Durch das Rückenmark laufen alle Nerven vom Gehirn in den Körper. (Bild: Keystone)
Schweiz

ETH deckt Dynamik des Rückenmarks auf

Wissenschaftlern der ETH Lausanne konnten die Dynamik des Rückenmarks präzis aufzudecken. Damit sollen sich Diagnosen bei Verletzungen verbessern.

Wissenschaftlern der ETH Lausanne (EPFL) ist es gelungen, die Dynamik des Rückenmarks präzis aufzudecken. Damit könnten sich Diagnosen von Verletzungen oder Funktionsstörungen des Rückenmarks verbessern lassen.

Durch das Rückenmark laufen alle Nerven vom Gehirn in den Körper. Um «in vivo» (im lebendigen Organismus) zu beobachten, wie genau der gerade einmal 1,5 Zentimeter dicke Schlauch zum Beispiel die Bewegung der Arme oder Beine kontrolliert, waren bisher Tierversuche nötig.

Wissenschaftler der EPFL entwickelten nun spezielle Protokolle für die funktionelle Magnetresonanztomographie und kombinierten diese mit modernen Analysetechniken. So gelang es ihnen, die Rückenmarksignale in Ruhephasen bei 19 gesunden Probanden zu entschlüsseln. Das berichten die Forschenden im Fachmagazin «Neuron».

Mit den bisherigen Methoden funktioniert das kaum – auch deswegen, weil etwa die Atmung und der Herzschlag das bildgebende Verfahren stören. Ebenfalls verhinderte das Wirbelsäulenskelett, das das Rückenmark umgibt, neuroanatomische Details aufzulösen, wie die Erstautorin der Studie, Nawal Kinany, gemäss einer Mitteilung der EPFL sagte. Ihr Ansatz könnte helfen, die Rehabilitation bei neurologischen Erkrankungen künftig zu verbessern, so die Forschenden.

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