Bernhard Burgener beugt sich dem Druck der Fans. (Bild: Keystone)
Basel

«Endlich» und «ändert eh nichts» – Burgeners Rückzug spaltet FCB-Fans

Seit Dienstag ist klar: Burgener wird sich nicht mehr als Präsident des FCB zur Wahl stellen. Die Telebasel-Community ist erleichtert, bleibt aber skeptisch.

Zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern wird sich auch Bernhard Burgener aus dem Vereinsvorstand des FC Basel zurückziehen. Damit wagt Burgener den ersten Schritt in die richtige Richtung, nämlich auf die Fans zu. Diese kritisierten den Präsidenten seit geraumer Zeit mit Transparenten, Postern und Wegweisern öffentlich: «Zyt zum goo!», hiess es.

Der Frust der Fans war gross, nun scheint – zumindest bei der Mehrheit – Erleichterung einzukehren. Und die Wogen zwischen Klub und Fans sollten bis auf weiteres geglättet sein, auch wenn es nur ein «halber» Abgang des kritisierten Vorstands ist.

Die Telebasel-Community spekuliert auf Facebook bereits darüber, was der Abgang Bernhard Burgeners für ihren Lieblingsklub bedeuten wird. Und die Mehrheit gibt einen Daumen hoch:

Dass es langsam an der Zeit gewesen sei, meint auch diese Userin:

Wiederum andere Stimmen sind skeptisch. Sie denken, dass der Rückzug von Bernhard Burgener als Präsident wohl nicht viel verändern wird:

Eine andere Userin wünscht sich, dass der Mehrheitsaktionär weiter zurücktritt: «Jetzt nur noch die Mehrheit abtreten, und ich könnte Sie fast sympathisch finden, Herr Burgener». Sie hofft ausserdem auf einen Nachfolger, der dem Verein wieder «Leben einhauchen» kann.

Andere verschaffen ihrer Freude, hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen im Vorstand des FCB, auf andere Art und Weise Audruck. Mit einem schlichten «Das wurde aber auch Zeit», gefolgt davon:

(GIF: Giphy)

Nun scheint, dass sich nicht alle einig darüber sind, was der Rückzug Burgeners für den Klub genau bedeutet und wie viel sich tatsächlich ändern wird. Das wird sich wohl erst noch zeigen. Klar ist, dass der Druck im Hinblick auf die Generalversammlung erstmal abgeschwächt ist. Es wird am 9. November 2020 also keinen Showdown geben.

2 Kommentare

  1. Der Rücktritt von Herr Burgener,kommt zum „richtigen Moment „48 Stunden vor dem nächsten wichtigen Spiel,Frage mich Ernsthaft was der Herr Burgener für Berater hat,oder was er damit bezwecken wil!Report

  2. Das einzige was die Initianten, David Frei, Patrick Fassbind, Tobias Adler und die Vereinsmitglieder an der 126. GV ändern können, sind die Menschen im Vorstand.

    Der Verein ist von der AG finanziell Abhängig.
    Um auf Augenhöhe mit der AG zu verhandeln, braucht der Verein die finanzielle Unabhängigkeit. Das Defizit war im 2019 CHF -610’346.85. Um das Defizit des Vereins aus eigener Kraft zu finanzieren, müsste der jährliche Mitgliedbeitrag von CHF 100.00 auf mindestens CHF 172.00 (bei 8‘500 bezahlenden Mitgliedern) erhöht werden.

    Reto Baumgartner, Dominik Donzé und Benno Kaiser stellen sich zur Wiederwahl aber keine der drei ist und war für Vereinsmitglieder je greifbar und was für Funktionen diese haben ist auch nicht bekannt.

    Wenn schon ein Neuanfang, dann mit einem komplett neuen Vorstand.

    Die Vereinsmitglieder, die sich an der 126. GV zur Wahl in den Vorstand bewerben, müssen sich Bewusst sein, dass die Vorstandsarbeit unentgeltlich ist und dass die Koordination zwischen der Jugendmannschaft und der FC Basel 1893 AG, ein nicht zu unterschätzender Zeitaufwand bedeutet.

    Es liegt jetzt an den zukünftigen Vorständen was sie aus unserem Verein FC Basel 1893 machen.Report

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