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Basel geht aus - TV vom 12. September 2020.
Basel

Hier verbreitet nicht nur Grossmutters Geheimrezept Freude

Wenn das Wort «cool» für einmal passt, dann hier. Das bunte, wohnzimmerartige Joys im Kleinbasel übt einen ganz eigenen Zauber auf sein gemischtes Publikum aus.

Wenn das Wort «cool» für einmal passt, dann hier. Das bunte, wohnzimmerartige «Joys» übt einen ganz eigenen Zauber auf sein gemischtes Publikum aus und bringt, wie farbige Luftballons bei Kindern, Augen zum Leuchten.

Ob das «Joys» mehr ein Restaurant, eine Bar, ein Boulevard-Café oder eine Galerie ist, erschliesst sich dem Gast nicht auf den ersten Blick. Alles trifft zu, zumindest ein bisschen. Was nicht heissen soll, dass davon irgendetwas zweit- oder drittrangig wäre. Ein Espresso doppio wird hier genauso gerne gebracht wie ein Negroni, die Pommes-Chips dazu kommen nicht aus einer Plastiktüte, sondern sind hausgemacht. Der Fleischkäse, serviert mit Berg-Spiegelei, wird von Holzen Fleisch in Ennetbürgen geliefert. Ein weiterer Klassiker, das Wienerschnitzel mit knuspriger Panade, ist von zwei separaten, ovalen Tellern begleitet, im einen frischer Gurkensalat, im anderen Kartoffelsalat, homemade selbstverständlich.

Anina Michel ist der blonde «Joys»-Engel, bringt da ein Glas Franciacorta und dort einen Chèvre chaud auf Salat. Ihr zur Seite steht in der Küche Hannah Berger, die den Gästen die zusätzlichen «Dishes of the day» auch mal persönlich vorträgt. Heute Abend sind das unter anderem Burratina auf sautiertem Fenchel und Trevisano oder Melone mit Landrauchschinken vom Wollschwein, dann Spaghetti mit Artischocken-Pesto oder ein Wurst-Käse-Salat.

Highlights für Weinliebhaber

Lukas Gold, der Partner von Anina Michel, hilft ab und an in der Küche aus, hat in erster Linie aber das «Joys» für Weinliebhaber zu einem besuchenswerten Lokal gemacht. Mit Blaufränkisch von Uwe Schiefer aus dem österreichischen Burgenland, mit dem Lirac Reine des Bois der Domaine de la Mordorée aus dem Süden Frankreichs, einer Cuvée aus Grenache, Syrah und Mourvèdre, oder dem italienischen Überfliegerwein Il Caberlot 2013.

Pinot noir aus der Bündner Herrschaft von Jann Marugg, Annatina Pelizzatti oder Peter Wegelin liegt ebenso bereit, mit dem Rüeget 2014 von Tom Litwan auch ein Pinot aus dem Aargau. Man könnte grossartig mit Champagner feiern (Drappier), darf sich aber auch getrost mit einem der vielen guten, offen ausgeschenkten Weine bescheiden. Alle Flaschen sind zudem «über die Gasse» erhältlich.

Wer etwas länger sitzenbleibt an einem der bunten Tische draussen, geniesst zum Abschluss vielleicht einen Coretto Grappa oder lässt sich noch zu einem portugiesischen Blätterteig-Pudding-Törtchen überreden.

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