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Der Telebasel News Beitrag vom 17. September 2020.
Basel

Retten die Heizkörper nun die Gastrobranche?

Um Gäste auch weiterhin im Freien bedienen zu können, wurde die Nutzung von elektronischen Heizkörper in Basel-Stadt erlaubt. Doch deren Unterhalt ist teuer.

Die Basler Regierung hat beschlossen, dass elektronische Heizkörper diesen Winter in der Gastronomie-Branche erlaubt sind. So sollen trotz Corona-Pandemie mehr Gäste betreut und das Wirtschaften im Gastgewerbe unterstützt werden. Die Ausnahme gilt voraussichtlich bis zum 31. April 2021.

Nachfrage steigt bereits

«Die Anfragezahlen für Heizkörper sind in der Tat im Jahresvergleich stark angestiegen», schreibt ein Anbieter am Donnerstag auf Anfrage von Telebasel. Das, obwohl noch sommerliche Temperaturen herrschen.

«Üblicherweise steigen die Anfragen erst im Oktober an», schreibt der Anbieter von Heizkörpervermietungen weiter. Seit August habe sich die Nachfrage bereits um 85 Prozent erhöht. Jetzt wo der Kanton Basel-Stadt die Nutzung genehmigt, ist mit einem weiteren Anstieg bei allen Anbietern zu rechen.

Teure Rettung

«Wenn man ein leeres Restaurant hat, ist es natürlich klar, dass man lieber einen Gast Draussen, aufgrund einer kleineren oder gar grösseren Investition hat, anstatt gar keine Gäste», so«Löwenzorn»-Pächter Karim Frick.

Doch um einen Aussenbereich mit genügend Strom zu versorgen, so dass die elektronischen Heizkörper genügend wärmen, ist teuer. Auch die Anschaffung dieser Geräte ist nicht gerade billig. Die Miete eines Geräts pro Monat à Fünftagewoche beträgt mindestens 140 Franken.

Auch der Kauf von Elektroheizkörpern wäre möglich, doch ab Ende April müsste man jene wieder beseitigen. «Was dann damit passiert? Keine Ahnung, darum gehen wir nicht auf Strom», so Anwar Frick, auch Pächter des Restaurants «Löwenzorn».

Alternativen

Doch nicht nur die Heizkörper sollen der Branche helfen. Im Grosse Rat hat am Mittwoch die CVP, FDP, Grünes Bündnis, LDP, SP und SVP in ihrem gemeinsamen Vorstoss unterstützt und ein substanzielles kantonales Hilfsprogramm für Beherbergungs- und Restaurationsbetriebe gefordert.

Es sollen zehn bis 15 Millionen Franken bereit gestellt werden. Zu dieser finanziellen Unterstützung gibt es noch andere Hilfsmittel, die das Wirtschaften während den kalten Monaten unterstützen könnten. Dazu gehören alternative Wärmequellen oder wärmenden Felle und Decken.

Solche Alternativen müssten die Gastrobetriebe jedoch ebenfalls selbst finanzieren. Die Gastro- und Hotelbranche befindet sich nach wie vor in einer Krise. Doch der Regierung seien soweit die Hände gebunden. Mehr als Gelder und ausserordentliche Genehmigungen seien nicht möglich.

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