Valtteri Bottas gewann zum zweiten Mal den Grand Prix von Russland. (Bild: Keystone)
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Bottas‘ Sieg – Hamiltons leichtsinniger Fehler

Valtteri Bottas gewann zum zweiten Mal den Grand Prix von Russland. Er siegte im Mercedes vor Max Verstappen im Red Bull und seinem Teamkollegen Lewis Hamilton.

Valtteri Bottas gewann zum zweiten Mal den Grand Prix von Russland. Der Finne siegte im Mercedes vor Max Verstappen im Red Bull und seinem Teamkollegen Lewis Hamilton.

Bottas siegte auch im laufenden Jahr zum zweiten Mal, nachdem er Anfang Juli beim Saisonauftakt den Grand Prix von Österreich für sich entschieden hatte. In Sotschi hatte er vor drei Jahren schon gewonnen, in der folgenden Saison war er erneut der Beste, musste den Sieg auf Geheiss der Teamleitung von Mercedes aber Hamilton überlassen. Insgesamt war es für Bottas der neunte Sieg in der Formel 1.

Bottas übernahm nach 11 der 53 Runden die Führung von Hamilton, der ein weiteres Mal mit der Rennleitung ins Gehege kam. Nach Übernahme des Spitzenplatzes blieb Bottas ungefährdet. Den zweitplatzierten Verstappen hielt er jederzeit sicher auf Distanz.

Der aus der Pole-Position gestartete Lewis Hamilton brachte sich durch eigenes Fehlverhalten um die Chance, zum 91. Mal ein Formel-1-Rennen zu gewinnen und damit den Rekord von Michael Schumacher zu egalisieren. Die Stewards sanktionierten den Weltmeister wegen eines Startversuchs ausserhalb der vorgesehenen Zone am Ende der Boxengasse. Weil er gleich zweimal an einer nicht genehmigten Stelle innehielt, wurden gegen ihn zweimal fünf Sekunden als Strafe ausgesprochen. Die zehn Sekunden sass Hamilton im Zuge seines Zwischenhalts zum Reifenwechseln ab. Durch die zusätzliche Standzeit fiel der zu jenem Zeitpunkt führende Engländer an die elfte Stelle zurück.

Es war bereits das vierte Mal in dieser Saison, dass Hamilton von der Rennleitung belangt wurde. Im Grand Prix von Österreich war er um drei Startplätze zurückversetzt werden, weil er im Qualifying der Aufforderung zur Temporeduktion nicht nachgekommen war. Als Verursacher einer Kollision mit Alexander Albon im Red Bull wurden ihm im Spielberg zudem fünf Sekunden auf die Fahrzeit im Rennen aufgerechnet, was ihn im Schlussklassement vom zweiten auf den vierten Platz zurückwarf. Im Grossen Preis von Italien hatte ein unerlaubter Boxenstopp während einer Safety-Car-Phase eine Durchfahrtsstrafe nach sich gezogen.

Das Duo des Teams Alfa Romeo, Antonio Giovinazzi und Antonio Giovinazzi, verpasste die Punkteränge deutlich. Der Italiener belegte Platz 11, der Finne, der mit seiner 323. Teilnahme an einem Formel-1-Rennen zu Rekordhalter Rubens Barrichello aufschloss, kam nicht über Rang 14 hinaus.

Die Fahrer hatten erst einige hundert Meter hinter sich gebracht, als es im Mittelfeld der Fahrerkolonne zweimal krachte und das Rennen durch den Safety-Car neutralisiert werden musste. Carlos Sainz, der im McLaren von der Strecke abgekommen war, schlug beim Wiedereintritt in einer Mauer ein. Lance Stroll im Racing Point landete nach einer leichten Berührung mit dem Ferrari mit Charles Leclerc und einem Dreher in der Begrenzungsmauer.

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