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Der Telebasel News Beitrag vom 9. September 2020.
Basel

Fasnacht 2021 wird anders – Jetzt spricht Obfrau Pia Inderbitzin

Die Basler Fasnacht wird 2021 nicht im gewohnten Rahmen stattfinden. Jetzt äussert sich erstmals Obfrau Pia Inderbitzin im Interview zum Entscheid.

Seit Montag ist klar: Es soll eine Fasnacht 2021 geben. Doch vieles bleibt unklar. Telebasel hat Comité-Obfrau Pia Inderbitzin getroffen und mit ihr über den möglichen Cortège und die Zusammenarbeit mit der Regierung gesprochen.

Telebasel: Frau Inderbitzin, wird es im nächsten Jahr einen Cortège geben?

Pia Inderbitzin: Es wird eine Fasnacht geben, die sicher nicht wie gewohnt ausfallen wird. Ob es einen Cortège gibt, kann ich Ihnen noch nicht sagen.

In der Medienmitteilung schreiben Sie, dass sie statt neun Stunden Cortège auch andere Aktivitäten veranstalten werden. Also wird es kein Umzug geben?

Wir sind normalerweise «nur» für die neun Stunden Cortège verantwortlich. Die Fasnacht umfasst mehr. Wir sind einfach parat, um fastnächtliche Aktivitäten zu organisieren, die die ganze Fasnacht dauern. Wie die aussehen werden, ist noch unklar.

Warum übernehmen Sie jetzt die Rolle, die Sie sonst nicht innehalten?

 Wir sind wie ein Label für die Fasnacht. Wir organisieren einen Teil. Nun übernehmen wir den Lead, weil wir eine ganz neue Fasnacht erfinden müssen.

Sie haben dazu aufgerufen, Ihnen Ideen für die Fasnacht 2021 zu senden. Wie ist die Resonanz bislang?

Die Aktion läuft seit zwei Tagen. Wir sammeln die Ideen, sichten diese und arbeiten dann mit denen.

Jetzt ist aber weiterhin vieles unklar. Wäre es nicht an der Zeit, nun Nägel mit Köpfen zu machen? Es dauert nicht mehr allzu lange bis zur nächsten Fasnacht.

Wir haben noch fast ein halbes Jahr Zeit. Und vor rund einem halben Jahr wurde sie abgesagt. Wir sind in der Mitte dieser Zeit nun. Nun muss Vorwärtsgemacht werden, und wir wollen vorwärts machen.

Wie sieht der Austausch mit der Regierung aus?

Wir müssen die Regierung an Bord haben. Mit vier Regierungsräten haben wir bereits ein Gespräch geführt. Und das war sehr gut. Wir müssen in dieselbe Richtung denken, sonst funktioniert das nicht. Es braucht die Behörden, die Fasnächtler und die Bevölkerung.

Was für Signale wurden gesendet?       

Sehr positive Signale. Wir durfte auswählen, mit welchen Personen aus den Departementen wir zusammenarbeiten wollen für die Planung. Die Wünsche wurden uns erfüllt.

Aber andere Kantone haben die Fasnacht bereits abgesagt. Warum in Basel nicht?

Im Juni hatten wir ein Gespräch mit dem Epidemiologen Marcel Tanner. Er ist ja auch in der Taskforce des Bundesrats. Tanner hat uns Mut gemacht, dass fastnächtliche Aktivitäten mit dem richtigen Schutzkonzept möglich seien, und dass wir vorwärtsmachen sollen. Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und braucht Kultur. Jetzt müssen wir zurück ins Leben.

Das heisst also, Normalität gewinnen mit einer nicht ganz normalen Fasnacht?

Ja, das ist ja auch eine Chance. Nun beginnen die Leute, kreativ zu denken. Das kann auch eine Chance sein, die die Fasnacht belebt.

Sehen Sie hier das ganze Interview mit Comité-Obfrau Pia Inderbitzin. (Video: Telebasel)

1 Kommentar

  1. Mann Mann Mann
    Wie kann man ein Interview machen, und bei den Fragen die ganze Zeit das Micro auf der Person lassen, so dass man die Fragestellung nur sehr schlecht hört!!
    Und warum bleibt da ganze mitten drin etwa 1 1/2 Minuten stehen! Gibt es da keine Qualitätskontrollen?Report

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