Über 12'000 Menschen sind seit dem Brand in einer noch präkereren Situation als zuvor. (Bild: Keystone)
Schweiz

Schweiz will 20 unbegleitete Minderjährige aus Lesbos aufnehmen

Die humanitäre Not auf Lesbos ist nach dem Brand im riesigen Flüchtlingslager Moria gross. Die Schweiz will 20 Kinder und Jugendliche aufnehmen.

Die Schweiz will rund 20 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus dem niedergebrannten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos aufnehmen. Das teilte der Bundesrat am Freitag mit. Im Zentrum steht für die Regierung aber die Hilfe vor Ort.

Am Freitagnachmittag geht ein Hilfsflug mit rund einer Tonne Material nach Athen ab. An Bord sind Schlafsäcke, Schlafmatten, Wasserkanister, Küchenutensilien und andere Hilfsgüter, um welche die griechische Regierung ersucht hatte.

Ebenfalls im Flugzeug sitzen zwei Spezialisten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH). Das Aussendepartement EDA hat bis zu einer Million Franken für die humanitäre Hilfe bereitgestellt, um auf die dringendsten Bedürfnisse der vom Brand betroffenen Menschen reagieren zu können.

Kinder sollen sofort evakuiert werden

Es gehe vor allem darum, unverzüglich die Unterbringung, Versorgung und den Schutz der Migrantinnen und Migranten sicherzustellen, schreibt der Bundesrat. Eine Verteilung der betroffenen Migrantinnen und Migranten in die EU-Länder steht nach seinen Angaben nicht im Vordergrund.

Die Schweiz ist aber bereit, 20 der insgesamt rund 400 unbegleiteten Minderjährigen aufzunehmen. Das stellte das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf eine informelle Anfrage aus Deutschland hin in Aussicht. Diese besonders vulnerablen Kinder und Jugendlichen sollten umgehend evakuiert und in anderen europäischen Ländern aufgenommen werden, heisst es in der Mitteilung.

Die Stadt Bern hatte zuvor angekündigt, zehn Kinder und Jugendliche aufnehmen zu wollen, der Bundesrat schob diesem Vorhaben einen Riegel vor.

1 Kommentar

  1. Schön für die 20. aber keine sonderleistung für die schweiz. Was ist mit den familien mit kleinen kindern. Diese sollten nun wirklich dringend endlich aus diesem „dreckloch“ weg kommen können. Wenn unsere städte schon bereit sind, flüchtlinge aufzunehmen, sollte dies vom bund unterstützt werden. Klägliche 20 personen – das ist für mich beschämend !!!Report

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