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Der Telebasel News Beitrag vom 18. September 2020.
Basel

Wessels: «Es gibt kein Anrecht auf Strassenparkplätze»

Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement will in den nächsten Jahren 530 öffentliche Parkplätze entlang der Tramgleise aufheben.

Parkplätze werden aus Sicherheitsgründen dort aufgehoben, wo der Abstand zwischen Parkplatz und Tramgleis nur einen Meter oder weniger beträgt, wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) am Freitag mitteilte.

Betroffen sind in einem ersten Schritt 180 Parkplätze in den folgenden Strassen: Allschwilerstrasse, Austrasse, Bruderholzstrasse, Hammerstrasse, Leonhardsgraben, Totentanz und Zeughausstrasse. Eine Publikation des Vorhabens ist in den nächsten Tagen im Kantonsblatt vorgesehen. Die Umsetzung des ersten Pakets soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Mit der Massnahme will das BVD die Sicherheit für Velofahrende erhöhen. Denn wo Autos mit wenig Abstand neben Tramgleisen parkieren dürften, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen für Velofahrende und zu Unfällen, heisst es im Communiqué. Velofahrende würden häufig in Bedrängnis geraten.

Insgesamt 27’000 Strassenparkplätze

Solche beengten Platzverhältnisse würden weder den geltenden nationalen Normen noch den Zielsetzungen des Regierungsrates entsprechen, wonach sämtliche Strassen, die für den Veloverkehr geöffnet seien, sicher gestaltet sein müssten, heisst es weiter.

Zudem würde mit dieser Massnahme der Tramverkehr weniger durch parkierende Autos behindert. Gemäss BVD kommt es häufig vor, dass ein Tram ausgebremst wird, weil gerade ein Auto einparkiert.

In den nächsten Jahren und in einem zweiten Paket sollen weitere 350 Parkplätze aufgehoben werden. Konkret sollen jene Parkplätze gestrichen werden, die nicht den geltenden Normen entsprechen, obwohl der Abstand zwischen den parkierten Autos und den Tramgleisen mehr als einen Meter beträgt.

Wie der zuständige Projektleiter im BVD der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte, sind demnach Parkplätze in der Thiersteinerallee, Neubadstrasse, Adlerstrasse, Neuweilerstrasse und Allschwilerstrasse von einer Aufhebung betroffen.

Das BVD plant darüber hinaus die Markierung von Velostreifen in den Strassen, wo Parkplätze aufgehoben werden und Tempo 50 gilt.

In Basel-Stadt gibt es gemäss dem BVD insgesamt 27’000 Strassenparkplätze.

Kompensation der Parkplätze sei nicht vorgesehen

Laut dem Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP) sei keine Kompensation der Parkplätze vorgesehen, wie er am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gegenüber sagte. «Es gibt kein Anrecht auf Strassenparkplätze, und es wird keine Kompensation geben. Das ist gesetzlich auch nicht vorgeschrieben.» Ohnehin würden derzeit in Basel immer mehr Parkplätze unterirdisch entstehen. Dass man vermehrt solche Quartierparkplätze baut, fordert etwa TCS Verwaltungsratspräsident und FDP Grossrat Christophe Haller, denn «um den Parkdruck, in Gebieten, in denen Parkplätze abgebaut werden, um diesen Druck Auffangen zu können.»

Der noch bis Ende Januar 2021 amtierende SP-Regierungsrat hält den Abbau der Parkplätze für gerechtfertigt, zumal der Veloverkehr im Stadtkanton «massiv zugelegt» habe. «Umso wichtiger ist es deshalb, dass für die Sicherheit der Velofahrerinnen und Velofahrer etwas getan wird», sagte Wessels.

Handlungsbedarf gebe es nicht zuletzt deshalb, weil die Autos immer grösser und immer mehr Platz auf den Strassen in Anspruch nehmen würden. «Die Folge ist, dass der zur Verfügung stehende Strassenraum für Velos und den öffentlichen Verkehr laufend enger und gefährlicher geworden ist», sagte Wessels.

14 Kommentare

  1. Na Bravo, KEINE Freude herrscht ….. die herrscht erst wieder, wenn der Vorsitzende des BD
    gegangen ist : Es würde sicher ALLEN gefallen ginge Herr Wessels endlich zurück nach St. Gallen !Report

  2. Diese Strecken sind gefährlich und daher ist es richtig, diese für Velos endlich sicherer zu machen. Jeder Todesfall ist einer zuviel! Gratulation an das Baudepartement für diesen Entscheid. Die Velofahrer, gerade auch Schülerinnen und Schüler, werden es ihnen danken.Report

  3. Die velosteuer muss kommen.das sind die schlimmsten, rücksichtslosesten verkehrsteilnehmer. Kennen keine regeln und der anstand ist in den speichen eingeklemmt.bravo wessels.mach die ganze stadt kaputt..Report

  4. Typisch. Was will man auch von einer leider rot-grünen Mehrheitsregierung auch anderes erwarten. Wir haben es bei den nächsten Regierungs- / Grossratswahlen in der Hand, Gegensteuer,zu geben. So darf es nicht mehr weitergehen. Ich fahre jeden Tag Velo. Ich finde überhaupt nicht, dass die Strassen in Basel für Velofahrer unsicher sind. Für mich am Schlimmsten sind die hohen Trottoirs,wo,das Tram durchfährt. Das muss man ändern. Und nichts Anderes.Report

  5. Zum Glück wohne ich nicht mehr in dieser Stadt, einfach nur eine Riesen Frechheiten!
    Zahle meine Steuern jetzt auf dem Land, von mir aus kann Basel-Stadt den Bach runtergehen, dann können die Linken und Grünen schauen wie sie ihre weltfremde Philosophie finanzieren können!
    Können dann überall Äcker und Gärten bauen und zu Selbstversorgern werden und die Waren mit ihren „******** Hollanddrahteseln von ausserhalb der Stadtmauern in ihre Birkenstockhochburg transportieren..Report

  6. So wie ein Teil der Velofahrer sich auf den Strassen verhalten, dann würde ich sagen auch die Velo haben keine Berechtigung auf freie Fahrt.
    Find es auch gut das Hp. Wessel geht.Report

  7. Sali Basler
    Wenn Sie mit dem Auto vom Land in die Stadt fahren statt den ÖV zu nutzen sind Sie sowieso Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Ich persönlich werde viel Spass haben im linken Basel 😉Report

  8. Hammerstrasse….??? Wo hat’s dort Tramgleise.?
    Ich finde das eine absolute Frechheit was da wieder abgeht.
    Zum Glück bin ich auf dem Land zuhause und nicht mehr in der Stadt.Report

  9. Unglaublich, was der Kanton BS sich erlaubt. Vielleicht erst mal das ÖV Konzept überdenken und verbessern. Wo sollen denn die Autos hin? Ich gehöre darf ich sagen, zu den „anständigen“ Velofahrerinnen. ( gibt es auch).
    Ich habe breite Pneus, damit ich sicherer unterwegs bin. Autotüren die plötzlich aufgehen bleiben gefährlich. Auch darauf sollte man wieder einmal die Aufmerksamkeit richten. Blick über die Schulter, dann bleiben wir alle gesund.Report

  10. Ja klar.alles für die velos.und die halten sich an keine regeln.fahren wie sie wollen.bei rot,auf trottoir, durch einbahnstrassen. Kurzum, das sind die schlimmsten verkehrsteilnehmer.nur rücksichtslosReport

  11. Man muss sich nicht wundern, wieso die Bevölkerung in Basel abnimmt , den Automobilbesitzer nimmt man das
    Geld ab wo nur es möglich ist. Die Velo und neu die Elektrofahrzeuge mit tempo 30 Km/h. zahlen nichts, ob wohl
    viel Geld investiert wird für den Trottinett und Veloverkehr.. Parkiert werden diese Fahrzeuge wo es gerade ist
    auf dem Fussgänger -Trottoir auf privaten Parkplätzen von Vorgärten ect. Es wird einfach stehen gelassen wie
    es gefällt. Zum Glück wohne ich nicht mehr in Basel, ich bin auf die Landschaft gezogen, weil Basel mich Zuviel
    verdichtet, das gibt Unfrieden und Agressionen unter der Bevölkerung , man liest das jeden Tag jn der Zeitung.Report

  12. So ein blöder Saich. Die Velofahrer sollten sich mal an das Strassengestz und Stops usw. ignorieren, sowie anständiges Licht montieren. Dann würde es auch weniger gefährlich. Typisch rot/grüne Partei. Kotzt mi langsa a.Report

  13. Hoffentlich kaufen die Baselbieter nur noch zuhause oder in Deutschland ein. Basel nur noch mit überteuerten Parkhäusern zu besuchen ist echt kein Spass mehr. Dann habt ihr Basler Basel Auto- UND Besucherfrei. Adieu Basler Gewerbe, hello Onlinehandel, hello Deutschland (dort sind Parkplätze vorhanden und gratis).

    Viel Spass im linken Basel.Report

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