Das Biozentrum hätte ursprünglich 2017 bezugsbereit sein sollen. (Bild: Keystone)
Basel

PUK sucht Whistleblower in Sachen Biozentrum-Debakel

Um das Debakel bezüglich des Biozentrums sind vertrauliche Informationen im Umlauf. Nun sucht die PUK des Grossen Rates nach der Person, die jene herausgab.

Die parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) des Basler Grossen Rates zum Neubau des Biozentrums ruft Whistleblower auf, vertrauliche Informationen zum Debakel beim Bau des Uninstituts abzugeben. Sie hat hierfür eine Website mit Kontaktmöglichkeiten aufgeschaltet.

Wer Hinweise habe, die für die Arbeit der PUK von Belang sein könnten, sei eingeladen, sich zu melden, teilte die Kommission am Dienstag mit. Hinweise von Whistleblowern und anderen Hinweisgebenden würden vertraulich behandelt. Sie würden auch nicht direkt zur PUK, sondern zum Anwaltsbüro Rudin Cantieni in Zürich gehen. Dieses Büro habe bereits Erfahrung in der Begleitung von parlamentarischen Untersuchungskommissionen, heisst es.

Im Visier hat die Kommission die massiven Zeitüberschreitungen und Verzögerungen bei den Bauarbeiten. Das Biozentrum hätte ursprünglich 2017 bezugsbereit sein sollen. Jetzt gehen die Regierungen beider Basel von einer Eröffnung im 2021 aus. Untersuchen will die PUK in erster Linie die Umstände, die zu den Mehrkosten führen, die auf bis zu 110 Millionen Franken geschätzt werden.

Für diese Arbeit wurden Ausgaben von einer Million Franken veranschlagt. Erwartet wird, dass die PUK Ende 2021 einen Bericht vorlegen wird.

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