Die deutschen Behörden warnen nicht mehr vor einer Reise in den Kanton Freiburg. (Bild: Keystone)
International

Deutschland passt Liste mit Corona-Risikogebieten an

Die deutsche Regierung hat den Kanton Freiburg von der Corona-Risikoliste genommen. Dieser Kanton gilt damit aus Sicht Deutschlands nicht mehr als Risikogebiet.

Das Robert Koch-Institut aktualisierte am Mittwochabend seine Risikoliste. Wegen steigender Infektionszahlen hat das Institut ganz Belgien, Island und einzelne Regionen in neun weiteren europäischen Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Erstmals stehen mit Wales und Nordirland auch Gebiete Grossbritanniens auf der Liste. Nach wie vor auf der Liste stehen seit dem 9. September die Kantone Genf und Waadt, während Freiburg von der Liste genommen wurde. Die Liste der Behörden finden Sie hier.

In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) hinzu. Damit ist im grössten Nachbarland Deutschlands nur noch die einst besonders stark von der Pandemie betroffene Grenzregion Grand Est von der Einstufung als Risikogebiet ausgenommen.

Belgien als ganzes Land auf der Liste

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Erstmals nahm die Bundesregierung Gebiete in den beiden baltischen Staaten Litauen und Estland auf die Risikoliste. Ausserdem kamen Regionen in Irland, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Rumänien hinzu. Für die kroatischen Urlaubsziele Zadar und Sibenik-Knin wurde der Status als Risikogebiet aufgehoben.

Reisewarnungen vorerst für drei Länder

Dass deutsche Auswärtige Amt veröffentlichte noch am Abend eine Reisewarnungen für Belgien, Rumänien und Litauen im Internet, die anderen Risikogebiete sollten noch in der Nacht folgen. Die Einstufung als Risikogebiet und die anschliessende Reisewarnung erfolgen, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100’000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für die Konsumenten: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Mit den neuen Entscheidungen der deutschen Regierung sind nun 17 von 27 EU-Länder zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Belgien, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz. Island gehört nicht zur Europäischen Union aber zum grenzkontrollfreien Schengen-Raum.

Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht auf der Risikoliste steht. Aber auch dort steigen die Infektionszahlen. Unter den neun EU-Ländern ohne Corona-Risikogebiet sind die beliebten Urlaubsländer Italien, Griechenland, Malta und Zypern.

Pauschale Reisewarnung für Länder ausserhalb der EU aufgehoben

Nach mehr als einem halben Jahr hat die Bundesregierung zudem die pauschale Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder ausserhalb der Europäischen Union aufgehoben. Jedes Land der Welt wird nun einzeln bewertet – so wie bisher bereits die Länder der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums. Eine Reisewarnung wird nur noch für die Länder ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Das gilt derzeit für mehr als 130 Länder ganz oder teilweise.

Für etwa 50 weitere Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen oder eine Ausreisesperre in die EU. Zu dieser Staatengruppe gehört beispielsweise das beliebte Winterurlaubsland Thailand, wo es kaum Corona-Infektionen gibt, aber ausländische Touristen auch nicht einreisen dürfen.

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