Featured Video Play Icon
Lukas Engelberger informiert über die aktuelle Coronasituation im Kanton Basel-Stadt. (Telebasel Newsbeitrag vom 23. September 2020)
Basel

Gesundheitsdirektor stuft die Lage weiterhin als «stabil» ein

In Basel-Stadt sind seit dem Schulstart nach den Sommerferien insgesamt 15 Kinder und Jugendliche an Corona erkrankt. In den Schulen steckte sich niemand an.

Dazu kommen zwei Lehr- und Betreuungspersonen welche seit Mitte August positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Zudem mussten 61 Kinder und sieben Erwachsene in Quarantäne, weil sie engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

Angesteckt hatten sich die 17 Personen allerdings ausserhalb der Schulen, wie der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen am Mittwoch vor den Medien sagte. In den Schulen selber sei keine einzige Ansteckung registriert worden. «Das ist hoch erfreulich und haben wir nicht so positiv erwartet. Das zeigt, dass die Schutzkonzepte in den Schulen und Kitas funktionieren», sagte Steffen.

«Stabile» epidemiologische Lage

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) bezeichnete die momentane epidemiologische Lage im Stadtkanton als «stabil». «Mein Eindruck ist, dass sich die Leute gut mit der Situation arrangiert haben – so etwa mit der Maskenpflicht in den Läden.»

Der kommenden kälteren Jahreszeit blickt Engelberger, der auch Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz ist, deshalb «vorsichtig optimistisch» entgegen. «Die Situation kann sich aber sehr schnell und dynamisch wieder verändern. Wir müssen mit möglichst wenig menschlichen Opfern und tiefem wirtschaftlichen Schaden durch den Winter kommen.»

Ziel sei es, mit wenigen Fallzahlen in die kältere Jahreszeit einzusteigen, sagte Engelberger. Deshalb sei das Einhalten von Verhaltens- und Hygieneregeln weiterhin wichtig, und bei den bevorstehenden Herbstferien sei das Befolgen der Quarantäneregeln zentral. Engelberger hofft, dass man mit einer Impfung ab Frühling 2021 aus der Krise kommen könne.

15 Betriebe vorübergehend geschlossen

Momentan würden in Basel-Stadt vor allem 21- bis 30-Jährige an Covid-19 erkranken, weshalb die Situation in den Spitälern ruhig sei, sagte Engelberger. Doch leider seien langsam auch wieder zunehmend alte Menschen von Covid-19 betroffen. Diese Dynamik gelte es zu bremsen.

Im Hinblick auf die Grossveranstaltungen, die ab dem 1. Oktober wieder erlaubt sind, sagte Engelberger: «Wir sehen unsere Rolle nicht darin, diese Veranstaltungen zu verhindern.»

Wie Steffen ausführte, haben sich seit dem 6. Juli insgesamt 3111 Reiserückkehrende, die in Quarantäne mussten, beim Kanton gemeldet. Stichprobenartig sei bei 194 Personen kontrolliert worden, ob sie sich an die verordnete Quarantäne halten würden. «Wir sind erstaunt, wie gut sich die Leute daran halten. Bisher mussten wir in einem Fall eine Strafanzeige einreichen», sagte Steffen.

Bis zum 16. September hat der Kanton zudem 1’692 Betriebe und 181 Baustellen auf Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen kontrolliert. 15 Betriebe mussten vorübergehend geschlossen werden, durften mittlerweile aber nach Nachbesserung ihrer Schutzkonzepte wieder öffnen.

Basel-Stadt verzeichnete am Mittwoch 1’296 Coronavirus-Infektionen, darunter 33 aktive Fälle. Zwei Personen befinden sich im Spital. 54 Personen sind seit Pandemiebeginn gestorben. In Quarantäne waren am Mittwoch 457 Personen, davon 389 Reiserückkehrende.

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt informierte am Mittwoch über die aktuelle Corona-Lage:

(Video: Telebasel)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel