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«Arbeitsrecht im Alltag – Tipps vom Arbeitgeberverband Basel» (Video: Arbeitgeberverband)
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Arbeitsrecht im Alltag: Ferien

Das Thema Ferien birgt Konfliktpotential zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Daniela Beck, Rechtsanwältin beim Arbeitgeberverband Basel, klärt auf.

Ferien sind für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Sie versprechen Erholung und Entspannung. Trotzdem gibt es auch beim Thema Ferien ein gewisses Konfliktpotential zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Daniela Beck ist Rechtsanwältin vom Arbeitgeberverband Basel, sie klärt für uns zwei typische Rechtsfragen.

«Arbeitsrecht im Alltag – Tipps vom Arbeitgeberverband Basel» (Bild: Telebasel)
«Arbeitsrecht im Alltag – Tipps vom Arbeitgeberverband Basel» (Bild: Telebasel)

Der Arbeitgeber hat der Belegschaft kürzlich mitgeteilt, dass er beabsichtige, nächsten Monat zwei Wochen Betriebsferien einzuführen. Darf er das so kurzfristig anordnen?

Grundsätzlich bestimmt nach dem Gesetz der Arbeitgeber den Zeitpunkt der Ferien. Dabei muss er die Wünsche des Arbeitnehmers soweit berücksichtigen, als diese mit dem Interesse des Betriebes vereinbar sind (Art. 329c abs. 2 OR).

Demnach kann der Arbeitgeber auch Betriebsferien anordnen. Er muss dies aber frühzeitig machen. Das heisst, er muss dies den Mitarbeitern mindestens drei Monate vorher mitteilen, damit diese ihre Ferien entsprechend planen können. Kurzfristigere Ferienanordnungen bleiben aber unter Umständen bei betrieblich bedingten Notsituationen möglich.

«Arbeitsrecht im Alltag – Tipps vom Arbeitgeberverband Basel» (Bild: Telebasel)
«Arbeitsrecht im Alltag – Tipps vom Arbeitgeberverband Basel» (Bild: Telebasel)

Wie sieht es aus, wenn ein Arbeitnehmer sich in den Ferien eine Magenverstimmung einfängt und im Hotel bleiben muss. Werden ihm diese Krankheitstage wieder gutgeschrieben?

Nach der Rechtsprechung ruhen die Ferien während einer Krankheit oder infolge eines Unfalles, wenn der entsprechende Nachweis erbracht ist und die Arbeitsunfähigkeit länger dauert als nur einen oder zwei Tage.

Entscheidend ist, ob der Zustand des Arbeitnehmers der Erholung entgegensteht. Kleinere Verletzungen oder leichte Krankheiten stehen dem Erholungszweck der Ferien nicht entgegen. Im Fall der genannten Magenverstimmung ist somit kein Feriennachbezug möglich. Bei Bettlägerigkeit und regelmässigen Arztbesuchen sieht die Sache wieder anders aus. In diesen Fällen ist eine entsprechende Erholung vermutlich ausgeschlossen und die verpassten Ferientage müssten wieder gutgeschrieben werden. Der Arbeitnehmer muss seine Erkrankung aber auch in den Ferien mit einem Arztzeugnis belegen, wie er dies auch unter normalen Umständen zu Hause tun würde.

«Arbeitsrecht im Alltag – Tipps vom Arbeitgeberverband Basel» (Bild: Telebasel)
«Arbeitsrecht im Alltag – Tipps vom Arbeitgeberverband Basel» (Bild: Telebasel)

Mehr Informationen unter www.arbeitgeberbasel.ch

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