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Der Telebasel News-Beitrag vom 13. September 2020.
Basel

Kleinparteien wollen den Grossen Rat erobern

Basel wählt am 25. Oktober den Grossen Rat. Nebst den etablierten, bekannten Parteien treten auch Unbekannte an. Etwa Kommunisten.

Am 25. Oktober wählt der Kanton Basel-Stadt den Grossen Rat. Erstmals ohne Prozenthürde, Wahlquorum genannt. In den vorherigen Wahlen waren Parteien nur dann zur Sitzverteilung zugelassen, wenn sie die vier Prozenthürde übertrafen. In der neuen Lage scheinen diverse anstrebende Politiker Morgenluft zu wittern. Gerade im Kleinbasel tummeln sich Kleinstparteien.

«Die Idee ist immer zeitgemäss»

Zum Beispiel die «Kommunistische Liste – Partei der Arbeit Schweiz». Mit neun Kandidaten tritt die Partei im Kleinbasel an, zwei weitere in Grossbasel Ost. «Wir stehen für ein anderes Gesellschaftsmodell ein, für den Kommunismus», sagt Seyhan Karakuyu. Sie hält die Spitzenposition der Kleinbasler Liste inne. Auf der Agenda Karakuyus steht unter anderem die 35-Stunden-Woche, der Schutz und die Gleichberechtigung von Migranten sowie Gratis-Kitas. Ausserdem wolle man sich für einen griffigen Umweltschutz einsetzten.

Auf die Frage, ob die Idee des Kommunismus nicht veraltet sei, antwortet Karakuyu: «Die Idee ist immer zeitgemäss – die marxistische Theorie ist so gut ausgebaut, dass man sie immer neu interpretieren kann.» Die «Kommunistische Liste» will am äusseren linken Rand politisieren. Deshalb hat man sich nicht alternativen wie der BastA! angeschlossen. Man sei aber nicht «sektiererisch», sondern wolle den linken Flügel des Parlaments stärken und eine gute Zusammenarbeit etablieren.

(Video: Telebasel)

Corona-Skeptiker stellt sich zur Wahl

Monothematischer geht es bei Mario Della Giacoma zu und her. Der Werbetechniker hat die Liste «Besorgter Bürger fordert eine Untersuchung der Coronamassnahmen» gegründet und tritt im Wahlkreis Kleinbasel an. Wie der Name der Liste schon verrät, ist er ganz und gar nicht zufrieden mit dem aktuellen Corona-Kurs der Regierung. Für ihn persönlich sind sie nämlich völlig übertrieben: «Wir haben seit 4 Monaten eine Untersterblichkeit und die Behauptung ist ja, dass nach zwei Monaten die Massnahmen greifen würden. Und darum nimmt es mich Wunder, weshalb wir bei vier Monaten Untersterblichkeit das alles noch machen müssen.»

Keine Überraschung ist daher, dass er sich ganz klar gegen eine Maskenpflicht ausspricht. Sollte er gewählt werden, wolle er als erste Amtshandlung Lukas Engelberger fragen, weshalb er diese eingeführte. Besonders problematisch findet er die Maskenpflicht an Schulen. Gross Wahlkampf betreibt er aber nicht. «Ich setzte auf Mund zu Mund Propaganda und werde auch noch ein paar Flyer verteilen.»

Neben Corona würden ihm vor allem «grüne» Themen am Herzen liegen: «Ich habe gerne Elektrofahrzeuge. Ich habe ein eigenes Elektro-Mofa. Bin für Velofahrer in Basel und werde auf diesem Weg weitermachen, wenn ich in den Grossen Rat gewählt werde.»

(Video: Telebasel)

Die Grossratswahlen in Basel finden am 25. Oktober statt.

2 Kommentare

  1. @Hunzi
    Und die Corona Befürworter holen sich ihre Informationen leider nur aus den Leitmedien die alles andere als unparteiisch sind. Lesen Sie doch bitte auch mal Berichte aus der NZZ, oder jetzt im Moment gerade in der Baselexpress Zeitung oder Infosperber oder der Weltwoche oder der Expresszeitung usw.. Dort teilen viele Journalisten nicht einfach nur die Meinung vom BAG und dem Bundesrat. Ich denke es ist am besten sich eine Meinung zu bilden, wenn man alle Meinungen kennt. Das ist in einer Demokratie eigentlich so. Nur bei Corona eben nicht.Report

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