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Der Telebasel Glam Beitrag vom 21. September 2020.
Basel

Künstlerin Deana Lawson trifft den Nerv der Zeit

Deana Lawson macht aus Fremden eine Familie. Sie fotografiert Schwarze Menschen in ihrer gewohnten Umgebung und inszeniert Besonderheiten.

Ein überwältigender Ausstellungsraum, hell erleuchtet und mittendrin Fotografien der Afroamerikanischen Künstlerin Deana Lawson. Bilder und die Fotografie waren schon immer ein wichtiger Bestandteil im Leben der Künstlerin.

«Deana Lawson wuchs in einer Familie auf, die umgeben war von privater Fotografie. So haben ihre Grossmutter und Mutter beim Kodak-Gründer George Eastman und ihr Vater bei Xerox gearbeitet. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Fotografie schon immer ein Teil von ihrem Leben war.» Das erklärt Claudio Vogt, der Leiter Presse und Rahmenprogramm, zu Telebasel.

Rund 14 grossformatige Fotografien und verschiedene Installationen sind in der Ausstellung  «Centropy» zu sehen. Darauf abgebildet sind verschiedene schwarze Menschen aus Amerika, Brasilien und Ghana. Die Künstlerin fotografiert die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung und stellt sie, trotz nackten Körper, würdevoll und ästhetisch dar.

Die Ausstellung «Centropy»  hätte eigentlich im Frühjahr stattfinden sollen. Corona machte aber der Kunsthalle und der Künstlerin einen Strich durch die Rechnung.

Der Telebasel Glam Beitrag vom 9. September.

Lawson via Skype dabei

Deana Lawson die in Amerika lebt, konnte deshalb auch nicht physisch bei der Aufhängung der Fotografien dabei sein. «Wir haben via Skype mit der Künstlerin die Hängung gemacht. Das ging sehr gut.» Die Fotografien in der Ausstellung hängen nahe beieinander, das aber nicht um Platz zu sparen. «Unsere Direktorin und Kuratorin Elena Filipovic fand, dass die Bilder eng nebeneinander hängen. Deana Lawson sagte darauf, dass dies sich so gehöre. Die Personen die sie fotografiert seien eine Familie, gehören zusammen und sollen sich beschützen.»

Obwohl die Menschen auf den Bildern sich nicht kennen und wahrscheinlich auch kilometerweit entfernt voneinander leben, soll durch die Inszenierung der Fotografien und den kleinen Abständen dazwischen, dem Besucher genau dieses Gefühl vermittelt werden.

Den Zeitgeist getroffen

Nur wenige Tage nach dem Aufbau der Ausstellung wurde in Minneapolis George Floyd von der Polizei getötet. Weltweit wurde protestiert und kurz nach der Black Lives Matter Demonstration in Basel, eröffnete die Kunsthalle die Ausstellung.

«Wir hatten wahnsinnig viele Besucher und wir haben gemerkt, dass die Emotionen gegenüber den Bildern in diesem Moment sehr intensiv waren. Wir haben gemerkt, dass wir mehr Vermittlung leisten müssen, als bei anderen Ausstellungen. Deshalb haben wir Personen, die jeweils am Wochenende wenn viele Besucher in der Ausstellung sind, hier die Emotionen einfangen und ein Dialog mit den Besuchern führen.»  So Claudio Vogt.

Mehr zur Ausstellung «Centropy» und zur Künstlerin Deana Lawson, sehen und lesen Sie nächste Woche auf Telebasel.

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