Die Slowenen Tadej Pogacar (rechts) und Primoz Roglic zeigten am Sonntag ein starkes Rennen an der Tour de France. (Bild: Keystone)
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Pogacar und Roglic bei der 15. Etappe top

Der Slowene Tadej Pogacar gewann die 15. Etappe der Tour de France mit der Bergankunft auf dem Grand Colombier vor seinem Landsmann Primoz Roglic.

Pogacar setzte sich auf den letzten paar Metern der 174,5 km von Lyon zum Grand Colombier vor dem zeitgleichen Roglic und dem Australier Richie Porte (0:05 zurück) durch. Für Pogacar, den 21-jährigen Tour-Debütanten und letztjährigen Vuelta-Dritten, war es in der 107. Frankreich-Rundfahrt der zweite Tageserfolg nach demjenigen in der 9. Etappe nach Laruns, wo er ebenfalls vor seinem neun Jahre älteren Landsmann Roglic und dem drittklassierten Berner Marc Hirschi triumphiert hatte.

In der Gesamtwertung führt der letztjährige Vuelta-Sieger Roglic weiterhin vor Pogacar, der dank der im Ziel gewonnenen Bonifikationssekunden nur noch 40 Sekunden Rückstand aufweist. Der Kolumbianer Rigoberto Uran (1:34 zurück) rückte eine Position vor und ist neu Dritter.

Bernal grosser Verlierer

Egan Bernal war der grosse Verlierer des Tages. Der vormalige Gesamt-Dritte mit nur 59 Sekunden Rückstand auf Roglic brach im 17,4 km langen Schlussaufstieg früh ein und litt hinauf zum Ziel auf 1501 m Höhe sichtlich. Auf dem Grand Colombier, wo wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer erlaubt waren, betrug sein Rückstand mehr als sieben Minuten – damit fiel der 23-Jährige aus den Top 10 des Gesamtklassements.

Kaum vorstellbar, dass der Kolumbianer und das schwer geschlagene Team Ineos in den verbleibenden sechs Etappen nochmals in den Kampf um den Tour-Sieg eingreifen kann. Die britische Formation Ineos (vormals Sky) hatte seit 2012 mit einer Ausnahme immer den Gesamtsieger der Grande Boucle gestellt.

Nach dem zweiten Ruhetag geht es am Dienstag mit der ersten von zwei Alpen-Etappen weiter. Auf den 164 km von La Tour-du-Pin nach Villard-de-Lans Côte 2000 sind fünf Bergpreiswertungen zu absolvieren.

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