Die Zahl bewegt sich je nach Schule zwischen 1,0 und 4,5 Prozent. Damit ist sie ähnlich gross wie bei zufällig ausgewählten Erwachsenen derselben Region. (Symbolbild: Key)
Schweiz

Keine Häufung von Coronafällen an Zürcher Schulen

Die Universität Zürich hat vor den Sommerferien Schüler aus Zürich auf Corona getestet. Die Zahlen zeigen, dass es an Schulen nicht zu Häufungen von Fällen kam.

Die Universität Zürich (UHZ) hat von Mitte Juni bis Mitte Juli Schulkinder zwischen sechs und 16 Jahren aus dem Kanton Zürich auf das Coronavirus untersucht. Bei 2,8 Prozent der 2’500 Getesteten wurden Antikörper gegen das Virus festgestellt.

Ähnliche Zahlen bei Erwachsenen

Demnach kam es in der Zeit vor den Sommerferien zu keiner Häufung von Coronainfektionen an Zürcher Schulen oder innerhalb von Klassen, wie die Universität Zürich am Donnerstag mitteilte. Je nach Gemeinde und Schule bewegt sich die Zahl zwischen 1,0 und 4,5 Prozent und ist damit ähnlich gross wie bei zufällig ausgewählten Erwachsenen derselben Region. Mädchen und Knaben waren gleichermassen betroffen.

Es hat sich gezeigt, dass Symptome bei Schulkindern keinen Hinweis auf eine Corona-Infektion geben. Negativ getestete Kinder gaben ebenso oft Symptome an wie positiv getestet. Jüngere Kinder waren genauso häufig von einer Infektion betroffen wie ältere.

Ansteckungen vor allem im privaten Umfeld

Die ersten Erkenntnisse stützen die bisherige Annahme, dass sich Kinder vor allem im privaten Umfeld anstecken. Für sichere Aussagen müsse man jedoch auf die nächste Testphase warten, wird der Leiter des Instituts für Epidemiologie an der UHZ, Milo Puhan, in der Mitteilung zitiert. Die Kinder seien während der ersten Testphase nur für kurze Zeit zur Schule gegangen.

Weitere Testphasen geplant

Zwei weitere Testphasen sind von Oktober bis November 2020 sowie März bis April 2021 geplant. Für die Studie müssen die Kinder zweimal in ein Röhrchen spucken und es wird ihnen Blut abgenommen. Damit dies nicht weh tut, erhalten sie vorher ein Pflaster auf die Einstichstelle, das die Haut unempfindlich macht. Die Teilnahme ist freiwillig.

Mit ihrem Langzeitmonitoring der Antikörper-Entwicklung wollen die Forschenden unter anderem herausfinden, wie die Schulstruktur und präventive Massnahmen die Verbreitung des Coronavirus beeinflussen und ob nach einer überstandenen Infektion ein Schutz besteht.

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