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Schweiz

Senioren treten wegen Corona nicht in Altersheime ein

Aus Angst vor Corona meiden Senioren den Eintritt in Altersheime und Frauen kritisieren die «Altherren-Kultur» im Ständerat. Die Schlagzeilen der am Sonntag.

Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

Senioren wollen wegen Corona nicht ins Alters- und Pflegeheim

Das Coronavirus hat die Nachfrage nach Plätzen in Alters- und Pflegeheimen gedämpft. Keinen Bereich der Gesellschaft habe die erste Infektionswelle mit dem Virus härter getroffen, schreibt der «SonntagsBlick». Wer nicht zwingend in ein Alters- oder Pflegeheim wechseln müsse, tue dies derzeit nicht. Viele bereits angemeldete Seniorinnen und Senioren seien aufgrund der Coronakrise nicht eingetreten oder hätten den Eintritt verschoben. Das wirke sich auf die Belegung der Heime aus, die im ersten Halbjahr 2020 landesweit um 3 Prozent gesunken sei, wie eine Umfrage bei 400 Heimen zeige. Die Branche denke über Alternativen wie betreutes Wohnen oder individuelle Tagesangebote nach.

Lufthansa führt Corona-Schnelltests ein

Die Lufthansa führt ab Oktober Schnelltests auf das Coronavirus ein. Der Pharmakonzern Roche bietet solche Schnelltests an. Die Lufthansa bereitet ein entsprechendes Pilotprojekt vor, dessen Ergebnisse auch bei der Swiss Anwendung finden, wie es in Berichten der «NZZ am Sonntag» und der «SonntagsZeitung» heisst. Verbindliche negative Covid-19-Tests vor dem Abflug könnten einen Baustein darstellen, um bilaterale Ausnahmen zum Einreiseverbot zu ermöglichen. Auch der Flughafen Zürich prüft, wie Corona-Schnelltests in den Betrieb integriert werden könnten. Ob die Vorschriften für die Quarantäne für getestete Reisende gelockert werden können, entscheidet das Bundesamt für Gesundheit.

Kantone gehen gegen Corona-skeptische Ärzte vor

In der Schweiz haben vier Kantone Aufsichtsverfahren gegen Ärzte eingeleitet, die sich gegen die Corona-Massnahmen von Bund und Kantonen stellen und diese zumindest teilweise unterlaufen. Das schreibt die «NZZ am Sonntag». Bei den betroffenen Kantonen handle es sich um Luzern, St. Gallen, Graubünden und Aargau. Den Ärzten wird unter anderem vorgeworfen, Dritten eine Dispensation vom Maskentragen ausgestellt zu haben, obwohl dafür keine medizinischen Gründe vorgelegen hätten. Auch andere Verfehlungen stehen im Raum. Weil die Zahl von Ärztinnen und Ärzten zunimmt, die sich kritisch äussern, hat der Branchenverband FMH in einem Schreiben an seine 42’000 Mitglieder verlauten lassen, er stehe vollumfänglich hinter den Corona-Schutzmassnahmen von Bund und Kantonen.

Frauen kritisieren «Altherren-Kultur» im Ständerat

Schon seit langem stören sich Frauen an der Altherren-Kultur im Ständerat. Nun brechen einige Ständerätinnen laut dem «SonntagsBlick» ihr Schweigen. So sagt etwa Lisa Mazzone, Ständerätin der Grünen, sie habe den Eindruck, dass im Rat die Erwartung vorherrsche, dass Minderheiten – Frauen, Junge, Grüne – nicht zu viel Platz einnähmen. Ihr Parteikollegin Céline Vara pflichtet ihr bei. Die Neuenburgerin, die 2019 neu in den Ständerat gewählt worden ist, sagte, es gebe einige Ständeräte, die ein Problem damit hätten, wenn eine junge Frau sage, sie sei mit einer Meinung nicht einverstanden. Es seien zwar nur einige wenige, die so ticken würden. Aber sie beeinflussten die Stimmung im Rat.

Schweizer hielten Tiere im letzten Jahr schlechter

Staatsanwälte, Gerichte und Veterinärämter haben im letzten Jahr in der Schweiz so viele Tierschutzdelikte verfolgt wie seit langem nicht mehr. Laut einer Auswertung der 2019 ergangenen Urteile und Strafbefehle nahm die Zahl der Verurteilungen im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent zu. In den 1’918 Strafverfahren, in denen die «SonntagsZeitung» Einblick hatte, tauchen immer mehr Fälle von Personen auf, die ihre Tiere verwahrlosen lassen. So büssten die Berner Strafverfolgungsbehörden zum Beispiel gesundheitlich angeschlagene Tierhalter, bei denen 30 Vogelkadaver entdeckt wurden.

Diplomaten zahlen tausende Bussen nicht

Die Zahl der Diplomaten in der Schweiz, die wegen Vergehen gebüsst werden, aber ihre Bussen nicht bezahlen, ist hoch. Laut «SonntagsBlick» kassierten im letzten Jahr Botschaftsangestellte sowie Beamte internationaler Organisationen und Konsulate in der Schweiz 9’304 Bussen in der Höhe von insgesamt knapp 700’000 Franken. Mit mehr als einer halben Million Franken entfiel der Grossteil der Strafen auf den Kanton Genf. Nur jeder dritte Verkehrssünder mit einem Diplomaten-Nummernschild hat seine Busse am Ende auch bezahlt. Der Rest weigert sich bis heute. Die Polizei ist machtlos, geniessen die Diplomaten doch in der Schweiz Immunität.

Gymnasien sollen neuen Lehrplan erhalten

Die Gymnasien in der Schweiz starten in den nächsten Tagen eine der grössten Reformen seit langem. Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt, werden in Murten FR gegen hundert Experten in einer Klausur die Grundlagen für das Gymnasium der Zukunft erarbeiten. Der neue Lehrplan soll präziser vorschreiben, was Maturanden in der ganzen Schweiz lernen müssen. Heute gebe es zu grosse Unterschiede in der Qualität der Abschlüsse, zitiert das Blatt Franz Eberle, emeritierter Professor für Gymnasialpädagogik. Das sei auch ein Grund für die unterschiedlichen Gymnasialquoten im Land. Geplant ist eine Ausweitung der Prüfungsfächer. Informatik, Wirtschaft und Recht sollen in den Lehrplan aufgenommen werden. Zur Diskussion steht auch eine Verschärfung der Normen für das Bestehen der Matura.

1 Kommentar

  1. Senioren werden wegen Corona in ihre Zimmer verbannt. Sie müssen dort noch extra bezahlen für einen Telefonapparat und Mineralwasser. Hahnenburger ist zu gefährlich. Schwerhörige können wegen der Masken noch weniger verstehen als vorher. Das kann nie mehr wieder gutgemacht werden!
    Dafür wird die Fassade saniert.Report

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