Die Hackerangriffe haben in der Schweiz deutlich zugenommen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Rund 30’000 Hacker-Angriffe täglich

In der Schweiz haben die Hackerangriffe während der Homeoffice-Zeit deutlich zugenommen. Der Höchstwert stieg im Juni auf 220'000 Angriffe.

Während der coronabedingten Homeoffice-Zeit im Frühjahr sind die Hackerangriffe auf Fernverbindungen zu Firmensystemen sprunghaft angestiegen. Laut dem IT-Sicherheitshersteller Eset waren es in der Schweiz im Januar täglich rund 30’000 Angriffe – bis im Juni stieg der Höchstwert auf 220’000.

Dies teilte Eset am Mittwoch mit. Den Angreifern gehe es dabei sowohl um das Absaugen von Daten als auch um das Einschleusen von Schadsoftware.

Das Unternehmen mit Hauptsitz im slowakischen Bratislava hat die Zahl der Angriffe für die Schweiz, Deutschland und Österreich erhoben. Am meisten Attacken verzeichnete Deutschland mit bis zu drei Millionen versuchten Angriffen pro Tag.

Die Eset-Fachleute gehen davon aus, dass zahlreiche Unternehmen die Gefahr durch schlecht gesicherte Fernzugriffe unterschätzen. Dazu verweisen sie auf ihre Wirtschaftsstudie, in deren Rahmen 37 Prozent der befragten Unternehmen angegeben hätten, dass ihre Mitarbeitenden zur Verifizierung beim Server-Login nur ein Passwort benötigen.

Lediglich die Hälfte der Firmen liessen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über eine sichere VPN-Verbindung zugreifen, und nur 35 Prozent nutzen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Offensichtlich nähmen viele Unternehmen die Gefahr nicht ernst «oder finden keine andere Lösung», heisst es in der Mitteilung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel