Sören Kragh Andersen entschied die drittletzte Etappe der Tour de France für sich. (Bild: Keystone)
International

Sören Kragh Andersen holt zweiten Etappensieg

Der Däne Sören Kragh Andersen feierte in der drittletzten Etappe der 107. Tour de France seinen zweiten Tagessieg. In Champagnole siegte er solo.

Kragh Andersen düpierte die Konkurrenten, indem er rund 15 Kilometer vor dem Ziel aus der Spitzengruppe heraus attackierte und nicht mehr eingeholt werden konnte. Im Ziel betrug sein Vorsprung auf den Slowenen Luka Mezgec 53 Sekunden. Mezgec sicherte sich im Sprint der ersten Verfolger den 2. Rang vor dem Belgier Jasper Stuyven.

Das Feld mit allen Tour-Favoriten erreichte das Ziel siebeneinhalb Minuten nach Kragh Andersen. An der Spitze der Gesamtwertung gab es deshalb wie erwartet keine Veränderungen. Der Slowene Primoz Roglic steigt mit einer Reserve von 57 Sekunden auf seinen Landsmann Tadej Pogacar und 1:27 Minuten auf den Kolumbianer Miguel Angel Lopez in das entscheidende Bergzeitfahren vom Samstag nach La Planche des Belles Filles.

Kragh Andersen hatte bereits die 14. Etappe in Lyon auf ähnliche Art für sich entschieden. Damals hatte der 26-Jährige nach Vorarbeit von Marc Hirschi rund drei Kilometer vor dem Ziel angegriffen und sich (mit 15 Sekunden Vorsprung) ebenfalls vor Mezgec durchgesetzt.

Roglic führ weiterhin

In der 166 Kilometer langen Überführungsetappe von Bourg-en-Bresse nach Champagnole war damit gerechnet worden, dass es die klassischen Sprinter um Sam Bennett, Caleb Ewan, Matteo Trentin und Peter Sagan schwer haben würden. Zwar stand nur eine klassifizierte Steigung der tiefsten Kategorie im Programm, den ganzen Tag hindurch ging es aber auf und ab.

Dennoch waren Bennett, der sein grünes Trikot als punktbester Fahrer wohl mit Erfolg bis Paris verteidigen wird, und Co. vorne dabei, als sich rund 30 Kilometer vor dem Ziel eine Spitzengruppe bildete. Bennett und Sagan belauerten sich aber gegenseitig und reagierten auch dann nicht, als Kragh Andersen wenig später zur entscheidenden Attacke ansetzte.

Primoz Roglic dürfte der ruhige Tag entgegen gekommen sein, wartet doch am Samstag noch einmal ein hartes Stück Arbeit auf den Leader. Die Prüfung gegen die Uhr ist 36,2 Kilometer lang, wobei es die letzten gut sechs Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,5 Prozent bergauf geht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel