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International

Wird jetzt die Quarantäne in der Schweiz verkürzt?

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Schweizer investieren wegen Corona-Krise ins Homeoffice

Die Schweizer haben als Folge der Corona-Krise in ihre Büros zu Hause investiert, wie eine am Mittwoch veröffentlichte und vom Online-Netzwerk Xing durchgeführte Umfrage zeigt.

73 Prozent der Befragten haben in den letzten Wochen im Homeoffice gearbeitet. Rund die Hälfte (54%) der befragten Xing-Mitglieder in der Schweiz hat selbst in technisches Equipment investiert: Die meisten davon (31%) in technische Gadgets wie Headsets, Kopfhörer oder Webcams. Aber auch in neue Computer oder Laptops (8%) und bessere Internetverbindungen (9%) wurde investiert. Weitere Details finden Sie hier.

 

Viele Schweizerinnen und Schweizer investierten während der Corona-Pandemie in ihr Homeoffice. (Bild: Keystone)

SNB intervenierte massiv am Devisenmarkt

Noch nie hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) so stark am Devisenmarkt interveniert wie im laufenden Jahr. Alleine von Januar bis Juni hat sie zur Schwächung des Schweizer Frankens 90 Milliarden Franken in die Hand genommen.

Im bisherigen «Spitzenjahr» 2015 hatte die SNB nach Aufhebung des Euromindestkurses Devisen für 86,1 Milliarden Franken gekauft. 2020 waren es nun im ersten Quartal 38,5 Milliarden Franken und im zweiten Jahresviertel 51,5 Milliarden, wie aus am Mittwoch publizierten Statistiken hervorging.

Die Beschleunigung widerspiegelt auch den Verlauf der Corona-Krise. Seit März betont die Notenbank, dass sie nun «verstärkt» am Devisenmarkt eingreife. Die SNB war gezwungen, ihren Kampf gegen den starken Franken zu intensivieren, da die Anleger in der Krise den «sicheren Hafen» Franken ansteuerten. Das trieb den Franken auf den höchsten Stand zum Euro seit fünf Jahren.

Glarner Budget geprägt vom Wirtschaftseinbruch durch Corona

Die Corona-Pandemie schlägt nun auch auf den Budgetierungsprozess der Kantone durch. Die Glarner Regierung spricht vom grössten Wirtschaftseinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg. Und sie zieht schon ein Sparprogramm in Betracht.

Auf 394 Millionen Franken budgetiert der Glarner Regierungsrat den Aufwand für das kommende Jahr und auf zehn Millionen Franken den Aufwandüberschuss. Das Budget sei geprägt durch die Covid-19-Pandemie und einen massiven Einnahmenrückgang aus dem Nationalen Finanzausgleich schrieb die Regierung am Mittwoch.

Britische Wirtschaft bricht weniger stark ein als vorausgesagt

Die britische Wirtschaft ist im Frühjahr nicht ganz so steil abgestürzt wie bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt brach von April bis Juni im Rekordtempo von 19,8 Prozent ein, wie das Statistikamt in London am Mittwoch mitteilte.

Eine frühere Schätzung hatte ein Minus von 20,4 Prozent vorhergesagt. Die Beschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie hatten zu geschlossenen Fabriken, Geschäften und Pubs geführt.

Der britischen Wirtschaft setzte das stärker zu als etwa der schweizerischen, die mit einem Rückgang um 7,3 Prozent nicht einmal halb so stark einbrach. Das Vereinigte Königreich zählt europaweit die meisten Covid-19-Toten: bislang sind es mehr als 42’000.

KOF-Konjunkturbarometer steigt im September weiter in die Höhe

Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft haben sich im September gemäss Analyse der KOF-Ökonomen weiter aufgehellt. Das KOF-Konjunkturbarometer legte nach dem historischen Einbruch im Frühling den vierten Monat in Folge zu.

Das von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich erhobene Barometer stieg um 3,6 auf 113,8 Punkte, wie es am Mittwoch heisst. Einen vergleichbaren Wert habe der Indikator zuletzt zum Ende der Finanzkrise in den Jahren 2009/10 erreicht. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Deutschland befürchtet explosionsartigen Ansteckungs-Anstieg

In Deutschland wird ein starker Anstieg der Corona-Fallzahlen in Hinblick auf die Herbst- und Wintermonate befürchtet, wie NTV berichtet. Nachdem bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel davor gewarnt hatte, spricht nun auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder davon, dass 20’000 Fälle pro Tag «realistisch» seien. Zum Vergleich: Heute Mittwoch melden die Deutschen Behörden 1800 neue Corona-Fälle. «Man hat gesehen, wie schnell sich das entwickeln kann», sagte Söder zu RTL und NTV. Man dürfe das Infektionsgeschehen nicht länger «kleinreden».

 

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder befürchtet einen explosionsartigen Ansteckungs-Anstieg im Herbst und Winter. (Bild: Keystone)

Swiss wickelt Rückerstattungsanträge bis Ende Juli ab
Die Swiss hat alle bis Ende Juli eingegangenen Rückerstattungsanträge bearbeitet. (Bild: Keystone)

Die Fluggesellschaft Swiss hat bis Ende Juli eingegangene Rückerstattungsanträge abgewickelt. Dabei wurden insgesamt über 1,1 Millionen Anträge bearbeitet und mehr als 585 Millionen Franken zurückerstattet.

Damit seien per Ende September nun alle bis Ende Juli eingegangenen Rückerstattungsanträge von Schweizer Reiseveranstaltern, welche dem Pauschalreisegesetz unterliegen, abgearbeitet, teilte Swiss am Mittwoch mit. Damit seien auch die Auflagen des Bundes erfüllt worden. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Niederländische Regierung stoppt Benelux-Rundfahrt

Verschärfte Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Teilen der Niederlande führen zu einer Beeinträchtigung des Radsport-Kalenders. Das Zeitfahren der Benelux-Rundfahrt vom Mittwoch in Vlissingen musste kurzfristig abgesagt werden.

Die lokalen niederländischen Behörden erlauben auch keine Etappen am Donnerstag (von Philippine nach Aalter) und am Freitag (von Riemst nach Sittard-Geleen). Für diese beiden Teilstücke suchen die Organisatoren in Belgien und Luxemburg, den anderen beiden Austragungsländern der Rundfahrt, nach Alternativen. Für die Etappe vom Mittwoch streuten sie kurzfristig einen ungeplanten Ruhetag ein.

Schweiz nach eigener Messung nicht mehr Risikogebiet

Immer weiter stiegen die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus in der Schweiz während des Spätsommers. Mit bis zu 500 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner innert 14 Tagen wäre die Schweiz in den vergangenen Wochen sogar auf der eigenen Risikoliste vertreten gewesen.

Dieser Trend nimmt nun ab, wie der «Tagesanzeiger» berichtet. Mit 55 pro 100’000 Einwohnern innert 14 Tagen liegt der Wert wieder unter dem Schwellenwert des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Das heisst: Die Schweiz würde nun nicht mehr auf der eigenen Risikoliste stehen. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Corona-Taskforce des Bundes diskutiert Verkürzung von Quarantäne

Wer aus einem Corona-Risikoland in die Schweiz einreist, muss sich aktuell für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die Corona-Taskforce des Bundes diskutiert nun eine Verkürzung auf sechs bis sieben Tage. Entscheiden muss der Bundesrat.

«Wir schauen das wissenschaftlich an», sagte Epidemiologe und Taskforce-Mitglied Marcel Tanner in der Sendung «Club» von Schweizer Fernsehen SRF vom Dienstagabend. Man verstehe in der Taskforce die Forderungen aus der Wirtschaft und der Reisebranche nach einer verkürzten Quarantänezeit. Mehr zum Thema gibt es hier.

Die Schweizer Corona-Taskforce diskutiert, ob die Quarantäne verkürzt werden soll. (Bild: Keystone)

Experte: Wenige Tests auch Grund für niedrige Corona-Zahlen in Polen

Die vergleichsweise geringe Zahl von registrierten Neuinfektionen in Polen kann nach Einschätzung eines Experten auch auf eine nicht ausreichende Anzahl von Tests zurückzuführen sein. Polen habe zwar einerseits im europaweiten Vergleich auch deshalb weniger Fälle, weil durch einen konsequenten Lockdown im März die Zahl der Infizierten von Beginn an niedrig gehalten wurde, sagte der Virologie Krzysztof Pyrc von der Universität Krakau der Deutschen Presse-Agentur. Der zweite Grund: «Diese Werte können auch daraus resultieren, dass nicht genug Tests vorgenommen werden, wodurch es nicht möglich ist, alle Angesteckten zu identifizieren.»

Polen ist das einzige Nachbarland Deutschlands, das bisher vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft wurde. Das Land mit 38 Millionen Einwohnern hatte am vergangenen Freitag mit 1587 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden seinen bisherigen Höchstwert seit Beginn der Pandemie registriert. In Polen werden derzeit täglich rund 23’000 Menschen auf das Coronavirus getestet – etwa genauso viele wie in dem als Risikogebiet eingestuften Tschechien, das mit knapp 10,7 Millionen Einwohnern deutlich kleiner ist.

Biden: Trump hat keinen Plan zur Bekämpfung von Corona

Angesichts von über 200’000 Corona-Toten in den USA hat Präsidentschaftskandidat Joe Biden Amtsinhaber Donald Trump vorgeworfen, dem Kampf gegen die Pandemie nicht gewachsen zu sein. Trump habe schon im Februar über die Gefahr durch Covid-19 Bescheid gewusst, sagte Demokrat Biden bei der ersten TV-Debatte über den republikanischen Präsidenten. «Er hat gewartet und gewartet und gewartet. Er hat noch immer keinen Plan», sagte Biden weiter.

Trump entgegnete: «Wenn wir auf Sie gehört hätten, wäre das Land weit geöffnet gewesen» Er verwies damit auf seinen Einreisestopp für Menschen aus China im Januar. Zur hohen Anzahl an Corona-Toten meinte Trump, es sei völlig unklar, wie viele Menschen wirklich in China und Russland gestorben seien, weil diese Länder die wirklichen Opferzahlen nicht veröffentlichten. Er habe einen «grossartigen Job» gemacht, dies wollten ihm die «verlogenen Medien» aber nicht zugestehen. Biden macht Trump weiter Vorwürfe, dass dieser die Krankenkassen-Kosten während einer Pandemie senken will. Alles zur TV-Debatte lesen Sie hier.

Chinas Industrieproduktion und Dienstleistungen steigen

Chinas Industrie ist im September durch einen Aufschwung im Exportgeschäft gewachsen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) stieg von 51,0 im August auf 51,5 im September, wie Daten des nationalen Statistikbüros am Mittwoch zeigten.

Damit liegt das Barometer weiterhin über der Marke von 50 Zählern, die monatlich Wachstum von Kontraktion trennt. Analysten hatten erwartet, dass es nur leicht auf 51,2 steigen würde. Die Daten signalisieren, dass Chinas Industriesektor sich weiter in Richtung des Niveaus vor der Coronavirus-Pandemie bewegt, da aufgestaute Nachfrage, stimulierungsbedingte Infrastrukturerweiterungen und überraschend robuste Exporte eine Erholung vorantreiben.

 

Die chinesische Industrie verzeichnet im November einen Aufschwung. (Bild: Keystone)

US-Chiphersteller Micron profitiert vom Trend zum Homeoffice

Der US-Chiphersteller Micron Technology profitiert vom Trend zum Homeoffice. Der Umsatz sei im vierten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 6,06 Milliarden Dollar gestiegen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Ohne Sonderposten verdiente Micron 1,08 Dollar je Aktie, was über den durchschnittlichen Erwartungen der Experten von 99 Cent je Anteilsschein lag. Wegen des Trends zum Homeoffice in der Coronavirus-Krise sei der Bedarf an Speicherchips in Datenzentren deutlich gestiegen, hiess es zur Begründung der Umsatzsteigerung.

GlaxoSmithKline-Chefin erwartet Coronavirus-Impfstoff für 2021

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline zeigt sich zuversichtlich, dass 2021 ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. «Ich teile den Optimismus, dass wir im nächsten Jahr eine Lösung haben werden.»

 

Mit GlaxoSmithKline kündigt das nächste Pharmazie-Unternehmen an, bis 2021 einen Impfstoff zu haben. (Bild: Keystone)

Dies sagte GlaxoSmithKline-Konzernchefin Emma Walmsley am Dienstag. GlaxoSmithKline entwickelt derzeit einen Coronavirus-Impfstoff mit seinem französischen Partner Sanofi. Im Fall von positiven Ergebnissen bei einer klinischen Studie peilen sie nach früheren Angaben ein Zulassungsantrag für den Impfstoff im ersten Halbjahr 2021 an.

CureVac startet nächste Phase von Coronavirus-Impfstudie

Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac hat den nächsten Schritt bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten CVnCoV bekanntgegeben. Der erste Teilnehmer an einer klinischen Phase-2a-Studie sei geimpft worden, hiess es in einer Pflichtmitteilung in der Nacht auf Mittwoch. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

CureVac hat den ersten Patienten für die nächste Phase seiner Coronavirus-Impfstudie geimpft. (Bild: Keystone)
Italiens Wirtschaft schrumpft stärker als vorhergesagt

Die italienische Wirtschaft wird nach offizieller Schätzung stärker schrumpfen, als bisher angenommen worden war. Nunmehr werde ein Rückgang des Bruttoinlandprodukts BIP um neun Prozent vorhergesagt – nach einem Minus von acht Prozent im April.

Dies teilte das italienische Finanzministerium am Dienstagabend mit. Das Staatsdefizit werde mit 10,8 Prozent allerdings kleiner ausfallen als bisher mit 11,9 Prozent erwartet, hiess es weiter. Der Wert für das kommende Jahr wurde allerdings auf 7,0 Prozent des BIP erhöht – nach bisher 5,7 Prozent. Das Defizit 2022 dürfte dann bei 4,7 Prozent liegen und 2023 bei 3,0 Prozent, schrieben die italienischen Behörden weiter. Die italienische Wirtschaft leidet – wie fast alle Länder der Welt – unter der Coronavirus-Pandemie.

Disney kündigt rund 28'000 Mitarbeitern
 

Die Parks von Disney blieben wegen der Corona-Pandemie leer. (Bild: Keystone)

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney entlässt wegen anhaltender Belastungen durch die Coronavirus-Krise zahlreiche Mitarbeiter. Der Konzern kündige rund 28’000 Angestellten, teilte Disney-Manager Josh D’Amaro am Dienstag in einem Memo an die Belegschaft mit.

Bei etwa 67 Prozent der betroffenen Beschäftigten handele es sich um Teilzeitmitarbeiter. Der Job-Kahlschlag treffe Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten, hiess es weiter. Dieser Bereich wurde von den Folgen der Coronavirus-Pandemie am stärksten getroffen und verursachte bei dem Konzern bereits hohe Verluste. Alles zum Thema gibt es hier.

US-Regierung einigt sich mit Airlines über Vergabe von Staatshilfen

Die US-Regierung hat mit sieben grossen Fluggesellschaften des Landes eine Vereinbarung über staatliche Finanzhilfen in der Coronavirus-Krise getroffen. Dies teilte das Finanzministerium in Washington am Dienstag mit.

Demnach wurde eine Einigung über die Vergabe von Mitteln aus einem Hilfspaket für die Branche in Höhe von 25 Milliarden Dollar erzielt. Diese Hilfen für die Airlines waren vom Kongress Ende März als Teil des gigantischen Programms gegen die Coronavirus-Krise im historischen Rekordvolumen von 2,2 Billionen Dollar beschlossen worden. Seit Juli verhandelten die Fluggesellschaften mit der Regierung über die genauen Modalitäten der Kredite.

Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel knapp unter kritischer Marke

Die Zahl der in der Corona-Krise schwer Erkrankten liegt in Israel nur noch knapp unterhalb einer kritischen Marke. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mitteilte, wurden zuletzt 778 solcher Fälle registriert. Als kritische Marke für eine Überlastung des Gesundheitssystems hatten Experten zuletzt 800 Schwerkranke genannt.

Israel steckt mitten in einer zweiten Corona-Welle. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte Ende vergangener Woche mit fast 8’500 einen Rekordwert erreicht. (Bild: Keystone)

Israel steckt mitten in einer zweiten Corona-Welle. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte Ende vergangener Woche mit fast 8’500 einen Rekordwert erreicht. Mit einem kompletten Lockdown will die Regierung die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems sichern.

Neuen Corona-Beschlüsse in Deutschland

«Angesichts der sinkenden Temperaturen, des vermehrten Aufenthalts in geschlossenen Räumen in der Herbst- und Winterzeit sowie der drohenden Grippesaison müssen wir jetzt besonders vorsichtig sein», mahnen Bund und Länder in ihrem neuen Beschluss vom Dienstag. «Dies gilt gerade im Bereich der Freizeitgestaltung und privaten Feiern, die sich zuletzt als eine der massgeblichen Ursachen für regionales Infektionsgeschehen gezeigt haben.» Ein Überblick finden Sie hier.

Grossbritannien: Erstmals mehr als 7'000 Fälle an einem Tag

In Grossbritannien sind am Dienstag zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 7’000 neue Corona-Fälle gezählt worden. Insgesamt gab es 7’142 Neuinfektionen, wie die zuständige Regierungsbehörde mitteilte. Zudem verdoppelte sich die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb einer Woche: Lag die Zahl der Todesfälle mit einer Corona-Infektion in der vergangenen Woche noch bei 37 Fällen an einem Tag, waren es am Dienstag 71 Todesfälle. Auch die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern stieg merklich an.

Angesichts der stark steigenden Zahlen gelten in grossen Teilen des Landes wieder schärfere Schutzmassnahmen: So dürfen sich im Nordosten Englands, aber auch in Nordirland und Schottland bis auf wenige Ausnahmen keine Angehörige verschiedener Haushalte mehr treffen. In England müssen Pubs und Restaurants um 22 Uhr schliessen. Premier Boris Johnson wollte am Mittwoch mit führenden Gesundheitsberatern vor die Presse treten.

Komplette Schulschliessungen sollen in Deutschland nicht stattfinden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat betont, dass komplette Schulschliessungen in der Corona-Krise künftig vermieden werden sollen. Schulen und Kitas wolle man «unbedingt betreiben», sagte Merkel am Dienstag nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder zur Abstimmung über die weitere Corona-Strategie.

Schulen und Kitas wolle man «unbedingt betreiben», sagte Merkel am Dienstag nach einer Videokonferenz. (Symbolbild: Keystone)

Es brauche eine Teststrategie für Lehrer und Kinder «und ein bestimmtes Verhalten, wenn ein Infektionsfall auftritt. Hier soll nicht eine ganze Schule geschlossen werden». Merkel verwies auf das Hygienekonzept der Kultusministerkonferenz, das darauf hinauslaufe, dass nicht alle Schüler mit allen Kontakt hätten, sondern nur innerhalb ihres Jahrgangs – «was dann im Gegensatz bedeutet, dass man nicht die gesamte Schule stilllegen muss».

Zu den geplanten Bussgeldern für Falschangaben in Namens- und Adresslisten von Restaurants sagte Merkel: «Falsche Personenangaben, das ist kein Kavaliersdelikt». Deswegen lege man ein Bussgeld von 50 Euro fest.

Steigende Fallzahlen für Merkel Grund zur Beunruhigung

Die steigenden Corona-Neuinfektionszahlen sind nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel ein Grund zur Beunruhigung. Merkel sagte am Dienstag in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder, es gebe einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen vor allem in Ballungsräumen. Ein erneuter Shutdown, also ein weitgehendes Herunterfahren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr, müsse unbedingt verhindert werden. Deshalb werde man regional und lokal zielgenau auf Ausbrüche reagieren.

In den Worten von Kanzlerin Angela Merkel sind die steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland ein Grund zur Beunruhigung. (Bild: Keystone)
Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränkt

Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100’000 Einwohner auftreten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

In Deutschland wurde die Teilnehmerzahl an Feiern in privaten und öffentlichen Räumen auf 50 Gäste beschränkt. (Symbolbild: Keystone)
Berner Ferienmesse fällt 2021 aus - Zürcher Fespo findet statt

Die Ferienmesse Bern fällt 2021 aus. Wegen der Corona-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen soll die älteste Tourismusmesse der Schweiz erst 2022 wieder durchgeführt werden.

Das teilte die Veranstalterin Bernexpo am Dienstag mit. Sie will mit dem frühzeitigen Entscheid «Transparenz und Planungssicherheit gegenüber den Ausstellenden schaffen». Diese seien von den Reisebeschränkungen besonders hart betroffen.

Festgehalten wird an der «Fespo – World of Travel» in Zürich, die ebenfalls von der Bernexpo Groupe durchgeführt wird. Die Veranstalterin setzt nach eigenen Angaben alles daran, die Messe wie geplant vom 14. bis 17. Januar zu veranstalten. Die Situation werde aber fortlaufend beurteilt.

SRG muss 50 Millionen sparen und streicht 250 Stellen

Die Auswirkungen der Corona-Krise erhöhen den Spardruck bei der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft SRG. Das Unternehmen hat deshalb einen Sparplan in Höhe von 50 Millionen Franken angekündigt. Vorgesehen ist ein Abbau von 250 Vollzeitstellen bis 2024.

Mehr dazu hier.

Swiss nimmt im Winter 85 Prozent der ursprünglichen Ziele ins Programm

Die Swiss fliegt ab Oktober neu wieder nach Boston und Johannesburg. Auch München und Wroclaw in Polen werden wieder in den Flugplan aufgenommen. Dagegen werden die afrikanischen Städte Nairobi in Kenia und Daressalam in Tansania im Winter 2020/21 nicht angesteuert.

Insgesamt hat die Swiss 85 Prozent der ursprünglichen Destinationen im Programm, wie sie am Dienstag mitteilte. Dabei werden ab Zürich 67 Ziele angeflogen, ab Genf 21. Allerdings wird dieser Flugplan mit deutlich weniger Flügen als eigentlich geplant umgesetzt. Aufgrund der Vielzahl der Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen liegt er bei 30 bis maximal 40 Prozent des Vorjahres, wie die Swiss bereits in der vergangenen Woche angekündigt hatte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 
Die Swiss fliegt 85 ihrer Reiseziele im Winter wieder an. (Bild: Keystone)
Lara Gut-Behrami nicht an der Swiss-Ski-Werbewoche
Lara Gut-Behrami nimmt nicht an den Werbetagen von Swiss-Ski von dieser Woche in Dübendorf teil. Der mit den Verantwortlichen des Verbandes getroffene Entscheid ist eine Vorsichtsmassnahme.
Weil Spieler-Kollegen von Valon Behrami positiv auf Covid-19 getestet wurden, nimmt Lara Gut-Berahmi sicherheitshalber nicht an den Werbetagen von Swiss-Ski teil. (Bild: Keystone)

Die Tessinerin ist nicht angereist, weil mehrere Spieler und Betreuer des Serie-A-Vereins Genoa, bei dem Valon Behrami, der Ehemann der Tessinerin unter Vertrag steht, positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Weitere Informationen gibt es hier.

225 neue Fälle in der Schweiz

Das BAG meldet am Dienstag 225 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus. Zehn Menschen mussten ins Spital. Zudem wurden zwei Todesfälle verzeichnet. Alle Hintergründe gibt es hier.

Banken haben Personalbestand während Coronakrise leicht erhöht

Die Schweizer Banken haben im ersten Halbjahr 2020 trotz Coronakrise den Personalbestand leicht ausgebaut. Für das zweite Halbjahr planen rund drei Viertel der Finanzinstitute, die Zahl ihrer Angestellten unverändert zu belassen. Im Jahr 2019 hatte sich der Personalbestand noch rückläufig entwickelt, wie das am Dienstag publizierte «Bankenbarometer 2020» der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) zeigt.

2019 hatte sich die Zahl der Stellen im Inland noch um 1,2 Prozent auf 89’531 Personen (Vollzeitäquivalente) zurückgebildet. Wie bereits in den Vorjahren sei ein Teil des Rückgangs damit zu erklären, dass Stellen in Konzerneinheiten verlagert wurden, die nicht von der Bankenstatistik erfasst werden, heisst es. Seit dem Jahr 2011 mit gut 108’000 Personen ist der Inland-Personalbestand rückläufig.

Spengler Cup fällt aus

Der diesjährige Spengler Cup wird abgesagt. Dies berichtet Blick. Seit der Premiere im Jahr 1923 fällt der Wettkampf zwischen Weihnachten und Neujahr damit erst zum fünften Mal aus. «Selbst mit dem besten Schutzkonzept wäre ein Hockeyfest, wie wir es gewohnt sind, nicht realisierbar gewesen», begründet OK-Präsident und HCD-CEO Marc Gianola den Entscheid gegenüber der Zeitung. «Oberste Priorität hatte bei unserer Evaluation stets die Gesundheit der teilnehmenden Teams und dass sie wieder gesund in ihre Heimatländer zurückkehren können. Diese Garantie können wir nicht geben.»

 

Mit dem Spengler Cup fällt ein weiterer Grossanlass in der Schweiz wegen der Corona-Pandemie aus. (Bild: Keystone)

Staats- und Regierungschefs legen «Versprechen für die Natur» ab

Staats- und Regierungschefs aus mehr als 60 Ländern haben mit einer gemeinsamen Erklärung ihre Absicht unterstrichen, sich stärker für den Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt einzusetzen. Sie verabschiedeten am Montag (Ortszeit) in New York am Rande der UN-Generaldebatte gemeinsam ein so genanntes «Versprechen für die Natur».

«Indem wir dieses Versprechen für die Natur unterstützen, verpflichten wir uns nicht einfach nur zu Worten, sondern zu bedeutsamen Taten und gegenseitiger Rechenschaft, um die Krise des Planeten anzugehen», hiess es in dem Dokument.

Zu den Unterstützern gehörten unter anderem Frankreich, Grossbritannien und Deutschland. «Die Biodiversität ist unsere Lebensversicherung: Sie liefert saubere Luft und Wasser, Essen, Baumaterial und Kleidung. Sie schafft Jobs und Lebensunterhalt», sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) per Video-Botschaft. «Und wie die Coronavirus-Pandemie sehr deutlich gezeigt hat, schützt uns eine intakte natürliche Umgebung vor Krankheiten und kann heilen.»

Eine neue App, soll Menschen dabei unterstützen, die Umwelt zu schützen:

Über 8000 neue Fälle in Russland

In Russland sind in den vergangenen 24 Stunden 8232 neue Infektionen registriert worden, wie NTV berichtet. Den offiziellen Angaben zufolge stieg die Gesamtzahl demnach auf 1,168 Millionen. Die Zahl der Toten erhöhte sich derweil um 160 auf 20’545.

Deutschland will wegen Corona erneut hohe Schulden aufnehmen

Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz hat verteidigt, dass er im kommenden Jahr im Kampf gegen die Corona-Krise erneut enorme Schulden aufnehmen will.

«Nicht handeln wäre viel teurer als handeln», sagte er am Dienstag zur Einbringung seines Etatplans im Bundestag. Wenn der Staat im kommenden Jahr nicht noch einmal rund 100 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehme, riskiere er, später noch viel mehr Geld auszugeben und die Zukunft des Landes aufs Spiel zu setzen, sagte der sozialdemokratische Politiker.

Die begonnenen Hilfsprogramme müssten fortgesetzt werden, etwa Überbrückungshilfen für Unternehmen und Kurzarbeitergeld, sagte Scholz. Der Vizekanzler verteidigte zudem die hohen geplanten Investitionen. Diese lösten Ketten für die Zukunft aus, und trügen dazu bei, dass die Wirtschaft schnell wieder wachse.

Während Lockdown hat fast jeder Zweite im Home Office gearbeitet

Der coronabedingte Lockdown hat bekanntlich dem Home Office zu einem Boom verholfen. Nun fasst das Bundesamt für Statistik (BFS) diesen Trend in Zahlen: Zwischen April und Juni hat fast jeder Zweite (44,2%) Angestellte mindestens gelegentlich von zu Hause aus gearbeitet.

Zum Vergleich: Im Vorjahr zur selben Zeit leisteten erst 29,2 Prozent der Angestellten Heimarbeit, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag gestützt auf die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) mitteilte. Details zum Thema gibt es hier.

44 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer arbeitete während des Lockdowns von Zuhause aus. (Bild: Keystone)

«Es ist eine betäubende Zahl»

UNO-Generalsekretär António Guterres hat die Zahl von mehr als einer Million Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, als «qualvollen Meilenstein» bezeichnet. «Es ist eine betäubende Zahl», sagte Guterres laut Mitteilung in New York. «Trotzdem dürfen wir nie die einzelnen Leben aus dem Blick verlieren: Es waren Väter, Mütter, Ehefrauen, Ehemänner, Brüder, Schwestern, Freunde und Kollegen.»

Zuvor war aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgegangen, dass seit Beginn der Coronavirus-Pandemie weltweit bereits mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben sind. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Alle Hintergründe gibt es hier.

US-Forscher: Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Montagabend, 28. September 2020, aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor.

Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Rund ein Fünftel aller erfassten Todesfälle beklagt die USA, wo mehr als 205’000 Menschen starben. In Brasilien sind mehr als 142’000, in Indien mehr als 95’000 Menschen gestorben. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 

US-Forscher bestätigen: Über eine Million Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion wurden bisher verzeichnet. (Bild: Keystone)

Trump: US-Regierung baut Corona-Testkapazität deutlich aus

Rund fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA baut die Regierung von Präsident Donald Trump die Testkapazität in der anhaltenden Corona-Pandemie deutlich aus.

Donald Trump sagte am 28. September 2020 im Weissen Haus, in den kommenden Wochen werde seine Regierung 150 Millionen Coronavirus-Schnelltests verteilen, die binnen 15 Minuten ein Ergebnis lieferten. In der vergangenen Woche hätten die USA den hundertmillionsten Coronavirus-Test seit Beginn der Pandemie ausgeführt – «viel mehr als jedes andere Land», sagte der Präsident.

Die USA erhöhen ihre Testkapazität. (Bild: Keystone)

Trump sagte, 50 Millionen der 150 Millionen neuen Schnelltests sollten bedrohten Bevölkerungsgruppen etwa in Alten- oder Pflegeheimen direkt zugute kommen. 100 Millionen Tests würden den Bundesstaaten zur Verfügung gestellt. Damit sollten Bemühungen unterstützt werden, die Wirtschaft und Schulen in den Bundesstaaten schnellstmöglich wieder zu öffnen und auch offen zu halten.

Weiterer Corona-Fall an den French Open

An den French Open gab es einen weiteren positiven Corona-Fall. Wie die Organisatoren mitteilten, wurden eine namentlich nicht genannte Doppelspielerin und ihre Partnerin ausgeschlossen, weil ihr Trainer positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Schon zuvor hatte es am Grand Slam-Turnier in Paris einige positive Fälle gegeben. Einige Spieler, wie der Spanier Fernando Verdasco oder der Bosnier Damir Džumhur hatten die Organisatoren dafür kritisiert, dass ein einzelnes positives Testergebnis zum Ausschluss führt. Bei Verdasco, der schon im August infiziert war, fiel ein zweiter Test negativ aus, dem er sich auf eigene Initiative unterzog. Das gleiche war bei Džumhurs Trainer der Fall.

An den French Open ist ein weiterer Corona-Fall aufgetreten. Eine Doppelspielerin und ihre Partnerin wurden ausgeschlossen, da ihr Trainer positiv getestet worden war. (Symbolbild: Keystone)
14 Corona-Fälle bei Genoa

Genoa, das Team von Valon Behrami, ist überaus stark von einem Coronavirus-Ausbruch betroffen. Zwei Tage nach der Bekanntgabe, dass der Keeper Mattia Perin positiv getestet worden ist, stieg die Zahl der Infizierten auf 14. Wie der Tabellenzwölfte der Serie A am Montag auf seiner Homepage mitteilte, sind sowohl Spieler als auch Mitarbeiter betroffen.

Noch nicht bekannt ist, wie die Serie A auf den Coronavirus-Ausbruch reagiert. Genoa soll laut Spielplan am Samstag Torino empfangen.

Genoa, das Team von Valon Behrami, hat 14 Corona-Fälle registriert. (Bild: Keystone)
Niederlande verschärfen Corona-Regeln für drei Wochen

Die Niederlande verschärfen angesichts schnell steigender Fallzahlen ihre Corona-Regeln für zunächst drei Wochen. «Jeder hat die alarmierenden Berichte gesehen», sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Montagabend in Den Haag. Daraus müssten jetzt Konsequenzen gezogen werden.

Dazu gehört, dass ab Dienstagabend alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden müssen. Cafés und Restaurants müssen um 22:00 Uhr schliessen und dürfen ab 21:00 Uhr keine neuen Gäste mehr einlassen. Ausserdem dürfen insgesamt nur noch 30 Menschen zugleich in einem Lokal sein, im Freien 40.

Für alle Kontaktberufe wie Friseur oder Masseur ist eine Registrierung der Kunden verpflichtend. Mund- und Nasenschutz wird für Geschäfte empfohlen, ist aber nicht Pflicht. Die Niederlande sind bei Gesichtsmasken bisher sehr zurückhaltend gewesen. Zuhause soll man nur noch drei Gäste empfangen. Ausserdem sollen alle wieder möglichst von zu Hause aus arbeiten.

Der niederländische Premierminister Mark Rutte hat am Montag eine Verschärfung der Corona-Massnahmen verkündet, da die Ansteckungszahlen zuletzt wieder schnell gestiegen sind. (Bild: Keystone)
Deutschland will sich bei Reisewarnungen in EU besser abstimmen

Deutschland will sich bei Reisewarnungen enger mit den EU-Partnern abstimmen. Eine europäische Herangehensweise sei zum Beispiel bei Corona-Schnelltests und Quarantäne-Auflagen nötig, sagte der Tourismusbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Thomas Bareiss, am Montag in Berlin.

Grenzschliessungen – wie zu Beginn der Pandemie – müssten nach Möglichkeit mit regionalen Massnahmen verhindert werden. So sollten mehr Reisen als zuletzt möglich werden. «Es geht um viel», ergänzte Bareiss vor Beratungen der 27 EU-Staaten. Der Tourismus sei in der Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen, über sechs Millionen Menschen machten sich Sorgen, ihren Job zu verlieren.

«Unser Ziel ist es, Reisebeschränkungen auf das notwendige Mass zu begrenzen und den Menschen in Europa wieder eine möglichst grosse Reisefreiheit zu ermöglichen, ohne dabei den Gesundheitsschutz zu vernachlässigen», so Bareiss.

Öffentliche Haushalte nach guten Jahren vor tief roten Zahlen

Die Finanzlage der öffentlichen Haushalte ist 2018 und 2019 laut dem Eidg. Finanzdepartement erfreulich positiv gewesen. Ab 2020 jedoch dürften die öffentlichen Haushalte als Folge der Covid-19-Pandemie die grösste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten zu überwinden haben.

Alle Teilsektoren des Staates hätten 2018 und 2019 Überschüsse erzielt, auch die Gemeinden, die zuvor über mehrere Jahre Defizite auswiesen, heisst es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) vom Montag.

Mit einer Überschussquote von 1,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) erreichten die öffentlichen Haushalte 2018 das beste Ergebnis seit 2008. Alle Teilsektoren erzielten Überschüsse, wobei der Bund mit 0,7 Prozent den höchsten Saldo auswies. Nach neun Jahren mit negativen Ergebnissen schrieben die Gemeinden erstmals wieder schwarze Zahlen.

Corona in Ischgl: Kommission will Bericht am 12. Oktober vorlegen

Der folgenschwere Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Skiort Ischgl und die Rolle der Tiroler Behörden sind von einer Kommission aufgearbeitet worden. Am 12. Oktober wollen die unabhängigen Experten ihren Bericht über das Krisenmanagement der Tiroler Landesregierung vorlegen, wie sie am Montag mitteilten.

Die Kommission war im Mai vom Landtag eingesetzt worden. Dem Land und seiner Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und den Betrieb zu spät gestoppt zu haben.

782 neue Coronavirus-Ansteckungen innert drei Tagen gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag 782 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von drei Tagen gemeldet worden. Zudem registrierte das Amt zwei neue Todesfälle. 26 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Corona-Ausbruch in Neuenburger Alters- und Pflegeheim

In einem Alters- und Pflegeheim im neuenburgischen Couvet haben sich neun von 33 Bewohnern mit dem Coronavirus angesteckt. Hier lesen Sie mehr.

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Pest und Corona lassen Schweinefleischpreise steigen

Auf den Weltmärkten sind die Preise für Schweinefleisch in die Höhe geschossen. Gründe sind die Schweinepest und Logistikprobleme infolge von Corona. Schweizer Produzenten und Konsumenten spüren davon aber wenig.

Ob Würstchen, Schnitzel oder Hackfleisch: Trotz des Trends hin zu vegetarischen Alternativen ist das Schwein vom Teller noch lange nicht verschwunden. Der Pro-Kopf-Verbrauch in der Schweiz zum Beispiel lag 2019 gemäss den Daten der Branchenorganisation Proviande bei über 21 Kilogramm.

Schweinefleisch ist also «Big Business». Doch der Weltmarkt wird derzeit durchgeschüttelt. Nachdem die Preise nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im August 2018 in China heftig stiegen, sorgt nun das Coronavirus für weitere Turbulenzen.

Olympische Spiele Tokio 2021 – Neues Datum für olympischen Fackellauf

Die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio haben den infolge der Coronavirus-Pandemie verschobenen Fackellauf neu ausgerichtet. Der Lauf soll am 25. März in der Gegend von Fukushima beginnen, wie das Olympia-OK mitteilte.

Die in Griechenland entzündete olympische Flamme war im März dieses Jahres in Japan angekommen. Derzeit wird sie in Tokio ausgestellt. Die Stafette wird ab kommendem März durch alle 47 japanischen Präfekturen führen und unter dem Leitmotiv «die Hoffnung erhellt unseren Weg» stehen. Die Eröffnung der Sommerspiele ist für den 23. Juli 2021 terminiert.

Indien hat 6 Millionen Corona-Fälle - noch eine Million hinter USA

Indien hat jetzt mehr als sechs Millionen Corona-Infektionen erfasst – noch rund eine Million weniger als in den USA, wo es die meisten bekannten Fälle gibt. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land. In den vergangenen 24 Stunden kamen nach offiziellen Angaben vom Montag mehr als 82.000 neue Fälle dazu.

Indiens Gesundheitsminister Harsh Vardhan warnte die Bürger seines Landes vor Nachlässigkeit. Ärzte warnen davor, dass sich das Virus in den kommenden Wochen stark verbreiten könnte: Zum einen stehen Wahlen im Bundesstaat Bihar mit 72 Millionen Wählern an und zum anderen mehrere wichtige hinduistische Feste, bei denen sich oft grössere Menschenansammlungen bilden.

(Bild: Keystone)

Indien verzeichnete bisher die drittgrösste Zahl von Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind – mehr als 95.000. Auf die Bevölkerung gerechnet sind dies zwar weniger als in anderen Ländern. Die geringe Todesrate könnte an der besonders jungen Bevölkerung Indiens liegen. Viele Experten gehen aber davon aus, dass viele Tote nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Die Testrate pro Kopf ist in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land noch deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern.

Nasenspray hemmt in Tierversuchen Virus

Die australische Biotechfirma Ena Respiratory erforscht derzeit ein Nasenspray, das das Wachstum von Coronaviren hemmen soll. Das berichtet n-TV. Das Resultat wurde in Tierversuchen nachgewiesen.

Ursprünglich sei der Wirkstoff entwickelt worden, um das menschliche Abwehrsystem beim Kampf gegen Erkältungs- und Grippeviren zu unterstützen.

(Symbolbild: Pixabay)

In einer Studie an Frettchen habe sich dann gezeigt, dass das Spray die Menge der Coronaviren um bis zu 96 Prozent senken könne. In einigen Monaten sollen Tests an Menschen beginnen. Das Spray könne etwa in Kombination mit einem Impfstoff eingesetzt werden.

Virus forderte weltweit mehr als eine Million Todesopfer

Die Zahl der weltweit verzeichneten Todesopfer hat laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP die Marke von insgesamt einer Million Fällen überschritten. So gab es um 00.30 Uhr MESZ genau 1.000.009 Todesfälle. Die Zahl der erfassten Infektionsfälle lag zu diesem Zeitpunkt bei 33.018.877.

(Bild: Keystone)

Die Informationen zu den Zahlen beruhen auf Angaben der Behörden.

Bosch tritt mit schnellem Corona-Test gegen die Konkurrenz an

Der Technologiekonzern Bosch drückt mit einem neuen Corona-Schnelltest aufs Tempo. Das Ergebnis bei dem PCR-Test von Bosch soll bereits nach 39 Minuten feststehen. Damit tritt Bosch gegen die schnelleren Antigen-Tests an.

Normalerweise brauchen PCR-Tests mehrere Stunden bis zu einem Resultat. Antigen-Tests gehen schneller, sind aber nicht so treffsicher wie PCR-Tests. Der gemeinsam mit dem Biotech-Unternehmen R-Biopharm entwickelte Test von Bosch sei nicht nur der schnellste seiner Art, sondern habe auch eine Treffgenauigkeit von 98 Prozent, teilte Bosch Ende letzter Woche mit.

Das erste Testprodukt von Bosch, das Ende März auf den Markt kam, lieferte nach zweieinhalb Stunden ein Ergebnis. Dabei handelte es sich aber um einen Test, der die Proben auf das Coronavirus und auf neun weitere Atemwegserkrankungen untersuchte.

Der Schnelltest von Bosch soll ein bereits nach 39 Minuten das Ergebnis liefern. (Foto: Bosch)

Israels Präsident ruft zum Gedenken an Corona-Tote auf

Präsident Reuven Rivlin hat die Menschen in Israel aufgerufen, am jüdischen Feiertag Jom Kippur der Corona-Toten in dem Land zu gedenken. In einer Ansprache sagte das Staatsoberhaupt am Sonntag, er entzünde eine Kerze und widme den Verstorbenen ein Gebet.

In Israel sind seit Beginn der Pandemie 1’439 Menschen in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am Freitag mit 8’315 ein Rekordhoch erreicht. Als schwer krank wurden zuletzt 719 Menschen eingestuft. Von allen Tests fielen am Samstag 13,7 Prozent positiv aus. Die Regierung sorgt sich um eine Überlastung des Gesundheitssystems, daher gilt in dem Land mit seinen rund neun Millionen Einwohnern derzeit zum zweiten Mal ein kompletter Lockdown.

Medien: Zentralregierung könnte wegen Corona in Madrid durchgreifen

Angesichts der drastisch steigenden Zahl der Corona-Infektionen im Grossraum Madrid prüft die spanische Regierung Medienberichten zufolge, die Hauptstadt auch gegen den Willen der Regionalregierung weitgehend abzuriegeln. Dies werde dann unvermeidlich, wenn die Regionalregierung nicht einlenke und die Massnahme selbst ergreife, berichteten die Zeitung «El País» und der Fernsehsender RTVE am Samstagabend unter Berufung auf Regierungskreise. Das würden die Gesetze für den Fall einer akuten Gesundheitskrise erlauben.

Ein Durchgreifen der linken Zentralregierung gegen die konservative Regionalregierung könnte allerdings den ohnehin sehr aggressiven Dauerstreit zwischen beiden Lagern noch einmal erheblich verschärfen. Eine offizielle Bestätigung der Pläne gab es zunächst nicht.

Festnahmen und Verletzte bei Demo gegen Corona-Massnahmen in London

Bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik sind am Samstag in London 16 Menschen festgenommen worden. Neun Polizisten wurden bei den Protesten von Hunderten Impfgegnern und Gegnern der Corona-Massnahmen nach Polizeiangaben verletzt. Zwei von ihnen mussten mit Kopfverletzungen im Spital behandelt werden.

Die Polizei trieb Protestler auf dem Trafalgar Square auseinander, es kam zu Zusammenstössen. Auch eine Protestgruppe im Hyde Park wurde von der Polizei aufgelöst. Nach Angaben der Polizei hielten die Demonstranten die Abstände nicht ein. Auf Schildern war etwa zu lesen «No to mandatory vaccines» («Nein zur Impfpflicht») oder «Covid-1984» in Anlehnung an George Orwells düsteren Roman «1984».

Grossbritannien gab die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen am Samstag mit 6’042 an. Insgesamt sind in dem Land seit März 430’000 Infektionen nachgewiesen worden. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei fast 42’000, in absoluten Zahlen die höchste in Europa.

Bei einer Demonstration in London gegen die Corona-Massnahmen sind am Samstag 16 Menschen festgenommen worden. (Bild: Keystone)
Marcel Salathé: Corona könnte 2021 nicht mehr schlimmer als Grippe sein

Der Epidemiologe Marcel Salathé, der Mitglied der Corona-Task-Force Wissenschaft des Bundes ist, sieht wichtige Fortschritte bei der Eindämmung des Virus. Bereits Anfang 2021 könne die Schweiz so weit sein, dass Covid-19 nicht mehr schlimmer als eine Grippe sei.

Salathé hatte noch vor einem Monat das Krisenmanagement von Bund und Kantonen heftig kritisiert. Das Testen und das Contact Tracing von Corona-Fällen funktioniere in der Schweiz überhaupt nicht. Alles dauere viel zu lange. Nun sieht Salathé grosse Fortschritte, wie er in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Epidemiologe Marcel Salathé sieht sehr zuversichtlich in die nahe Zukunft: Anfang 2021 könnte sich die Lage entscheidend entspannen. (Bild: Keystone)
Corona-Neuinfektionen in Tunesien knacken 1000er-Marke

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat Tunesien mehr als 1’000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines einzigen Tages registriert. Binnen 24 Stunden seien 1’087 neue Corona-Infektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Tunis mit. 11 Menschen seien gestorben. Das Ministerium warnte vor einer «gefährlichen Situation» im Oktober. Insgesamt registrierten die Behörden in dem nordafrikanischen Land bislang mehr als 14’000 Corona-Fälle und 191 Tote in Verbindung mit Covid-19.

«Wir werden uns bemühen, die Kurve abzuflachen, um das Wiederaufleben des Coronavirus einzudämmen», sagte Ministerpräsident Hichem Mechichi am Samstag. (Bild: Key)

Das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit ist mittlerweile wieder Pflicht. Gesundheitsminister Fausi Mehdi kündigte an, jeder positiv Getestete müsse sich zur Quarantäne in ein Hotel begeben. Für den Anstieg sollen insbesondere auch grössere Hochzeitsfeiern verantwortlich sein. Mehdi sagte, auch die Rückkehr zu strikteren Ausgangsregelungen sei denkbar. Im März hatte Tunesien schon einmal strikte Ausgangssperren verhängt, die Grenzen geschlossen und internationale Flüge ausgesetzt.

Johnson fordert Einigkeit im Corona-Kampf

Angesichts von Spannungen zwischen den USA und China im Kampf gegen das Coronavirus hat der britische Premierminister Boris Johnson zur Einigkeit aufgerufen. «Wir wissen, dass wir so nicht weitermachen können. Wenn wir uns nicht vereinen und unser Feuer gegen unseren gemeinsamen Feind wenden, wissen wir, dass jeder verlieren wird», sagte Johnson am Samstag in seiner Video-Ansprache bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

«Wir wissen, dass wir so nicht weitermachen können», sagte Johnson am Samstag in seiner Video-Ansprache. (Archivbild: Key)

Der erbitterte Streit zwischen Washington und Peking hatte auch die Generaldebatte in den vergangenen Tagen bestimmt. In den letzten Monaten hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften auch wegen der Corona-Pandemie massiv verschlechtert. US-Präsident Donald Trump hatte das Coronavirus unter anderem wiederholt als «China-Virus» bezeichnet. Der Konflikt berührt mittlerweile fast jeden Aspekt der Beziehungen zwischen den beiden Grossmächten. Zudem machte Trump der WHO den Vorwurf, eine Marionette Pekings zu sein, und kündigte offiziell den Austritt aus der Organisation an. Wirksam wird er im Juli nächsten Jahres.

Johnson kündigte zudem eine Erhöhung der Gelder für die Weltgesundheitsorganisation WHO um 30 Prozent an. Demnach solle die Organisation in den kommenden vier Jahren 340 Millionen Pfund aus dem Vereinten Königreich erhalten.

200 Tote täglich im Iran

Der Iran plant wegen eines weiteren Anstiegs der Corona-Neuinfektionen zeitweilige Ausgangssperren. Bei hohen Fallzahlen sollen sollten in betroffenen Provinzen einwöchige Lockdowns verhängt werden, gab Präsident Hassan Ruhani in einem Treffen des nationalen Corona-Krisenstabs am Samstag bekannt. Zudem solle es bei Verstössen gegen die Maskenpflicht künftig höhere Strafen geben, hiess es auf der Webseite des Präsidenten.

Iranische Gesundheitsexperten fürchten, dass ein weiterer Anstieg der Fallzahlen zu kritischen Engpässen bei der Versorgung infizierter Patienten führen könnte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es zuletzt bis zu 200 Tote sowie 3’500 Neuinfektionen täglich. Insgesamt starben in dem Land mit etwa 82 Millionen Einwohnern bereits mehr als 25’000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Annähernd 440’000 haben sich infiziert.

Kritik an Corona-Umgang in Madrid

Gesundheitsexperten halten die neuen Massnahmen der Regionalregierung Madrids zur Eindämmung der drastisch steigenden Corona-Zahlen für unzureichend und unwirksam. «Sie haben kein solides epidemiologisches Fundament, sie sind unverantwortlich im Hinblick auf die öffentliche Gesundheit und werden Leiden bereiten sowie Leben kosten», zitierte die Zeitung «La Vanguardia» am Samstag den Epidemiologen und früheren Krisendirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Daniel López Acuña.

Am Vortag hatte die konservative Regionalregierung der Stadt den Rat der linken Zentralregierung missachtet, fast die ganze Hauptstadt abzuriegeln. Stattdessen ordnete sie nur die Ausweitung bereits bestehender Beschränkungen der Bewegungsfreiheit von 37 auf 45 Gebiete an. Es handelt sich vorwiegend um besonders dicht besiedelte ärmere Wohngebiete. Die Stadtregierung befürchtet, dass die Wirtschaft durch einen neuen Lockdown wie im Frühjahr völlig in die Knie gehen könnte.

In Madrid wird in gewissen Stadtteilen ein strikter Lockdown durchgesetzt. (Bild: Keystone)
BAG hält an Ligurien-Entscheid fest

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hält an seinem Entscheid fest, die italienische Region Ligurien auf die Liste der Coronavirus-Risikogebiete zu setzen. Die ligurischen Behörden hatten sich am Freitagabend gegen den Entscheid gewehrt.

Das BAG beurteile die epidemiologische Lage bei den Nachbarstaaten auf Ebene Regionen, teilte das Bundesamt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstag mit. Dabei falle Ligurien mit einer 14-Tages-Inzidenz von rund 80 Fällen auf 100’000 Einwohner unter die Regionen mit erhöhtem Risiko. Eine weitere Differenzierung innerhalb einer Region sei nicht möglich, so das BAG.

Verdasco greift Organisatoren der French Open an

Der Spanier Fernando Verdasco (ATP 58), 2009 Halbfinalist der Australian Open und einst in den Top Ten, darf wegen eines positiven Tests nicht bei den French Open starten. Diese Tatsache alleine ist in der aktuellen Situation nichts Ungewöhnliches.

Fernando Verdasco darf nicht an den French Open starten. Er greift die Organisatoren wegen des Entscheids an. (Bild: Key)

Allerdings war Verdasco gemäss eigener Aussage bereits im August positiv getestet worden, worauf er sich in Quarantäne begab und anschliessend zwei Tests negativ ausfielen. Vor den French Open wurde er nun noch einmal positiv getestet und von den Organisatoren disqualifiziert. Wie Verdasco in einer Stellungnahme schrieb, habe er sich in der Folge eigenständig zusätzlichen Tests unterzogen, die allesamt negativ gewesen seien. Auch seine Familie und seine Betreuer seien negativ getestet worden. Die Veranstalter der French Open hätten ihm jedoch weitere Tests verweigert, so Verdasco, ihm sei «das Recht genommen worden, an diesem wichtigen Event teilzunehmen».

Behörden in Ligurien fechten BAG-Entscheid an

Die italienische Region Ligurien ist nicht damit einverstanden, dass die Region von der Schweiz auf die Liste der Coronavirus-Risikogebiete gesetzt wurde. Die dortigen Behörden argumentieren, dass der Ausbruch des Virus auf den Ort La Spezia zurückzuführen ist.

Die Region hat deswegen beim Schweizer Generalkonsul in Italien interveniert, wie die italienische Agentur Ansa am Freitagabend berichtete. Sie informierten auch den italienischen Aussenminister Luigi Di Maio.

Die ligurischen Behörden sind der Ansicht, dass die Schweizer Entscheidung durch die «inhomogene» Situation in dieser Region verzerrt ist. Der Bund müsse seine Entscheidung rückgängig machen oder diese nur auf die von der Epidemie am stärksten betroffenen Gebiete anwenden.

Knapp eine Million Euro an Corona-Bussgeldern in Hamburg verhängt

In der Hansestadt wurde seit März fleissig gebüsst. Es wurden Bussgelder in einer Gesamthöhe von knapp einer Million Euro für Verstösse gegen die Corona-Massnahmen verhängt, wie n-tv berichtet. In Zahlen seien 985’725 Euro im Rahmen von insgesamt 10’298 Bußgeldbescheiden ausgesprochen worden. Ausserdem seien 5636 Verfahren eröffnet worden wegen Verstössen gegen die Corona-Eindämmungsverordnung.

Die meisten Verstösse seien der Nichteinhaltung des Mindestabstands zuzuschreiben, so Matthias Krumm, Sprecher des zuständigen Einwohnerzentralamts. Die Bussen für Verstösse gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Raum belaufen sich seit September auf 80 Euro.

WHO warnt vor massivem Anstieg der Todeszahlen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem weiteren massiven Anstieg der Todeszahlen durch das Coronavirus gewarnt. Die Zahl von 2 Millionen Todesopfern sei zwar unvorstellbar, aber nicht unmöglich, sagte der Nothilfekoordinator Mike Ryan am Freitag in Genf.

Die WHO rechnet damit, dass die Zahl von einer Million gemeldeten Covid-Todesfällen in der kommenden Woche erreicht wird.

Der massive weitere Anstieg sei abwendbar, meinte Ryan. Sämtliche Massnahmen müssten dafür weltweit und rigoros umgesetzt werden: Hygiene, Masken tragen, Abstand halten, Testen, Kontaktverfolgung, Quarantäne und mehr.

Protest gegen Politik: Belgische Corona-Experten im Schweigestreik

Aus Protest gegen das Handeln der Politik in der Corona-Krise gehen in Belgien mehrere Wissenschaftler in einen «Schweigestreik». Der prominente Virologe Marc van Ranst und einige Kollegen wollten dieses Wochenende keine Interviews geben, berichtete der belgische Sender VRT am Freitag. Die Wissenschaftler beklagen demnach, dass die Politiker sich zu oft hinter ihnen versteckten und sich weigerten, Interviews zur Corona-Politik zu geben.

Van Ranst betonte laut VRT ausdrücklich, dass der Protest sich nicht gegen die Medien richte. Vielmehr sei es ein Signal an die Politik. Am Montag soll das Schweigen vorbei sein. Belgien ist verhältnismässig stark vom Coronavirus getroffen. In den vergangenen zwei Wochen wurden den Behörden zufolge rund 150 Infizierte pro 100’000 Einwohner gezählt. Für die Hauptstadt Brüssel hat das Auswärtige Amt derzeit eine Reisewarnung ausgesprochen.

80 Prozent der Briten halten sich nicht an Quarantäne-Regeln

Mehr als 80 Prozent der Briten halten sich einer Studie zufolge nicht an die Regeln zur Selbstisolation, wenn sie Corona-Symptome haben oder Kontakt mit einem Infizierten hatten. Dies berichten britische Medien. Weiter war eine Mehrheit der Befragten nicht in der Lage, die Anzeichen der Erkrankung wie Husten, Fieber oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns zu identifizieren, wie die Studie unter Leitung des Londoner King’s College ergab.

Nur 18,2 Prozent der Befragten, die in den vergangenen sieben Tage Symptome verspürten, seien zu Hause geblieben. Nur 11,9 Prozent hätten sich um einen Corona-Test bemüht. Grossbritannien verzeichnete in den vergangenen Tagen hohe Anstiege der Infektionszahlen und ist neu auf der Risikoliste der Schweiz.

Frühwarnsystem für schweren Covid-Verlauf?

Japanische Forscher haben einen Bluttest entwickelt, der als Frühwarnsystem für schwere Erkrankungen bei einer Corona-Infektion dienen könnte. Dies berichtet NTV. Niedrige Werte des Serums CCL17 hätten in vergangenen Fällen darauf hingedeutet, dass ein schwerer Krankheitsverlauf bevorstehe, erklärten die Wissenschaftler vom Nationalen Zentrum für Globale Gesundheit und Medizin.

Mehr als sieben Millionen Corona-Infektionen in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als sieben Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, gefolgt von Indien mit mehr als 5,8 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo mehr als 4,6 Millionen Ansteckungen registriert wurden.

Die USA kriegen die Pandemie nicht unter Kontrolle. Pro Tag werden seit Wochen um die 40’000 Infektionen nachgewiesen. Vor allem in einigen Staaten des Mittleren Westens wie Wisconsin, Iowa, North und South Dakota steigen die Infektionszahlen rasch an. Dagegen hat sich die Lage an früheren Hotspots wie New York deutlich entspannt. Auch in Florida blieb die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Die USA verzeichnen seit Beginn der Corona-Pandemie sieben Millionen Covid-Fälle. (Bild: Keystone)

Slowakische Corona-Infektionen klettern auf Rekordwert

Die Corona-Infektionszahlen der Slowakei haben drei Tage hintereinander jeweils Rekordwerte erreicht. Am Freitag gab das Gesundheitsministerium als neuen Höchstwert 419 Neuinfektionen (für Donnerstag) bekannt. Auch seien zwei Todesfälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Bratislava mit. Die nationale Pandemiekommission empfahl deshalb eine Verschärfung der bestehenden Schutzmassnahmen. Die neuen Regeln sollen am Montag vorgestellt werden. Es werde vor allem eine strengere Maskenpflicht und striktere Regeln bei Veranstaltungen und Feiern geben, erklärte der oberste Hygienebeauftragte Jan Mikas.

Unterirdische Klinik in Israel öffnet für Corona-Patienten

Nach einem massiven Anstieg der Infektionszahlen in Israel hat nach Angaben des Rambam-Krankenhauses in Haifa das grösste Corona-Behandlungszentrum des Landes geöffnet. Wie die Klinik in der nördlichen Stadt am Freitag mitteilte, werden Patienten künftig in seiner unterirdischen Notfalleinrichtung versorgt. Bereitgestellt werden dort demnach 700 Betten, davon 140 mit Beatmungsgeräten.

 

Israelische Gesundheitsfachkräfte beim Testen eines Beatmungsgerät im unterirdischen Rambam-Spital. (Bild: Keystone)

Dem Rambam-Krankenhaus zufolge wurde die Klinik erstmals seit seiner Fertigstellung im Jahr 2014 eingerichtet. Bislang dienten die Räumlichkeiten als unterirdisches Parkhaus. Im Frühjahr war mit der Umrüstung begonnen worden.

Finnland führt wieder Reisebeschränkungen für Deutschland ein

Für Reisende aus Deutschland gelten in Finnland ab Montag wieder Einreisebeschränkungen. Die Regelungen werden dann nach finnischen Regierungsangaben auch für Estland, Island, Norwegen, die Slowakei und Schweden wiedereingeführt. Grund dafür ist die Corona-Lage in den betroffenen Ländern. Ausnahmen werden für den Tagesverkehr aus den schwedischen und norwegischen Grenzgebieten gemacht. Erst vor gut zwei Wochen hatten die Finnen die Einreisebeschränkungen für Deutschland gelockert.

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat ganz Tschechien, Luxemburg und das österreichische Bundesland Tirol wegen rasant steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert Koch-Instituts wurde am Freitag entsprechend aktualisiert. Damit sind nun 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz. Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht betroffen ist.

Die meisten tschechischen Regionen waren bereits am Mittwoch in die Risikoliste aufgenommen worden. Jetzt folgten noch die Mährisch-Schlesische Region im äussersten Osten des Landes an der Grenze zu Polen und das an Sachsen grenzende Usti (Aussig). Auch Tirol mit der Hauptstadt Innsbruck ist eine Grenzregion und zudem ein bei Deutschen sehr beliebtes Urlaubsgebiet im Sommer wie Winter. Dort liegt auch der Skiort Ischgl, der im vergangenen Winter zu den Hotspots gehörte, von denen sich die Pandemie in Europa ausbreitete.

Niederlande weiten Corona-Massnahmen aus

Angesichts der stark zunehmenden Zahl von Corona-Infektionen sind die Schutzmassnahmen in den Niederlanden ausgeweitet worden. Sie gelten nun in 14 von insgesamt 25 sogenannten Sicherheitsregionen – acht mehr als bisher, wie die Regierung am Freitag bekanntgab.

In den Niederlanden müssen Gastro-Betriebe spätestens um 1.00 Uhr nachts schliessen. (Bild: Keystone)

Dazu gehörten bereits grosse Städte wie Amsterdam und Rotterdam. Nun gelten die Vorschriften unter anderem auch in den Regionen Groningen sowie in Gelderland-Zuid und Brabant-Noord. In allen betroffenen Regionen müssen Gaststätten spätestens um 1.00 Uhr schliessen, Zusammenkünfte von mehr als 50 Menschen sind verboten.

Eine Ausweitung der Massnahmen auf das gesamte Land lehnte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag ab, wollte sie aber nicht ausschliessen. Landesweit verschärfte Regeln würden die Wirtschaft viel härter treffen, als wenn Regionen je nach konkreter Lage entscheiden können, sagte Rutte nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP.

Zahl der Corona-Neuinfektionen schnellt in Israel auf Rekordwert

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel erstmals die Marke von 8000 Fällen überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag nach Beginn eines verschärften landesweiten Lockdowns mitteilte, wurden am Vortag 8178 neue Infektionen registriert. Der bisherige Rekordwert stammt mit 7131 Fällen vom Mittwoch. Vor fast genau vier Monaten, am 23. Mai, waren in Israel lediglich fünf Neuinfektionen verzeichnet worden.

Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel, dort wurden zuletzt 2153 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

Am Freitagnachmittag trat in Israel eine Verschärfung des seit einer Woche geltenden Lockdowns in Kraft. Die Bevölkerung muss sich mit weiteren Einschränkungen arrangieren. Nur in Ausnahmefällen dürfen sich die Menschen weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause wegbewegen. Die Regierung will mit dem Lockdown eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Dänemark verlängert Corona-Beschränkungen

Dänemark hat einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erreicht und weitet seine gegen die Virusausbreitung ergriffenen Beschränkungen aus. Die landesweit ergriffenen Massnahmen werden nun um zwei Wochen bis zum 18. Oktober verlängert, wie der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Freitag in Kopenhagen bekanntgab.

 

Keine Versammlungen, wie hier bei einer Demonstration wegen der Flüchtlingssituation auf Lesbos, mit als 50 Teilnehmenden sind ab Samstag in Dänemark erlaubt. Das verordnen die Behörden wegen der steigenden Corona-Zahlen. (Bild: Keystone)

Ab Samstagmittag werde das Verbot von Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern auch für private Veranstaltungen gelten, die zum Beispiel in einem Restaurant stattfinden, kündigte Heunicke an. Das dürfte unter anderem Hochzeiten und Konfirmationen betreffen, sofern sie nicht in Privathaushalten abgehalten werden. Feste würden beschränkt, damit der Rest der Gesellschaft so weit wie möglich offen bleiben könne, sagte Heunicke.

EU-Ratschef Michel verlässt nach negativem Corona-Test Quarantäne

EU-Ratschef Charles Michel hat seine Corona-Quarantäne verlassen. Er sei am Freitag negativ auf das Coronavirus getestet worden, teilte Michels Sprecher auf Twitter mit.

Der Belgier sei nicht länger in Quarantäne und bereite weiter den EU-Sondergipfel kommende Woche vor. Ursprünglich wollten die EU-Staats- und Regierungschef schon diese Woche Donnerstag und Freitag in Brüssel treffen. Michel verschob den Gipfel jedoch kurzfristig um eine Woche. Als Begründung verwies sein Sprecher am Dienstag auf eine Corona-Infektion bei einem von Michels Sicherheitsleuten. Der Ratschef begab sich daraufhin vorsorglich in Quarantäne.

Mehrere EU-Staaten blockieren Entscheidung für Corona-Hilfen

Mehrere EU-Staaten haben am Freitag eine für den Start des europäischen Corona-Konjunkturprogramms wichtige Entscheidung verhindert.

Wie Diplomaten berichteten, machten im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten rund ein Drittel der Mitglieder deutlich, dass sie den sogenannten Eigenmittelbeschluss erst dann mittragen werden, wenn Klarheit über den Gesamthaushalt für die kommenden sieben Jahre besteht. «Dies zeigt, wie wichtig rasche Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament über den mehrjährigen Finanzrahmen sind, um das Gesamtpaket rechtzeitig über die Ziellinie zu bringen», kommentierte ein Diplomat.

Israel verschärft Corona-Massnahmen

Neue, vorerst rund zwei Wochen geltende Restriktionen traten am Freitagnachmittag in Kraft. Nur in Ausnahmefällen dürfen sich die Menschen weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause wegbewegen – etwa für den Weg zu einer Arbeit, die als essenziell eingestuft wird.

Der öffentliche Nahverkehr wird eingeschränkt. Es gelten weiter Versammlungsbeschränkungen. Streit gab es in der Regierung noch über mögliche Einschränkungen des Demonstrationsrechts. Supermärkte und Apotheken dürfen weiter öffnen.

Tausende Polizisten sollten die Massnahmen durchsetzen. Die Verschärfung wurde kurz vor dem wichtigsten jüdischen Feiertag umgesetzt, dem am Sonntag beginnenden Fest Jom Kippur. Synagogen dürfen dann unter Auflagen öffnen, ansonsten bleiben sie geschlossen.

 

Die Corona-Massnahmen in Israel werden verschärft. (Bild: Keystone)

BAG passt Empfehlungen für Schul- und Kleinkinder an

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat seine Empfehlungen für Kinder unter 12 Jahren angepasst. Es geht davon aus, dass Kinder sich zwar ebenfalls mit dem Coronavirus anstecken können, aber weniger häufig Symptome haben und das Virus seltener übertragen.

Gemäss den am Freitag veröffentlichten neuen Empfehlungen müssen Kinder mit Krankheitssymptomen zuhause bleiben, wenn sie zuvor zu einer Person mit Covid-19-Symptomen engen Kontakt gehabt haben. Wird diese Kontaktperson positiv getestet, soll auch das Kind getestet werden; die Eltern sollen sich beim Kinderarzt melden.

Ist der Test der Kontaktperson negativ, muss das Kind ebenfalls daheim bleiben solange es Symptome hat. Erst 24 Stunden nach dem Abklingen des Fiebers oder wenn ein starker Husten besser geworden ist, darf es wieder in die Schule gehen. Alles zum Thema gibt es hier.

Schweiz bestätigt Teilnahme an Impfstoffbeschaffungs-Initiative

Die Schweiz hat ihre Teilnahme an der globalen Covax-Initiative bestätigt und kann so Covid-19-Impfstoffe für 20 Prozent der Bevölkerung beschaffen. Mit der Initiative sollen weltweit insgesamt rund zwei Milliarden Impfdosen bereitgestellt werden.

Die Schweiz betätigt, sich an der Covax-Initiative zu beteiligen. (Bild: Keystone)

Die Schweiz habe ihre Teilnahme am 18. September bestätigt, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mit. Um eine gerechte Verteilung von Covid-19-Impfstoffen in allen Ländern zu gewährleisten, haben sich Staaten im Juni 2020 weltweit zur Covax-Initiative (Covid-19 Vaccine Global Access Facility) zusammengeschlossen.

Ziel ist es, von verschiedenen Herstellern bis Ende 2021 rund zwei Milliarden Impfstoff-Dosen zu beschaffen. Im Moment sind neun Impfstoffkandidaten Teil der Initiative unter Führung der Impfstoffallianz Gavi, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (Cepi) und der Weltgesundheitsorganisation WHO. Weitere neun Kandidaten werden gemäss Mitteilung geprüft. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

BAG ergänzt Risikoliste

Das BAg gibt die neue Risikoliste für Reisen ins Ausland bekannt. Neu hinzugekommen sind unter anderem die Region Bretagne, die Region Ligurien, Belgien, Irland, Island, Luxemburg, Dänemark, Niederlande, Slowenien, Portugal, Ungarn und das Vereinigte Königreich.

Mehr Informationen dazu lesen Sie hier. Die aktualisierte Liste mit allen Ländern und Regionen finden Sie hier.

Madrid kündigt Teil-Abriegelung acht weiterer Wohngebiete an

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die spanische Hauptstadt Madrid die teilweise Abriegelung acht weiterer Wohngebiete mit besonders hohen Infektionszahlen angekündigt.

Es gehe darum, die Zahl der Neuinfektionen zu bremsen, sagte der regionale Vize-Gesundheitsminister Antonio Zapatero am Freitag bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Damit steigt die Zahl der von solchen Massnahmen betroffenen Stadtgebiete Madrids auf 45. In den Gebieten, in denen mehr als eine Millionen Menschen leben, wurden in den vergangenen 14 Tagen mehr als 1000 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner registriert.

372 Neuinfektionen am Freitag

Aus der Schweiz und Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag 372 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Zudem registrierte das Amt zwei neue Todesfälle. Zehn Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

St. Gallen verschärft Massnahmen für junge Erwachsene

Der Kanton St. Gallen verschärft im Zuge von steigenden Fallzahlen die Massnahmen gegen das Coronavirus. Vor allem Personen zwischen 18 und 30 Jahren würden sich neu anstecken, teilt die Staatskanzlei am Freitag mit.

Clubs und Bars müssen ab sofort die Kontaktdaten ihrer Gäste selbst auf die Korrektheit kontrollieren. Zudem empfiehlt die St. Galler Regierung Mittelschulen und Berufsfachschulen, eine Maskenpflicht auf ihren Verkehrsflächen einzuführen, also etwa in Eingangsbereichen, Korridoren, Toiletten und Mensen.

68 Prozent für Maskenpflicht in öffentlichen Räumen

Knapp sieben von zehn Personen befürworten laut einer neuen Umfrage eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen und wünschen sich einheitliche Regeln für die ganze Schweiz.

Die Mitte September im Auftrag des «Migros-Magazin» durchgeführte Studie ist am Freitag veröffentlicht worden. Demnach befürworten 68 Prozent der 1’031 repräsentativ befragten Personen eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen. 67 Prozent sind verwirrt über die unterschiedlichen Bestimmungen von Kanton zu Kanton.

Auffällig ist der hohe Anteil an Impfskeptikern. Lediglich 41 Prozent gaben an, sich impfen zu lassen, sobald das Bundesamt für Gesundheit einen Impfstoff freigibt.

Mehr zur Umfrage lesen Sie hier.

Sieben von zehn Schweizern befürworten eine Maskenpflicht in öffentlichen Räumen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage. (Symbolbild: Keystone)
Deutscher Gesundheitsminister ruft zu Ferien im Inland auf

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im ZDF seinen Aufruf an die Bevölkerung wiederholt, die Herbst- und Winterferien in Deutschland zu verbringen. Es habe sich immer wieder gezeigt, dass Reiserückkehrer das Virus ins Land einschleppten, so Spahn. «Ich finde, für Herbst-, Winter-, Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lernen.»

Für die Reiseveranstalter sei dies zwar hart, aber in der momentanen Lage nicht zu ändern, so der Gesundheitsminister.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ruft die Bevölkerung zu Herbst- und Winterferien im Inland auf. (Bild: Keystone)
Rekordwert in Israel: Über 7'500 Fälle an einem Tag

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel erstmals die Marke von 7’500 Fällen überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag unmittelbar vor Beginn eines verschärften landesweiten Lockdowns mitteilte, wurden am Vortag 7’527 neue Infektionen registriert. Der bisherige Rekordwert stammt mit 7’131 Fällen vom Mittwoch. Vor fast genau vier Monaten, am 23. Mai, waren in Israel lediglich 5 Neuinfektionen verzeichnet worden.

Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel, dort wurden zuletzt 2’153 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

In Israel ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit über 7’500 auf einen Rekordwert geschnellt. (Bild: Keystone)
Spanien mit mehr als 700'000 Corona-Infektionen

Der Corona-Hotspot Spanien hat als erstes Land Westeuropas die Marke von 700’000 registrierten Infektionen gebrochen. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Donnerstagabend 10’653 neue Ansteckungen, wodurch die Gesamtzahl der Fälle auf mehr als 704’000 kletterte. Hinter Spanien folgt mit weitem Abstand Frankreich mit rund 520’000 Infektionen vor Grossbritannien (gut 410’000) und Italien (gut 300’000). In Deutschland wurden bisher rund 280’000 Fälle gezählt.

Die Zahl der Bürger, die mit Covid-19 starben, lag am Donnerstag in Spanien nach amtlichen Angaben bei über 31’000. Hier liegt Spanien allerdings deutlich hinter Grossbritannien (rund 42’000) und Italien (knapp 36’000) und etwa gleichauf mit Frankreich.

Besonders angespannt bleibt die Lage in der Region um die Hauptstadt Madrid, die am Donnerstag 4’350 Fälle (über 40 Prozent aller Neuinfektionen) verzeichnete.

Nur noch 1'000 Zuschauer pro Tag beim French Open

Die Organisatoren des am Sonntag beginnenden French Open müssen nochmals eine deutliche Reduktion des Publikums in Kauf nehmen. Auf der Anlage in Roland Garros sind pro Tag nicht mehr 5’000, sondern lediglich 1’000 Zuschauer erlaubt.

Den Entscheid hat Frankreichs Premierminister Jean Castex bestätigt, nachdem Gesundheitsminister Olivier Veran diese Limite im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus generell für grosse Sportveranstaltungen angekündigt hatte. Turnierdirektor Guy Forget hatte noch am Donnerstag auf eine Ausnahmegenehmigung gehofft.

Statt 5’000 Zuschauer dürfen am French Open in Paris nun doch nur 1’000 Personen auf die Anlage. (Bild: Keystone)
Rio de Janeiro verschiebt Karneval für unbestimmte Zeit

Der weltberühmte Karneval von Rio de Janeiro fällt im kommenden Februar wegen der Corona-Pandemie aus. Das Spektakel werde für unbestimmte Zeit verschoben, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit.

«Wir sind zu der Schlussfolgerung gelangt, dass das Ereignis verschoben werden muss», erklärte der Chef des Sambaschulen-Verbandes Liesa, Jorge Castanheira. Der Verband organisiert die aufwändigen und spektakulären Karnevalsparaden.

Die Sambaschulen hätten nicht ausreichend Zeit und genügend finanzielle wie organisatorische Ressourcen, um die Karnevalsparaden bis Februar vorzubereiten, sagte Castanheira. Beim Karneval von Rio feiern jedes Jahr Millionen von Menschen in den Strassen und an den Stränden.

Wann der Karneval in Rio de Janeiro stattfinden kann, ist wegen der Corona-Pandemie ungewiss. (Archivbild: Keystone)
UNO-Generalsekretär Guterres: «Haben den Test nicht bestanden»

UNO-Generalsekretär António Guterres hat scharfe Kritik am internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie geübt. «Die Pandemie ist ein eindeutiger Test für die internationale Zusammenarbeit – ein Test, den wir im Wesentlichen nicht bestanden haben», so Guterres. Die Pandemie sei ausser Kontrolle geraten. Mittlerweile werden weltweit über 30 Millionen bestätigte Infektionen und fast eine Million Todesopfer gezählt.

Bislang habe es weltweit an «Vorbereitung, Kooperation, Einigkeit und Solidarität» gefehlt, so Guterres.

Vier Schüler in Visp positiv auf Coronavirus getestet

Vier Schüler der dritten Orientierungs-Klasse in Visp sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 18 Schülerinnen und Schüler der Klasse stehen seit Mittwoch unter Quarantäne.

Die Ansteckungen dürften ausserhalb der Schule, also im privaten Rahmen erfolgt sein, zitiert der «Walliser Bote» (Freitagausgabe) den stellvertretenden Kantonsarzt Frank Bally. Es gebe Verbindungen zu einem Ausbruch in Visperterminen.

Der Kantonsarzt setze seine Untersuchungen und das Contact Tracing fort, teilte der Kanton Wallis seinerseits auf seinem Portal im Internet mit. Das Verfahren befolge die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Schüler aus Visperterminen seien wohl in dieser Klasse positiv getestet worden. Alle 18 Schülerinnen und Schüler werden nun auf das Coronavirus getestet. Die Lehrpersonen in Visp sind zunehmend besorgt. Sie fordern eine Maskenpflicht für alle Schüler.

Corona-Aufräum-Aktion lohnt sich für Engländer

Eine Aufräum-Aktion während des Corona-Lockdowns hat sich für einen Mann in England als äusserst lukrativ erwiesen: Eine kleine Porzellankanne, die der Mann beim Ausmisten in der Garage fand und zunächst an einen Second-Hand-Laden geben wollte, ist bei einer Auktion in Nordengland für 390’000 Pfund versteigert worden. Das entspricht umgerechnet knapp 426’000 Euro. Mehr zum Thema gibt es hier.

Libanon meldet höchste Zahl von Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Der Libanon hat die höchste Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem einzigen Tag seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Das Gesundheitsministerium des Landes im Nahen Osten meldete am Donnerstag 1027 neue Fälle. Laut Ministerium sind 21 der Fälle von Einreisenden aus dem Ausland eingeschleppt worden. Damit stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle seit dem 21. Februar auf 32’819. Bisher wurden im Libanon 329 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

Die Zahl der Neuinfektionen im Libanon ist besonders seit der Explosion im Hafen der Hauptstadt Beirut am 4. August deutlich gestiegen, bei der mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen waren. Wegen des Anstiegs der Infektionszahlen verschob der Libanon den Beginn des neuen Schuljahres bis zum 12. Oktober.

Der Libanon verzeichnet am Donnerstag einen neuen Rekord bei den Corona-Ansteckungen: 1027 Menschen wurden positiv getestet. (Bild: Keystone)

New York: Eigene Prüfung einer Impfung - Kein Vertrauen in Trump

Wegen vorgeblicher Sorge um die Sicherheit eines möglicherweise von der Trump-Regierung zugelassenen Impfstoffs plant der US-Bundesstaat New York seine eigene Untersuchung eines potenziellen Wirkstoffs. «Wie die Bundesregierung mit dem Impfstoff umgegangen ist, gibt es jetzt ernsthafte Fragen, ob der Impfstoff politisiert worden ist oder nicht», sagte der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag. Es gebe ein politisches Motiv des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump, so schnell wie möglich vor der Wahl ein Mittel anzukündigen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Vereinte Nationen und Grossbritannien laden zu Online-Klima-Event

Grossbritannien lädt gemeinsam mit den Vereinten Nationen zu einem Online-Klimatreffen im Dezember ein. Das Event soll am 12. Dezember, dem fünfjährigen Jubiläum des Klimaabkommens von Paris, stattfinden, wie aus einer Mitteilung der Vereinten Nationen hervorgeht. Das Treffen, zu dem Regierungen und Experten eingeladen werden, soll den Weg für die aufs kommende Jahr verschobene Klimakonferenz COP26 in Glasgow bereiten. Die eigentlich jährlich stattfindende UN-Klimakonferenz wurde wegen der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verlegt. Die Konferenz hatte im November im schottischen Glasgow stattfinden sollen. Der nächste Klimagipfel gilt als besonders wichtig: Die Staaten sollen bis dahin ihre Klimaschutz-Pläne ehrgeiziger machen. Denn noch reichen sie in der Summe längst nicht aus, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erfüllen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Israels Präsident mahnt in Corona-Krise zu Verantwortungsbewusstsein

Kurz vor Beginn eines verschärften Corona-Lockdowns hat Präsident Reuven Rivlin die Menschen in Israel zu Verantwortungsbewusstsein aufgerufen. Die Krise habe tiefe Spaltungen im politischen System und im öffentlichen Leben sowie einen Vertrauensverlust in die Regierung offenbart, sagte Rivlin am Donnerstag bei einer Konferenz der Zeitung «Jerusalem Post». «Dies ist sehr gefährlich. Nun ist es an der Zeit für jeden von uns, Verantwortung zu übernehmen.» Politiker müssten Schritte unternehmen, um denen zu helfen, die von Corona betroffen sind. Und die Bürger Israels müssten Disziplin und Respekt für die Anordnungen des Gesundheitsministeriums zeigen.

 

Israels Präsident Reuven Rivlin mahnt zu Verantwortungsbewusstsein. (Bild: Keystone)

Seit vergangenem Freitag gilt wegen stark gestiegener Corona-Zahlen in Israel ein dreiwöchiger landesweiter Lockdown. Ab dem frühen Freitagnachmittag soll für zwei Wochen eine Verschärfung greifen. So sollen ab dann etwa Betriebe und Unternehmen aus nicht lebensnotwendigen Bereichen schliessen. Die Regierung will mit dem Lockdown eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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