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Der Telebasel-News-Beitrag vom 29. September 2020.
Basel

Glaibasler Charivari 2021 fällt Corona zum Opfer

Die Schutzmassnahmen seien zu einschneidend, das wirtschaftliche Risiko zu gross: Der Vorstand des Charivari beschliesst, die Ausgabe 2021 ausfallen zu lassen.

Der Charivari-Vorstand hat entschieden, das Glaibasler Charivari 2021 nicht durchzuführen. Dies schreibt er am Dienstag in einer Mitteilung. «Die voraussichtlich zu erfüllenden Schutzmassnahmen verändern den Geist des Charivari derart einschneidend, dass die Organisatoren nicht mehr dahinter stehen können», so die Begründung. Hinzu komme das unkalkulierbare wirtschaftliche Risiko, da nicht abzuschätzen sei, unter welchen Umständen die Zuschauer bereit wären, die Veranstaltung zu besuchen. «Das damit verbundene wirtschaftliche Risiko können die Veranstalter nicht verantworten.»

Das Charivari lebe von seiner Volksnähe und sei bekannt für eine unbeschwerte Atmosphäre, wie der Vorstand weiter schreibt: Die Veranstaltung stimmt seit über 40 Jahren auf die «drey scheenschte Dääg» ein und sorgt beim Publikum und den Mitwirkenden jeweils für grosse Begeisterung. Auch im kommenden Jahr hätte der beliebte Vorfasnachtsanlass mit pointierten Raamestiggli, fasnächtlich-musikalischen Klängen und treffsicheren Schnitzelbankversen die Zuschauer erfreuen sollen.

«Fasnächtler-Herz schmerzt enorm»

«Doch die andauernden Unsicherheiten lassen eine zuverlässige Planung und Umsetzung in einem Charivari-würdigen Rahmen nicht zu», so die Organisatoren. «Sowohl Besucher wie auch Mitwirkende müssten zu viele Abstriche machen und die für das Charivari bekannte fasnächtliche Stimmung könnte somit nicht im gleichen Stil aufkommen – nicht nur während der Vorstellung im Saal, sondern auch hinter der Bühne sowie vor und nach der Show im Foyer».

Das vollständige Interview mit Charivari Obmann Walter F. Studer

«Wir haben uns diesen Entscheid nicht leicht gemacht. Unser Fasnächtler-Herz schmerzt enorm. Doch unter den gegebenen Umständen sehen wir keine Möglichkeit für eine seriöse Planung sowie für eine Durchführung, die dem Geist des Charivari entsprechen würde. Wir sind aber zuversichtlich und setzen alles daran, dass wir im 2022 unsere Zuschauer wieder mit vorfasnächtlicher Unterhaltung begeistern dürfen», sagt der Obmann Walter F. Studer.

(Noch) grünes Licht bei anderen Veranstaltungen

Bei den weiteren Vorfasnachtsveranstaltungen gibt es derweil keine definitiven Neuigkeiten. So soll das «Ridicule» wohl stattfinden, ausser es gibt wieder ein Berufsverbot von der Regierung, wie es auf Fasnacht.ch heisst. Ähnlich sieht es beim Läggerli aus.

Das Mimösli steht derweil aktuell fest im Plan beim «Häbse-Theater». Das Kindercharivari und das Fasnachtshuus sollen ebenso an ihren Plänen festhalten. Das Rotstab-Cabaret in Liestal findet ebenfalls statt, wie stand heute auch der Kellerstraich im Marionettentheater. Auch das Drummeli soll dieses Jahr auf jeden Fall durchgeführt werden – wie, ist aber noch unklar.

1 Kommentar

  1. Auch mir blutet das Herz, aber trotz allem wünsche ich den Machern alles gute und bleibt Gesund. Vorallem nach dem nicht Charivari ist vor dem Charivari. Freue mich auf das 2022, und dann voll .Report

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