Ein Brief aus Deutschland mit diesem Inhalt ging in diesen Tagen an zahlreiche Haushalte. (Bild: Telebasel)
Schweiz

Mysteriöse Briefe aus Deutschland werben für SVP-Initiative

Werbung für die Begrenzungsinitative oder Aktion politischer Gegner? Die SVP erstattet Anzeige wegen mysteröser Briefe aus Deutschland.

Zahlreiche Menschen in der Region erhielten in den letzten Tagen Post aus Deutschland. Im Brief befindet sich jeweils ein A4-Blatt mit einem Ja-Slogan für die Begrenzungsinitiative der SVP, über die am 27. September abgestimmt wird. Bis auf den Poststempel aus Deutschland gibt es keine weiteren Merkmale auf dem Brief – auch keinen Absender.

Die Briefe wurden aus Deutschland verschickt. (Bild: Telebasel)

Wie SVP-Kampagnenleiterin und Nationalrätin Esther Friedli gegenüber «Blick» sagt, habe ihre Partei nichts mit dem Versand zu tun: «Die SVP macht auf keinen Fall einen Versand über die Deutsche Post.» Die Partei distanziert sich in einer Mitteilung in aller Form vom Schreiben. Sie «verurteilt das Vorgehen der Absender aufs Schärfste». Für besonderen Ärger habe gesorgt, dass der Brief auch an verstorbene Personen ging: «Die SVP versteht die Verärgerung und die Betroffenheit der Empfänger».

Anzeige gegen Unbekannt

Weil die Partei unzählige negative Reaktionen erhalten hat, hat sie nun bei der Berner Kantonspolizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Dies wegen Rufschädigung, wie die Partei mitteilt.

Die Partei geht nicht davon aus, dass es sich hier um eine unterstützende Massnahme aus Deutschland handelt, sondern sieht darin «eine Aktion der politischen Gegner.» «Dies mit dem Ziel, die SVP unglaubwürdig zu machen und der Begrenzungsinitiative zu schaden.»

Die Partei distanziert sich denn auch in aller Form von Schreiben aus Deutschland und «verurteilt das Vorgehen der Absender aufs Schärfste». Für besonderen Ärger sorgte nämlich, dass der Brief auch an verstorbene Personen ging. «Die SVP versteht die Verärgerung und die Betroffenheit der Empfänger», so die Mitteilung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel