Jacke an, Jacke aus? Das ganze Wetter-Wirrwar verwirrt Dani bei seiner Kleiderwahl. (Bild: Telebasel)
Basel

Seit Hebstbeginn ist Dani im Jacken-Dilemma

Kälte am Morgen und sommerlich warm ab Mittag. Die Übergangsphase bringt Dani von Wattenwyl «kleidertechnisch» zur Verzweiflung.

Der Herbst hat so seine Tücken. Ausser mit farbigem Blätterwald und goldenen Sonnenuntergängen lockt er auch mit herrlichen Temperaturen. Gerne pegelt sich das Thermometer an schönen Tagen so um 20 bis 24 Grad ein – der Spätsommer ist da. Genau richtig für den hitzescheuen Durchschnittsschweizer. «Der Herbst rockt!» sozusagen.

Wären da nur nicht diese unberechenbaren Randzeiten! Wer kennt sie nicht, die Frage aller Fragen, am Morgen wenn man das Haus verlässt: «Mit oder ohne Jacke?» Ein immer wiederkehrendes Dilemma zum Tagesstart. Geniesst man am Morgen den Komfort einer wärmenden Jacke, damit man sich für den Rest seines Tages darüber ärgern kann, dass man dieses lästige Teil überall hin mit sich rumschleppen muss oder friert man sich morgens auf dem Fahrrad einen Ast ab, damit man Mittags keinen unnötigen Ballast dabei hat?

«Frieren am Morgen ist nicht sexy»

Meistens entschliesst man sich für die Jacken-Variante, denn frieren schon am Morgen ist nicht wirklich sexy. Zumindest bei mir ist es so.

Spätestens am Mittag rächt sich aber diese Bequemlichkeit. Dann kommen sie nämlich, die Kommentare der Arbeitskollegen (ja, es sind hauptsächlich Männer). Nichts ist so nervtötend wie der aberwitzige Arbeitskollege, der sich wegen deiner mitgeschleppten Jacke, zur Mittagszeit einen doofen Spruch nicht verkneifen kann: «Na, erwartest Du noch Schnee heute?». «Warum nicht gleich mit Wollunterwäsche?» oder «Was machst Du eigentlich, wenn es mal richtig kalt ist, du Memme?».

Sorry, 12 Grad am Morgen, das IST kalt!, schiesst es mir durch den Kopf. Aber man lässt den Konter bleiben, man will ja keine Testosteron-geschwängerte Diskussion auslösen.

Eine Jacke hat auch Vorteile

Um diesen saublöden Beurteilungen, warum man eine Jacke bei 24 Grad dabei hat, auszuweichen, bliebe noch die Möglichkeit, am Morgen einfach mit dem T-Shirt aufs Fahrrad zu steigen. Ist zwar noch kalt, dafür aber wunderbar angenehm, wenn es warm wird, weil man keinen sperrigen Balast mitschleppen muss. Und man muss keine doofen Sprüche ertragen, kaum ist die Sonne da!

Klar, die Jacke kann man über Mittag auch im Büro hängen lassen, aber auch abends, bei angenehmen 23 Grad nach Feierabend, stört sie. Zu heiss, um sie anzuziehen, zu kalt, um sie morgens zu ignorieren. Und dann hat so eine Jacke noch einen entscheidenden Vorteil, gerade für Männer: Sie bietet Stauraum. Entschliesst man sich nämlich, ohne Jacke am Morgen das Haus zu verlassen, sind dafür die Hosentaschen prall gefüllt. Und prall gefüllte Hosentaschen sind unangenehm – und sehen einfach nur bescheuert aus!

Aber das ist wieder ein anderes Thema.

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