Nach zwei Rennabbrüchen und Neustarts siegt Lewis Hamilton am Sonntag schliesslich in Mugello. (Bild: Keystone)
International

Hamilton siegt im Mugello-Chaos souverän

Lewis Hamilton gewann den von mehreren Unfällen geprägten Grand Prix der Toskana in Mugello. Bottas machte den Doppelerfolg für das Team Mercedes perfekt.

Das Chaos zog mit der Formel 1 von Monza nach Mugello weiter. Gleich dreimal musste das Rennen im Autodromo Internazionale durch den Safety-Car neutralisiert werden, nach zwei Unterbrüchen erfolgte jeweils ein Neustart.

Hamilton und Bottas kamen bei allen drei Zwischenfällen ungeschoren davon. Der Engländer und der Finne machten den Sieg auf einer eigenen Ebene aus. Der ursprünglich von ganz vorne losgefahrene Hamilton, der beim ersten Start die Führung an Bottas verloren hatte, holte sich die Spitzenposition beim zweiten Versuch zurück – und blieb, trotz des nötig gewordenen zweiten Neustarts, ungefährdet. Dritter wurde Alexander Albon im Red Bull. Der Thailänder sicherte sich seinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1.

Sechster Sieg für Hamilton

Hamilton wurde zum sechsten Mal in diesem Jahr als Erster abgewinkt. Mit seinem insgesamt 90. Sieg in der Formel 1 baute er seine Führungsposition in der Gesamtwertung aus. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Bottas beträgt 55 Punkte.

Kimi Räikkönen im anderen Alfa Romeo kam als Achter ins Ziel, wird in der Rangliste aber auf Platz 9 geführt. Der Finne wurde wegen einer nicht regelkonformen Einfahrt in die Boxengasse mit dem Zuschlag von fünf Sekunden auf die Fahrzeit belegt. Räikkönen gewann damit seine ersten zwei WM-Punkte in dieser Saison.

In die turbulente erste Phase des Rennens war auch Max Verstappen involviert. Der Niederländer im Red Bull kam nicht einmal eine Runde weit. Verstappen, der wegen beschränkter Motorleistung beim Start zurückgefallen war, wurde von Räikkönen von hinten gerammt und kam deshalb von der Strecke ab. Der Zwischenfall wurde durch eine Kollision Räikkönens mit Romain Grosjean im Haas und Pierre Gasly im AlphaTauri ausgelöst. Für den Franzosen, der vor einer Woche in Monza völlig unerwartet als erster Franzose seit 24 Jahren einen Grand Prix gewonnen hatte, war das Rennen damit ebenfalls zu Ende.

Zwei Rennabbrüche

Kaum hatte der Safety-Car die Strecke verlassen, krachte es schon wieder. Involviert waren Antonio Giovinazzi im Alfa Romeo, Kevin Magnussen im Haas, Carlos Sainz im McLaren und Nicholas Latifi im Williams. Für das Quartett war danach der Arbeitstag zu Ende. Um den Schrottplatz zu säubern, wurde das Rennen ein erstes Mal abgebrochen und wie schon in Monza mit stehendem Start wieder aufgenommen. Weil auch noch Esteban Ocon im Renault wegen überhitzten Bremsen zur Aufgabe gezwungen wurde, blieben vorerst noch 13 Fahrer übrig.

Den zweiten Abbruch nach drei Vierteln der Distanz verursachte Lance Stroll im Racing Point. Der Kanadier, der an dritter Stelle gelegen hatte, schlug wegen des zerplatzten rechten Hinterreifens heftig in der Streckenbegrenzung ein.

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