Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 15. September 2020.
Basel

Der Gleichstellungs-Kampf um die Zünfte geht weiter

SP-Bürgerrat Alex Klee fordert eine Überarbeitung der Regelungen bei Zünften. Damit soll die Gleichstellung zwischen Mann und Frau einen Schritt weiter kommen,

Besonders während des alljährlichen Vogel Gryff fällt in Basel etwas besonders auf: Es gibt keine Frauen in den drei Ehrengesellschaften.

Auch in den weiteren Zünften gilt das Gleiche. Frauen haben keine Möglichkeit in Zünfte und derengleichen aufgenommen zu werden. Wenn, dann nur in Einzelfällen und unter speziellen Auflagen. So sind die Regeln.

Zu den Aufgaben des Bürgerrats gehört es, die Zünfte und Gesellschaften als öffentlich-rechtliche Körperschaften zu prüfen und ihre Reglemente zu genehmigen. Schon mehrfach wurde über die Gleichberechtigung in den Zünften debattiert, am Dienstag ging die Diskussion im Bürgergemeinderat einen Schritt weiter. Das Herzstück der Diskussion liegt nun bei der rechtlichen Ausgangslage.

Verstoss gegen Bundes- und Kantonsverfassung

Das Reglement, welche es Frauen beinahe verunmöglicht, Teil einer Zunft oder derengleichen zu werden, sei veraltet und müsste angepasst werden. Dafür setzt sich SP-Bürgergemeinderat Alex Klee ein. «Diese Regelung verstösst aktuell gegen die Bundes- und Kantonsverfassung», so Klee am Dienstag gegenüber Telebasel.

Das konnte Klee anhand einer Studie der Uni Bern am Dienstag mittels seiner Interpellation beweisen. Die Antwort des Bürgerrats lautete, dass die Rechtsgrundlage nun nochmals neu abgeklärt werden würde. Keine Überraschung für den Interpellanten. «Ich habe schon mit dieser Antwort gerechnet», so Klee nach der Bürgergemeinderatssitzung.

Ein kleiner Schritt Richtung Gleichstellung

Die Antwort des Bürgerrats auf die Interpellation von Alex Klee war für den Interpellanten mässig zufriedenstellend. «Ich denke der Bürgerrat hätte diese Chance nutzen können, um klarer Stellung zu beziehen und einzuräumen, dass wir da ein Problem haben und er alles tun wird um das zu beheben», so Klee.

Falls die Abklärungen des Bürgerrats nun jedoch auf das gleiche Resultat wie die Uni Bern kommt, nämlich dass das Reglement gegen die Bundes- und Kantonsverfassung verstösst, wird sich etwas ändern. «Sollte es sich dabei herausstellen, dass die derzeitigen Regelungen tatsächlich nicht verfassungskonform sein sollten, wird der Bürgerrat selbstverständlich entsprechend legiferieren», erklärte der Bürgerrat Lukas Feasch.

Nach all den emotionalen Debatten und Diskussionen zur Gleichstellung der Frau wurde die Sitzung zum Thema am Dienstagnachmittag sehr sachlich besprochen.

4 Kommentare

  1. Nach knapp einem Jahr wird das Thema wieder aufgewärmt, welches zwar viel Emotionen auslösen kann, aber für Basel und die Welt nicht wirklich ein echtes Problem in Sachen Gleichstellung bedeutet. Aber eben, zu allen Zeiten gibt es Don Quijotes und Doña Quijotas, die einen imaginären Feind bekämpfen müssen, medienträchtig und am liebsten kurz vor den Grossratswahlen? Liest man die bisherigen Kommentare, weiss man ,wie dieseAngelegenheit zu beurteilen ist….Report

  2. Last doch eifach mal soTraditionen in ruhe. Viel wichtiger wäre es wenn Frauen endlich für gleiche Arbeit den selben Lohn bekämen wie Männer.
    Bei uns Frauen sind die Männer auch nicht überall willkommen. Es lebe der Brauchtum👍
    Das geht für mich in das gleiche Kapitel wie Mohrenköpfe, einfach nur ein Witz!Report

  3. Ich bin eine Frau. muss das sein dass überall Frauen dabei sind.. In der Politik macht es Sinn. In der Freizeit nicht.. Beispiel : gemischte Fussballteams, Handball-, Eishockey.. Wollen das die Frauen wirklich. Frauen gründet doch eure eigene Frauenzunft.. I hoffe das z. B. der Vogel Gryff weiterhin männlich bleibtReport

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel