Eine Touristin soll im Januar bereits das Coronavirus in die Schweiz getragen haben, angesteckt wurde neben Mitgliedern ihrer Reisegruppe aber niemand. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Touristin brachte im Januar Coronavirus erstmals in die Schweiz

Die ersten Covid-Fälle in Europa wurden im Januar wohl durch Reisende aus China ausgelöst. Auch in der Schweiz soll eine Touristin infiziert gewesen sein.

Am 25. Februar gab es in der Schweiz den ersten Corona-Fall. Beim Infizierten handelte es sich um einen älteren Tessiner, der sich in Mailand infiziert hatte.

Ein neues Buch des Tamedia-Recherchedeks berichtet nun, dass das Virus bereits im Januar in der Schweiz war. Damals reiste eine chinesische Gruppe aus Wuhan im Car und mit dem Zug durch verschiedene Kantone.

Die Gruppe war zuvor in Italien unterwegs: Bereits in Rom soll eine 53-jährige Reiseteilnehmerin Covid-Symptome aufgezeigt werden. Laut «20 Minuten» reiste die Frau trotzdem ohne Maske in der Schweiz – im Tessin, den Kantonen Zug und Luzern und schliesslich in Interlaken.

Arzt angesteckt

Als die Gruppe nach Frankreich weitergereist war, verschlechterte sich der Zustand der Frau so sehr, dass sie in ärztliche Behandlung musste. Der Mediziner war sich aber nicht der Gefahr der Infektion bewusst steckte sich ebenfalls an – es handelte sich um einen der ersten bekannten Covid-19-Fälle in Europa.

In Wuhan wurden dann die 53-jährige Touristen sowie vier weitere Teilnehmende der Gruppe positiv auf das Coronavirus getestet. Laut der WHO und den kantonalen Gesundheitsämtern gab es in der Schweiz keine Ansteckungen durch die Reisegruppe. Wäre die infizierte Frau bereits in Luzern oder Interlaken untersucht worden, hätte es sein können, dass sich das Virus bereits früher in der Schweiz ausgebreitet hätte.

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