Der Bürgergemeinde Bubendorf scheint es sehr wichtig, dass der Mann nicht eingebürgert wird. (Symbolbild: Keystone)
Baselland

Bubendorf stellt sich bei Kosovaren-Einbürgerung weiter quer

Bubendorf will einen Kosovaren um keinen Preis einbürgern. Gegen die Einbürgerungs-Weisung der Regierung wird nun geklagt.

Seit 15 Jahren lebt eine kosovarische Familie in Bubendorf. Angekommen als Kriegsflüchtlinge mit beanspruchtem Kirchenasyl, sind die Mutter und die beiden Söhne inzwischen eingebürgert. Beim Vater jedoch stellt sich die Gemeinde quer. Zweimal hatte die Bürgergemeindeversammlung ohne triftigen Grund die Einbürgerung abgelehnt. Schliesslich musste sogar die Regierung ein Machtwort sprechen: Der Mann sei sofort einzubürgern.

Doch das will die Bürgergemeinde, die in Bubendorf für die Einbürgerungen verantwortlich ist, nicht auf sich sitzen lassen. Beim Kantonsgericht wehrt man sich nun gegen den Regierungsratsentscheid, berichtet die Volksstimme.

«Nur noch peinlich»

Die Frage nach dem Warum bleibt unbeantwortet im Raum stehen, von der Bürgergemeinde nimmt gegenüber den Medien niemand Stellung. Ein Bürgergemeinde-Insider sagt gegenüber der BaZ: «Nun wird es nur noch peinlich.»

Ein Einwohner wird in der Zeitung wie folgt zitiert: «Ich vermute Fremdenfeindlichkeit, Machtgehabe nach dem Motto ‹Denen zeigen wir es› und eine Retourkutsche wegen des Kirchenasyls.»

2 Kommentare

  1. Die Bürgergemeinde hat ihre Gründe und das hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Leider hat keine Zeitung es für nötig empfunden, seriöse Recherchen zu machen, die 15 Jahre zurückliegen.Report

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