Stehen hier tatsächlich irgendwann Gebäude, die Menschen Schutz liefern? Ein wichtiger Schritt in diese Richtung gelang zumindest Forschern in Singapur. (Bild: Keystone, NASA)
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Dank Fischen soll der Mensch bald auf dem Mars bauen können

Forschern in Singapur ist ein Durchbruch für die mögliche Marsbesiedlung gelungen. Mit Chitin und Mineralien soll ein effizienter Baustoff produziert werden.

Seit Jahrzehnten beschäftigt sich die Menschheit mit der Möglichkeit, den Mars zu besiedeln. Ein wichtiges Puzzleteil für eine erfolgreiche Besiedlung des Planeten scheint nun gefunden. Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, wie die Menschen der Zukunft auf dem roten Planeten später Werkzeuge und Baumaterialien herstellen könnten.

In einem Experiment haben die Wissenschaftler das chemische Element Chitin – das man in Fischen und Insekten der Gattung Gliederfüssler findet, mit Mineralien gemischt. Diese Mineralien gleichen denjenigen Stoffen, die man bisher auf dem Mars gefunden hat, wie wired.com schreibt.

Das Experiment an der Singapore University of Technology und Design verlief erfolgreich. Die Entwicklung des Stoffes benötige sehr wenig Energie und man müsste keine spezielle Ausrüstung dafür auf den Mars fliegen.

Hohe Effizienz

Ursprünglich sollte das Material entwickelt werden, um Ökosysteme in Städten zu unterstützen. «Aber wegen der Effizienz des Materials birgt es auch die effizienteste Methode, um Materialien in geschlossenen, künstlichen Ökosystemen zu produzieren», so Javier Fernandez, Co-Autor der Studie. So soll die Produktion auch auf einem lebenslosen Planeten oder Satelliten funktionieren.

Die Erkenntnis liefert einen wichtigen Schritt im Aufbau möglicher Infrastruktur auf dem Mars oder bei anderen Standorten: Mit Beton zu arbeiten bedeute beispielsweise einen grossen Aufwand. Dies, weil das Material zur Herstellung viel Wasser braucht. Dabei ist Wasser nicht nur ein wertvolles Gut – je mehr Material transportiert werden muss, desto teurer werden die Missionen: Zirka 10000 Dollar pro Pfund Gewicht kostet es, Material allein in die Umlaufbahn der Erde zu befördern.

Auch auf dem Mond könnte das neu kreierte Material zum Einsatz kommen. Schon länger planen Forscher, auf dem Mond eine Basis zu bauen. Bisherige Pläne beinhalten komplexere Projekte mit zahlreichen chemischen Materialen sowie Wasser.

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