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Sehen Sie hier die Abschiedsfeier mit viel Prominenz im Rückblick. (Video: Youtube/SP Schweiz)
Basel

Polit-Prominenz verabschiedet Helmut Hubacher

Im Basler Volkshaus fand am Donnerstag mit viel Polit-Prominenz die Abschiedsfeier für den verstorbenen ehemaligen SP-Parteipräsidenten Helmut Hubacher statt.

Hubacher starb am 19. August im Alter von 94 Jahren. Im Beisein von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und viel politischer sowie gesellschaftlicher Prominenz hat am Freitag im Basler Volkshaus die Abschiedsfeier für den am 19. August im Alter von 94 Jahren verstorbenen SP-Doyen Helmut Hubacher stattgefunden.

Sommaruga (SP) würdigte das Urgestein der Schweizer Sozialdemokratie und Politik in einer persönlichen Ansprache als Vorbild und als einen der «wichtigsten Vorkämpfer für die politische Gleichstellung». Prägend sei die Nichtwahl seiner Wunschkandidatin Lilian Uchtenhagen als Bundesrätin gewesen. Diese «Ohrfeige» für Hubacher und alle Frauen im Land habe aber etwas in Gang gebracht. «Ohne dich wäre auch ich nicht da, wo ich heute stehe», sagte sie.

Die Begegnungen mit Hubacher hätten sie auch darüber hinaus geprägt, sagte Sommaruga weiter: Sie nannte die Neugierde für das, was in der Welt und in der Schweiz geschehe sowie die Anteilnahme am Leben von anderen. «Von dir habe ich gelernt, was es bedeutet, dass man sich zuerst eine Meinung bildet, bevor man eine Meinung hat.»

Gegenüber Telebasel führte die Bundespräsidentin aus, was Hubacher ihr bedeutete: «Helmut Hubacher war für mich ein ganz wichtiger Mensch, ein Parteikollege, ein Vorbild. Ein Vorbild insofern, dass er sich immer interessiert hat für die anderen Menschen, dass er sich interessiert hat für das politische Geschehen, dass er auf andere Menschen zugehen konnte, auch wenn die eine andere Meinung hatten, er ist im Dialog geblieben. Und gleichzeitig wusste man bei ihm immer, woran dass man ist. Er hat gekämpft für eine gerechtere Welt. Aber er hat das mit den Menschen gemacht und er hat die Menschen auch zusammen gebracht.»

Das ganze Interview mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. (Video: Telebasel)

«Grösster Story-Teller der Schweiz»

Hubachers Kommunikationsfähigkeit und Diskussionskultur hoben als weitere Rednerin und weiterer Redner auch die ehemalige Basler Ständerätin Anita Fetz und der Walliser SP-Politiker und Hubachers Nachfolger als Parteipräsident Peter Bodenmann hervor. Sie habe niemanden gekannt, der den Menschen Politik so gut habe erklären können, sagte Fetz. Hubacher bleibe ihr persönlich als einer ihrer wichtigsten Förderer innerhalb der Partei in Erinnerung.

Bodenmann bezeichnete Hubachers als «wandelndes Meinungsforschungs-Institut» und als den «grössten und erfolgreichsten politischen Story-Teller der Schweiz». Und als jemand, der die Zeichen der Zeit zu verstehen gewusst habe. «Die grösste Leistung von Helmut Hubacher war die Öffnung der Partei für neue Themen und die Integration der 68-Generation in die Partei», sagte er.

Zwischen den Ansprachen spielte das Basler Sicherheitsorchester mit Alt-Nationalrat Rudolf Rechsteiner am Bariton Saxofon unter anderem Melodien von Kurt Weill. Der Auftritt dieses an vielen Basler Gewerkschafts- und SP-Anlässen präsenten Orchesters hatte dem Wunsch des Verstorbenen entsprochen, wie der Basler SP-Kantonalpräsident Pascal Pfister sagte.

Sehen Sie hier ein Interview mit Alt-Nationalrat Rudolf Rechsteiner zu Helmut Hubacher. (Video: Telebasel)

Helmut Hubacher ist am 19. August nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 94 Jahren gestorben. Als Nationalrat Präsident der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz hatte er die Politik der SP und auch parteiübergreifend lange Jahre massgeblich mitgeprägt. Bis kurz vor seinem Tod hatte die auch als Buchautor erfolgreiche Politpersönlichkeit in mehreren Zeitungen vielbeachtete Kolumnen verfasst.

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