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Der Telebasel Report vom 23. September 2020.
Baselland

«Uff d’Alp»-Serie Teil 3: Schaf-Rodeo beim Alpabzug

Nach 100 Tagen auf der Alp geht’s für die Schafe zurück ins Baselbiet. Der Weg dahin ist nochmals ein echtes Rodeo.

Man kann sich einen Färrich vorstellen, wie eine Sonnenblume: In der Mitte ein grosser Kreis, drum herum viele kleinere Einheiten. Im Tal angekommen, werden die Schafe in die grosse Mitte getrieben, von wo aus sie dann auf die kleineren Pferche verteilt werden. Was einfach klingt, bedeutet aber harte Arbeit.

450 Schafe auf dem Weg ins Tal: Nach 100 Tagen auf der Alp geht’s nach Hause. (Bild: Telebasel)

Schafscheid im grossen Stil

«Die Schafe», wie wir sie im letzten Abschnitt salopp bezeichnet haben, sind in Tat und Wahrheit 450 an der Zahl. Sie gehören rund zehn verschiedenen Schafhaltern. Vor 100 Tagen wurden sie beim Hirten zur Gruppe vereint, jetzt gilt es, sie wieder aufzuteilen. Jeder Schafhalter pickt sich demnach aus dem überdimensionalen Wollknäuel seine Tiere einzeln heraus. Einer davon ist Toni Pianta aus dem Baselbiet: «Jetzt beginnt das Rodeo», sagt er beim Betreten des Färrichs.

Schaf-Rodeo im Färrich

Schnell wird klar, was Toni Pianta damit meint: Denn die Schafe denken gar nicht daran, sich in irgendwelche Pferche verteilen zu lassen. Nur mit höchstem Krafteinsatz und viel Geschick gelingt es Pianta, ein Tier in seinen Pferch zu bugsieren: «Und das jetzt noch 38 Mal…», stöhnt Toni Pianta mit schweiss-besetzter Stirn. Wie ein Ringer duelliert er sich mit seinen Schafen – nicht selten geht er auch als Verlierer aus dem Duell.

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