Featured Video Play Icon
Der Telebasel Talk vom 09.09.2020.
Basel

Keine Jubiläums-Feier für die «Helvetia» am Rhein?

Bettina Eichins Helvetia gehört ins Postkartenpanorama von Basel wie die Fähren und das Münster. Ihr Jubiläum wird aber nicht gefeiert. Im Talk: Die Schöpferin.

Seit 40 Jahren blickt sie melancholisch rheinabwärts in die Wellen. Ihr Anblick ist uns Baslerinnen und Baslern so vertraut wie die Fähren auf dem Rhein. Touristen knipsen sie ab als gehörte sie zum mittelalterlichen Erbe der Stadt. Der Frauenstreik 2019 belebte sie als Pilgerort neu. Die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann wählte Eichins Bronzeskulptur «Helvetia auf der Reise» als sinnträchtiges Dekor für ihre Youtube-1. August-Rede.

Die Skulptur Helvetia auf Reisen wurde mit Tuechern und Plakaten eingedeckt im Rahmen des Frauenstreiks in Basel am Freitag, 14 Juni 2019. (Bild: Keystone)

Geplant waren Stadtführungen und ein Podium

Aber die Stadt feiert den 40. Geburtstag von Bettina Eichins Helvetia nicht. Auch nicht am Denkmaltag, der zusammen mit den europäischen Tagen des Denkmals am kommenden Wochenende, am 12. und 13. September, stattfindet. Das Basler Künstlerpaar Maria Thorgevsky und Dan Wiener hatten ein Konzept mit szenischen «Helvetia»-Stadtführungen entwickelt. Der Merian-Saal war bereits für eine Podiumsdiskussion gemietet. Vier «reale Helvetias» hätten darüber diskutiert wie die Schweiz «weitergebaut» werden soll. Mit dabei: Die Helvetia-Schöpferin Bettina Eichin.

CMS und GGG winkten ab

Zwar hatte sich der Stadtentwickler Lukas Ott dafür eingesetzt und 10’000 Franken in Aussicht gestellt. Aber andere Institutionen wie die Christoph Merian-Stiftung CMS oder die Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige GGG winkten ab. Am Ende kamen die nötigen 50’000 Franken nicht zusammen. Auch die Denkmalpflege interessierte sich nicht dafür, das «private Projekt» ins Programm des Denkmaltages einzubetten. Irgendwann gaben Thorgevsky/Wiener auf. Bitter: Das Helvetia-Feierprogramm ist nun auf der Plattform «Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe» aufgeschaltet. Darüber prangt in Grosslettern: ABGESAGT.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel