Corona trifft auch den Basler Zolli hart. (Bild: Keystone)
Basel

Corona-Krise kostet den Zolli drei Millionen Franken

82 Tage Lockdown schenken beim Zolli gehörig ein. 5,5 Millionen Franken Umsatzverluste werden verzeichnet – doch ein Teil davon kann abgefedert werden.

82 Tage war der Zolli während des Lockdowns geschlossen. Keine Einnahmen im Zeitraum vom 15. März bis zum 7. Juni: Das schlägt sich auf die Finanzen nieder, schreibt die «bz».

Insgesamt erwartet den Zolli einen Verlust von 5,5 Millionen Franken. Durch Erträge aus dem Shop und dem Restaurant in der Höhe von eineinhalb Millionen und der Kurzarbeitsentschädigung von einer halben Million Franken konnte der Verlust bisher auf 3,4 Millionen verringert werden.

«Für den Zolli war es auch darum schwierig, weil er wie alle Zoos und botanischen Gärten von den Hilfspaketen des Bundes im Kulturbereich ausgeschlossen wurde», sagt Sonja Kuhn, Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Situation bleibt schwierig

Auch jetzt noch wirke sich die Pandemie auf die Besucherzahlen und Veranstaltungen im Zoo aus. Geholfen hätten die vermehrten Besuche während den Sommerferien. Doch die Situation bleibe schwierig, so Kuhn.

Beim Staat hat der Zolli bisher noch nicht um eine Corona-Unterstützung gebeten. Bisher könne man alles mit eigenen Geldern decken. Somit bleibt es bei den 1,45 Millionen Franken, die der Zolli jährlich vom Kanton Basel-Stadt erhält.

Die aktuelle finanzielle Lage ist stabil. Der Zoo Basel verfügt über zweckbestimmte Fonds in der Höhe von 66 Millionen Franken und finanziert sich zu 96 Prozent selbst. Schenkungen und Patenschaften mit privaten Partnern fliessen mit 25 Prozent in die Eigenfinanzierung mit ein. Andere wesentliche Geldquellen sind Eintritte und Abonnements. Welche längerfristigen Konsequenzen der Verlust auf die finanzielle Stabilität des Zollis haben wird, wird sich noch zeigen.

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