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International

Die Schweiz ist neu auf der Reisewarnliste Dänemarks

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Minsk als WM-Austragungsort wackelt

Der Internationale Eishockey-Verband (IIHF) nimmt gemäss eigenen Angaben die WM 2021 nochmals genauer unter die Lupe. Der Grund sind die Unruhen in Minsk, das neben dem lettischen Riga als Zweitspielort vorgesehen ist. Lettlands Premierminister hatte gemäss der IIHF einen Antrag gestellt, dass Weissrussland wegen der politischen Vorkommnissen nicht weiter Austragungsort bleiben dürfe.

Der Schweizer Weltverbands-Präsident René Fasel hielt nach einem Treffen der IIHF-Exekutive in Zürich allerdings fest: «Die IIHF ist kein politisches Gebilde und kann ein Turnier nicht aus politischen Gründen verschieben». Die IIHF sei aber zutiefst besorgt über die jüngsten Ereignisse in Minsk.

Netanjahu: Weitere Verschärfung der Corona-Beschränkungen möglich

Kurz vor Beginn eines zweiten Corona-Lockdowns in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine mögliche weitere Verschärfung der vorgesehenen Einschränkungen angekündigt. Netanjahu sagte am Donnerstagabend, angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen könnte dies notwendig sein. «Ich denke, dass wir angesichts der Infektionslage möglicherweise keine andere Wahl haben werden, als die Beschränkungen zu verschärfen», sagte Netanjahu. Alles zum Thema gibt es hier.

 

Benjamin Netanjahu hält eine weitere Verschärfung der Corona-Beschränkungen in Israel für möglich. (Bild: Keystone)

Brooklyn Museum versteigert Werke wegen Corona-Krise

Das New Yorker Brooklyn Museum hat in der Corona-Krise zahlreiche Werke zur Auktion freigegeben, um die Instandhaltung der restlichen Sammlung gewährleisten zu können. «Das ist etwas, was für uns sehr schwer ist», sagte Direktorin Anne Pasternak am Donnerstag der «New York Times». «Aber es ist das Beste für unsere Institution und die Langlebigkeit und Pflege unserer Sammlungen.» Zu den zwölf Werken, die im Oktober beim Auktionshaus Christie’s versteigert werden sollen, gehören Stücke von Lucas Cranach dem Älteren und Gustave Courbet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

ATP- und WTA-Turnier in Moskau gestrichen

Wegen der ansteigenden Coronavirus-Infektionen in Moskau mussten die Veranstalter der zwei geplanten Tennisturniere – ein ATP-Turnier (19. bis 25. Oktober) und ein WTA-Premier-Turnier (26. Oktober bis 1. November) – ihre Events absagen. Die Moskauer Behörden verweigerten den Turnieren die Bewilligung. Das ATP-500-Turnier in St. Petersburg in der dritten Oktoberwoche soll wie geplant stattfinden.

New York verschiebt wegen Corona-Krise erneut Schulstart

Die Millionenmetropole New York hat wegen der Corona-Krise den eigentlich für kommende Woche geplanten Beginn des neuen Schuljahres für die meisten Schüler erneut verschoben. Nur Vorschüler, deren Eltern sie für eine Mischung aus Online- und Vor-Ort-Unterricht angemeldet hatten, sollen ab der kommenden Woche wieder tageweise zur Schule gehen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Donnerstag mit. Grundschüler sind dann ab dem 29. September dran, die Älteren ab dem 1. Oktober. Auch zusätzliche Lehrkräfte sollen eingestellt werden.

Ursprünglich war der Schulstart für den 10. September angesetzt, musste dann aber bereits auf den 21. verschoben werden, um den Lehrern mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben.

 

Der Schulstart in New York wurde wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben. (Bild: Keystone)

Rote Zone Paris: Nur 5000 Zuschauer auf den Champs-Élysées
 

Nur 5000 Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen zur Finale de Tour de France auf die auf der Avenue des Champs-Élysées. (Bild: Keystone)

Beim Finale der letzten Etappe der Tour der France in Paris werden wegen der hohen Corona-Infektionszahlen in Frankreich nur 5000 Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Avenue des Champs-Élysées zugelassen sein. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP und berief sich dabei auf den Veranstalter ASO.

Paris ist als sogenannt rote Zone eingestuft worden, in der das Virus besonders stark zirkuliert. Auf mehreren Etappen der Frankreich-Rundfahrt war es in diesem Jahr zu Einschränkungen gekommen.

Nationalrat feilt am Covid-19-Gesetz

Corona-geplagte Selbstständige sollen auch nach Ablauf der Notverordnungen unterstützt werden. Dieser Meinung ist das Parlament. Nun feilschen die Räte noch um die Details der Finanzhilfen. Der Nationalrat will im Gesetz zusätzlich den Passus verankern, dass der Bundesrat Massnahmen zur Abfederung von Schwelleneffekten treffen soll.

Es dürfe nicht sein, dass Selbstständige mit Einbussen von 59 Prozent auf der Strecke bleiben, während solche mit Einbussen von 60 Prozent von Finanzhilfen profitieren könnten, lautete der Tenor. Weniger konkret als der Ständerat will der Nationalrat die Härtefälle für Unternehmen der Event-, Reise- und Tourismusbranche und für Schausteller definieren. Das Covid-19-Gesetz geht nun einmal an der Ständerat. Bestehen nach der dritten Beratung noch Differenzen, befasst sich die Einigungskonferenz damit.

Genfer Kantonsangestellte sollen wegen Corona Lohnopfer erbringen

Die Genfer Kantonsregierung rechnet im nächsten Jahr mit einem Defizit von einer halben Milliarde Franken. Die Coronaviruskrise habe das Gesamtergebnis um rund 100 Millionen Franken verschlechtert. Die Staatsangestellten sollen mit einem Lohnopfer helfen, die Unterstützungsmassnahmen für die von Krise direkt Betroffenen mitzufinanzieren.

Der Vierjahresfinanzplan 2020-2023 sah für 2021 ursprünglich ein Defizit von 462 Millionen Franken vor. Die Coronaviruskrise machte dieser Planung allerdings einen dicken Strich durch die Rechnung. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 

Der Kanton Genf verzeichnet wegen Corona ein Defizit in der Kasse. Die Angestellten sollen nun ein Lohnopfer erbringen. (Bild: Keystone)

EU-Parlament fordert einheitlicheres Vorgehen bei Corona-Massnahmen

Einheitliche Quarantänezeiten, vergleichbare Zahlen zum Infektionsgeschehen und eine gemeinsame Teststrategie – das Europaparlament hat ein geschlosseneres Vorgehen der EU-Mitgliedsstaaten in der Corona-Krise gefordert. So sollten Corona-Testergebnisse gegenseitig in allen Mitgliedsstaaten anerkannt werden und ausreichende Kapazitäten für Tests geschaffen werden, hiess es in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution der EU-Abgeordneten. Darin wurde auch eine einheitliche Datenerhebung gefordert.

Die Abgeordneten sprachen sich in dem Entschliessungsantrag für ein einheitliches Ampelsystem aus, das Gebiete je nach Infektionslage in rote, orangene, grüne und graue Zonen einstuft.

Maurer und Berset loben ihre Departemente an G20-Treffen

Die Bundesräte Ueli Maurer und Alain Berset haben am Donnerstag an einer Videokonferenz der G20-Finanz- und Gesundheitsminister die gute Zusammenarbeit ihrer Departemente in der Corona-Krise betont. Sie bekräftigten dabei auch die zentrale Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Gemäss einer Mitteilung der Eidg. Departemente für Finanzen (EFD) und des Innern (EDI) hatte die saudische G20-Präsidentschaft die Finanz- und Gesundheitsminister zu einem gemeinsamen virtuellen Treffen eingeladen. Zentrale inhaltliche Grundlage für das Treffen sei eine Analyse der WHO zu den Lücken in der Pandemievorbereitung und -bewältigung gewesen.

In diesem Zusammenhang habe die Schweiz die zentrale Rolle der WHO bei der Bewältigung und Koordination der internationalen Reaktion auf Pandemien bekräftigt. Finanzminister Ueli Maurer und Innenminister Alain Berset hätten die gute Zusammenarbeit ihrer Departemente im Zuge der Covid-19-Krise hervorgehoben.

Schweiz und Österreich neu auf Reisewarnliste von Dänemark

Den Dänen wird von nun an auch von Reisen in die Schweiz, nach Österreich sowie nach Portugal, Ungarn und in die Niederlande abgeraten. Grund dafür sind die in den fünf Ländern gestiegenen Corona-Infektionszahlen, wie das dänische Aussenministerium am Donnerstag mitteilte.

Damit empfiehlt es seinen Bürgern mittlerweile, von nicht notwendigen Reisen in eine ganze Reihe von Ländern des Schengenraums abzusehen. Das liegt zum einen an den Fallzahlen des jeweiligen Staates, zum anderen auch an den dortigen Einreisebeschränkungen. Alle Hintergründe finden Sie hier.

Die Schweiz liegt neu auf der Risikoliste von Dänemark. (Bild: Keystone)

Österreich beschränkt Teilnehmerzahl bei privaten Feiern in Gebäuden

Als Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus limitiert Österreich die Zahl der Teilnehmer bei privaten Zusammenkünften. Bei Feiern in Gebäuden seien ab Montag nur noch zehn Personen erlaubt, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag.

Eine Kontrolle von Privatwohnungen sei allerdings nicht geplant, da sie nicht grundrechtskonform sei. Es gehe um Zusammenkünfte im öffentlichen Raum. Einzige Ausnahme von den neuen Auflagen seien Begräbnisse. Bei Veranstaltungen im Freien seien wie bisher bis zu 150 Menschen erlaubt.

Nicht betroffen seien die professionell organisierten Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich. Dort bleibe es bei der Obergrenze von 1500 Menschen in Gebäuden und 3000 im Freien, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Binnen 24 Stunden wurden in Österreich zuletzt 780 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist das ein etwa dreimal höherer Wert als aktuell in Deutschland. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Im Internet sorgt die neue Weisung für Gelächter: Vor allem eine Aussage von Kurz, dass in die meisten Wohnungen sowieso nicht mehr als zehn Menschen passen würden.

Gericht kippt Corona-Testpflicht für Einreise nach Sardinien

Für die Einreise auf die italienische Ferieninsel Sardinien ist vorerst doch kein negativer Corona-Test mehr nötig. Wenige Tage nach der Einführung einer Corona-Testpflicht für die Insel hat ein Gericht diese vorsorglich wieder gekippt.

Das zuständige Verwaltungsgericht in Cagliari entschied am Donnerstag laut Nachrichtenagentur Ansa, einem Einspruch der italienischen Regierung stattzugeben. Diese hatte durch die Testpflicht die Reisefreiheit eingeschränkt gesehen und war deshalb dagegen vorgegangen. Die nächste Anhörung ist für den 7. Oktober geplant.

Am vergangenen Wochenende hat der Präsident der Region Sardinien, Christian Solinas, eine entsprechende Verordnung unterzeichnet. Seit Montag waren ankommenden Passagiere in Sardinien «aufgerufen», einen negativen Corona-Test vorzuweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Alternativ konnten Einreisende auch online erklären, vor kurzem einen Corona-Test mit negativem Ergebnis durchgeführt zu haben, oder sich übergangsweise nach ihrer Ankunft vor Ort testen lassen.

Quarantäne wird nicht verkürzt

Alles soll im Moment beim Alten bleiben. Dies bekräftigte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle des BAG, an einer Medienkonferenz am Donnerstag. Aber zurzeit würde man diskutieren, ob eine Verkürzung möglich wäre.

Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, BAG, spricht während einem Point de presse des BAG zur aktuellen COVID-19-Lage. (Keystone)

Zusammen mit der Swiss Science Task Force würde man evaluieren unter welchen Bedingungen gegebenenfalls eine kürzere Quarantäne in Frage käme. Wann ein Entscheid fallen könnte, wurde nicht in Aussicht gestellt.

Swiss-Covid-App soll interaktiver werden

Die Swiss-Covid-App soll interaktiver und damit attraktiver werden. Das hat Mathias Wellig, Geschäftsführer der App-Entwicklungsfirma Ubique Innovation, am Donnerstag vor den Medien in Bern angekündigt.

Das BAG empfehle deshalb, die App lieber jetzt zu installieren und zu aktivieren und nicht erst später, wenn die Fallzahlen weiter stiegen. (Keystone)

Die App laufe bisher vor allem im Hintergrund, manchen Benutzerinnen und Benutzern sei das jedoch zu wenig. Deshalb wird die App künftig mehr Informationen (Anzahl Nutzer oder total eingegebene Covid-Codes) bieten. Auch wird es möglich sein, direkt aus der Anwendung andere Menschen auf die App aufmerksam zu machen. Das Update der Swiss-Covid-App soll ab nächster Woche verfügbar sein. Mehr dazu hier.

Opernsängerin Anna Netrebko mit Corona im Spital

Die international erfolgreiche Opernsängerin Anna Netrebko ist laut eigenen Angaben im Spital und erholt sich von einer «Corona-Lungenenzündung». Dies teilte sie in einem Post am Donnerstag auf Instagram mit.

Sie habe sich aus dem Umfeld des Ensembles der «Don Carlo»-Inszenierung an einem Theater in Moskau infiziert. Sie habe sich sofort in Isolation begeben, als sie gemerkt hatte, dass sie krank werde. «Alles wird gut! Der Teufel ist nicht so schrecklich, wie er beschrieben wird», schreibt Netrebko. Sie habe sich zudem dazu entschieden, trotz Ansteckungsrisiko im Theater zu arbeiten, statt zu Hause zu sitzen.

BAG: Aktuelle Zahlen nur noch an den Wochenzahlen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) publiziert die neuen Coronavirus-Ansteckungen künftig nur noch an den Wochentagen. Die Zahlen von Samstag und Sonntag werden neu jeweils am Montag vermeldet. Das gab Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, am Donnerstag bekannt.

Genügend Spitalbetten im Corona-Hotspot Waadt

Das Universitätsspital Lausanne (Chuv) ist für eine zweite Welle der Coronavirus-Pandemie vorbereitet. Einen Mangel an Spitalbetten gebe es nicht.

«Das Chuv arbeitet mit fast normaler Aktivität. Das heisst, es ist zu 90 Prozent ausgelastet», sagte Spitaldirektor Philippe Eckert. (Keystone)

Angesichts der steigenden Infektionszahlen in dem am stärksten vom Virus betroffenen Kanton orientierten das Waadtländer Universitätsspital und die Kantonsregierung an einer Medienkonferenz am Donnerstag über die aktuelle Lage. Das Gesundheitssystem sei in der Lage, mit einem möglichen neuen Zustrom von Patienten zurechtzukommen, hiess es.

BAG meldet 530 neue Corona-Fälle am Donnestag
Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz steigt weiter

Die Zahl der laborbestätigten Fällen in der Schweiz steigt weiter an. Dies fasst das Bundesamt für Gesundheit in seinem wöchentlichen Bulletin über die epidemiologisch Lage fest. Für die Woche 37 (07.09.-13.09.2020) verzeichnet das Amt einen Anstieg von knapp 400 zusätzlichen Fällen im Vergleich zur Vorwoche (2447 Fälle waren es eine Woche zuvor, 2843 in der Woche 37).

Dabei traten in den Kantonen Genf, Zürich und Waadt im gemessenen Zeitraum 61 Prozent aller laborbestätigten Fälle auf. Das BAG meldet zudem 64 neue Hospitalisationen. «Im Vergleich zu den Vorwochen ist die Zahl somit deutlich angestiegen», heisst es weiter. Davon wurden 29 Personen behandelt.

Mehr als 2'000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut die Schwelle von 2’000 übersprungen und den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2194 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen meldete.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265’857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. (Symbolbild: Keystone)

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6’000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2’000 (2’034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wie viele Menschen getestet werden.

Biontech übernimmt Anlage von Novartis für Corona-Impfstoff

Die deutsche Biontech übernimmt vom Pharmakonzern Novartis eine Produktionsanlage im hessischen Marburg zur Herstellung seines potenziellen Corona-Impfstoffes. Mit der Anlage könne Biontech bei vollem Betrieb seine Produktionskapazitäten um bis zu 750 Millionen Dosen pro Jahr oder mehr als 60 Millionen Dosen pro Monat erweitern, teilte das Mainzer Biotechunternehmen am Donnerstag mit.

Die Anlage soll eine der grössten Produktionsstätten in Europa für Boten-RNA (mRNA) werden, auf der der Impfstoff von Biontech basiert. Zum Kaufpreis machte Biontech keine Angaben. Das Geschäft soll im vierten Quartal abgeschlossen werden.

Solothurner Fasnacht verzichtet auf Umzüge und Grossanlässe

Die traditionelle Fasnacht in Solothurn mit der Chesslete und Umzügen findet im kommenden Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Zuvor wurde die Fasnacht bereits in der Stadt Olten abgesagt.

Die Solothurner Fasnacht 2021 fällt wegen der Corona-Pandemie ins Wasser. (Archivbild: Keystone)

«Auch die Fasnachtsherzen in Solothurn bluten, und es trifft uns hart», teilte die Vereinigte Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO am Donnerstag mit. Angesichts der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus und der Sicherheitsmassnahmen zum Schutze aller begeisterter Fasnächtler sei der Entscheid einstimmig gefallen.

Jurassische Ständerätin Baume-Schneider in Quarantäne

Die jurassische Ständerätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) ist in Quarantäne. Ihr Sohn wurde positiv auf das Virus getestet, wie Ratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) am Donnerstag im Ständerat bekannt gab.

Ständeraetin Elisabeth Baume-Schneider, SP (JU) muss wegen einem Corona-Fall in der Familie in Quarantäne. (Keystone)

Baume-Schneider und auch ihre Familie, die ebenfalls in Quarantäne sei, sei wohlauf, sagte Stöckli. Er hoffe, die Ratskollegin könne am kommenden Mittwoch nach Bern zurückkehren. Baume-Schneider ist 56-jährig und seit Ende 2019 Ständerätin.

Schweizer Exporte erholen sich im August weiter

Die Schweizer Exportwirtschaft hat sich im August weiter vom Coronaschock erholt. Die Ausfuhren stiegen den dritten Monat in Folge an. Im August kletterten sie konkret gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 3,7 Prozent auf 18,33 Milliarden Franken. Real – also preisbereinigt – resultierte ein Anstieg von 2,9 Prozent, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Aufgeschlüsselt nach Absatzmärkten entwickelten sich die Ausfuhren nach Nordamerika (+14%) und Asien (+10,8%) deutlich dynamischer als jene nach Europa (+1,6%). (Symbolbild: Keystone)

Trotz dieser Erholung sind die aktuellen Werte aber noch weit von jenen der Vor-Corona-Zeit entfernt. So hatte die Schweizer Exportwirtschaft davor zum Teil pro Monat Waren im Wert von über 20 Milliarden Franken ins Ausland abgesetzt. Als die Krise eskalierte, sanken die Ausfuhren dann auf gut 16 Milliarden Franken.

Ende Monat kommt der Corona-Schnelltest von Roche

Mit der neuen Grippen-Corona-Tests soll Ende Monat auch ein Corona-Schnelltest vom Pharmaunternehmen Roche auf den Markt kommen. Ausgeliefert wird der Test an private und öffentliche Diagnostik-Labore. Mit dem Test soll ein Resultat bereits nach 15 Minuten vorliegen. Eine präventive Quarantäne bis zum Erhalt eines Resultats soll so verhindert werden können.

Der Sars-CoV-2-­Rapid-Antigen-Test soll ähnlich wie ein Schwangerschaftstest funktionieren und eine Treffergenauigkeit von 96,5 bis 99,7 Prozent ­haben, schreibt «Blick». Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt die Test zurzeit noch nicht. Zuerst müssten sie validiert werden.

Trump stiftet Verwirrung über Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen

US-Präsident Donald Trump hat in einem ungewöhnlichen Vorstoss den Amerikanern viel schneller eine breite Verfügbarkeit von Coronavirus-Impfstoffen versprochen als seine eigene Gesundheitsbehörde. Auf die Frage, wann jeder in den USA Zugang zu einer Impfung bekommen könne, sagte Trump am Mittwoch: «Ich denke, das wird sehr bald sein.» Einer seiner medizinischen Berater, der Radiologe Scott Atlas, stellte 700 Millionen verfügbare Impfstoff-Dosen bis Ende März in Aussicht.

Us-Präsident Donald Trump und die US-Gesundheitsbehörden haben unterschiedliche Meinungen über die Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs. (Keystone)

Zuvor hatte der Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, die für die Versorgung mit Impfstoffen zuständig ist, Mitte kommenden Jahres als Zeithorizont genannt. «Wenn Sie mich fragen, wann das allgemein für die amerikanische Bevölkerung verfügbar sein wird, damit wir die Impfung nutzen und zu unserem normalen Leben zurückkehren können, dann schauen wir, denke ich, in Richtung des späten zweiten oder des dritten Quartals 2021», sagte Robert Redfield bei einer Anhörung im US-Senat. Er stand dabei unter Eid.

150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut

Die Coronavirus-Pandemie hat dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt. Seit Ausbruch der Pandemie sei die Zahl der in Ländern mit geringen oder mittleren Durchschnittseinkommen in Armut lebenden Kinder um 15 Prozent auf etwa 1,2 Milliarden gestiegen, heisst es in einem Bericht von Unicef und der Hilfsorganisation Save the Children, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Für den Bericht seien Daten unter anderem zu Bildung, Gesundheitssystemen oder Ernährung aus mehr als 70 Ländern ausgewertet worden. Mehr dazu hier.

Hälfte der erwachsenen Schweizer fordert freiwillige Corona-Impfung

Die Hälfte der Erwachsenen in der Schweiz wünscht sich eine freiwillige, von der Grundversicherung bezahlte Impfung gegen das Coronavirus, wenn ein wirksamer Impfstoff auf den Markt kommen sollte.

Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes Comparis hervor. 49,2 Prozent der Umfrageteilnehmenden forderten danach eine Übernahme der Kosten durch die Grundversicherung für alle – nicht nur für Risikogruppen, wie bei der Grippeimpfung. Diese Haltung ist vor allem in der deutschsprachigen Schweiz verbreitet

Eine Corona-Impfung soll keine Pflicht sein. Die Hälfte der erwachsenen Schweizer fordert, dass dies freiwillig geschehen soll. (Symbolbild: Keystone)

Ein Fünftel der unter 56-Jährigen will jedoch einen allgemeinen Impfzwang. 19,6 Prozent der 15- bis 35-Jährigen und 19,4 Prozent der 36- bis 55-Jährigen wünscht sich diesen. Der Anteil der Impfzwangbefürworter ist in der Romandie mit 23,2 Prozent in allen Altersgruppen (gegenüber 15,1 Prozent bei den Deutschschweizern) und bei Personen mit hoher Bildung besonders hoch. Mehr dazu hier.

Wirbel um Naturheilmittel: Swissmedic prüft möglichen Werbeverstoss

Nach Berichten über das Naturheilprodukt Echinaforce als «Wundermittel» gegen Corona, hat die Schweizer Arzneiaufsicht Swissmedic Abklärungen angekündigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Tschechien schränkt Veranstaltungen wegen Corona ein

Wegen steigender Corona-Zahlen hat Tschechien strengere Regeln verhängt. Gaststätten, Cafés, Bars, Nachtklubs und ähnliche Einrichtungen dürfen nur noch so viele Menschen einlassen wie sie Sitzplätze haben. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwochabend, 16. September 2020, bekannt. Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als zehn Leuten muss jedem Besucher künftig ein Sitzplatz zugeordnet sein. Dadurch solle eine «gewisse Distanz» geschaffen werden, hiess es. Ausnahmen gelten für Ausstellungen und Messen.

Zuvor hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tschechien einen Rekordwert erreicht. Am Dienstag kamen 1’675 weitere Fälle hinzu – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Bisher starben in dem EU-Land 481 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

Südafrika lockert Corona-Restriktionen – Luftraum bald wieder offen

Angesichts sinkender Infektionszahlen lockert Südafrika seine Corona-Beschränkungen. Präsident Cyril Ramaphosa sagte am Mittwochabend in einer Rede an die Nation, die Restriktionen würden am Montag, 21. September 2020, auf das niedrigste Niveau gesenkt.

Obwohl das Virus weiter wüte, sei das Schlimmste überstanden. «Wir sind bereit, unsere Tore wieder für die Welt zu öffnen.» Dazu soll nach knapp sechsmonatiger Sperre der Luftraum vom 1. Oktober an wieder für internationale Flüge geöffnet werden.

Die Lockerungen sind aber weiter an bestimmte Beschränkungen gebunden – etwa bei der Versammlungsfreiheit oder für Flugreisende. Negative Corona-Tests unmittelbar vor der Abreise gehören dazu. Die nächtliche Ausgangssperre wird verkürzt auf die Zeit zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens.

In Südafrika wurden bisher mehr als 651’500 Covid-19-Fälle bestätigt. Etwa 15’600 Menschen starben. Fast 89 Prozent der Infizierten sind nach offiziellen Angaben aber wieder genesen. Noch vor zwei Monaten habe es 12’000 Neuinfektionen pro Tag gegeben – heute seien es noch 2’000. Das Testprogramm werde weiter ausgeweitet, sagte Cyril Ramaphosa. Zudem werde es eine kostenlose Corona-App geben.

Deutschland setzt Kanton Freiburg auf Risikoliste

Der Kanton Freiburg zählt in Deutschland nun auch als Risikogebiet – Waadt und Genf stehen bereits auf der Liste. Das meldet das Robert-Koch-Institut am Mittwoch, 16. September.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Eine Woche unbezahlter Corona-Urlaub für New Yorks Bürgermeister

Wegen der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie hat sich New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio in einem symbolischen Akt eine Woche unbezahlten Urlaub verordnet. «Vom 1. Oktober an wird jeder Rathausangestellte unbezahlten Urlaub nehmen – und das gilt offensichtlich auch für mich», sagte de Blasio am Mittwoch. Dies sei «ein Schritt, den man niemals sehen wolle». New Yorks Budget-Krise lasse ihm aber keine andere Wahl.

Betroffen sind neben de Blasio etwa 500 Beschäftigte der Stadtverwaltung. Der Sonderurlaub soll Einsparungen von rund 860’000 Dollar (etwa 730’000 Euro) mit sich bringen. Der Bürgermeister selbst wolle – obwohl offiziell in unbezahltem Urlaub – weiterarbeiten, hiess es.

Aufgrund der Corona-Pandemie entgehen New York Einnahmen von rund neun Milliarden Dollar (etwa 7,6 Milliarden Euro). Im Budget der Millionenmetropole für dieses Jahr klafft nach Angaben de Blasios deswegen eine Lücke von rund sieben Milliarden Dollar. Hilfegesuche beim Bundesstaat New York und der Regierung in Washington blieben bislang erfolglos.

Chaos im Corona-Kampf: Doch keine Absperrung von Vierteln in Madrid

Peinliche Abstimmungspanne im spanischen Corona-Hotspot Madrid: Der stellvertretende Regionalminister für Gesundheit, Antonio Zapatero, wurde am Mittwoch zurückgepfiffen, nachdem er wenige Stunden zuvor wegen sprunghaft steigender Corona-Fälle die Absperrung besonders betroffener Wohnviertel der Hauptstadt angekündigt hatte.

Noch sei, anders als von Zapatero mitgeteilt, überhaupt nichts entschieden, berichteten Blätter wie «El País» und «El Mundo» unter Berufung auf Sprecher von Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso.

«Auch am Donnerstag oder am Freitag wird es noch keine Entscheidung über eine eventuelle Verschärfung der Einschränkungen geben», hiess es. Man erwäge noch verschiedene Strategien. «El Pais» schrieb von einem «Kommunikationsdesaster». Es besteht die Sorge, dass Menschen nun aus den von der Pandemie am stärksten betroffenen Arbeitervierteln im Süden der Stadt fliehen werden.

Antonio Zapatero hatte am Vormittag vor Journalisten versichert, es werde ab dem Wochenende Absperrungen bestimmter Wohnviertel Madrids sowie weitere Massnahmen für «Beschränkungen der Bewegungsfreiheit und für Versammlungen» geben. «Man muss so schnell wie möglich handeln», hatte er betont. Die Bürger seien zu nachlässig geworden.

Spanien ist das in Westeuropa am härtesten von der Corona-Pandemie getroffene Land. Erst am Vortag waren die Marken von 600’000 Infektionen und 30’000 Todesopfern überschritten worden.

Ungarn verschärft Corona-Massnahmen

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus verschärft Ungarn seine Schutzvorkehrungen. Gaststätten und Vergnügungslokale müssen künftig um 23 Uhr schliessen, kündigte Ministerpräsident Viktor Orban am Mittwoch in einem Video auf seiner Facebook-Seite an. Die Maskenpflicht wird auf Ämter, Gesundheitseinrichtungen, Kinos und Theater ausgeweitet. Bisher galt sie schon für öffentliche Verkehrsmittel und in Geschäften.

Bereits am 1. September war eine Grenzsperre für Ausländer in Kraft getreten: Ausnahmen gelten für Diplomaten und Geschäftsreisende. Auch Durchreisen sind möglich. Ungarn und Ausländer mit Wohnsitz in Ungarn müssen sich nach Rückkehr aus dem Ausland in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die Regelung war ursprünglich für die Dauer eines Monats geplant. Nun gilt sie über September hinaus.

In Ungarn ist die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, kräftig gestiegen. Am Mittwoch betrug die Zahl der Neuansteckungen der letzten sieben Tagen 42,6 pro 100.000 Einwohner. Binnen 24 Stunden starben acht Menschen an den Folgen einer Infektion.

Zwei Atemschutzmasken mit ungenügender Schutzwirkung zurückgezogen

In der Schweiz sind zwei Atemschutzmasken wegen ungenügender Schutzwirkung zurückgezogen worden. Es handelt sich dabei um die Maske «KN95» des Herstellers Huihong sowie um die Maske «Top-KN98-KEN01».

Die Aristos International GmbH hat in Zusammenarbeit mit der Suva die Atemschutzmaske «KN95» des Herstellers Huihong wegen ungenügender Schutzwirkung zurückgezogen, teilte das Büro für Konsumentenfragen am Mittwoch mit. Es bestehe eine Gesundheitsgefährdung. Hier lesen Sie mehr.

(Symbolbild: Keystone)
Solothurner Regierungsräte negativ auf Covid-19 getestet

Die Solothurner Regierungsräte Remo Ankli und Roland Heim sind negativ auf Covid-19 getestet worden. Nach einem Kontakt mit einer infizierten Person bleiben die beiden laut dem Kanton aber bis und mit Freitag wie vorgeschrieben in Quarantäne.

Bildungsdirektor Ankli und Finanzdirektor Heim würden ihre Geschäfte aus dem Homeoffice führen, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Mittwoch mit. Insgesamt befänden sich vier Personen in Quarantäne, nachdem sich der Gesamtregierungsrat am 8. September mit Vertreterinnen und Vertretern der neun Thaler Gemeinden zur jährlichen Gemeindeaussprache getroffen habe.

Der Solothurner Finanzdirektor Roland Heim (Bild) und Bildungsdirektor Remo Ankli sind bis und mit Freitag in Quarantäne. (Archivbild: Keystone))

Eine beteiligte Person wurde später positiv auf Covid-19 getestet. Diese befindet sich in Isolation. Weitere Personen sind laut der Staatskanzlei derzeit nicht betroffen.

Atemschutzmaske «KN95» des Herstellers Huihong zurückgezogen

Die Aristos International GmbH hat in Zusammenarbeit mit der Suva die Atemschutzmaske «KN95» des Herstellers Huihong wegen ungenügender Schutzwirkung zurückgezogen. Es bestehe eine Gesundheitsgefährdung.

Betroffene Kunden wurden aufgerufen, mit der Aristos International für einen Austausch mit einem konformen Ersatzprodukt Kontakt aufzunehmen, wie aus einer Mitteilung des Büros für Konsumentenfragen vom Mittwoch hervorgeht.

(Bild: Keystone)

Aufgrund einer ungenügenden und falsch deklarierten Schutzwirkung bestehe für die Verwender der Masken das Risiko, gegen irreversible Gesundheitsschäden ungenügend geschützt zu sein, heisst es. Kunden wurden gebeten, die Atemschutzmaske nicht mehr zu verwenden.

Corona-Lage in Grossbritannien spitzt sich zu – Engpässe bei Tests

Die Infektionszahlen steigen, die Tests werden knapper: Das von der britischen Regierung in Aussicht gestellte «weltbeste» Corona-Testsystem ist an seine Grenzen geraten.

Man arbeite sehr hart daran, die Probleme zu lösen, sagte Premier Boris Johnson am Mittwoch im Parlament. Die Briten sollten die Richtlinien dazu beachten, in welchen Fällen sie sich testen lassen sollten. Noch einige Wochen zuvor hatte die Regierung die Linie vertreten, im Zweifelsfall könne sich jeder testen lassen.

Berichten zufolge sind in etlichen Testzentren derzeit kaum noch Tests zu bekommen, so dass immer mehr potenziell infizierte Briten lange Strecken fahren müssen, um einen Corona-Test machen zu können. Laut der «Financial Times» ist der Anteil derjenigen, die nach einem Corona-Test am nächsten Tag das Ergebnis bekommen, seit Anfang September ausserdem von gut 60 auf nur noch acht Prozent gefallen.

Gesundheitsminister Matt Hancock erklärte, man müsse bei den verfügbaren Tests nun «priorisieren», wer sie am dringendsten brauche. Es gebe zurzeit Probleme, die «innerhalb einiger Wochen» gelöst werden sollten. Ganz oben auf der Liste steht daher nun das medizinische Personal, gefolgt von Beschäftigten im sozialen Bereich wie Pflegeheimen. Familien mit Kindern, bei denen die Nachfrage ebenfalls hoch ist, könnten das Nachsehen haben. Die Opposition verurteilte die Corona-Politik der Regierung als gescheitert.

Noch im Sommer hatten Hancock und Johnson für Grossbritannien das «weltbeste Testsystem» angekündigt. Als die Infektionszahlen noch auf niedrigem Niveau blieben, schienen die Kapazitäten auch auszureichen. Derzeit steigen die Zahlen jedoch wieder rapide an und Grossbritannien verzeichnet Tag für Tag rund 3000 neue Infektionen.

Zahl der Neuinfektionen in Österreich weiter sehr hoch

Vor allem Feiern im Familien- oder Freundeskreis sind nach Ansicht von Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) für die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Alpenrepublik verantwortlich.

Sport- und Kulturveranstaltungen trügen dagegen dank Präventionskonzepten wenig zum Anstieg bei. Das Land befinde sich in einer entscheidenden Phase, sagte Anschober am Mittwoch.

Die Prognosen gingen deutlich auseinander. Die eher positive Variante sage ein tägliches Plus von etwa 650 Fällen voraus, pessimistischere Varianten gingen von 1500 täglichen Neuinfektionen aus. Am Mittwoch wurden 768 neue Fälle verzeichnet. Auch die Zahl der belegten Krankenhausbetten beginne spürbar zu steigen, sagte Anschober.

Mit dieser Entwicklung liegt Österreich deutlich über dem Trend in Deutschland. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner sind die Infektionszahlen in Österreich gut drei Mal höher. 3600 der aktuell rund 6600 aktiven Fälle in Österreich werden aus Wien gemeldet. Die Schweiz hat die österreichische Hauptstadt daher bereits auf die Liste der Risikogebiete gesetzt.

Zahl der Schweizer Blockchain-Unternehmen steigt trotz Corona-Krise

Das Schweizer «Crypto Valley» hat der Corona-Krise bisher getrotzt und ist im ersten Halbjahr 2020 weiter gewachsen. Die Zahl der Blockchain-Unternehmen in der Schweiz und Liechtenstein betrug laut einem Branchen-Report 919 gegenüber 842 per Ende 2019.

Während der Corona-Krise waren mehrfach Befürchtungen über negative Auswirkungen des Corona-Lockdowns auf die Blockchain-Startups laut geworden. Diese hätten sich nun aber nicht bewahrheitet, schreibt das Investmentunternehmen Crypto Valley Venture Capital (CV VC) in seiner am Mittwoch publizierten Studie.

Die Blockchain-Unternehmen beschäftigten im ersten Halbjahr 4’780 Personen nach rund 4’400 sechs Monate zuvor. Weiterhin das «Herz» des Crypto Valley bildet der Kanton Zug, der 439 Blockchain-Unternehmen aufweist. Weitere «Hotspots» sind der Kanton Zürich (161 Unternehmen), Liechtenstein (84 Unternehmen), sowie die Kantone Genf (49), Tessin (44), Neuenburg und Waadt (je 28) sowie Luzern und Bern (je 18).

Tödliche Hochzeit in den USA

Eine Hochzeit im amerikanischen Maine wird mit 176 Corona-Infektionen und sieben Todesfällen in Verbindung gebracht. Dabei waren die Verstorbenen nicht einmal selbst an der Zeremonie mit dabei, wie CNN berichtet.

Die Hochzeit fand am 7. August mit rund 65 Gästen statt – im betreffenden Bundesstaat sind eigentlich keine Anlässe mit über 50 Personen in Innenräumen erlaubt. Die Feier löste weitere Ausbrüche in einem Pflegeheim sowie einem Gefängnis aus – beide waren über 100 Meilen von der Hochzeitsveranstaltung entfernt. Zu den dortigen Opfern gehörten  demnach Menschen, die nur über zweite oder dritte in Kontakt mit den Hochzeitsgästen kamen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 

Sieben Menschen starben nach einem Corona-Ausbruch an einer Hochzeit. (Symbolbild: Keystone)

Zahl der Neuinfektionen in Österreich weiter sehr hoch

Vor allem Feiern im Familien- oder Freundeskreis sind nach Ansicht von Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) für die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Alpenrepublik verantwortlich.

Sport- und Kulturveranstaltungen trügen dagegen dank Präventionskonzepten wenig zum Anstieg bei. Das Land befinde sich in einer entscheidenden Phase, sagte Anschober am Mittwoch.

Die Prognosen gingen deutlich auseinander. Die eher positive Variante sage ein tägliches Plus von etwa 650 Fällen voraus, pessimistischere Varianten gingen von 1500 täglichen Neuinfektionen aus. Am Mittwoch wurden 768 neue Fälle verzeichnet. Auch die Zahl der belegten Krankenhausbetten beginne spürbar zu steigen, sagte Anschober.

Edelweiss fliegt wieder auf die Malediven

Edelweiss fliegt ab dem 26. September wieder direkt von Zürich nach Malé auf den Malediven.  Dies teilt die Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Damit stehen mit Punta Cana, den Seychellen und Cancún bereits vier Langstreckendestinationen im Herbst- und Winterprogramm zur Verfügung.

Die Malediven stehen allerdings aktuell auf der Liste der Risikoländer des Bundesamts für Gesundheit (BAG), nach deren Besuch Schweizerinnen und Schweizer in die Quarantäne müssen. Es besteht damit also auch ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Virus anzustecken.

 

Edelweiss fliegt ab dem 26. September wieder auf die Malediven. Das Land ist allerdings auf der Liste der Risikoländer des BAG. (Bild: Keystone)

Russland will 100 Millionen Impfdosen an Indien geben

Die russischen Behörden planen 100 Millionen Dosen ihres Impfstoffes «Sputnik-V» an Indien zu geben. Dies, sobald der Impfstoff in Indien zugelassen wird.

In Indien sollen weitere klinische Tests durchgeführt und der Impfstoff verteilt werden. Die Ankündigung kommt am gleichen Tag, an dem Indien bekannt gibt, die Marke von 5 Millionen Ansteckungen überschritten zu haben.

Madrid will Wohnviertel absperren

Die Corona-Fälle in Madrid steigen sprunghaft an. Laut NTV überlegt die Regionalregierung nun besonders betroffene Wohnviertel abzusperren. «Wir müssen so schnell wie möglich handeln», sagte der stellvertretende Regionalminister für Gesundheit, Antonio Zapatero. Ab dem Wochenende sollen neue Massnahmen für «Beschränkungen der Bewegungsfreiheit und für Versammlungen» ergriffen werden, sagte er.

 

Madrid verzeichnet wieder starke Anstiege der Corona-Fallzahlen. Nun sollen ganze Wohnviertel abgeriegelt werden. (Bild: Keystone)

Parlament eilt Selbstständigen zur Hilfe

Selbstständigerwerbende sollen auch dann Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung haben, wenn sie ihre Tätigkeit wegen der Corona-Krise bloss einschränken müssen. Der Ständerat ist am Mittwoch auf seinen ursprünglichen Entscheid zurückgekommen.

Bisher verlangte die kleine Kammer einen Unterbruch der Tätigkeit. Nachdem sich der Nationalrat am Dienstag jedoch stillschweigend für eine Unterstützung für eingeschränkte Selbstständige ausgesprochen hatte, lenkte der Ständerat bei seiner zweiten Beratung des Covid-19-Gesetzes ein. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Versicherungsbranche steuert auf rekordteures Schadenjahr 2020 zu

Das Jahr 2020 wird für die Versicherer teuer. Nebst tobenden Stürmen und Feuersbrünsten belasten hohe Kosten aus der Coronapandemie. Ein grosser Teil dürfte bei den Rückversicherern hängen bleiben, die weiterhin auf höhere Tarife pochen.

Corona beschäftigt nicht nur Reise- oder Gastrofirmen, sondern auch die Versicherungen. Sie stehen für Schäden aus Betriebsunterbrüchen, Kreditausfällen, abgesagten Reisen und Veranstaltungen gerade oder bezahlen Leistungen im Todesfall. Gleichzeitig werfen Zinspapiere, die im Anlagegeschäft eine wichtige Rolle spielen, kaum Rendite ab. Mehr zum Thema gibt es hier.

British Airways kämpft laut Chef Alex Cruz ums Überleben

Die in der Corona-Krise unter Druck geratene Fluggesellschaft British Airways ringt um ihr Überleben. «Wir ergreifen alle möglichen Massnahmen, um sicherzustellen, dass wir diesen Winter tatsächlich überstehen können», erklärte BA-Chef Alex Cruz am Mittwoch in einem parlamentarischen Ausschuss. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Düstere Zeiten bei der Britisch Airways: Die Airline kämpft wegen der Corona-Krise um ihr Überleben. (Bild: Keystone)

Aufklärung statt Spuk – indonesische Geister informieren zu Corona

Die Covid-Aufklärung wird immer kreativer: In Indonesien setzen die Behörden jetzt Geister ein, um die Gesundheitsprotokolle der Corona-Pandemie durchzusetzen. Mehrere weiss verhüllte und mit Gespenster-Masken ausgestattete Mitarbeiter haben unter anderem auf einem Markt in der Millionenstadt Tangerang über Maskenpflicht und Abstandsregeln aufgeklärt, wie örtliche Medien am Mittwoch berichteten.

 
Sogenannte «Pocong» ziehen durch Indonesien, um über die Gefahren des Coronavirus zu informieren. (Bild: Keystone)

Die in dem südostasiatischen Inselstaat als «Pocong» bekannten Geister sollen die Opfer von Covid-19 repräsentieren. Auf Schildern war zu lesen «Meine Maske schützt Sie, Ihre Maske schützt mich» und «Maske tragen, Hände waschen, Abstand halten». Alle Hintergründe zum Thema finden Sie hier.

Zara-Mutter Inditex kehrt in Gewinnzone zurück

Der spanische Modekonzern Inditex hat die Corona-Krise im abgelaufenen Geschäftsquartal etwas hinter sich gelassen und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nachdem die Zara-Mutter zum Start in das Geschäftsjahr wegen der Pandemie und Rückstellungen für den Konzernumbau erstmals seit Jahren in die roten Zahlen gerutscht war, entspannte sich die Situation bis Ende Juli leicht.

Unter dem Strich betrug der Gewinn im Berichtszeitraum zwischen Mai und Juli 214 Millionen Euro, wie Inditex am Mittwoch in Arteixo mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Wettbewerber von H&M allerdings noch ein Plus von 816 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Inditex-Konzern, zu dem Marken wie Zara, Bershka und Pull & Bear gehören, hatte wegen der Pandemie zeitweise mehrere tausend Filialen schliessen müssen. Die meisten Geschäfte seien bis Ende des ersten Geschäftshalbjahres wieder geöffnet worden, hiess es. Aktuell seien es 98 Prozent. Doch blieben noch einige Einschränkungen bestehen.

514 neue Ansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 514 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Es gab sieben neue Todesfall und 18 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Hirslanden-Klinik Aarau eröffnet Corona-Testzentrum

Die Hirslanden-Klinik Aarau hat ein Corona-Testzentrum eröffnet, das vom übrigen Spitalbetrieb getrennt ist. Damit nicht zu viele Patienten gleichzeitig das Zentrum aufsuchen und Wartezeiten vermieden werden, kann man sich laut der Klinik ausschliesslich online anmelden.

Man rechne mit einer weiteren Zunahme bei den Personen, die sich auf Covid-19 testen lassen möchten, teilte die Hirslanden-Klinik Aarau am Mittwoch mit. Das Angebot des Testzentrums richte sich an Personen, die Symptome hätten, aber nicht medizinisch behandelt werden müssten.

 

Für einen Corona-Test im Testzentrum der Hirslanden-Klinik Aarau kann man sich ausschliesslich online anmelden. (Archivbild: Keystone)

Aussenhandel der Eurozone erholt sich von Corona-Einbruch

Der Aussenhandel der Eurozone hat sich im Juli weiter von seinem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die Ausfuhren erhöhten sich zum Vormonat bereinigt um 6,5 Prozent, während die Einfuhren um 4,2 Prozent stiegen. Das sei jeweils die dritte Verbesserung in Folge, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Als Folge stieg der Handelsüberschuss von 16,0 Milliarden auf 20,3 Milliarden Euro. Er nähert sich damit wieder seinem Vorkrisenniveau an.

Der Jahresvergleich zeigt jedoch, dass die Corona-Pandemie den Aussenhandel immer noch stark belastet. Gegenüber Juli 2019 lagen die Ausfuhren 10,4 Prozent tiefer, die Einfuhren waren 14,3 Prozent schwächer. In der Europäischen Union fielen die Resultate ähnlich aus

OECD: Wirtschaftseinbruch weniger dramatisch als befürchtet

Der coronabedingte Wirtschaftseinbruch fällt nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD in Europa und in den USA weniger dramatisch aus als zunächst erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas dürfte sogar um 1,8 Prozent wachsen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris in einem Konjunkturbericht mit.

Wegen der Covid-19-Pandemie hatte die OECD erst vor rund drei Monaten vor äusserst schweren und lang anhaltenden Folgen gewarnt. Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten.

Die Pariser Organisation teilte nun mit, der Einbruch sei immer noch beispiellos in der jüngsten Geschichte. Weltweit werde die Wirtschaft 2020 um etwa 4,5 Prozent schrumpfen, nächstes Jahr werde dann ein Aufschwung mit einem Plus von 5 Prozent erwartet.

Aargauer Grosser Rat mit Maskenpflicht zurück in Aarau

Der Grosse Rat des Kantons Aargau kehrt aus der Umweltarena in Spreitenbach zurück ins Grossratsgebäude in Aarau. Das hat das Büro des Rates entschieden. Im Ratssaal und überall dort, wo die Abstände nicht eingehalten werden können, gilt Maskenpflicht.

Die nächste Sitzung des Grossen Rates vom 3. November wird damit wieder in Aarau stattfinden. Mit der Maskenpflicht könne nicht nur das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus, sondern auch jenes von möglichen Quarantäneverfügungen stark minimiert werden, teilte des Büro des Grossen Rates am Mittwoch mit.

 

Der Aargauer Grosse Rat hält seine Sitzungen ab dem 3. November wieder im Grossratsgebäude in Aarau ab. (Archivbild: Keystone)

BKW reisst Atomkraftwerk Mühleberg planmässig ab

Der geplante Rückbau des Atomkraftwerks Mühleberg schreitet trotz Corona planmässig voran. Die Voraussetzungen für die «endgültige» Ausserbetriebnahme sind nun nachgewiesen.

Mühleberg erfülle sämtliche Voraussetzungen für die endgültige Ausserbetriebnahme der Anlage sowie für den Übergang in die so genannte Stilllegungsphase 1, teilte der Energiekonzern BKW am Mittwoch mit. Das habe die Aufsichtsbehörde – das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi – nach Prüfung der eingereichten Unterlagen sowie nach einer Inspektion bestätigt. Damit habe die Corona-Pandemie bisher keinen Einfluss auf den Terminplan gehabt.

Das Kernkraftwerk Mühleberg wird trotz der Corona-Pandemie planmässig abgerissen. (Bild: Keystone)

Fans zurück im Stadion: Belgische Liga mit Start zufrieden

In Belgien dürfen Fans unter Corona-Auflagen im ganzen Land wieder Fussballspiele besuchen – die Liga zeigt sich mit dem Start sehr zufrieden. «Wir hatten unsere ersten Spiele vor Publikum, und es lief wirklich gut», teilte ein Sprecher der Pro League der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel mit. Das ausgearbeitete System habe sich als effizient erwiesen. Zuschauer müssen früher zum Stadion kommen, es gibt verschiedene Zeitfenster für den Eintritt, höchstens fünf Fans dürfen zusammensitzen. Sie müssen auf den ihnen zugewiesenen Plätzen bleiben und jederzeit Mund-Nasen-Schutz tragen.

Hohe Dunkelziffer in Australien

Die Dunkelziffer der Corona-Fälle liegt in Australien wesentlich höher als die Behörden in Canberra meldeten. Wie NTV berichtet, haben sie vor dem Beginn der zweiten Welle insgesamt 11’000 Fälle gemeldet. Laut einem neuen Bluttest sollen aber rund 70’000 Menschen infiziert gewesen sein.

Insgesamt wurden 3000 Blutproben darauf untersucht worden, ob eine Person zuvor mit dem Virus infiziert war. «Unserer Schätzung zufolge waren damals 0,28 Prozent der Australier, einer von 350, mit dem Virus infiziert», sagte der Forscher Ian Cockburn, einer der Leiter der Studie.

Zwei Tage vor Lockdown: Rekord an Corona-Infektionen in Israel

Zwei Tage vor Beginn eines Lockdowns in Israel hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen eine Rekordmarke erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 5523 neue Fälle registriert worden.

Am Montag waren es 4973 gewesen. Auch die Zahl der Schwerkranken lag am Mittwoch mit 535 auf Rekordhöhe. Die Zahl der Corona-Tests war am Dienstag mit 55 734 so hoch wie nie zuvor. Jeder zehnte Test war dabei positiv. Alle Hintergründe dazu finden Sie hier.

Irische Regierung muss doch nicht in Corona-Quarantäne

Die irische Regierung muss nun doch nicht in Quarantäne, nachdem der Corona-Test eines Ministers negativ ausgefallen ist. Dies berichteten irische Medien am Dienstagabend.

Gesundheitsminister Stephen Donnelly hatte zuvor Covid-19-Symptome gezeigt. Als Vorsichtsmassnahme waren seine Kollegen aufgefordert worden, sich zu isolieren. Nach dem Negativtest sei das nicht mehr nötig, sagte ein Regierungssprecher der «Irish Times». Auch das Parlament müsse nun doch nicht pausieren.

Bei einer Kabinettssitzung hatte der Minister zuvor viele seiner Kollegen persönlich getroffen. Ausserdem hatte er gemeinsam mit dem irischen Premier Micheál Martin am selben Tag eine Pressekonferenz gegeben.

 
Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 5523 neue Fälle registriert worden. (Bild: Keystone)
Umzüge an Luzerner Fasnacht 2021 abgesagt
 
Keine Alternativen: Die Luzerner Fasnachtsumzüge wurden abgesagt. (Bild: Keystone)

Die Umzüge der Luzerner Fasnacht 2021 finden wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Das Luzerner Fasnachtskomitee (LFK) hat unter anderem den Fritschiumzug vom Schmutzigen Donnerstag und den Weyumzug abgesagt.

Auch der Fasnachtsmarkt und die Usgüüglete seien abgesagt, sagte LFK-Präsident Dani Abächerli am Mittwoch in Luzern vor den Medien. Damit finden die vier grossen Anlässe des LFK nicht statt. Man sei nicht der Meinung, dass sich die Situation mit Covid-19 Anfang 2021 gravierend verändern werde. Mehr zum Thema gibt es hier.

Wirtschaftswachstum verlangsamt sich laut CS nach Zwischenspurt

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich nach einem beispiellosen Einbruch im ersten Halbjahr wieder im Aufschwung. Dessen weiterer Verlauf dürfte aber eher zögerlich erfolgen, schreiben die Ökonomen der Credit Suisse in ihrem am Dienstag veröffentlichten Monitor Schweiz.

 

Das Schweizer Wirtschaftswachstum verlangsamt sich wieder, wie die Credit Suisse mitteilt. (Bild: Keystone)

Vor diesem Hintergrund halten die Experten an ihrer vergleichsweise optimistischen Prognose eines Rückgangs des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 4,0 Prozent in diesem Jahr fest. Ein Erreichen des BIP-Niveaus von Ende 2019 erwarten sie erst wieder Ende 2021 (Prognose 2021: +3,5%).

Privater Konsum als Treiber

Den Treiber für den derzeitigen Aufschwung orten die CS-Ökonomen im privaten Konsum. Denn die Haushalte geben gemäss den Angaben derzeit rund zwei Drittel der Gelder wieder aus, die sie während dem Lockdown angespart hätten.

Die Experten sehen aber auch, dass sich die Nachholeffekte zusehends abschwächen, so dass die Erholung in den kommenden Monaten an Schwung verlieren dürfte.

Covid-19-Taskforce des Bundes hält nichts von Durchseuchung

Die Swiss National Covid-19 Science Task Force des Bundes ist gegen eine Durchseuchung der Schweizer Bevölkerung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Der Ansatz sei «zu verwerfen», schreibt die Expertengruppe in einem Bericht, der im Internet einsehbar ist.

Bei einer Durchseuchung wird versucht, eine Herdenimmunität zu erreichen. Diese Herangehensweise beruht dem Bericht der Taskforce zufolge jedoch auf «unsicheren Grundlagen und würde Wirtschaft und Gesellschaft sowie dem Gesundheitswesen massive Kosten verursachen».

Im mit dem 15. September datierten «Policy Brief» warnen die Experten vor den gesundheitlichen Folgen. Für eine Herdenimmunität müssten zwei Drittel der Bevölkerung infiziert sein. Dies würde den Schutz der Risikogruppen extrem schwierig gestalten. Denn so würde sich das Virus verbreiten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Infizierter Hobby-Fussballer muss Kollegen selber informieren

Nachdem ein Berner Hobby-Kicker positiv auf das Coronavirus getestet wurde, musste er 40 Personen in Quarantäne schicken. Das Contact Tacing-Teams des Kantons hatte erst zwei Tage später die Kapazität, die Betroffenen zu kontaktieren, wie «20 Minuten» berichtet. Der Hobby-Fussballer wurde aufgefordert, alle Menschen, die er getroffen hatte, am besten selber zu informieren, weil das schneller ginge. Alle Informationen lesen Sie hier.

Copa Libertadores nimmt Spielbetrieb wieder auf

Nach rund sechs Monaten Corona-Pause rollt bei der Copa Libertadores in Südamerika der Ball wieder. Am Dienstag fanden am dritten Spieltag der Gruppenphase vier Spiele statt.

Um das Risiko einer Übertragung des Virus während der Spiele zu minimieren, hatte der kontinentale Verband Conmebol eine Reihe von vertrauten Fussballritualen geopfert: Das Küssen des Balls, der Tausch von Trikots und das Spucken auf den Rasen ist bei den Partien verboten. Auch der Austausch von Wimpeln zwischen den Captains vor Anpfiff ist untersagt.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die Copa Libertadores seit Mitte März pausiert. Der Trainingsstand der Teams in der südamerikanischen Version der Champions League ist sehr unterschiedlich. Während in Brasilien, Paraguay, Peru, Uruguay, Ecuador, Chile und Kolumbien bereits seit Wochen oder Monaten wieder Fussball gespielt wird, pausieren die Profi-Ligen in Argentinien, Bolivien und Venezuela noch immer.

Indien verzeichnet fünf Millionen Corona-Infektionen

Nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums hat das Land die Fünf-Millionen-Marke für Coronavirus-Fälle durchbrochen. Immer schneller breitet sich die Pandemie im ganzen Land aus, wie SRF berichtet.

In nur elf Tagen wurden eine Million neue Infektionen notiert. Indien zählt weltweit die zweithöchste Zahl an Bewohnern und liegt mit seinen neu 5,02 Millionen Fällen nur knapp hinter den USA – dort werden 6,59 Millionen Fälle notiert.

 

Eine Million neue Corona-Fälle in elf Tagen: Indien überschreitet damit die Fünf-Millionen-Marke bei den Ansteckungen. (Bild: Keystone)

Gesamte irische Regierung in Quarantäne

Die gesamte irische Regierung hat sich nach dem Rat von Gesundheitsexperten in Corona-Quarantäne begeben. Nachdem Gesundheitsminister Stephen Donnelly am Dienstag Covid-19-Symptome gezeigt hatte, seien seine Kabinettskollegen vom Parlament aufgefordert worden, sich selbst zu isolieren, wie unter anderem die «Irish Times» berichtete. Bei einer Kabinettssitzung hatte der Minister zuvor viele seiner Kollegen persönlich getroffen. Ausserdem hatte er gemeinsam mit dem irischen Premier Micheál Martin am selben Tag eine Pressekonferenz gegeben. Das Parlament soll nun den Berichten zufolge eine Woche lang pausieren. Donnelly selbst wollte sich schnellstmöglich auf das Coronavirus testen lassen.

Lebendige Schlange als Mund-Nasen-Schutz im Bus in England

Eine um Hals und Kopf gewickelte Schlange ist kein ordentlicher Mund-Nasen-Schutz gegen das Coronavirus. Zu dieser Klarstellung sahen sich jüngst öffentliche Nahverkehrsbetriebe in Nordwestengland veranlasst.

Zuvor war ein Mann in einem Bus mit einer lebendigen Schlange um den Hals und um den Mund gesichtet worden. Mitreisende in dem Bus, der auf dem Weg nach Manchester war, hätten zunächst gedacht, der Mann trage einen besonders farbenprächtigen Mund-Nasen-Schutz, berichteten zahlreiche Medien. Die ganze Geschichte erfahren Sie hier.

Keine Erholung für Japans Aussenhandel im August

Japans Exporte sind im August als Folge der Corona-Pandemie abermals um einen zweistelligen Prozentsatz gesunken. Offizielle Daten des Finanzministeriums (MOF) zeigten am Mittwoch einen Einbruch um 14,8 Prozent im Jahresvergleich. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 16,1 Prozent gerechnet. Es ist bereits der sechste Monat in Folge mit einem zweistelligen Rückgang.

Japans Aussenhandel bricht weiter ein. (Bild: Keystone)

Auch die Importe fielen im Jahresvergleich im August um 20,8 Prozent, verglichen mit der mittleren Schätzung der Ökonomen von 18,0 Prozent. Die Handelsbilanz belief sich auf einen Überschuss von 248,3 Milliarden Yen (2,36 Milliarden Dollar).

Die Coronavirus-Pandemie hat die weltweite Nachfrage stark belastet, wodurch Japan mit der schlimmsten Rezession seit der Nachkriegszeit zu kämpfen hat. Es wird erwartet, dass die Erholung der Wirtschaft nur langsam voranschreiten wird, da die Unternehmen angesichts der weltweit immer noch steigenden Coronavirus-Fälle mit schwierigen globalen Bedingungen konfrontiert sind.

China setzt Geflügelimporte aus weiterer US-Fabrik wegen Corona aus

China verbietet den Import von Geflügelwaren einer weiteren US-Fleischverarbeitungsfabrik. Produkte von OK Foods im US-Bundesstaat Arkansas dürfen wegen Coronavirus-Fällen bei Arbeitern nicht mehr eingeführt werden, teilt der US-Geflügel- und Eierexportrat mit.

Das Werk von OK Foods ist die zweite betroffene Geflügelfabrik in den USA, nachdem die Regierung in Peking im Juni Einfuhren aus einem Werk von Tyson Foods gestoppt hatte.

«Wir glauben nicht, dass das Verbot für einer dieser beiden Fabriken gerechtfertigt ist, insbesondere angesichts der Tatsache, dass das Virus nicht in Geflügelfleisch übertragen werden kann», sagt Jim Sumner, Präsident des Geflügel- und Eierexport-Rates.

FedEx profitiert in Corona-Krise vom Boom beim Onlinehandel

Der Versanddienstleister Fedex hat dank des Booms beim Onlinehandel und den damit einhergehenden zunehmenden Paketsendungen während der Corona-Pandemie im abgelaufenen Quartal per Ende August mehr verdient als von Analysten erwartet.

Der bereinigte Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 60 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar. Der Umsatz nahm um 13,5 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar zu. Experten hatten mit deutlich weniger gerechnet. Das Unternehmen hatte während der Pandemie viel Schutzmaterial verteilt, wie es auf Twitter mitteilt.

Bundesrat Ueli Maurer: Schweiz kann Quarantäne verkürzen

Bundesrat Ueli Maurer geht davon aus, dass die Schweiz die Quarantäne für Menschen nach der Rückkehr aus einem Risikoland wird verkürzen können. Dies sagte der Finanzminister in einem Interview mit der SRF-TV-Sendung «Tagesschau» vom Dienstag.

Finanzminister Ueli Maurer stellt in einem Interview mit der SRF-TV-Sendung «Tagesschau» klar: «Die Schweiz kann sich keinen zweiten Lockdown leisten.» (Keystone)

«Wir diskutieren, wie schnell wir die Leute, die negativ sind, auch wenn sie in einem gefährdeten Gebiet waren, wieder in die Wirtschaft, an den Arbeitsplatz zurückschicken können», sagte Maurer. Es seien dringend sehr viele Tests nötig, um festzustellen, wer wirklich infiziert sei.

Finanzminister Maurer erklärte weiter, das Land müsse weiter die Risiken für eine Infektion eingrenzen und an die Eigenverantwortung der Bürger appellieren. «Die Schweiz kann sich keinen zweiten Lockdown leisten. Dafür haben wir das Geld nicht.» Mehr dazu hier.

Corona-Krise führt zu globalem Bildungs-Notfall

Die Schul-Schliessungen in der Corona-Krise haben nach Einschätzung des Kinderhilfswerks Unicef zu einem globalem Bildungs-Notfall geführt. Aktuell seien noch rund 872 Millionen Kinder in 51 Ländern daran gehindert, in die Klassen zurückzukehren, sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Nur etwa die Hälfte von ihnen habe die Chance auf Fernunterricht. «Die pure Zahl der Kinder, deren Ausbildung für Monate völlig unterbrochen wurde, ist nichts anderes als ein globaler Bildungs-Notfall», sagte Fore.

Die Schul-Schliessungen in der Corona-Krise haben nach Einschätzung des Kinderhilfswerks Unicef zu einem globalem Bildungs-Notfall geführt. (Symbolbild: Keystone)

Eine Unicef-Analyse in 158 Ländern zeige, dass jeder vierte Staat weiterhin kein Datum für die Wiederöffnung von Schulen habe. Geschlossene Schulen hätten aber «verheerende Folgen für Kinder», sagte Fore. Es werde noch schwerer, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. «Je länger Schüler von der Schule fernbleiben, desto weniger wahrscheinlich wird ihre Rückkehr.» Laut einer Hochrechnung werden 24 Millionen Kinder die Schule gänzlich abbrechen, darunter viele Mädchen. «Das ist der Grund warum wir an Regierungen appellieren, die Öffnung der Schulen voranzutreiben», so Fore.

Mehr als 600'000 Corona-Infektionen und 30'000 Tote in Spanien

Im Corona-Hotspot Spanien sind die Marken von 600’000 Infektionen und 30’000 Todesopfern überschritten worden. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Dienstagabend 9437 neue Ansteckungen. Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie nachgewiesenen Fälle kletterte damit auf mehr als 603 000. Bei den neuen Fällen handele es sich um 3’022 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie um nachgemeldete Infektionen, hiess es. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 starben, stieg den Angaben zufolge in den vergangenen sieben Tagen um 303 auf 30 004.

Schon seit Jahren leide man an einem «Mangel an personellen und wirtschaftlichen Ressourcen» im Gesundheitssektor. Die Corona-Pandemie habe die Lage aber verschlimmert. (Symbolbild: Keystone)

Spanien verzeichnet damit mehr bestätigte Infektionen als jedes andere Land Westeuropas. Die grössten Sorgen bereitete weiterhin die Lage in Madrid. Auf die Region um die Hauptstadt entfielen am Dienstag mit 1207 positiven Testergebnissen binnen 24 Stunden knapp 40 Prozent aller neuen Fälle. Dahinter folgen mit grossem Abstand die Regionen Navarra (302 Fälle), Baskenland (270) und Andalusien (228).

Mehr dazu hier.

Irische Regierung geht komplett in Quarantäne

Die gesamte irische Regierung hat sich nach dem Rat von Gesundheitsexperten in Corona-Quarantäne begeben. Nachdem Gesundheitsminister Stephen Donnelly am Dienstag Covid-19-Symptome gezeigt hatte, seien seine Kabinettskollegen vom Parlament aufgefordert worden, sich selbst zu isolieren, wie unter anderem die «Irish Times» berichtete.

Zwangspause für den irischen Premier Micheál Martin. Gesundheitsminister Stephen Donnelly zeigte Corona-Symptome und schickt das gesamte irische Regierung in Quarantäne: (Keystone)

Bei einer Kabinettssitzung hatte der Minister zuvor viele seiner Kollegen persönlich getroffen. Ausserdem hatte er gemeinsam mit dem irischen Premier Micheál Martin am selben Tag eine Pressekonferenz gegeben. Das Parlament soll nun den Berichten zufolge eine Woche lang pausieren. Donnelly selbst wollte sich schnellstmöglich auf das Coronavirus testen lassen.

Deutsche Bundesländer einigen sich auf Testbetrieb mit Fans

Gemäss Informationen der Agenturen dpa und Reuters steht einer probeweisen Rückkehr der Fans in deutsche Stadien und Hallen nichts im Weg. Rechtzeitig auf den Bundesliga-Start an diesem Wochenende sollen sich die Bundesländer auf einen sechswöchigen Testbetrieb mit Zuschauern unter Corona-Bedingungen geeinigt haben.

Zum Start in die neue Saison dürfen Testweise wieder einige Fans in die Stadien. (Symbolbild: Keystone)

1’000 Zuschauer sind demnach in sämtlichen Stadien und Hallen erlaubt, bei grösseren Anlagen liegt die Grenze bei 20 Prozent der jeweiligen Kapazität. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie soll es aber wichtige Einschränkungen geben. Mehr dazu hier.

Niederlande mit Rekord an Neuinfektionen

1’379 Ansteckungen innerhalb eines Tages. Das ist für die Niederlande Rekord seit dem Ausbruch der Pandemie. Dies meldet die Zeitung «Volkskrant». Sie stützt sich dabei auf die Zahlen der nationalen Gesundheitsbehörden.

In den Niederlanden steigt die Zahl der Neuinfizierten so stark wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. (Symbolbild: Keystone)

Anfang April lang der Höchstwert bei 2’335 Fällen. Die jüngste Zunahme der Coronafälle sind nun im Vergleich zu Vorwoche um 9194 Infizierte angestiegen. Das bedeutet eine Zusahme von 85 Prozent, heisst es weiter.

Experte zu Corona in Türkei: Gesundheitssystem droht Zusammenbruch

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Fallzahlen in der Türkei hat ein Experte vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt. Würden die Möglichkeiten zur Behandlung nicht verbessert, könne es zu «grossem Chaos» kommen, sagte Vedat Bulut, ehemaliger Chef der Ärztekammer, der türkischen Zeitung «Cumhuriyet» am Dienstag.

Besonders in der türkischen Hauptstadt Ankara sei die Situation schwierig, in Krankenhäusern fehlten Betten. Türkeiweit hätten rund 900 Ärzte ihren Job gekündigt. Hintergründe nannte er nicht. Auch der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte kürzlich auf Twitter mitgeteilt, dass Ankara Corona-Hotspot ist.

In der Türkei ist die Zahl der Corona-Fälle zuletzt wieder stärker gestiegen. Täglich kommen laut offiziellen Zahlen zwischen 1’500 und 1’700 Neuinfektionen hinzu. (Symbolbild: Keystone)

Bulut warf der türkischen Regierung eine fehlerhafte Politik und die Verbreitung intransparenter Informationen vor. Der Ernst der Lage werde darum von vielen Menschen nicht verstanden.

Prinsjesdag ohne Party - Corona zwingt Niederländer zur Nüchternheit

Keine Kutschfahrt des königlichen Paares vor jubelnden Oranje-Fans, keine Parade extravaganter Hüte und kein Winke-Winke vom Balkon des Palastes: Die Corona-Krise hat die Niederländer am Prinsjesdag – sonst ein Tag mit ausgelassener Volksfest-Stimmung – zu Nüchternheit und Abstand gezwungen.

 

Der niederländische Prinsjesdag wird wegen der Corona-Krise nicht wie üblich mit royalen Winken und Parade begangen. (Archivbild: Keystone)

«Meine Bewunderung und Dankbarkeit gilt allen, die in der Pflege und anderswo in der Gesellschaft alles getan haben, um der Corona-Krise die Stirn zu bieten», sagte König Willem-Alexander (53) am Dienstag in seiner Thronrede zur Eröffnung des parlamentarischen Sitzungsjahres. «Die Niederlande haben sich während der Krise als verantwortungsbewusst, einig und flexibel erwiesen.» Die Bevölkerung müsse sich aber als Folge der Krise auf schwierige wirtschaftliche Zeiten einstellen.

Ständerat will Konzept für Schiffs-Güterverkehr auf dem Rhein

Der Bundesrat soll Vorschläge machen, wie der Schiffs-Güterverkehr auf dem Rhein in Zeiten des Klimawandels künftig funktionieren kann. Falls nötig, soll er dem Parlament Anpassungen in der Gesetzgebung und allenfalls Geldmittel beantragen.

Der Ständerat unterstützte am Dienstag eine Motion von Eva Herzog (SP/BS) stillschweigend. Herzog hatte die Motion mit dem Klimawandel begründet und den damit verbundenen tiefen Pegelständen. Während der Grenzschliessungen in der Corona-Krise habe sich der Schiffsverkehr für die Landesversorgung bewährt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Europäische Airlines fordern einheitliche Corona-Reiseregeln

Fluggesellschaften aus Europa sehen einheitliche Reiseregeln in der Corona-Pandemie als wichtigstes Mittel, um die Nachfrage nach Flugtickets wieder anzukurbeln. Der Branchenverband Airlines for Europe (A4E) forderte die Regierungen in der Europäischen Union am Dienstag auf, einer entsprechenden Empfehlung der EU-Kommission zu folgen.

«Es braucht dringend ein einheitliches europäisches Testprogramm, damit wir überhaupt eine Chance haben, das Vertrauen der Passagiere zurückzugewinnen», sagte A4E-Geschäftsführer Thomas Reynaert. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Thailand will Langzeit-Touristen ins Land lassen

Thailand will erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen – allerdings nur Langzeit-Urlauber, die demnächst ein entsprechendes Visum beantragen können. Zudem müssen die ausländischen Besucher zwei Wochen in staatliche Quarantäne, bevor sie ihre mehrmonatigen Ferien starten können. Einem entsprechenden Plan hat am Dienstag das Kabinett in Bangkok zugestimmt. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

 
In Thailand sollen bald Langzeit-Touristen wieder ins Land dürfen. (Bild: Keystone)
Parlament heisst Sicherheitsmassnahmen für Auffangeinrichtung gut

Die Auffangeinrichtung der zweiten Säule wird angesichts möglicher Schwierigkeiten wegen der Coronavirus-Pandemie besser abgesichert. Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat eine Änderung des BVG-Gesetzes gutgeheissen.

Der Ständerat hiess die Vorlage bereits vergangene Woche einstimmig gut. Der Nationalrat folgte dem am Dienstag oppositionslos. Nach der inhaltlichen Bereinigung können beide Räte noch über die Dringlichkeit abstimmen.

Mit dieser Änderung kann die Stiftung Auffangeinrichtung bei Bedarf rasch ein unverzinsliches Konto im Umfang von bis zu 10 Milliarden Franken eröffnen. So soll sie pandemiebedingte Verwerfungen an den Finanzmärkten und einen krisenbedingten Zufluss von Geldern besser verkraften können.

Königssee und Altenberg als WM-Ersatzorte 2021

Aufgrund der Corona-Pandemie haben sowohl die Schlittel- wie auch die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2021 einen neuen Austragungsort und Termin erhalten.

Die WM der Schlittler ist laut dem Weltverband FIL vom kanadischen Olympiaort Whistler nach Königssee verlegt worden. Die Titelkämpfe finden neu vom 29. bis 31. Januar statt. Auch die Bob-WM wird vom 5. bis 14. Februar 2021 in Deutschland ausgetragen. Altenberg springt für Lake Placid ein, wie der Weltverband IBSF bekanntgab.

Coronavirus-Ausbruch: Maskenpflicht an der Oberstufe in Sins AG

Die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel hat für die Oberstufe in Sins eine dreiwöchige Maskenpflicht angeordnet. Diese gilt laut dem Kanton für alle Personen auf dem Areal der Schule und ist eine Reaktion auf einen lokalen Ausbruch des Coronavirus.

Im Zusammenhang mit einem Schullager der zweiten Oberstufe der Schule Sins seien bisher 28 Personen positiv getestet worden, teilten die Departemente Gesundheit und Soziales sowie Bildung, Kultur und Sport am Dienstag mit. Die infizierten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren befänden sich zu Hause in Isolation. Sie hätten nur leichte Symptome.

 

Für alle Personen auf dem Schulareal der Oberstufe Sins AG gilt eine befristete Maskenpflicht. (Symbolbild: Keystone)

Über 130 Schülerinnen und Schüler, mehr als zehn Lehrpersonen und über 60 ausserschulische Kontaktpersonen mussten in Quarantäne, weil sie engen Kontakt zu den Infizierten hatten. Die meisten Ansteckungen lassen sich nach Angaben des Kantons auf das Schullager zurückführen. Aber auch das Schulgelände komme als wahrscheinlicher Ansteckungsort infrage. Alle Hintergründe finden Sie hier.

Nationalrat will Corona-Hilfe für Kitas ausweiten

Von den Corona-Finanzhilfen für die familienergänzende Kinderbetreuung sollen mehr Institutionen profitieren als bisher. Der Nationalrat hat am Dienstag eine entsprechende Motion seiner Bildungskommission (WBK) angenommen – mit 117 zu 67 Stimmen bei 6 Enthaltungen.

Stimmt der Ständerat einer gleichlautenden Motion seiner Kommission zu, muss der Bundesrat die Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung anpassen. So sollen auch Institutionen berücksichtigt werden, die vom Kanton oder von der Gemeinde Subventionen erhalten oder von der öffentlichen Hand betrieben werden.

«Heute werden nur private Kitas unterstützt», kritisierte Philipp Kutter (CVP/ZH) im Namen der Kommission. Dies werde als ungerecht empfunden – insbesondere in der lateinischen Schweiz, wo viele Kitas subventioniert würden. Ziel sei eine Gleichbehandlung.

315 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag 315 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Am Montag waren es 257, am Sonntag 475, am Samstag 465. Es gab einen neuen Todesfall und 18 Spital-Einweisungen. Alles zum Thema finden Sie hier.

Kanton Waadt verschärft Massnahmen

Die Corona-Zahlen im Kanton Waadt steigen exponentiell an. 40 Prozent aller Erkrankten sind aus dem Kanton Waadt. Betroffen sind vor allem junge Menschen zwischen 20 und 39 Jahren. Nun reagiert die Regierung.

Die Gesundheitsdirektion hat folgende Massnahmen ergriffen, wie «SRF» berichtet:

  • Alle Nachtclubs und Discos müssen schliessen
  • Privatanlässe von mehr als 100 Personen werden verboten
  • Neu gilt nicht nur in Läden, sondern in allen geschlossenen, öffentlichen Räumen eine Maskenpflicht

Die neuen Massnahmen treten am Donnerstag in Kraft.

Alle Corona-Tests bei den Fahrern negativ

Einem spannenden Finale an der 107. Tour de France steht nichts im Weg: Auch bei der Corona-Testreihe am zweiten Ruhetag gab es keinen positiven Fall im Fahrerfeld. Dies teilte der Veranstalter ASO vor dem Start der 16. Etappe am Dienstag mit. Alle 156 im Rennen verbliebenen Fahrer konnten die dritte und letzte Tour-Woche somit in Angriff nehmen.

Christian Prudhomme, der Direktor der Rundfahrt, kehrte derweil nach einer Woche in Quarantäne in den Tour-Tross zurück. Wie die französische Sportzeitung «L’Equipe» berichtete, ist der 59-Jährige negativ auf das Coronavirus getestet worden und kann daher seine Arbeit wieder aufnehmen. Prudhomme war am ersten Ruhetag positiv getestet worden, Symptome zeigte er aber keine. Er musste daher eine Pause einlegen.

Budget 2021 des Kantons Schaffhausen mit 10 Millionen Defizit

Der Schaffhauser Regierungsrat rechnet für das kommende Jahr mit roten Zahlen: Das Budget 2021 sieht ein Minus von knapp 10 Millionen Franken vor. Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise werden mit Reserven aus früheren Jahren gemildert.

Das Defizit von 9,9 Millionen Franken in der laufenden Rechnung entspreche 1,2 Prozent des Gesamtaufwandes, teilte der Schaffhauser Regierungsrat am Dienstag mit. Die Corona-Krise wirke sich 2021 erstmals aus, und das vor allem auf der Ertragsseite. Die genauen Auswirkungen der Krise seien jedoch schwierig zu prognostizieren.

Der Schaffhauser Regierungsrat will Reserven aus den Vorjahren auflösen, um den Finanzhaushalt zu stabilisieren. 2024 rechne man dann wieder mit einer roten Null. Eine Steuererhöhung werde voraussichtlich nicht nötig sein.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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