EasyJet Schweiz blickt auf einen vergleichsweise unbeschadeten Sommer 2020 zurück. (Bild: Keystone)
Schweiz

EasyJet Schweiz trotz Corona mit gutem Sommer

Wenig Turbulenzen in der warmen Saison: Der Schweizer Ableger der Fluggesellschaft EasyJet ist vergleichsweise unbeschadet durch den Corona-Sommer gekommen.

EasyJet konnte laut Geschäftsführer Jean-Marc Thévenaz in den Ferienmonaten den Grossteil der Destinationen von Schweizer Flughäfen aus bedienen.

Trotz reduzierter Frequenzen setzte die Billigfluggesellschaft zwei Drittel ihrer Flotte ein und bediente 80 Prozent der 150 Ziele ab Genf, Basel und Zürich. «Zwischen Juli und August sind wir mit einer durchschnittlichen Auslastung von 84 Prozent geflogen», sagte Thévenaz in einem Interview am Dienstag, 22. September 2020, mit «24 Heures».

Die Nachfrage nach Ferienflügen habe nicht nachgelassen. Geschäftsreisen hingegen seien aufgrund der Reisebeschränkungen zurückgegangen. Die nun wieder anziehenden Ansteckungsraten insbesondere in Spanien und Frankreich sowie wieder eingeführte Quarantänemassnahmen hätten die Belegung der Flüge hingegen erneut auf ein «sehr niedriges» Niveau sinken lassen.

Schweizer wohl weniger finanziell betroffen

Dennoch: «Bisher ist der Schweizer Markt lebendiger geblieben als in allen anderen europäischen Ländern», sagt der Chef von EasyJet Switzerland und betonte, dass die Schweizer Kaufkraft von der Krise deutlich weniger betroffen sei als im Rest Europas.

Zudem erwartet Jean-Marc Thévenaz, dass die Preise «zunächst» sinken werden, um «eine schnellstmögliche Erholung» zu fördern. In Bezug auf das Personal betonte er, dass durch den Einsatz von Kurzarbeit Arbeitsplätze erhalten werden konnten, «und dies mit viel mehr Flexibilität als in anderen Ländern».

Die Priorität des Unternehmens besteht jetzt darin, die Nachfrageentwicklung so gut wie möglich zu antizipieren, um so viel wie möglich vom Aufschwung zu profitieren.

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