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Der Telebasel News Beitrag vom 10. September 2020.
Basel

Nach Sommerpause und Corona – Jetzt legen die Kleintheater wieder los

Am Donnerstag beginnt die neue Saison im Fauteuil, nachdem die letzte von Corona geprägt war. Das Häbse-Theater hat schon erste Erfahrungen gesammelt.

Es geht wieder los in den Basler Kleintheatern. Heute Donnerstag findet die erste Aufführung im Fauteuil statt. Der deutsche Kabarettist Urban Priol tritt auf und läutet die neue Saison ein. Die letzte wurde Corona-bedingt unterbrochen, am Ende wurde gar alles abgesagt.  «Wir freuen uns, können wir das machen, für was wir leben», sagt Claude Rasser. Er leitet das Theater zusammen mit Caroline Rasser.

«Wir haben auch Respekt vor der Ungewissheit, die auf uns zukommt», fügt Claude Rasser an. Die Ungewissheit, wie es weitergeht und ob es wieder zu einer Verschärfung kommt. Gleichzeitig wurden Massnahmen ergriffen. Im Theater gilt eine Maskenpflicht, zwischen Besuchergruppen wird jeweils ein Sitz freigelassen und überall im Haus stehen Desinfektionsmittel-Spender. Durch die Anpassungen sinkt die Zahl der Sitzplätze im Fauteuil von 220 auf rund 130.

Caroline und Claude Rasser im Interview:

(Video: Telebasel)

«Es gab viele Anpassungen im Spielplan», sagt Caroline Rasser. Teile des Programms wurden gar kurzerhand um ein Jahr verschoben. «Für uns ist besonders wichtig, dass HD-Soldat Läppli wieder aufgeführt wird», so die Co-Leiterin des Theaters. Finanziell stehe man passabel da. Durch Unterstützung vom Staat, aber auch durch private Spenden. Dennoch hofft man, dass die Ausfallsentschädigung verlängert wird. «Uns fallen ein Drittel der Sitzplätze weg, das schlägt schon zu Buche», so Rasser. Doch nun gelte es, erstmals loszulegen.

Gute Rückmeldungen im Häbse-Theater

Im Häbse-Theater hat man bereits losgelegt. Der Spielplan wurde am Montag eingeläutet. «Die Resonanz war bislang gut», sagt Theaterdirektor Hans Jörg «Häbse» Hersberger. Keiner habe wegen der geltenden Maskenpflicht bislang gemurrt. Nur: Wegen der Corona-Regeln bleibt die Bar zu. Es gibt keine Konsumationen, die Tische im Theater bleiben ungenutzt. Hersberger wiegelt ab, die Ausfälle seien verkraftbar.

Hans Jörg Hersberger im Interview:

(Video: Telebasel)

Gleichzeitig wurden Bankreihen geschlossen, um Sektoren zu erhalten. Damit sinkt die Zahl der Sitzplätze von 351 auf 234. Durchaus ein schwerer Schlag, sind die Vorstellungen laut Hersberger doch mehrheitlich zu 95 Prozent ausverkauft. Doch man gibt sich zuversichtlich, dass es klappen wird. Oder muss. Doch man spüre auch den Rückhalt der Unterstützer. So hätten diverse «Freunde des Häbse-Theaters» gar mehr als den üblichen Mitgliederbeitrag bezahlt.

«Es ist finanziell prekär, aber auch die Unsicherheit macht uns zu schaffen», so Hersberger. Doch nun überwiege das Schöne, endlich wieder Aufführungen abzuhalten. «Wir müssen weitermachen», so der Direktor. Und die Maske sei kein Problem. Vielleicht wirke alles leicht gedämpft, aber: «Das Lachen hört man weiterhin.»

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