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Basel

Junges Lama hüpft durchs Zolli-Gehege

Der Lama-Nachwuchs kam vergangenen Monat am helllichten Tag im Zoo Basel zur Welt. Nun bringt der Nachwuchs Leben in die Herde und hält alle auf Trab.

Es war der 18. August des vergangenen Monats, als die Lamastute Nala (7) am helllichten Tag ihr Junges zur Welt brachte. Grundsätzlich gebären die Tiere im Zoo Basel vorwiegend bei Nacht, mit Ausnahme der Lamas. Denn Lamamütter lecken ihre Jungen nach der Geburt nicht ab, wie es Säugetiere für gewöhnlich tun, sondern lassen dien frischgeborenen Nachwuchs von der warmen Sonne trocknen.

Nach Kurzem bereits auf eigenen Beinen

Das Jungtier von Nala stand 45 Minuten nach der Geburt bereits auf den eigenen Beinen und trank zum ersten Mal vom Euter seiner Mutter, wie der Zolli Basel in einer Medienmitteilung schreibt. Spielerische Kämpfe zum Kräftemessen mit seiner Halbschwester gehören bereits zur Tagesordnung. Die Lamaherde besteht zur Zeit aus einem Hengst, fünf Stuten und zwei Jungtieren.

Robuste Tiere

Lamas sind äussert robuste Tiere, denn sie können Lasten von bis zu 35 Kilogramm tragen und über eine Strecke von 20 bis 30 Kilometer hinweg. Auch heute werden Lamas noch in den unzugänglichen Regionen der Anden (längstes Gebirge der Welt) eingesetzt und werden dabei vielseitig genutzt: Als Transportmittel von Gütern und Materialien sowie als Wolllieferant von Decken, Säcken und Seilen. Ihre Haut wird ausserdem zu Leder verarbeitet, das Fleisch wird gegessen und deren Kot dient als Brennstoff.

«Kopf einziehen, es spuckt!»

Lamas werden oft mit den verwandten Alpakas verwechselt, allerdings gibt es einige Unterscheidungsmerkmale: So sind die Ohren der Lamas bananenförmig gebogen, grösser und schwerer als bei Alpakas. Eine Gemeinsamkeit haben die beiden Tierarten aber: Beide spucken ihre Gegner an, sobald sie sich bedroht fühlen.

Solange das Lama respektvoll behandelt wird, muss man sich nicht vor einer Spuckattacke fürchten. Zu solchen Aktionen kommt es bei den Lamas hauptsächlich unter Artgenossen. Dazu würgen sie Pansensaft hoch und stossen einen mit Speichel vermischten, stinkenden Sprühnebel aus, teilt der Zolli mit. Den Neuzuwachs im Basler Zolli kann man also bedenkenlos besuchen.

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