplikationen genauer unter die Lupe genommen. Man habe nach entsprechenden Berichten ein Sicherheits-Prüfverfahren für das Medikament Veklury gestartet, teilte die Arzneimittelagentur der EU (EMA) bereits am Freitag mit. Das Präparat basiert auf Remdesivir. Bei einigen Patienten sollen demnach akute Nierenprobleme aufgetreten sein, erklärte die Behörde mit Hauptsitz in Amsterdam. Mehrere Medien hatten über die EMA-Untersuchung berichtet.

28 Corona-Fälle an der Hotelfachschule in Lausanne

28 Studierende der Hotelfachschule Lausanne (EHL) haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sieben sind inzwischen wieder geheilt. Das sagte Pascal Gauthier, der Personalverantwortliche der Hochschule, nach Abschluss der Quarantäne für insgesamt 2’500 Studierende am Samstag gegenüber dem Westschweizer Radio RTS.

Am 16. September, einen Tag vor der Schliessung der Diskotheken im Kanton Waadt, hatten die Studierenden ein Fest in einem Club organisiert. Danach wurden elf Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Der gesamte Bachelor-Studiengang, insgesamt 2’500 Studierende, musste daher in Quarantäne. Diese dauerte bis am vergangenen Dienstag.

Nach dem Ende der Quarantäne-Massnahme für 2’500 Studierende der Hotelfachschule Lausanne ist klar: 28 Studierende haben sich mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)
Polen verzeichnet erneut Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Am Samstag verzeichneten die Behörden 2’367 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt lag mit 290 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um die Hauptstadt Warschau (277) und Pommern im Westen (244) waren stark betroffen. Erst am Freitag wurde der bisherige Rekordwert seit Beginn der Pandemie erfasst, er lag bei 2’292 Neuinfektionen.

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 98’140 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2’604 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert Koch-Institut bislang nicht als Risikogebiet eingestuft.

Erste Demonstranten versammeln sich am Bodensee

In Konstanz (D) am Bodensee haben sich am Samstagmittag erste Demonstranten versammelt. Bei Regenwetter protestierten etwa 150 Menschen am Hafen gegen rechte Hetze und für Corona-Massnahmen. Auch in Kreuzlingen sind am Nachmittag Aktionen geplant.

Am Nachmittag wollen sich mehrere Tausend Menschen um den Bodensee zu einer sogenannten Friedensmenschenkette verbinden. Die Kette soll durch Liechtenstein, Österreich, die Schweiz und Deutschland führen. Die ersten Teilnehmer seien schon am frühen Morgen angereist und würden sich langsam zu ihren geplanten Standorten begeben, hiess es von den Organisatoren.

Ziel der Aktion sei es, Menschen zusammenzubringen, die sich in Corona-Zeiten entzweit hätten, sagte einer der Mitveranstalter, Gerry Mayr. «Eine Kette soll verbinden.» Der Unternehmer veranstaltet am Sonntag in Konstanz auch eine Querdenken-Demonstration gegen Corona-Massnahmen, zu der 4’500 Menschen angemeldet sind.

Mayr und seine Mitveranstalter hoffen, dass 250’000 Menschen zusammenkommen. So viele seien nötig, um den See zu umrunden. Laut den auf deutscher Seite zuständigen Polizeipräsidien in Konstanz und Ravensburg ist schwer zu beurteilen, wie viele Menschen sich tatsächlich versammeln könnten.

Corona-Skeptiker formieren sich am Samstagnachmittag in Konstanz (D), um mit einer Menschenkette gegen die Massnahmen der Regierungen zu protestieren. (Bild: Keystone)
Ebenso anwesend sind Gegendemonstranten, die sich für die Corona-Massnahmen aussprechen. (Bild: Keystone)
Mehr als 100'000 Tote in Zusammenhang mit Coronavirus in Indien

Indien hat die Marke von 100’000 Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus überschritten. Das ging am Samstag aus Regierungsdaten hervor. Demnach waren am Freitag 1’069 Tote hinzugekommen, womit 100’842 gestorbene Menschen in der Statistik geführt werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Indien weltweit die drittmeisten registrierten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Insgesamt verzeichnete das Land rund 6,4 Millionen Corona-Fälle – das ist der zweithöchste Wert weltweit. Im vergangenen Monat sind WHO-Angaben zufolge zwischen 70’000 und knapp 100’000 Infektionen pro Tag registriert worden.

Venezuela erhält Charge von russischem Corona-Impfstoff

Venezuela hat nach eigenen Angaben als erstes Land Lateinamerikas und der Karibik den neuen russischen Corona- Impfstoff mit dem Namen «Sputnik V» erhalten. «Es ist ein historischer Moment für das Vaterland! Heute haben wir die erste Charge des Impfstoffs Sputnik V für die Phase 3 der klinischen Studie gegen Covid-19 bekommen», schrieb Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez auf Twitter am Freitag. Die Tests mit 2’000 Personen sollen diesen Monat in der Hauptstadt Caracas beginnen, wie der staatliche Fernsehsender «Venezolana de Televisión» unter Berufung auf Gesundheitsminister Carlos Alvarado berichtete.

Nachdem Russland im August einen Corona-Wirkstoff zugelassen hatte, kündigte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro an, dass Venezuela an der Studie teilnehmen werde. Russland ist einer der Verbündeten der autoritären Maduro-Regierung. Die Zulassung erfolgte jedoch vor Abschluss wichtiger Tests.

Der russische Corona-Impfstoff «Sputnik V» wurde zu Studienzwecken nach Venezuela ausgeliefert. (Bild: Keystone)
Demonstrationen gegen Corona-Massnahmen am Bodensee

In Konstanz und Kreuzlingen am Bodensee ist ein grosses Protest-Wochenende angesagt. Am Samstag und Sonntag gibt es Demonstrationen unter anderem gegen Corona-Massnahmen, etliche Bürgerinitiativen haben zu Gegenkundgebungen aufgerufen.

Die Stadt Konstanz rechnet mit mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern. 29 Versammlungen an mehreren Orten in Konstanz und an der deutsch-schweizerischen Grenze «Klein Venedig» sind bewilligt, mit Corona- und Sicherheitsauflagen. Die Polizei steht mit einem Grossaufgebot bereit.

Am Samstag, dem Tag der deutschen Einheit, wollen Kritiker der Corona-Massnahmen und Querdenker gegen die Corona-Prävention und die damit verbundenen Einschränkungen demonstrieren. Geplant ist auch die Bildung einer Menschenkette rund um den Bodensee. Eine weitere grosse Kundgebung soll am Sonntag stattfinden.

Kanton Zürich verbietet Tanzveranstaltungen in Salsa-Clubs

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich verbietet per sofort Tanzveranstaltungen und Tanzkurse in Salsa-Clubs. Die Verfügung gilt bis und mit 18. Oktober 2020. Zuvor war es in der Salsa- und Latino-Szene zu stark steigenden Corona-Fallzahlen gekommen.

Von der Massnahme betroffen sind sämtliche Salsa-Tanzveranstaltungen und -schulen auf dem Gebiet des Kantons Zürich. Geschlossen werden alle Clubs, in denen regelmässig derartige Veranstaltungen stattfinden sowie die in diesen Clubs praktizierten Tanzstile, insbesondere Salsa, Merengue, Bachata, Chacha und Kizomba.

Für die Clubbetriebe stelle das Coronavirus eine besondere Herausforderung dar, heisst es in der Verfügung des Kantons Zürich weiter. Die Problematik akzentuiere sich bei Tanzveranstaltungen, wo sich das Virus durch Tröpfchen und Aerosole schnell verbreite.

Beim Tanzen bestehe ein enger Körperkontakt. Getanzt werde oft paarweise, wobei die Tanzpartner auch gewechselt würden. Die gleichen Personen besuchten teilweise mehrere Veranstaltungen pro Woche in verschiedenen Clubs, teilte der Kanton Zürich weiter mit.

Tanzveranstaltungen und Tanzkurse in Salsa-Clubs im Kanton Zürich sind wegen der Ansteckungsgefahr per sofort bis und mit 18. Oktober verboten. (Symbolbild: Unsplash)

Trump hat Coronavirus: Zusammenfassung der Ereignisse

Vom Wahlkampf direkt ins Spital: Die Corona-Infektion hat den Alltag des US-Präsidenten Donald Trump innert kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Eine Übersicht über die bisherigen Ereignisse können Sie hier lesen.

Trumps Wahlkampfchef positiv auf Corona getestet

Einen Monat vor der US-Wahl ist auch der Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Bill Stepien, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Wahlkampfteam bestätigte einen Bericht des Magazins «Politico» vom späten Freitagabend (Ortszeit). Stepien habe seine Diagnose am Freitagabend erhalten und habe leichte, grippeähnliche Symptome. Er halte aus dem Home-Office weiter die Kontrolle über die Kampagne.

Früher am Tag war bekannt geworden, dass sich auch die republikanische Parteivorsitzende Ronna McDaniel mit dem Virus angesteckt hatte. Der positive Test von Trumps enger Beraterin Hope Hicks am Donnerstag hatte zahlreiche weitere Tests im Umfeld des Präsidenten nach sich gezogen. Auch Trump selbst und Ehefrau Melania haben sich angesteckt.

Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien (rechts) hat sich ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)
Trump wird wegen Corona-Infektion mit Remdesivir behandelt

US-Präsident Donald Trump wird wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Das ging am Freitagabend aus einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley hervor, wenige Stunden nachdem Trump ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden war. Trump gehe es «sehr gut», er benötige keine Sauerstoffzufuhr, schrieb sein Arzt. Er habe die Therapie mit dem Mittel Remdesivir begonnen, eine erste Dosis eingenommen und ruhe sich aus.

In einem Schreiben erklärt Donald Trumps Leibarzt, dass der US-Präsident mit Remdesivir behandelt wird. (Bild: Keystone)

Trump meldete sich annähernd zeitgleich mit einem Tweet aus dem Krankenhaus. «Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!»

Ärzte sehen Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde, nicht als Allheilmittel bei einer Covid-19-Erkrankung, oft aber als hilfreich. Nach Angaben des Herstellers kann die Arznei das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern.

Trump erhielt Antikörper-Cocktail

Nach Angaben seines Leibarztes wurde US-Präsident Donald Trump am Freitag eine Dosis eines Antikörper-Cocktails verabreicht – eine experimentelle Behandlungsmethode. Zudem nehme er Zink, Vitamin D, das Magenmittel Famotidin, das Schlafhormon Melatonin und Aspirin ein. Er weise Ermüdungserscheinungen auf, weitere Details zu seinen Symptomen gab es nicht. Zu First Lady Melania dagegen hiess es, ihr gehe es weiterhin gut und sie habe lediglich einen leichten Husten und Kopfschmerzen. US-Medien berichteten, Trump habe Fieber gehabt.

Trumps Sohn, Donald Trump Junior, sagte bei Fox News: «Er nimmt es natürlich ernst, aber er ist ein Kämpfer.» Er zeigte sich erstaunt, dass sein Vater das Virus bekommen konnte. «Wenn er es bekommen kann, kann es wahrscheinlich jeder bekommen.»

Trump regiert weiter – Vize-Präsident Pence springt nicht ein

US-Vizepräsident Mike Pence plant, seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufzunehmen. Pence war am Freitag nach Angaben seines Arztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Pence müsste einspringen, sollte Präsident Donald Trump seinen Job nicht mehr ausüben können. Angesichts des Krankenhausaufenthaltes stellte die Sprecherin des Weissen Hauses, Alyssa Farah, gegenüber dem Sender ABC News klar, dass der Präsident die Amtsgeschäfte nicht auf seinen Vize übertragen habe.

Wurde negativ getestet: US-Vizepräsident Mike Pence. (Bild: Keystone)
Trump in Spital geflogen – «Es geht mir sehr gut»

US-Präsident Donald Trump ist wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Weissen Haues handelte es sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Ärzte. Trump traf am Freitagabend (Ortszeit) mit dem Helikopter im Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington ein. «Ich denke, es geht mir sehr gut», sagte Trump in einer kurzen Videobotschaft, die er im Weissen Haus aufgenommen hatte und bei seiner Ankunft in der Klinik auf seinem Twitter-Account veröffentlicht wurde.

Beim Verlassen des Weissen Hauses demonstrierte der Präsident vor Kameras, dass er auf den Beinen ist. Er zeigte in Richtung anwesender Journalisten einen Daumen und winkte und ging dann wie gewohnt über den Rasen zum wenige Meter entfernt wartenden Helikopter. Trump trug Anzug und Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz und wurde von Mitarbeitern begleitet, die ebenfalls Masken trugen. Die 50-jährige First Lady blieb im Weissen Haus. Trump sagte in seiner Videobotschaft, seiner Ehefrau gehe es «sehr gut».

Trump werde die nächsten Tage von Büroräumen des Präsidenten in der Klinik arbeiten, erklärte das Weisse Haus. Der Präsident weise nach der Infektion «leichte Symptome» auf. Er sei aber nach wie vor guter Dinge und habe den ganzen Tag über gearbeitet.

Trump bei seiner Ankunft beim Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda. (Bild: Keystone)
Trump reiste viel vor positivem Corona-Test

US-Präsident Donald Trump ist in den Tagen vor seinem positiven Corona-Test viel gereist und war dabei in der Nähe Dutzender Menschen. Unklar ist, wie lange Trump in dieser Zeit bereits ansteckend gewesen sein könnte.

Für Aufsehen sorgte die Entscheidung, am Donnerstagnachmittag noch zu einem Treffen mit Spendern in New Jersey zu fahren, nachdem im Weissen Haus bereits der positive Test von Trumps Beraterin Hope Hicks bekannt war. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany sagte auf Anfrage von Journalisten nicht, wer dies entschieden hatte. Nach Medienberichten war das Treffen in Trumps Golfclub in Bedminster nicht nur unter freiem Himmel – sondern es gab laut Teilnehmern auch ein Treffen im engeren Kreis mit besonders grosszügigen Spendern.

Donald Trump war am Donnerstag trotz positivem Testresultat seiner Beraterin noch an ein Treffen in einem Golfclub gereist. (Bild: Keystone)

Auch am Mittwoch hatte sich Trump bei einer Reise in den Bundesstaat Minnesota mit Spendern getroffen. Bisher wurde nicht bekannt, wie viele Personen an der Veranstaltung in einem Privathaus teilnahmen. Am Abend hielt er noch eine seiner Wahlkampf-Reden am Flughafen der Stadt Duluth – die aber deutlich kürzer ausfiel als vorherige Ansprachen.

Ehemalige Trump-Beraterin Conway hat ebenfalls Coronavirus

Die frühere hochrangige Beraterin von US-Präsident Donald Trump, Kellyanne Conway, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie sei am Freitagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden, schrieb Conway auf Twitter. Sie habe milde Symptome – einen leichten Husten – und fühle sich gut. Sie habe in Rücksprache mit Ärzten die Quarantäne begonnen.

Conway, die Ende August überraschend ihren Rückzug aus dem Weissen Haus angekündigt hatte, nahm am vergangenen Samstag an einer Veranstaltung im Weissen Haus teil. Bei dem Event im Rosengarten hatte Trump die konservative Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Posten am Obersten Gericht der USA vorgestellt. Conway war auf Fotos ohne Masken und in engem Kontakt mit anderen Gästen, darunter an der Seite von Justizminister William Barr, zu sehen.

Weiterer US-Senator mit positivem Corona-Test

Ein zweiter Republikaner im US-Senat ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe keine Symptome und fühle sich gut, teilte Thom Tillis am Freitag mit. Zugleich lenkt seine Infektion weiter die Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung im Weissen Haus am vergangenen Samstag, bei der die konservative Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Posten am Obersten Gericht der USA vorgestellt wurde.

Tillis war dort – genauso wie der zweite infizierte republikanische Senator Mike Lee. Auf Bildern von dem Event war zu sehen, wie Lee sich ohne Maske mit anderen Gästen unterhielt und Hände schüttelte. Die Veranstaltung war zwar unter freiem Himmel im Garten des Weissen Hauses, es war aber gut zu sehen, dass viele Teilnehmer keine Masken trugen und keinen Abstand hielten. Auch der Präsident der katholischen Universität Notre Dame, der anwesend war, teilte am Freitag mit, dass sein Corona-Test positiv ausgefallen sei.

Der US-Senator Thom Tillis hat sich ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt. (Bild: Keystone)
Ehepaar Macron schreibt Genesungswünsche an Donald und Melania Trump

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte haben dem mit Corona infizierten US-Präsidenten Donald Trump und der ebenfalls infizierten First Lady Melania Trump eine gute Besserung gewünscht. «Stay strong and keep going!» (etwa: «Bleib stark und lass Dich nicht unterkriegen!») schrieb Macron am Freitag handschriftlich auf einer Karte, die an «Dear Donald» adressiert und auf Facebook zu sehen war.

Laut Kreisen des Élyséepalastes richtete «Première Dame» Brigitte Macron eine Extrabotschaft an die First Lady der USA – mit den «wärmsten Wünschen» für eine rasche Genesung.

Barack und Michelle Obama senden Genesungswünsche an Trumps

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat Genesungswünsche an Amtsinhaber Donald Trump und First Lady Melania gesendet, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. «Michelle und ich hoffen, dass der Präsident, die First Lady und alle vom Coronavirus betroffenen Menschen im ganzen Land auf dem Weg zur raschen Genesung die Behandlung bekommen, die sie brauchen», schrieb Obama am Freitag auch im Namen seiner Ehefrau auf Twitter.

Offenbar im Hinblick auf die Wahl in einem Monat schrieb Obama, Amerika befinde sich derzeit in einer «grossen politischen Schlacht». «Obwohl viel auf dem Spiel steht, sollten wir nicht vergessen, dass wir alle Amerikaner sind. Wir sind alle Menschen. Und wir wollen, dass jeder gesund ist, unabhängig von unserer Partei.»

Nordkoreas Machthaber Kim wünscht Trump baldige Genesung

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump baldige Genesung von seiner Corona-Infektion gewünscht und sein Mitgefühl bekundet. Er wünsche ihm und der First Lady «von Herzen» eine baldige, vollständige Genesung, heisst es in dem von der Staatsagentur KCNA verbreiteten Schreiben.

Er äusserte die Hoffnung, dass die beiden es «bald überstehen». Kim schloss sein Schreiben mit «herzlichen Grüssen». Trump und Kim haben zwei Gipfeltreffen in Singapur und Hanoi in den Jahren 2018 und 2019 abgehalten und sich ein drittes Mal an der koreanischen Demarkationslinie getroffen.

KIm Jong-Un wünscht Donald Trump und seiner Familie schnelle Genesung. (Archivbild: Keystone)
Corona-Hotspot Madrid abgeriegelt

Der spanische und europäische Corona-Hotspot Madrid ist seit Freitagabend zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt. Nur wider Willen setzte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso um 22.00 Uhr eine entsprechende, äusserst umstrittene Anordnung der spanischen Zentralregierung in Kraft. Neben der Hauptstadt wurden neun weitere Gemeinden des Grossraums Madrid abgesperrt. Man darf diese Städte nur noch mit triftigem Grund betreten oder verlassen – etwa, um zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. Betroffen ist die grosse Mehrheit der 6,6 Millionen Einwohner der «Comunidad Autónoma».

Die Massnahmen sollen zunächst für zwei Wochen gelten. Die konservative Regionalregierung legte allerdings am Freitag beim Nationalen Staatsgerichtshof Einspruch dagegen ein. Sie forderte in ihrem Beschwerdeschreiben, dass die ministerielle Anordnung bis zu einer endgültigen Entscheidung vorläufig ausgesetzt wird.

Im Streit geht es nicht nur um wissenschaftliche oder soziale Aspekte: Die Konservative Ayuso wirft dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez vor, einen «politischen Krieg» zu führen. Sánchez greife in unrechtmässiger Form in die Kompetenzen der Regionen ein. Diese Meinung vertreten auch zahlreiche Juristen.

Ayusos Justiz- und Innenminister Enrique López sagte am Freitag, die Absperrungen würden nicht nur «Chaos, Ungewissheit und Unruhe», sondern auch Einkommenseinbussen von insgesamt zwei Milliarden Euro pro Woche verursachen. Ayuso betonte derweil, die Corona-Zahlen seien in ihrer Region in den letzten Tagen besser geworden.

Trump setzt persönliche Wahlkampfauftritte nach Corona-Infektion aus

Nach einer Infektion mit dem Coronavirus setzt US-Präsident Donald Trump persönliche Wahlkampfauftritte aus. Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien teilte am Freitag mit, alle bereits angekündigten Wahlkampfveranstaltungen unter Teilnahme des Präsidenten würden entweder verschoben oder online abgehalten. Veranstaltungen mit Mitgliedern der Trump-Familie würden ebenfalls verschoben. Bei allen anderen Veranstaltungen werde im Einzelfall entschieden, ob sie stattfinden. Vizepräsident Mike Pence plane, seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufzunehmen. Die Wahl findet am 3. November statt.

Trumps Arzt Sean Conley hatte in der Nacht zu Freitag verkündet, dass der 74 Jahre alte Präsident und First Lady Melania Trump positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Nach Angaben von Trumps Stabschef Mark Meadows weist der Präsident «milde Symptome» auf. Der Republikaner hatte am Samstag und in den kommenden Tagen Wahlkampfauftritte in den Bundesstaaten Florida, Wisconsin und Arizona geplant. Ungeachtet der anhaltenden Coronavirus-Pandemie hatte er in den vergangenen Wochen Wahlkampfauftritte teils vor Tausenden Anhängern absolviert. Pence war am Freitag negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Renato Steffen mit Coronavirus infiziert

Renato Steffen vom VfL Wolfsburg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 28-jährige Offensivspieler ist bereits in häuslicher Quarantäne.

Steffen steht in dem am Freitag publizierten Aufgebot der Schweizer Nati für die anstehenden Länderspiele gegen Kroatien (Testspiel), Spanien und Deutschland (beide Nations League). Er wird der Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic einstweilen nicht zur Verfügung stehen.

Der VfL Wolfsburg meldete Steffens Infektion am Freitagabend auf seiner Homepage. Steffen sei aktuell symptomfrei, heisst es in der Mitteilung. Zum weiteren Vorgehen ist der Verein im engen Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

Vögele plant weitere Filialschliessungen

Der Schuhhändler Karl Vögele AG setzt in der Schweiz den Rotstift an. Das Traditionsunternehmen plant Filialschliessungen in grösserem Umfang, wie CEO Max Bertschinger am Freitag gegenüber AWP in einer Stellungnahme bestätigte.

Zuvor hatte «Blick.ch» über die Schliessung von mehr als 60 der 160 Filialen berichtet. «Die genannte Summe von 60 Filialen ist eine ungefähre Zahl, die wir so nicht bestätigen können», heisst es in der Stellungnahme. Ein Teil der Schliessungen betreffe die Bingo-Shoe-Filialen. Die Zukunft eines Teils der Standorte sei noch in Verhandlung. Ein weiterer Teil werde seitens der Vermieter umgenutzt.

Auch bei den Auswirkungen auf die Zahl der Stellen macht der Unternehmenschef keine definitiven Angaben. Man sei in Verhandlungen mit dem Betriebsrat. «Es gibt nur eine sehr geringe Zahl an Kündigungen und keine Massenentlassung», betonte Bertschinger. Es bestehe ein Sozialplan, der bis ins Jahr 2022 gelte.

«In diesem Jahr hat es fast keine Entlassungen gegeben und 80 Prozent aller Mitarbeitenden aus Filialen, die geschlossen wurden, konnten an anderen Standorten weiterbeschäftigt werden.» Die restlichen Mitarbeitenden würden entweder pensioniert oder hätten sich auf persönlichen Wunsch hin neu orientiert.

Negativer Corona-Test für Biden

Der Coronavirus-Test beim demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ist am Freitag negativ gewesen. Das teilte sein Arzt Kevin O’Connor mit. Das sei auch bei seiner Ehefrau Jill Biden der Fall. Biden und der infizierte Amtsinhaber Donald Trump standen am vergangenen Dienstag in ihrer ersten TV-Debatte auf einer Bühne.

Teile der Niederlande und Schottland zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat ganz Schottland sowie Teile Englands und weite Teile der Niederlande zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert Koch-Instituts wurde am Freitag entsprechend aktualisiert.

Corona-Ausbruch im Durchgangszentrum Urdorf

Im Durchgangszentrum Urdorf wurden mehrere Asylsuchende positiv auf das Coronavirus getestet, wie 20 Minuten berichtet. Mittlerweile seien Bewohner in das ehemalige Pflegezentrum Erlenhof an der Zürcher Lagerstrasse gebracht worden.

Am Freitagvormittag seien zudem notfallmässig Zivilschützer aufgeboten worden, um die Behörden bei der Betreuung der abgewiesenen Asylsuchenden in der Quarantäne zu unterstützen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona-Hotspot Madrid wehrt sich juristisch gegen Abriegelung

Der Streit um die richtige Strategie zur Bekämpfung der Pandemie im Corona-Hotspot Madrid wird nun vor Gericht ausgetragen.

Die konservative Regionalregierung legte nach eigenen Angaben am Freitag beim Staatsgerichtshof Einspruch gegen die Entscheidung der linken Zentralregierung ein, Madrid und weitere neun Gemeinden im Grossraum der Hauptstadt abzuriegeln. Die «Comunidad Autónoma» forderte bis zur endgültigen Entscheidung die vorläufige Aussetzung der Verordnung des Gesundheitsministeriums. Es ist ein Rennen gegen die Uhr, denn laut Verordnung müssen die Absperrungen spätestens an diesem Samstag in Kraft treten.

Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hält eine weitgehende Absperrung der Hauptstadt trotz der höchsten Infektionszahlen in ganz Westeuropa für unverhältnismässig. Sie befürchtet unter anderem schlimme wirtschaftliche Konsequenzen. Sie teilte am Freitag auf Twitter mit, die Zahlen seien in den vergangenen Tagen in ihrer Region deutlich besser geworden. Ayuso betonte allerdings auch, bis zu einer Entscheidung der Justiz werde man die Anordnung von Gesundheitsminister Salvador Illa notgedrungen umsetzen.

New York Times: Trump hat leichte Corona-Symptome

US-Präsident Donald Trump zeigt nach Informationen der New York Times nach seiner Infektion mit dem Coronavirus leichte Erkrankungssymptome. Die Zeitung bezog sich dabei am Freitagmorgen (Ortszeit) auf zwei Personen, die über Trumps Zustand unterrichtet seien. Laut einer von ihnen handelt es sich dabei um Erkältungssymptome. Am Donnerstagabend sei noch über einen Behandlungsplan für den Präsidenten diskutiert worden.

Das Weisse Haus hatte zunächst nur mitgeteilt, dass es Trump und seiner Ehefrau Melania gut gehe – aber nichts dazu gesagt, ob sie Symptome aufwiesen.

Wissenschaftler: Schadenfreude im Fall Trump verwundert nicht

Mehr oder weniger klammheimliche Schadenfreude, weil ein Corona-Skeptiker wie US-Präsident Donald Trump sich nun selbst das Virus eingefangen hat – geht sowas? Der Kulturwissenschaftler Rainer Stollmann von der Universität Bremen wundert sich nicht allzu sehr über solche Gefühle, weil Schadenfreude im menschlichen Wesen angelegt sei – als «eine fast humane Reaktion auf vorgegangene Grausamkeiten».

Der Professor für Kulturgeschichte und Theorien kultureller Prozesse, der seine Habilitation 1995 über «Natur und Kultur des Lachens» verfasste, sagte der Deutschen Presse-Agentur über Schadenfreude angesichts von Trumps Covid-19-Erkrankung: «In diesem Fall trifft sie ja wohl auch den Richtigen. (…) Das ist, als ob der Virus dem Präsidenten einen Streich gespielt hat. Er hat ihn lange geleugnet, er will nichts davon wissen, und dann erwischt’s ausgerechnet ihn. Das ist doch wie ausgleichende Gerechtigkeit.»

Die Psychologin Lea Boecker von der Leuphana Universität Lüneburg sagte der dpa, man empfinde erstens «eher Schadenfreude, wenn das Unglück einer Person passiert, die man als überlegen wahrnimmt». Dies gelte vor allem dann, wenn dieser Mensch seinen hohen Status «durch Dominanz und Einschüchterung erlangt» habe. Zweitens sei für Schadenfreude relevant, ob die betreffende Person «das Unglück verdient hat, weil sie vorher arrogant oder ignorant war». Und drittens sei mitentscheidend, «ob ich die Person mag oder nicht».

Schweizer Bierbrauer wegen Corona-Krise auf Durststrecke

Die Corona-Pandemie hinterlässt bei Schweizer Brauereien einen bitteren Nachgeschmack. Weil Restaurants, Bars und Konzerthallen lange Zeit geschlossen waren, haben sie im ersten Halbjahr deutlich weniger Bier verkauft als im Vorjahr. Die Lust auf das kühle Blonde war aber auch im Lockdown gross.

«Vor allem der Absatz in der Gastronomie dürfte im ersten Halbjahr um rund 40 Prozent zurückgegangen sein», sagte der Geschäftsführer des Schweizer Brauerei-Verbandes (SBV), Marcel Kreber, gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Am dramatischsten war der Einbruch laut Kreber im Monat April, in dem die Bierverkäufe in der Gastronomie um gut 80 Prozent abnahmen.

Merz: Erkrankung Trumps «fast eine kleine Ironie der Geschichte»

Die Corona-Erkrankung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump wird nach den Worten des Bewerbers um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, den US-Wahlkampf stark beeinflussen. Die Wahlen seien in einem Monat, die Hälfte der verbleibenden Wahlkampfzeit werde folglich «unter völlig anderen Bedingungen ausgetragen werden», sagte Merz am Freitag dem TV-Sender welt-tv.

Man müsse auch abwarten, wie stark der Präsident infiziert sei. Und man müsse abwarten, was mit dem Mitbewerber Joe Biden geschehe. Beide seien ja längere Zeit in einem TV-Duell beisammen gewesen.

Es sei «fast eine kleine Ironie der Geschichte», dass der Mann, der das Virus am längsten geleugnet habe, jetzt selber betroffen sei, sagte Merz, der vor einiger Zeit ebenfalls coronainfiziert war. Er wünsche Trump trotz aller Meinungsverschiedenheiten bei Stil und Umgang miteinander gute Besserung – und ebenso seiner Frau Melania. Man denke in solch einer Zeit über manches nach und werde demütiger. Für Trump und seine Frau sei zu hoffen, dass sie die Erkrankung ernst nehmen und entsprechend Konsequenzen ziehen im Umgang mit Corona und der Versorgung der Bevölkerung.

Nach Corona-Infektion von Trump: US-Vizepräsident Pence ist negativ

Nach Bekanntwerden der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump ist ein Test bei dessen Vize Mike Pence negativ ausgefallen. Pence werde seit Monaten täglich auf das Coronavirus getestet, erklärte sein Sprecher Devin O’Malley am Freitag auf Twitter. Der 61-Jährige sei guter Gesundheit. Auch der Test seiner Frau Karen sei negativ gewesen. Offen liess O’Malley, ob Pence und seine Ehefrau sich vorsorglich in Quarantäne begeben würden.

Pence müsste einspringen, sollte Trump seine Amtsgeschäfte nicht ausüben können. Der Leibarzt des Präsidenten hatte Freitagnacht mitgeteilt, dass er erwarte, dass Trump seinen Pflichten trotz der Infektion ohne Unterbrechung nachkommen könne. Allerdings ist Trump mit seinen 74 Jahren Risikopatient. Es war zunächst unklar, ob er Symptome zeigte.

Weiterer möglicher Corona-Impfstoff wird klinisch geprüft

In Deutschland beginnt die klinische Überprüfung eines weiteren Corona-Impfstoffs. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut genehmigte einer Mitteilung vom Freitag zufolge die klinische Phase-I-Studie eines Impfstoffs der ostdeutschen IDT Biologika.

 

Ein weiteres Pharmazie-Unternehmen ist bereit, seinen Impfstoff in die klinische Testphase zu schicken. (Bild: Keystone)

«Die Erprobung von Impfstoffkandidaten am Menschen ist ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg zur Zulassung von unbedenklichen und wirksamen Impfstoffen gegen COVID-19», erklärte das Institut. Dessen Präsident Klaus Cichutek erwartet, dass erst Anfang 2021 Impfstoffe in Europa an den Start gehen können: «Wir gehen ganz klar davon aus, dass die Impfstoffe nach neusten Erhebungen der Europäischen Arzneimittelagentur in Europa (…) die Zulassung eher zu Beginn nächsten Jahre erhalten werden.»

Nach der Genehmigung durch den Regulierer kann das von IDT Biologika zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickelte Mittel auf Sicherheit, Verträglichkeit und auf seine spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht werden.

Corona-Krise trübt Aussichten fürs Weihnachtsgeschäft

Die Corona-Krise wirft auch bereits für die Weihnachtszeit ihre Schatten voraus: Laut einer Umfrage des Branchenverbands Swiss Retail Federation müssen sich die Detailhändler in der für sie wichtigen Umsatzzeit auf weniger Einkaufslustige in Innenstädten und tiefere Ausgaben einstellen.

Das Weihnachtsgeschäft dürfte unter der Corona-Krise leiden. (Bild: Keystone)

Mehr als die Hälfte der Befragten (54%) etwa wollen für Weihnachtskäufe weniger in die Innenstadt oder in Kaufhäuser gehen als in den Vorjahren, wie Swiss Retail Federation am Freitag mitteilte. Etwa jeder sechste Schweizer (15%) verzichtet demnach sogar ganz auf den Gang in die Innenstadt oder in die Kaufhäuser. Alles zum Thema lesen Sie hier.

UN-Generalsekretär Guterres wünscht Ehepaar Trump gute Besserung

UN-Generalsekretär António Guterres hat dem mit dem Coronavirus infizierten US-Präsidentenpaar Genesungswünsche ausgerichtet. Der UN-Chef sende seine besten Wünsche an Donald und Melania Trump für eine «schnelle und vollständige Genesung», teilte ein Sprecher von Guterres am Freitag in New York mit. Zuvor war bekannt geworden, dass sich der US-Präsident und seine Ehefrau gut vier Wochen vor der Wahl mit dem Coronavirus angesteckt haben. Nach Angaben von Leibarzt Sean Conley geht es Trump gut.

Doomsday Planes in der Luft

Nachdem US-Präsident Donald Trump positiv auf das Coronavirus getestet wurde, flogen zwei Flugzeuge des Typs E-6B Mercury der U.S. Navy in der Luft, wie «Forbes» berichtet. Es sind sogenannte Doomsday Planes. Diese sind im Notfall nukleare Gefechtsstützpunkte dienen, sollte der Präsident in Gefahr sein oder eine ernsthafte Bedrohung bestehen.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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