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Der Telebasel News-Beitrag vom 28. September 2020.
Baselland

Schönenbuchs neuer Gemeinderat ohne Kandidatur gewählt

In Schönenbuch wurde ein Gemeinderat gewählt, der gar nicht kandidiert hat. Ob André Knubel im Amt bleiben will, ist deshalb noch unklar.

Am Abstimmungssonntag gibt es immer wieder Überraschungen. Manchmal gibt es gar Wahlen neben den Abstimmungen. Gewählt zu werden, ohne kandidiert zu haben ist dennoch aussergewöhnlich. Telebasel traf André Knubel vor dem Gemeindehaus in Schönenbuch, wo es schwarz auf weiss am Aushang steht: Er wurde zum Gemeinderat gewählt. Und das mit überwältigender Mehrheit von 43 Stimmen.

Das sind doppelt so viele Stimmen wie der Zweitplatzierte erhielt. Doch André Knubel wollte gar nicht gewählt werden, oder? «Es ist nicht so, dass ich nicht gewählt werden wollte, sondern ich habe mich nicht zur Verfügung gestellt. Wenn man gewählt wird, ist das immer ein schönes Ereignis.», erwidert er zur Verwirrung des Telebasel Reporters Alex Kälin.

André Knubel war bereits für 15 Jahre im Gemeinderat und hat diesen Sommer das Amt an den Nagel gehängt. Um den Posten im fünfköpfigen Gremium riss sich aber auch sonst keiner. Niemand kandidierte offiziell, nun wurde Knubel also wiedergewählt.

Seit 24 Stunden Gemeinderat

Annehmen muss er die Wahl aber nicht explizit: «Wenn man in den Gemeinderat gewählt wird, dann ist man mit der Wahl im Amt. Es ist keine Frage von Annahme oder Ablehnung.», so André Knubel. Viel mehr müsse er aktiv zurücktreten, wenn er denn wolle. «Seit 24 Stunden bin ich wieder Gemeinderat in dieser Gemeinde». Ob er wieder zurücktreten wird, weiss er noch nicht.

Im westlichsten Baselbieter Dorf herrscht also weiterhin Unklarheit. Vor allem darüber, wer denn Gemeindepräsident werden soll. Dieser Posten kann nämlich erst besetzt werden, wenn der Gemeinderat komplett ist.

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