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International

MAN baut bis zu 9’500 Stellen ab

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
528 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Freitag 528 neue Coronavirus-Ansteckungen innert eines Tages gemeldet worden. Am Donnerstag waren es 405 und am Mittwoch 469. Es gab drei weitere Todesfälle und 13 neue Spital-Einweisungen.

Alle Details gibt es hier.

Daniel Koch traute sich nicht mehr, sein Lieblingsbier zu kaufen

Ungewohnt private Einblicke gibt «Mr. Corona» Daniel Koch in der neuen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten». Der ehemalige Leiter Abteilung übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) lässt sich in seiner Küche beim Biertrinken fotografieren. Das Bier in seiner Hand: Corona.

«Mr. Corona» Daniel Koch gibt zu: Am liebsten trinkt er Corona-Bier. (Bild: Keystone)

Der Rentner gibt im Interview laut «Blick» preis: «Im Ernst: Corona ist mein Lieblingsbier.» Die Ironie sei dem bekanntesten Gesicht der Corona-Pandemie in der Schweiz natürlich bewusst. Am Anfang der Corona-Pandemie traute sich der Berner nicht mehr in den Laden, um sich das Bier selber zu kaufen. Seine Töchter erledigten das für ihn und brachten ihm Corona-Sixpacks. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Berlusconis Arzt: Corona hätte Ex-Regierungschef im März oder April getötet

«Die Viruslast beim Nasen-Rachen-Abstrich von Berlusconi war dermassen erhöht, dass das im März oder April sicherlich nicht so einen glücklichen Ausgang wie jetzt gehabt hätte», sagte Professor Alberto Zangrillo am Donnerstagabend im TV-Sender La7. «Ob es ihn umgebracht hätte? Absolut ja, sehr wahrscheinlich ja, und er weiss das.»

 

Berlusconis Arzt sagt, dass der frühere Regierungschef die Pandemie im Frühling wegen der überfüllten Spitäler nicht überstanden hätte. (Bild: Keystone)

Der fast 84-Jährige wird seit gut einer Woche wegen einer Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt und ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Italien war im Frühjahr besonders stark von der Coronavirus-Pandemie getroffen worden. Die Intensivstationen im Norden des Landes hatten weder genug Betten noch Beatmungsgeräte. Bis heute sind mehr als 35’500 Menschen gestorben. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Weniger Firmenpleiten in der Corona-Krise

Es scheint paradox: Seit dem Ausbruch der Corona-Krise sinkt die Zahl der Firmenpleiten. Zu verdanken ist diese Entwicklung allerdings lediglich den Massnahmen des Bundes und der Kantone im Zuge der Pandemie.

Nun stellt sich für den Gläubigerverband Creditreform in einer Studie vom Freitag die Frage, wann die Insolvenzwelle über die Schweiz rollt – oder ob es gar eine Flut wird?

Insgesamt mussten im August rund 24 Prozent weniger Firmen Konkurs anmelden als im Vorjahr. Im Zeitraum von Januar bis August gingen mit 4’070 Unternehmen rund 14 Prozent weniger Firmen pleite als 2019. Denn noch zeigen die Massnahmen wie Überbrückungshilfen, vereinfachte Kurzarbeit sowie insolvenzrechtliche Massnahmen wie die Covid-19-Stundung ihre Wirkung, erklärte der Gläubigerverband. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Sporthilfe-Gelder für 2020 gesichert

Die von der Schweizer Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten erhalten trotz Corona-Krise auch 2020 die vollumfängliche Unterstützung. Dies teilt die Stiftung in einem Communiqué mit.

Möglich machten dies nach Angaben der Sporthilfe zusätzliche Mittel, die Swiss Olympic und Sporthilfe-Co-Präsident Urs Wietlisbach gesprochen haben.

Den Athletinnen und Athleten entgingen infolge der Coronavirus-Pandemie Start- und Erfolgsprämien, ausserdem konnten sie ihren Sponsoren und Partnern nicht die vereinbarte Plattform bieten.

Corona in Indien: Mit gespendetem Laptop lernen - oder oft gar nicht

Während Kinder in Deutschland wieder zur Schule gehen, bleiben Millionen Kinder in Indien zu Hause. Oder sie müssen beispielsweise den Eltern auf dem Feld helfen, als Hausangestellte arbeiten oder Essen verkaufen, wie es von Hilfsorganisationen heisst. Denn in der grössten Demokratie der Welt sind die Schulen seit März geschlossen, während gleichzeitig viele Kinder kein Internet haben und so auch nicht an Fernunterricht teilnehmen können. Gerade einmal etwas mehr als 500 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Einwohner sind nach der indischen Internetvereinigung Internetnutzer.

Indiens Schulen bleiben in der Corona-Zeit geschlossen. Viele Kinder können, weil sie keinen Internet-Zugang haben, nicht am Fernunterricht teilnehmen. (Bild: Keystone)

Einige Organisationen und Behörden verteilen armen Kindern nun Handys oder Laptops, damit sie weniger abgehängt sind. Die 17-jährige Poonam Gautam erhielt so einen Laptop mit tragbarem Hotspot von der Hilfsorganisation Study Hall Educational Foundation. Am Abend kommt sie jeweils mit einigen Kindern und Jugendlichen verschiedener Schulstufen zusammen. Einige arbeiten tagsüber. Das Übungsmaterial erhält Poonam Gautam per WhatsApp und verteilt es an die anderen. Auch schauen sie Lernvideos der Hilfsorganisation auf Youtube. Schwierig findet die Jugendliche, dass das Internet trotz Hotspot immer wieder schlecht funktioniert.

Corona lässt Manhattans Wohnungsmarkt einbrechen

Die Corona-Krise macht es für Wohnungsbesitzer in der US-Metropole New York immer schwieriger, Mieter zu finden. Obwohl die Preise in Manhattan während der Pandemie rapide gesunken sind, gab es zuletzt so viele unvermietete Apartments wie seit Jahren nicht mehr.

 

Der Wohnungsmarkt in Manhattan ist in der Corona-Krise eingebrochen. (Bild: Keystone)

Die Leerstandsquote stieg im August verglichen mit dem Vorjahr von 1,95 auf 5,1 Prozent, wie ein neuer Marktbericht des Immobilienvermittlers Douglas Elliman Real Estate am Donnerstag zeigte. Die Anzahl offener Inserate lag demnach mit 15’025 Wohnungen fast dreimal so hoch wie vor einem Jahr. Es ist der höchste Wert, der seit Beginn der Datenreihe vor 14 Jahren gemessen wurde.

Analyst Jonathan Miller, der die Studie erstellt hat, macht die Corona-Pandemie für den kräftigen Anstieg verantwortlich. Ohne die kulturellen Vorzüge wie die berühmte Gastronomie oder Kunstszene verliere Manhattan stark an Reiz, erklärte der Marktexperte im New Yorker Immobilien-Blog «The Real Deal» mit Blick auf den monatelangen Lockdown.

Deutsche Inflation bleibt niedrig

Die gesenkte Mehrwertsteuer hat auch im August die deutsche Inflation gebremst. Die Konsumentenpreise verharrten auf dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte.

Im Juli war sie wegen der Steuersenkung erstmals seit 2016 gefallen, und zwar um 0,1 Prozent. «Ein Grund für die niedrige Inflationsrate ist weiterhin die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer», erklärten die Statistiker. Diese wurde als Massnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung im Kampf gegen die Corona-Krise zum 1. Juli für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent zurückgenommen, was den Konsum ankurbeln soll.

MAN will bis zu 9500 Stellen abbauen

Der Lastwagenbauer MAN will sich neu aufstellen und deshalb in Deutschland und Österreich bis zu 9500 Stellen abbauen. Das sei ein Bestandteil, um das Ergebnis um rund 1,8 Milliarden Euro zu verbessern, teilte die VW-Tochter am Freitag in München mit. Alle Hintergründe finden Sie hier.

MAN will in Deutschland und Österreich bis zu 9500 Stellen streichen. (Bild: MAN)

Oracle profitiert von mehr Heimarbeit in der Corona-Krise

Der Trend zur Heimarbeit wegen der Corona-Pandemie hat dem US-Software-Konzern Oracle im jüngsten Geschäftsquartal Schub verliehen. In den drei Monaten bis Ende August kletterte der Nettogewinn im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.

Vorstandschefin Safra Catz sprach am Donnerstag nach Börsenschluss in einer Mitteilung von einem fantastischen Vierteljahr für Oracle. Der Umsatz wuchs, angetrieben vom starken Cloud-Geschäft, um 2 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar.

Grosse Verunsicherung vor den Ferien – Wohin kann ich reisen?

Reisewarnungen und Quarantäne – viele Schweizer sind verunsichert, wo am besten Ferien gemacht werden können und wie sicher eine Reisebuchung überhaupt ist? Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich das Reisen deutlich verändert. Lesen Sie hier Tipps von Branchenexperten, wie Schweizer trotzdem nicht auf Herbstferien verzichten müssen.

 

Wer in die Ferien will, kämpft in der Corona-Pandemie mit grossen Unsicherheiten. Branchenexperten geben Tipps, wie man am besten in die Herbstferien fahren kann. (Bild: Keystone)

Deutschland profitiert von neuem Schlüssel für Corona-Hilfen

Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik 7,27 Prozent der Zuschüsse aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen. Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro. Nach dem ursprünglich geplanten Verteilungsschlüssel hätte Deutschland nach Zahlen der Kommission nur 6,95 Prozent der Mittel erhalten, also rund eine Milliarde Euro weniger.

Auf das Konjunkturprogramm hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Juli bei einem Sondergipfel nach viertägigen Verhandlungen und massivem Streit geeinigt. Es umfasst neben der Aufbau- und Resilienzfazilität noch weitere Gelder für Zuschüsse in Höhe von 77,5 Milliarden Euro. Zudem können über die Aufbau- und Resilienzfazilität auch noch Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro vergeben werden. Insgesamt ist das Paket damit 750 Milliarden Euro schwer. Alle Hintergründe dazu gibt es hier.

Trump verteidigt Verhalten und zieht Parallele zu Churchill

US-Präsident Donald Trump hat eine Parallele zwischen seinen Beschwichtigungen in der Corona-Pandemie und dem Verhalten des britischen Premierministers Winston Churchill im Zweiten Weltkrieg gezogen. «Als Hitler London bombardierte, ging Churchill, ein grosser Anführer, oft auf ein Dach in London und sprach», sagte Trump am Donnerstagabend bei einer Wahlkampfveranstaltung in Freeland im US-Bundesstaat Michigan. «Und er sprach immer mit Gelassenheit. Er sagte, wir müssen Gelassenheit zeigen. Nein, wir haben es richtig gemacht, und wir haben eine Arbeit geleistet wie niemand sonst.»

Spielte die Gefahr der Corona-Pandemie bewusst herunter: US-Präsident Donald Trump. Er bestreitet jedoch, gelogen zu haben. (Bild: Keystone)

Trump ist knapp zwei Monate vor der Wahl in den USA unter Druck geraten, weil er in Interviews des Investigativjournalisten Bob Woodward im März gesagt hatte, er habe die Gefahr durch das Virus bewusst heruntergespielt. Entsprechende Passagen und Tonbandaufnahmen waren am Mittwoch von US-Medien veröffentlicht worden. Trump sagte danach zu seiner Verteidigung, er habe keine Panik verbreiten wollen.

Alles zum Thema lesen Sie hier.

Rekordzahl von fast 10'000 Neuinfektionen in Frankreich
Fast 10’000 Neuansteckungen wurden in Frankreich verzeichnet. (Bild: Keystone)

Vor Beratungen der französischen Regierung über eine weitere Verschärfung der Corona-Massnahmen ist in Frankreich die Rekordzahl von fast 10’000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Wie das Gesundheitsministerium in Paris am Donnerstag mitteilte, wurden seit dem Vortag 9843 neue Coronavirus-Ansteckungsfälle erfasst. Dies ist die höchste Zahl in Frankreich seit Beginn der Pandemie. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Vertrauen in Impfungen in Europa laut Studie gering

Das Vertrauen in Impfungen ist einer Studie zufolge in Europa geringer als in anderen Teilen der Welt, etwa in Afrika. Beeinflusst werde das Vertrauen in Impfungen etwa von der politischen Stabilität eines Landes und von Falschinformationen im Internet.

Was einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus angehe, seien viele Menschen besorgt über die Schnelligkeit der Entwicklung, sagte Studienleiterin Heidi Larson von der London School of Hygiene & Tropical Medicine. «Aber die Öffentlichkeit ist nicht wirklich an Geschwindigkeit interessiert, sondern an Sorgfalt, Effektivität und Sicherheit.» Für die Studie wurden mehr als 284’000 Personen befragt.

Israel beschliesst neue Ausgangsbeschränkungen

Angesichts immer weiter steigender Corona-Infektionszahlen will Israel erneut striktere Ausgangsbeschränkungen verhängen. Das Corona-Kabinett entschied am Donnerstagabend, 10. September 2020, nach Medienberichten, dass mit Beginn des jüdischen Neujahrsfests in einer Woche 14-tägige landesweite Ausgangssperren herrschen sollen.

Danach sollen Schulen und Kindergärten für weitere zwei Wochen geschlossen bleiben. Die Regierung muss diese Schritte aber am Sonntag noch billigen und entscheiden, wann genau die Massnahmen in Kraft treten sollen.

Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Israel erstmals die 4’000er-Marke überschritten. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert im Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

In 40 besonders betroffenen Ortschaften gelten seit Dienstagabend bereits nächtliche Ausgangssperren. Nach Medienberichten gibt es jedoch viele Verstösse gegen die Vorschriften. Betroffen von den hohen Corona-Infektionszahlen sind vor allem arabische und strengreligiöse jüdische Wohnorte. Die meisten Corona-Kranken gibt es in Jerusalem.

Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

Zahl der Neuinfektionen in Tunesien steigt auf Rekordhoch

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen ist in Tunesien auf ein Rekordhoch gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Tunis meldete am Donnerstag 465 neue Fälle an einem Tag. Drei weitere Menschen seien in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Entwicklung hatte Besorgnis insbesondere mit Blick auf die für nächste Woche geplante Rückkehr der Schüler in die Schulen erregt.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war in den vergangenen Wochen in Tunesien stetig gestiegen. Im März hatte das nordafrikanische Land als Massnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus strikte Ausgangssperren verhängt, die Grenzen geschlossen und internationale Flüge ausgesetzt.

Mit der Lockerung der Massnahmen und der Öffnung der Grenzen am 27. Juni nach fast dreimonatiger Schliessung stiegen die Zahlen rapide an. Insgesamt registrierten die Behörden bislang 5’882 Corona-Fälle und 99 Tote in Verbindung mit Covid-19.

Madrids Ärzte wollen wegen Corona-Krise die Arbeit niederlegen

Wegen einer Überlastung durch Coronafälle wollen die Ärzte in Madrid die Arbeit niederlegen. Die grösste Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem «unbefristeten und kompletten» Streik ab dem 28. September aufgerufen.

Der Ausstand sei bereits für die Arbeiter des Bereichs der medizinischen Grundversorgung angemeldet worden, weitere Sektoren würden sich aber in den kommenden Wochen anschliessen, hiess es.

Schon seit Jahren leide man an einem Mangel an personellen und wirtschaftlichen Ressourcen, beklagte die Gewerkschaft in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Mitteilung. «Die Pandemie hat in den vergangenen Monaten aber zu einer für uns inakzeptablen Verschlimmerung der Lage geführt.»

Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sei der mehrfach geäusserten Bitte um ein Treffen zur Besprechung der Probleme nicht nachgekommen.

(Bild: Keystone)

Madrid war im Frühjahr von der Pandemie im Corona-Hotspot Spanien besonders schwer getroffen worden – und ist jetzt wieder die von den Neuausbrüchen am stärksten betroffene Region des Landes.

Von den 4’137 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, die das spanische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend für ganz Spanien meldete, entfielen 1’509 auf Madrid – das sind mehr als 35 Prozent.

UN-Chef: 35 Milliarden Dollar für Corona-Koordinierungsstelle nötig

UN-Generalsekretär António Guterres hat zu Spenden in Höhe von 35 Milliarden Dollar (etwa 30 Milliarden Euro) aufgerufen, um eine neue Koordinierungsstelle für die weltweite Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aufzubauen.

Notwendig sei ein «Quantensprung bei der Finanzierung», sagte Guterres am Donnerstag bei einer Videokonferenz in New York. Drei Milliarden Dollar seien bereits gespendet worden, sagte Guterres. «Aber jetzt brauchen wir noch 35 Milliarden mehr, um vom Start-Up zum grossen Massstab und zu Auswirkungen zu kommen.»

Das Geld werde dringend benötigt, sagte António Guterres weiter. «Niemand und kein Land wird sicher sein, bis jeder sicher ist.» Bei der Videokonferenz trafen sich die Gründer des sogenannten Accelerator Facilitation Councils (ACT), eine Art Koordinierungsstelle für die weltweite Zusammenarbeit zur Entwicklung von Impfstoffen, Tests und Medikamenten.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erinnerte daran, dass täglich fast 5’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus stürben. Zudem gingen dieses Jahr Billionen Dollar an Wirtschaftskraft verloren. Jeder Dollar zum Stopp der Pandemie sei gut investiert.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte das Ziel eines «Zugangs zu Coronavirus-Impfstoffen, Tests und Behandlungen für alle, die sie brauchen, egal wo». Die EU werde sich dafür einsetzen, die Welt im Kampf gegen das Coronavirus zusammenzuhalten, erklärte die EU-Kommissionschefin.

Organisatoren der Pulitzer-Preise ändern in Corona-Krise Kriterien

Die Organisatoren der renommierten Pulitzer-Preise haben in der Corona-Krise die Teilnahmeregeln für Theater-Autoren geändert.

Für die Auszeichnung im kommenden Jahr seien nach wie vor Stücke zulässig, die zwischen Januar und Dezember 2020 aufgeführt wurden, teilten die Organisatoren am Donnerstag in New York mit. Weil wegen der Pandemie aber ein Grossteil der Bühnen schliessen musste, seien nun auch Stücke zulässig, deren Aufführungen verschoben oder ganz abgesagt werden mussten – oder solche, die nicht in Theatern, sondern beispielsweise unter freiem Himmel oder im Internet aufgeführt wurden.

Die seit mehr als 100 Jahren vergebenen Pulitzer-Preise gehören zu den renommiertesten Auszeichnungen vor allem im Journalismus, aber auch für Literatur, Musik und Theater. Die Preisträger bestimmt eine Jury, die an der New Yorker Columbia-Universität angesiedelt ist.

Flughafen Zürich leidet weiter unter der Corona-Pandemie

Der Betrieb am Flughafen Zürich hat sich auch im Monat August weiter deutlich unter dem Vorjahresniveau bewegt. Gegenüber dem Vormonat legte das Passagieraufkommen immerhin leicht zu.

Insgesamt flogen im August 725’337 Passagiere über Zürich, das waren 77 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der Flughafen am Donnerstag  mitteilte. Im Vergleich zum Juli dieses Jahres ist das Aufkommen immerhin leicht höher, es nahm um rund fünf Prozent zu.

In den Vormonaten war der Flugbetrieb wegen der Corona-Pandemie praktisch zum Erliegen gekommen. Im Juni lag das Passagieraufkommen bei rund 202’000, im Mai bei 44’000 und im April etwa waren es gerade noch 27’000 Personen.

(Symbolbild: Keystone)

Wegen der aufgrund der Coronapandemie verhängten Reiseverbote war die Zivilluftfahrt in der Schweiz zeitweise fast eingestellt worden. Im Juni dann begannen die Fluggesellschaften rund um den Globus ihren Betrieb wieder vorsichtig hochzufahren.

Mit dem Start der Sommerferien war das Passagieraufkommen weiter angestiegen, wenn auch vergleichsweise immer noch auf einem tiefen Niveau. So flogen im Juli immerhin 688’584 Personen über den Flughafen Zürich.

Österreich meldet stärksten Anstieg der Neuinfektionen seit März

Die Behörden in Österreich meldeten am 10. September 2020 664 Neuinfektionen. Für das Land ist das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März. Von den Fällen stammen mehr als die Hälfte aus der Bundeshauptstadt Wien, wie das Innenministerium bekannt gab.

(Bild: Keystone)
Corona-Regeln bei der Tour gelockert

Die strikten Corona-Regeln sind bei der 107. Tour de France ein wenig entschärft worden. Wenn am Montag anlässlich des zweiten Ruhetags die nächsten Kontrollen durchgeführt werden, müssen die vier Rad-Teams mit einem Positivfall im Betreuerstab bei einer weiteren Infektion nicht direkt das Rennen verlassen.

Demnach fangen alle 22 Mannschaften wieder bei Null an. Es gilt dann aber weiterhin, dass zwei Positivfälle zum Ausschluss des ganzen Rennstalls führen. Zu einem Team gehören dabei nicht nur die acht Fahrer, sondern auch das direkte Umfeld wie Betreuer, Physiotherapeuten und Sportdirektoren.

Bei der ersten Testreihe am ersten Ruhetag wurden Betreuer aus den Mannschaften der Topfahrer Egan Bernal (Ineos), Guillaume Martin (Cofidis), Romain Bardet (AG2R La Mondiale) und Adam Yates (Mitchelton-Scott) positiv getestet.

Moto2-Fahrer Martin positiv auf Coronavirus getestet

Der Spanier Jorge Martin lieferte vor dem kommenden Grand Prix-Wochenende in Misano einen positiven Test auf das Coronavirus ab. Der Spanier, aktuell WM-Dritter und Kalex-Markenkollege von Tom Lüthi, muss somit Forfait geben.

(Bild: Keystone)
Keine Veränderung bei US-Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA bleibt in der Corona-Krise auf einem unverändert hohen Niveau. In der Woche bis einschliesslich 5. September stellten 884 000 Menschen einen Neuantrag, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte.

Das waren genauso viele wie in der Woche davor – nachdem die damalige Zahl nun um 3000 nach oben korrigiert wurde. Im August gab es zum Teil noch mehr als eine Million Neuanträge pro Woche.

Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der weltgrössten Volkswirtschaft wider. Vor der Corona-Pandemie hatte die Zahl selten über 100 000 pro Woche gelegen. Die Arbeitslosenquote sank zuletzt von historisch hohen 10,2 Prozent auf 8,4 Prozent für August.

Angespannte Lage im Spital Freiburg wegen Coronafällen in Heim

Das Aufflammen eines Coronaherds im Altersheim von Siviriez FR führt im Spital Freiburg zu einer angespannten Lage. Die Kapazitäten sind fast erreicht, wie die Spitalleitung am Donnerstag betonte.

Anders als während des Lockdowns, wo extra nicht notwendige Behandlungen verschoben wurden, um genügend freie Betten zu haben, herrscht derzeit im Spital Freiburg (HFR) auch ohne Corona Hochbetrieb. Viele verschobene Termine werden nun diesen Herbst nachgeholt.

Von Mittwoch auf Donnerstag wurden neun Bewohner des Alters- und Pflegeheims von Siviriez am HFR-Standort in Riaz aufgenommen. Dafür wurden die Abteilungen für Chirurgie und Orthopädie kurzfristig umorganisiert.

Die Einweisung der neun Heimbewohner ins Spital erfolgte nicht aus medizinischen Gründen. Sie hat zur Folge, dass das Spital in Riaz nun voll belegt ist. Patienten müssen nach Freiburg umgeleitet werden. Und auch dort, im Mutterhaus, gibt es derzeit nur noch wenige freie Betten.

Das Kantonsspital betonte in seiner Mitteilung, dass die Aufnahme von Patienten ohne ärztliche Indikation nicht zu seinem Hauptauftrag gehöre.

Und solche kurzfristigen Verlegungen alter, gebrechlicher Menschen, seien nicht das Beste für sie. Es wäre daher wünschenswert, wenn man sie in ihrer vertrauten Umgebung belassen könnte.

BAG: Situation ist stabil, aber auch fragil

Die Situation rund um das Coronavirus sei momentan stabil, aber auch fragil, sagte Stefan Kuster vom BAG Leiter übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Das Ziel sei es, die Infektionszahlen und die Hospitalisierungen zu stabilisieren, und wenn möglich, zu reduzieren. Die Positivitätsrate liege momentan bei 3,1 Prozent. Betroffen seien die Kantone Genf, Waadt sowie Zürich, wo die Hälfte aller Fälle vorkomme. Andere Kantone verzeichneten wenige oder sinkende Fallzahlen.

Die Hälfte der betroffenen Altersgruppen sei im Durchschnitt jünger als 31 Jahre, die andere Hälfte älter. Es gelte nun zu verhindern, dass sich mehr ältere Menschen oder Risikogruppen anstecken würden. Die aktuellen Massnahmen würden sich insgesamt als wirksam erweisen, sagte Kuster weiter. Weiterhin gelte jedoch die Hygiene-und Abstandsregeln einzuhalten, dies auch im familiären Umfeld.

BAG meldet am Donnerstag zwei weitere Todesfälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag 405 neue Coronavirus-Ansteckungen innert eines Tages gemeldet worden. Am Mittwoch waren es 469 und am Dienstag 245 Es gab zwei neue Todesfälle und acht neue Spital-Einweisungen. Mehr dazu hier.

Schweizer Reisebranche kämpft ums Überleben

Die Folgen der Corona-Pandemie für die Schweizer Reisebranche sind verheerend. Die unmittelbaren Zukunftsaussichten werden von der Branche denn auch wenig überraschend als «rabenschwarz» bezeichnet.

«Dazu dürfte auch beitragen, dass sich die Politik bisher noch zu keinen effektiven Überbrückungshilfen für die Härtefall-Branche durchringen konnte,» heisst es in einem Communiqué des Schweizer Reise-Verbands (SRV) und der Universität St.Gallen zur Medienkonferenz «Reisebranche – Quo vadis?».

Kurzarbeitsentschädigungen, Erwerbsersatz und Fixkostenzurschüsse: Die Reiseranche verlangt «effektive und rasche» Überbrückungshilfen des Bundes. (Symbolbild: Keystone)

Entsprechend sei das Konkursrisiko in der Branche «enorm hoch» und die Arbeitsplätze seien «massiv» bedroht. Laut SRV droht der Branche ein Umsatzverlust von 2,9 Milliarden Franken und rund 3’000 Jobs könnten verloren gehen.

Stadtteil von Palma de Mallorca abgeriegelt

Son Gotleu im Norden der Stadt Palma de Mallorca wird von den Behörden wegen der hohen Corona-Fallzahlen abgeriegelt. So dürfen 23’000 Personen das Quartier nur noch verlassen, wenn sie zur Arbeit, in die Schule oder zum Arzt gehen müssen. Dies hat die Regionalregierung der Balearen angeordnet, heisst es in der «Mallorca Zeitung» vom Donnerstag.

Die Einschränkungen gelten für zwei Wochen. Diese betreffen auch die Cafés und Geschäfte. Zurzeit dürfen sich dort nur noch die halbe Anzahl Personen aufhalten, welche sich üblicherweise dort aufhalten. Bars müssen um 22 Uhr schliessen. Auf den Balearen haben sich in den letzten sieben Tagen mehr als 400 Personen pro 100’000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet.

Parlament genehmigt Corona-Kredite von 770 Millionen Franken

Die Nachtragskredite für die Bewältigung der Corona-Krise sind im Parlament unbestritten. Nach dem Nationalrat hat am Donnerstag auch der Ständerat der Kredittranche von 770 Millionen Franken zugestimmt.

Nach dem Nationalrat gibt auch der Ständerat grünes Licht für den Corona-Nachtragskredit. (Keystone)

Der Ständerat stimmte dem Nachtrag einstimmig zu. Damit ist dieser unter Dach und Fach.

Die grosse Mehrheit der Kredite – 476 Millionen Franken – wurde als ausserordentlicher Zahlungsbedarf bewilligt, weil es sich um nicht voraussehbare Ausgaben handelt, wie Peter Hegglin (CVP/ZG), Sprecher der Finanzkommission, ausführte.

SBB fahren wegen Corona-Krise Millionen-Verluste ein

Die Corona-Krise schlägt sich stark auf das Halbjahresergebnis der SBB nieder: Im ersten Halbjahr weist das Konzernergebnis ein Minus von 479 Millionen Franken aus, im Vorjahr hatten die SBB noch ein positives Ergebnis von 279 Millionen erzielt.

Während des Lockdowns blieben die Bahnhöfe gespenstisch leer. (Keystone)

Nach einem guten Start ins neue Jahr sorgte das Coronavirus für einen starken Passagierrückgang, wie es am Donnerstag an der Medienkonferenz der SBB in Bern hiess. Ab März seien täglich durchschnittlich 810’000 Passagiere befördert worden – mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahr (1,29 Millionen).

Die Erträge seien stark eingebrochen, gleichzeitig hätten die Kosten wegen des weiter geführten Grundangebots während des Lockdowns nur leicht gedämpft werden können. Die SBB rechnen im zweiten Halbjahr mit einer schrittweisen Steigerung der Nachfrage, wie es weiter hiess. Man erwarte jedoch wegen Corona mittelfristig Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten.

Belgier setzt Freiburg auf Risikoliste

Jetzt müssen auch Reisende aus dem Kanton Freiburg bei ihrer Rückkehr nach Belgien in Quarantäne und einen Corona-Test durchführen lassen. Die Massnahmen gelten ab Freitag um 16 Uhr. Auf der orangen Risikoliste steht neu der Kanton Bern. Somit gilt für insgesamt neun Kantone die Warnstufe Orange – darunter auch der Kanton Basel-Stadt.

Nicht mehr auf dieser Liste sind die Kantone Appenzell-Ausserhoden, Glarus, Uri und Wallis. Belgien begann im Juli einzelne Kantone als Risikogebiete einzustufen. Genf, Waadt und Wallis sind seit dann für Belgier «tabu».

Flughafen Zürich verzeichnet erneut mehr Starts und Landungen

Im August sind am Flughafen Zürich mehr Flugzeuge gestartet und gelandet als noch im Juli. Weiterhin ist die Zahl der Flugbewegungen aber noch nicht halb so hoch wie vor einem Jahr.

Im Vergleich zum Juli ist die Zahl der Starts im August damit um 11 Prozent gestiegen. (Keystone)

Konkret starteten im August 2020 am grössten Schweizer Airport gemäss Informationen auf der Flughafenwebseite 5’068 Flugzeuge. In der Statistik ausgewiesen werden nur die Flüge nach Instrumentenflugregeln, der so genannte IFR-Verkehr. Obwohl die Angaben auch Fracht, Geschäfts- und Privatflüge enthalten, sind sie ein guter Indikator für die Zahl von Linien- und Ferienflügen, die am Flughafen abgewickelt wurden.

Corona-Zahlen in Israel auf Rekordhöhe - Corona-Kabinett tagt

Israel bekommt die Corona-Pandemie nicht unter Kontrolle: Die Anzahl der Neuinfektionen ist erneut sprunghaft gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, am Vortag seien 3’904 neue Fälle registriert worden. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Dienstag hatte es 3’554 neue Fälle gegeben.

Flügel für jedermann muntert Japaner in Corona-Krise auf

Nach fünfmonatiger Corona-Stille erklingt in einem Bahnhof in Japan wieder fröhliche Klaviermusik. Auf dem im Bahnhof Hamamatsu in der Provinz Shizuoka aufgestellten Flügel des Instrumentenbauers Kawai dürfe jetzt wieder jedermann nach Lust und Laune spielen, teilte eine Sprecherin des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur in Tokio am Donnerstag mit.

Der Flügel hatte sich seit Sommer vergangenen Jahres grosser Beliebtheit bei Passanten erfreut. Doch wegen der rasanten Verbreitung des Coronavirus standen die Tasten seit April still. Jetzt können Hobby-Pianisten wieder loslegen, natürlich mit Mundschutzmaske. Desinfektionsmittel steht auch bereit.

Mädchen stärker von Pandemie-Auswirkungen betroffen

Mädchen sind einer Studie zufolge stärker von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen als Jungen. Das ist ein Ergebnis einer am Donnerstag in London veröffentlichten Umfrage, für die die Kinderrechtsorganisation Save the Children insgesamt 25 000 Kinder und Erwachsene in 37 Ländern der Welt befragt hat, viele davon in Asien und Afrika.

In der Corona-Krise müssen Mädchen vermehrt zu ungunsten ihrer Ausbildung im Haushalt anpacken. (Symbolbild: Keystone)

Demnach lernten Mädchen in dieser Zeit weniger in der Schule und mussten sich stärker im Haushalt engagieren als Jungen. Kinder aus ärmeren Familien sind den Autoren zufolge zudem stärker betroffen als solche aus wohlhabenderen Familien. Mehr dazu hier.

Mehr als 190'000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Wissenschaftlern zufolge allein in den USA mehr als 190’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Mittwoch (Ortszeit) hervor. Insgesamt verzeichneten die USA demnach mehr als 6,3 Millionen Infektionen.

Trotz leichtem Rückgang der Corona-Neuansteckungen, schreiben die USA traurige Rekorde. (Symbolbild: Keystone)

Die Zahl der täglichen Neuansteckungen ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen, lag zuletzt aber weiterhin bei mehr als 25’000. In absoluten Zahlen haben die USA weltweit die meisten Corona-Toten zu beklagen, nicht aber relativ zur Einwohnerzahl. In dieser Kategorie liegen die USA an siebter Stelle.

Wissenschaftler befürchten einem viel beachteten Modell zufolge bis zum Jahresende mehr als 410’000 Corona-Tote in den USA. Das geht aus dem Modell der Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle hervor, das in der Vergangenheit auch das Weisse Haus heranzog. Als Grund für den prognostizierten starken Anstieg führten die Experten geringere Vorsicht der Menschen in den USA sowie den Beginn der kalten Jahreszeit und der Grippesaison an.

Präsenzunterricht gefordert

Der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) hält den Präsenzunterricht an Schulen für unverzichtbar. Damit dieser trotz Corona-Pandemie möglich ist, verlangt die Vereinigung unter anderem Stützunterricht, geteilte Klassen sowie Team-Teaching. Dies bedürfe massive Investitionen, sei aber nötig, damit soziale Ungleichheiten während der Pandemie nicht noch verschärft werden.

Bundesökonomen sehen schnellere Erholung der Wirtschaft als erwartet

Die Erholung der Schweizer Wirtschaft nach dem Corona-Lockdown verläuft gemäss der Expertengruppe des Bundes zügiger als erwartet. Der Taucher der Wirtschaft könnte nach Meinung der Ökonomen deshalb weniger tief ausfallen als bisher prognostiziert.

In einer am Mittwoch, 9. September 2020, veröffentlichten Zwischeneinschätzung erwartet die Expertengruppe für das laufende Jahr noch einen Rückgang des Bruttoinlandproduktes (BIP) von etwa 5 Prozent. Im Juni hatte sie noch einen BIP-Rückgang von 6,2 Prozent für 2020 prognostiziert. Allerdings sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass eine weitere massive Verbreitung des Coronavirus sowie stark einschränkende Eindämmungsmassnahmen im Inland wie bei wichtigen Handelspartnern ausblieben, heisst es.

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich schneller, als erwartet, so eine Zwischeneinschätzung von Ökonomen. (Bild: Keystone)

Auch bezüglich der Arbeitslosenzahlen gibt sich die Expertengruppe etwas optimistischer als bisher. Neu rechnet sie mit einer Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von «unter 3,5 Prozent», nachdem sie im Juni von einer Quote von 3,8 Prozent ausgegangen war.

Die Schweiz sei im internationalen Vergleich bislang relativ «glimpflich» durch die Krise gekommen, stellen die Bundesökonomen fest. Mit der vergleichsweise frühen Lockerung der gesundheitspolitischen Massnahmen habe sich die Wirtschaft bereits ab Ende April spürbar erholen können.

Schweizer Medtech-Branche rechnet mit Umsatzrückgang

Die Schweizer Medtech-Branche rechnet für das von der Corona-Krise geprägte Jahr 2020 mit einem Umsatzrückgang von zwei Prozent. Dies geht aus der am Mittwoch publizierten Branchenstudie «Schweizer Medizintechnikindustrie» (SMTI) von Swiss Medtech hervor.

Für das Folgejahr seien die Unternehmen zuversichtlich und erwarteten ein Wachstum von über acht Prozent, heisst es in der Umfrage. An dieser haben gemäss den Studienautoren insgesamt 440 Firmen teilgenommen.

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen planen gemäss der Studie ausserdem in den nächsten zwei Jahren ausschliesslich in der Schweiz zu investieren. Medizintechnische Kompetenz, ein stabiles Wirtschaftsumfeld sowie eine hohe Arbeitsproduktivität sind die meistgenannten Gründe für Investitionen hierzulande.

Royale Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

Die Corona-Pandemie macht auch vor den Finanzen der britischen Royals nicht halt: Die fehlenden Einnahmen könnten mehrere hundert Angestellte der königlichen Paläste den Job kosten. «Aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Finanzen des Royal Collection Trusts müssen wir die Personalkosten reduzieren», bestätigte eine Sprecherin des Royal Collection Trusts am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Stiftung verwaltet die Schlösser und Kunstwerke im Besitz der britischen Royals.

Die Corona-Krise macht auch den britischen Royals zu schaffen. Weil die Einnahmen fehlen, könnten hunderte Angestellte in den Palästen ihre Arbeit verlieren. (Bild: Keystone)

Man habe ein freiwilliges Abfindungsprogramm eingerichtet, das rund 100 Beschäftigte in Anspruch genommen hätten, so die Sprecherin. Ausserdem gebe es bei den Löhnen eine Nullrunde und man führe Gespräche über eine Reduzierung der Rentenansprüche. Einem Bericht der «Daily Mail» zufolge könnten bis zu 300 der 600 Hausangestellten der Queen von den Massnahmen betroffen sein. Die Angestellten arbeiten in den Anwesen des Königshauses, unter anderem im Buckingham-Palast.

Vor Schloss Windsor versammelten sich am Dienstag einige Beschäftigte in ihren Uniformen zu einem stillen Protest. Sie hielten ein Plakat mit der Aufschrift «König Heinrich schnitt Köpfe ab. Nun wollen sie unsere Jobs abschaffen und unsere Renten beschneiden. Loyalität ist keine Einbahnstrasse!», wie auf einem Twitter-Foto der Gewerkschaft PCS Union zu sehen ist. In dieser sind viele der Bediensteten des Königshauses organisiert.

Nationalrat spricht weitere Kredite

Der Nationalrat hat am Mittwoch einer weiteren Tranche von Corona-Krediten von insgesamt 770 Millionen Franken zugestimmt. Zu diskutieren gab unter anderem die Finanzhilfe für die Kultur in Höhe von 34 Millionen Franken. Die SVP wollte diesen Posten streichen. Der Rat sah dies jedoch anders. Der Beitrag für die Kultur gehört zu jener Hälfte der neuen Tranche, welche aus bereits gesprochenen Krediten kompensiert werden kann. Das heisst, dass die 34 Millionen Franken aus den 100 Millionen Franken Soforthilfe kommen, welche bereits zuvor für die Kultur gesprochen worden sind. Auch die Finanzhilfe für die Flugsicherung Skyguide in Höhe von 150 Millionen Franken gab zu reden, kam aber ebenfalls durch. Insgesamt war die neue Tranche unumstritten. Bisher hat der Bund zur Bewältigung der Corona-Krise Ausgaben von 31 Milliarden Franken beschlossen. Bislang sind ungefähr 18 Milliarden gebraucht worden, wie Finanzminister Ueli Maurer sagte.

Der Nationalrat möchte die wirtschaftlichen Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise ausweiten. Im neuen Covid-Gesetz sieht er Finanzhilfen für Unternehmen der Event- und der Reisebranche vor. Auch Kulturschaffende und Sportvereine sollen einfacher an Geld kommen. Der Nationalrat hat deshalb einen neuen Artikel im Covid-19-Gesetz verankert, der Härtefallmassnahmen für Unternehmen vorsieht. Er nahm am Mittwoch einen Einzelantrag von Nicolo Paganini (CVP/SG) mit 192 zu 1 Stimmen bei 2 Enthaltungen an. Der Bundesrat hatte in den vergangenen Monaten mehrmals erwähnt, dass er mit den Kantonen nach einer Lösung für Härtefälle suche.

Alle Entscheidungen des Nationalrat finden Sie hier im Überblick.

Corona-Testzentren für Kinder in der Romandie

In den Spitälern von Lausanne und Neuenburg werden Kinder ab zwölf Jahren, die Symptome aufweisen, auf Covid-19 getestet. In Lausanne ist das Testzentrum beim CHUV seit 26. August 2020 an sechs Tagen pro Woche geöffnet. Neben Kindern ab zwölf Jahren können auch Familien getestet werden. Kinder unter zwölf Jahren erkranken selten an Covid-19 und weisen auch kaum Symptome auf. Zudem werden sie mehrheitlich durch erwachsene Personen angesteckt. Das Testzentrum, welches durch das Spitalnetz Neuenburg und der Heimpflege Nomad betreut wird, ist seit dem 3. September in Betrieb. Dort werden auf Empfehlung des Kinderarztes Kinder ab vier Jahren getestet.

Covid-Testzentren für Kinder gibt es seit einigen Tagen in Lausanne und Neuenburg. (Bild: Keystone)

Corona-Rekordanstieg in Tschechien - Maskenpflicht in Innenräumen

In Tschechien breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Die Bundesregierung sprach am Mittwochabend, 9. September 2020, eine Reisewarnung für die am stärksten betroffene Hauptstadt Prag aus und erklärte sie zum Risikogebiet. Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich in Quarantäne begeben und testen lassen. Die Warnung ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Tschechien verzeichnet einen Corona-Rekordanstieg. (Bild: Keystone)

Bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen wurde in Tschechien ein neuer Rekordwert erreicht. Am Dienstag kamen 1’164 Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwoch bekanntgab. Der bisherige Höchstwert innerhalb von 24 Stunden hatte bei knapp 800 gelegen. Die Gesamtzahl der aktive Infizierten stieg damit auf rund 9’300. Es wurden bisher insgesamt 441 Todesfälle mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht. Tschechien hat nur knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den jüngsten Anstieg bereits am Vortag als «besorgniserregend» bezeichnet. Der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech gab nun bekannt, dass vom Donnerstag an landesweit eine Maskenpflicht in allen Innenräumen ausserhalb der eigenen Wohnung gelte. Betroffen davon sind auch Büros, nicht aber Klassenzimmer. Ausgenommen sind unter anderem Kinder unter zwei Jahren. Bereits zuvor musste in öffentlichen Verkehrsmitteln ein Mundschutz getragen werden.

Corona-Krise: New Yorker Restaurants dürfen Innenbereiche öffnen

Restaurants in der Millionenmetropole New York dürfen ihre in der Corona-Krise seit März geschlossenen Innenbereiche Ende des Monats wieder für Gäste öffnen. Ab dem 30. September dürfe wieder innen bestellt und verzehrt werden, teilten Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch mit. Es gelten aber strenge Auflagen – etwa Kapazitätsbeschränkungen für Gäste auf rund ein Viertel, zwei Meter Abstand zwischen den Tischen, Fiebermessungen am Eingang sowie Abstands-, Masken- und Hygieneregeln.

«Das mag nicht das Essen im Innenbereich sein, das wir alle kennen und lieben», sagte Bürgermeister de Blasio. «Aber es ist ein Fortschritt für Restaurantmitarbeiter und alle New Yorker.» Wenn die Infektionszahlen wieder stiegen, müsse neu bewertet werden.

Region in Äthiopien stellt sich gegen Regierung und hält Wahl ab

In Äthiopien hat sich eine Region gegen die nationale Regierung gestellt und eine Wahl abgehalten. Die Regierung von Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed hatte die für August geplanten Regional- und Parlamentswahlen wegen der Corona-Pandemie verschoben.

Die Tigray-Region im Norden des Landes entschied aber, die regionale Abstimmung trotzdem am Mittwoch abzuhalten. Rund 2,7 Millionen Menschen waren nach Angaben staatlicher Sender wahlberechtigt. Ministerpräsident Abiy Ahmed nannte die Abstimmung bereits am Dienstagabend im Sender EBC eine «illegale Wahl», deutete allerdings an, dass die nationale Regierung nicht eingreifen werde.

New Yorker Naturkundemuseum nach wieder geöffnet

Nach rund sechsmonatiger Schliessung wegen der Corona-Pandemie hat das renommierte New Yorker Naturkundemuseum seine Türen wieder für Besucher geöffnet. Vor dem Gebäude des American Museum of Natural History (AMNH) auf der Upper West Side von Manhattan, das weltweit unter anderem durch den Hollywoodfilm «Nachts im Museum» bekannt wurde, bildeten sich am Mittwoch direkt nach Öffnung bereits Schlangen. Tickets müssen nun vorab online reserviert werden, ausserdem werden weniger Menschen gleichzeitig in die Ausstellungsräume gelassen – und es gelten Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln.

Das vor rund 150 Jahren eröffnete Naturkundemuseum informiert normalerweise rund fünf Millionen Besucher pro Jahr über viele Bereiche der Wissenschaft, unter anderem Tiere, Pflanzen, Klimawandel, die Entstehung der Erde, Umweltschutz und das Weltall.

Deutschland warnt vor Reisen in Kantone Genf und Waadt

Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für weitere Regionen in Europa ausgesprochen. Betroffen sind den Mitteilungen vom Mittwochabend zufolge etwa Genf, Prag, Dubrovnik oder die Insel Korsika.

Deutschland warnt wegen der hohen Corona-Zahlen vor einer Einreise in die Kantone Genf oder Waadt. (Bild: Keystone)

Ebenso warnt das Auswärtige Amt nun vor Reisen in die Schweizer Kantone Genf und Waadt. Auch die tschechische Hauptstadt Prag steht jetzt mit auf der Liste. Zudem kamen weitere Gebiete in Kroatien hinzu: Dubrovnik-Neretva und Požega-Slawonien. Zuvor waren bereits die Regionen Zadar, Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien betroffen.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Die Warnung ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Alles Weitere zum Thema lesen Sie hier.

Trump in Interview: Habe Corona-Gefahr heruntergespielt

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten die Coronavirus-Gefahr absichtlich heruntergespielt, um keine Panik auszulösen. Zugleich geht aus am Mittwoch veröffentlichten Interviews mit dem Journalisten Bob Woodward hervor, dass Trump bereits Anfang Februar informiert war, dass das Virus sich über Luft überträgt und eine höhere Sterberate als eine Grippe auslöst.

Öffentlich verwies er in dieser Zeit dagegen auf niedrige Fallzahlen in den USA und behauptete mehrfach, das Virus werde von allein verschwinden. In den USA starben rund 190’000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus – zum Teil auch weil sie Warnungen von Experten und Vorsichtsmassnahmen, wie Masken nicht ernst nahmen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Gibt zu, bereits im Februar um die Gefahr des Coronavirus gewusst zu haben: US-Präsident Donald Trump. (Bild: Keystone)

Sieben Covid-19-Todesopfer in Freiburger Pflegeheim

Im Pflegeheim von Siviriez (FR), wo vergangene Woche 37 Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind inzwischen 53 Personen infiziert worden. Sieben Personen sind gestorben, wie die Freiburger Gesundheits- und Sozialdirektion am Mittwoch mitteilte.

Sieben Corona-Todesfälle wurden in einem Freiburger Heim verzeichnet. (Symbolbild: Keystone)

Sie schreibt, 34 der Infizierten seien Bewohnerinnen und Bewohner, 19 Angestellte des Heims. Angesichts der grossen Zahl von infizierten Angestellten hat nun das freiburgische Kantonsarztamt verlangt, dass die Heimbewohner ins Spital eingewiesen werden.

Bei den Zahlen handelt es sich der Mitteilung zufolge um Angaben, die noch nicht in den amtlichen Statistiken stehen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Deutsche Fasnächtler haben Angst vor Sitzungen und Umzügen

Der Dachverband der Mainzer Fastnachtsvereine empfiehlt seinen Mitgliedern, angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten.

Laut einer Umfrage des Verbands will ein Grossteil der Befragten aus Mainz und Umgebung nicht an Karnevalssitzungen im Saal oder an Umzügen teilnehmen.

Ein Grossteil der Fasnächtler in Mainz möchte in der Corona-Pandemie nicht an Umzügen teilnehmen. (Bild: Keystone)

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) nehme die Rückmeldungen ernst, wie «NTV» berichtet: «Die Ergebnisse der Umfrage legen möglicherweise nahe, dass Umzüge in diesen Zeiten nicht die Akzeptanz haben, um sie wirtschaftlich und vor allem verantwortungsvoll durchführen zu können», so Präsident Reinhard Urban. Der Verein ist für die Organisation des Mainzer Rosenmontagzugs verantwortlich. An der Umfrage nahmen rund zehntausend Menschen teil.

Nationalrat will «vergessenen Branchen» in der Corona-Krise helfen

Der Nationalrat möchte die wirtschaftlichen Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise ausweiten. Im neuen Covid-Gesetz sieht er Finanzhilfen für Unternehmen der Event- und der Reisebranche vor. Auch Kulturschaffende und Sportvereine sollen einfacher an Geld kommen.

Lorenz Hess (BDP/BE) sprach im Namen der Mitte-Fraktion von «Nuller-Branchen», denen geholfen werden soll – also Branchen, in denen die Umsätze aufgrund der Corona-Massnahmen ganz weggebrochen sind. Albert Rösti (SVP/BE) erwähnte die Schausteller. Diesen sei die Grundlage zur Ausübung ihres Berufs in den vergangenen Monaten entzogen worden.

Air France-KLM will offenbar 37 Stellen in der Schweiz abbauen

Die Fluggesellschaft Air France-KLM will laut der Gewerkschaft VPOD Stellen in der Schweiz abbauen. Davon seien 37 der rund 80 Angestellten in Zürich und Genf betroffen, teilte der VPOD am Mittwoch in einem Communiqué mit. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Air France-KLM baut in Zürich und Genf fast die Hälfte aller Stellen in der Schweiz ab. (Bild: Keystone)

Dargebotene Hand: Suizidgedanken nehmen wegen Covid-Pandemie zu

Die Corona-Pandemie hat bei der Dargebotenen Hand zu einer Zunahme von Gesprächen mit Suizidgefährdeten geführt. Da Suizidgedanken häufig versteckt und oft auch über Soziale Medien geteilt werden, hat Tel 143 in Zusammenarbeit mit Twitter Prompts entwickelt, die zur Suizidprävention beitragen sollen.

Wie die Dargebotene Hand informiert, nahmen die Suizidgedanken der Schweizerinnen und Schweizer in der Corona-Pandemie zu. (Bild: Keystone)

Wenn bei einer Suche auf Twitter bestimmte Schlüsselwörter verwendet werden, erscheint eine Nachricht in allen drei Landessprachen, dass die Dargebotene Hand rund um die Uhr für alle da ist, wie die Organisation im Hinblick auf den internationalen Tag der Suizidprävention vom Donnerstag, 10. September 2020, mitteilte.

Vom 1. März bis am 30. Juni führte die Dargebotene Hand landesweit 1’768 Gespräche mit Menschen, die sich mit dem Gedanken trugen, ihr Leben gewaltsam zu beenden. Das entspreche gegenüber der Vorjahresperiode mit 1’645 Erfassungen einer Zunahme um fünf Prozent. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Hier finden Sie Hilfe bei Suizidgedanken:
Beratungsstellen:
Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)
Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)
Kirchen (Seelsorge.net)
Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:
Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);
Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);
Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).
Übernahme von Tiffany durch Luxuskonzern LVMH steht vor dem Aus

Der französische Konzern LVMH will bei dem geplanten 16 Milliarden Dollar schweren Kauf den US-Juweliers Tiffany die Reissleine ziehen. Begründet hat der Konzern mit Marken wie Louis Vuitton-Mode, Moët & Chandon-Champagner und Bulgari-Parfum den Schritt am Mittwoch mit drohenden US-Zöllen auf Produkte aus Frankreich. Tiffany will das aber nicht hinnehmen. Das 1837 in New York gegründete Unternehmen kündigte eine Klage an, um die Fusionspläne gerichtlich durchzusetzen.

16 Milliarden Dollar hätte der Verkauf von Tiffany gekostet. Unter anderem Wegen der Corona-Krise ist der Mega-Deal geplatzt. (Bild: Keystone)

Die schon 2019 vereinbarte Transaktion war auch wegen der Corona-Krise ins Wanken geraten. Anfang Juni hatten Insider gesagt, LVMH-Chef Bernard Arnault wolle die Bedingungen des Deals nochmals überdenken, weil in Folge der Pandemie weltweit Umsätze und Aktienkurse von Luxusgüter-Herstellern eingebrochen sind. Alle Hintergründe erfahren Sie hier.

WM-Zuschauer am Pistenrand

Die Organisatoren der Ski-WM in Cortina d’Ampezzo planen, die Titelkämpfe vom 8. bis 21. Februar 2021 zumindest vor einer beschränkten Anzahl an Zuschauern auszutragen. Die Veranstalter im Südtirol wenden somit ein ähnliches Konzept an wie das OK der Weltcuprennen in St. Moritz Mitte Dezember.

«Wir arbeiten mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um mit einem sicheren Konzept Zuschauer zulassen zu können», sagte WM-Chef Valerio Giacobbi an einer Medienkonferenz. «Für den Moment rechnen wir, im Vergleich zu den 120’000 Zuschauern, die wir vor Corona erwartet hätten, mit einer maximalen Kapazität, die in etwa halb so gross ist: 50’000 bis 60’000 Zuschauer insgesamt, also etwa 5000 pro Tag», erklärte Giacobbi.

Der Auftakt der Weltcup-Saison am 17. und 18. Oktober in Sölden findet wegen der Coronavirus-Krise noch ohne Zuschauer statt.

Keine Zuschauer im Zielraum in St. Moritz
Menschen am Pistenrand ja, im Zuschauerraum nein: Fast keine Zuschauer wird es damit an den Weltcup-Rennen in St. Moritz geben. (Bild: Keystone)

Die Weltcup-Rennen der Frauen in St. Moritz finden im kommenden Winter (nahezu) ohne Zuschauer statt. Im Zielraum gibt es keine Tribünen und auch kein VIP-Zelt, wie Martin Berthod, der OK-Präsident der Rennen, gegenüber der «Engadiner Post» bestätigte. Wie die «Engadiner Post» in ihrer Online-Ausgabe schreibt, können aber vor Ort die Rennen «entlang der Piste mitverfolgt werden». Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

China will Konsum ankurbeln - Förderungen geplant

China will seine noch unter den Folgen der Corona-Rezession leidende Binnennachfrage ankurbeln. «Der Konsum ist in diesem Jahr von der Pandemie relativ stark getroffen worden und ein schwacher Bereich in der wirtschaftlichen Erholung», sagte ein Regierungsmitglied am Mittwoch im staatlichen Fernsehen.

Im Juli etwa sank der Detailhandelsumsatz um 1,1 Prozent zum Vorjahresmonat, während die Industrieproduktion um 4,8 Prozent wuchs.

China werde neue Formen des Konsums fördern, die durch das Internet und die digitale Technologie unterstützt werden, sagte das Regierungsmitglied. Dazu solle der Aufbau der entsprechenden Infrastruktur beschleunigt werden. Auch Innovationen sollen gefördert werden, um die Binnennachfrage zu steigern. Details dazu wurden nicht genannt.

Phase-III-Studie für Corona-Impfstoff in Russland gestartet

In der russischen Hauptstadt Moskau haben die Impfungen im Rahmen der Phase-III-Studie für den Corona-Impfstoff «Sputnik V» begonnen. Ersten Freiwilligen sei das Präparat gespritzt worden, sagte die Vize-Bürgermeisterin Anastassija Rakowa am Mittwoch in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Der Impfstoff Sputnik V ist in Russland ab heute in die Phase-III-Studie angelangt. (Bild: Keystone)

«Heute ist ein wichtiger Tag nicht nur für die Stadt, sondern für das ganze Land.» Mehr als 35’000 Moskauer hätten sich bereits als Freiwillige gemeldet. Geimpft werden soll demnach in 20 Kliniken in der Stadt.

Der russische Impfstoff mit dem Namen «Sputnik V» wurde vor rund einem Monat für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben – trotz internationaler Bedenken. Die Freigabe erfolgte vor Abschluss der wichtigen Phase III klinischer Studien. Erst in dieser Phase wird gewöhnlich an sehr vielen Teilnehmern überprüft, ob und wie gut ein Wirkstoff vor einer Infektion schützt und welche eventuell nur seltenen Nebenwirkungen auftreten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

UN: Corona-Pandemie bremst Klimawandel nicht nachhaltig aus

Die Corona-Pandemie hat den Klimawandel einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge nicht merklich ausgebremst.

Zwar seien die weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen im April angesichts der Corona-Beschränkungen um rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, hiess es in einem am Mittwoch in New York von mehreren UN-Organisationen veröffentlichten Bericht. Schon Anfang Juni hätten die täglichen CO2-Emissionen aber nur noch rund fünf Prozent unter denen von 2019 gelegen.

Für das Gesamtjahr prognostizieren die Autoren des Berichts eine Minderung von vier bis sieben Prozent gegenüber den Vorjahreswerten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 

Die Welt stand fast still, während der ersten Monate der Corona-Pandemie. Das reichte aber nicht aus, um die Klima-Krise nachhaltig zu beeinflussen. Der Lebensraum zahlreicher Tiere und Menschen bleibt gefährdet. (Bild: Keystone)

USA steuern auf 190'000 Todesfälle zu

Das Virus in den USA wütet weiter. Mittlerweile liegt die Zahl der Infektionen bei über 6,3 Millionen. Mit den Werten ist das Land weltweiter Spitzenreiter. Die «New York Times» gab in ihren jüngsten Hochrechnungen 28.549 Neuinfektionen und mehr als 460 Todesfälle binnen 24 Stunden bekannt.

Damit sind die Staaten auf dem Weg, bei den Todesfällen die Marke von 190.000 zu erreichen.

(Bild: Keystone)
Mit Maske und Desinfektionsgel: Papst ruft zu Gesundheitsschutz auf

Papst Franziskus hat bei der zweiten Generalaudienz mit Gläubigen nach der Corona-Pause zu mehr Achtsamkeit für die Gesundheit aller während der Pandemie aufgerufen. Bei seiner Ankunft im Damasushof des Apostolischen Palastes, wo die Audienz am Mittwoch stattfand, trug der 83 Jahre alte Argentinier eine Schutzmaske, die er anschliessend ablegte.

Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
BAG meldet 469 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 469 neue Coronavirus-Ansteckungen innert eines Tages gemeldet worden. Am Dienstag waren es 245 und am Montag 191. Es gab einen neuen Todesfall und 14 neue Spital-Einweisungen.

Fasnacht 2021 in Payerne wegen Coronavirus abgesagt

Wegen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie ist die Fasnacht 2021 im waadtländischen Payerne abgesagt worden. Angesichts der strengen Sicherheitsvorkehrungen, die der Bund für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen vorschreibt, sei es unmöglich, den Karneval durchzuführen.

Dies schreiben die Organisatoren der Brandons de Payerne, einer der ältesten Karnevalsveranstaltungen in der Schweiz, in einem Communiqué vom Mittwoch. Es sei es unvorstellbar, einen Umzug mit 15’000 bis 20’000 teils sitzenden und maskierten Zuschauerinnen und Zuschauern zu organisieren, sagte OK-Präsident Sylvain Hofstettler der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Fasnacht 2018 in Payerne. (Bild: Keystone)

Die Brandons de Payerne hätten vom 19. bis 22. Februar 2021 stattfinden sollen. Schon die Ausgabe im vergangenen Februar hatte wegen des Coronavirus abgesagt werden müssen.

Ryanair streicht wegen Corona-Krise Fluggastziel zusammen

Ryanair wird wegen der Corona-Krise deutlich weniger Passagiere zählen als vor einigen Monaten noch erwartet. Im Geschäftsjahr zu Ende März 2021 werde nun mit 50 Millionen Fluggästen gerechnet, sagte Firmenchef Michael O’Leary der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Das entspricht einem Drittel der im Vorjahreszeitraum von dem irischen Billigflieger transportierten Passagiere. Das sind noch mal zehn Millionen weniger als im Juli prognostiziert. Im Mai war der Marktführer Ryanair sogar noch von 80 Millionen Passagieren ausgegangen.

(Bild: Keystone)

«Wir hoffen, dass ein Impfstoff möglicherweise im ersten Quartal des nächsten Jahres verfügbar ist. Aber ich denke, dass wir den Winter 2020 abschreiben müssen», sagte der Airline-Chef. Das könne zu geringeren Auslastungen führen. Laut O’Leary könnten deswegen weitere Standorte geschlossen werden und Kapazitäten reduziert werden. Für Deutschland oder Italien sei aber auch ein Ausbau des Angebots denkbar.

Studieren geht in Coronazeiten nur mit Masken und Hybridunterricht

Unter besonderen Vorzeichen steht in diesem Jahr das Herbstsemester an Schweizer Hochschulen. So sieht das Studieren in Zeiten von Corona aus. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Pandemie könnte Erfolge bei der Kindersterblichkeit wieder zunichtemachen

Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef warnt vor einem erneuten Anstieg der Kindersterblichkeitsrate wegen der Corona-Pandemie. So seien 5,2 Millionen Kinder 2019 weltweit an vermeidbaren Ursachen gestorben, wie Unicef in New York in einem Bericht zur Kindersterblichkeit mitteilte. 1990 waren es noch 12,5 Millionen Kinder.

(Bild: Keystone)

«Die Coronavirus-Pandemie hat in diesem Jahr aber zu grossen Störungen in den Gesundheitssystemen geführt und gefährdet die erzielten Fortschritte, so der Bericht weiter. «Ohne dringend benötigte Investitionen, um die gestörten Gesundheitssysteme wieder hochzufahren, könnten Millionen von Kindern unter fünf Jahren – vor allem Neugeborene – sterben», sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore.

Schwangere mit Corona: seltener Fieber, aber mehr frühe Geburten

Forschende haben untersucht, welche Auswirkungen Corona auf Schwangere haben kann. Sie haben demnach seltener Fieber, aber öfter Frühgeburten. Hier lesen Sie mehr.

(Symbolbild: Keystone)
Rekordanstieg bei Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen wurde ein Rekordwert erreicht: Am Dienstag kamen 1164 Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwoch bekanntgab.

Der bisherige Höchstwert innerhalb von 24 Stunden hatte bei knapp 800 gelegen. Die Gesamtzahl der aktiven Fälle stieg damit auf rund 9300. Es wurden bisher insgesamt 441 Todesfälle mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht. Tschechien hat nur knapp 10,7 Millionen Einwohner.

(Bild: Keystone)

Am Dienstag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den jüngsten Anstieg als «besorgniserregend» bezeichnet. Inzwischen gilt in Tschechien wieder landesweit eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln; in Prag zudem in Geschäften und Einkaufszentren.

Infizierter Berlusconi kämpft gegen «höllische Krankheit»

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich erstmals nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zu Wort gemeldet und Parteikollegen vom Kampf gegen die «höllische Krankheit» berichtet.

«Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin», sagte Berlusconi am Dienstagabend laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. «Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen.»

(Bild: Keystone)

Der 83-Jährige wird seit vergangenem Freitag wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt. Seit einigen Tagen ist der Politiker und Unternehmer, der wegen seines Alters und einiger Vorerkrankungen als Risikopatient gilt, auf dem Weg der Besserung. «Ich denke, dass uns jede Stunde, die vergeht, näher ans positive Resultat einer Genesung bringt», sagte Berlusconis Arzt Professor Alberto Zangrillo am Dienstagabend im TV-Sender Rai.

Seco: Ohne Kurzarbeit wäre Arbeitslosenquote auf über 20 Prozent gestiegen

Ohne das Instrument der Kurzarbeit wäre die Arbeitslosenquote in der Schweiz während der Coronakrise zeitweise auf über 20 Prozent gestiegen. Dies hat eine «grobe Überschlagsrechnung» des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) ergeben.

Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, bezifferte die entsprechenden geschätzten Quoten für die Monate März und April auf «über 10 Prozent» (statt 2,9 Prozent) rsp. auf «mehr als 20 Prozent» (statt 3,3 Prozent). Danach habe sich diese geschätzte Quote wieder zurückgebildet, auf gut 8 Prozent im Juni.

«Kurzarbeit hat also enorm geholfen, die Arbeitslosigkeit nicht explodieren zu lassen», sagte Zürcher. Sie habe jedoch auch Milliarden verschlungen, räumte er ein. So seien bis Ende August 6,7 Milliarden Franken an die Kassen ausbezahlt worden.

In einigen Branchen ist der Anteil der Kurzarbeit nach wie vor hoch, so betrug er zum Beispiel im Juni im Gastgewerbe 32 Prozent und in der verarbeitenden Industrie rund 20 Prozent. Der Trend sei jedoch rückläufig, so Zürcher.

Ständerat kürzt ausserordentliche Session über Corona-Massnahmen ab

Der Ständerat hat am Mittwoch in einer ausserordentlichen Session mehrere Vorstösse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie behandelt. Im Hinblick auf die Beratung des Covid-19-Gesetzes von morgen Donnerstag blieb eine Chropfleerete aus.

Die fünf Motionen hatten das Ziel, den Kurs des Bundesrats bei der Bewältigung der Corona-Krise zu beeinflussen. Der Nationalrat hatte am Vortag Vorstösse mit der gleichen Stossrichtung behandelt. Er stimmte einem Vorstoss der SVP zu, die Hilfe für direkt betroffene Selbstständige für die gesamte Dauer der Corona-Massnahmen verlangt. Diese läuft Mitte September aus.

Im Ständerat scheiterte ein Vorstoss mit der gleichen Forderung. Nach Ansicht der Mehrheit erübrigte sich die Motion von Werner Salzmann (SVP/BE), weil das Anliegen ins Covid-19-Gesetz eingeflossen ist. Dieses wird am Mittwoch vom Nationalrat und am Donnerstag vom Ständerat beraten.

Die übrigen Vorstösse wurden ebenfalls abgelehnt oder zurückgezogen. Marina Carobbio Guscetti (SP/TI) hatte verlangt, dass Arbeitsplatzverluste und Aussteuerungen weiterhin möglichst vermieden werden sollen. Sie verlangte insbesondere, die Bezugsdauer der Kurzarbeitsentschädigung zu verlängern. Das hat der Bundesrat bereits getan.

SBB fehlen hunderte Millionen wegen weniger Abo-Verkäufen

Wegen der Corona-Pandemie meiden viele Bürger die öffentlichen Verkehrsmittel. Die SBB bekommen das nun im Umsatz zu spüren: So erneuern seit Beginn der Pandemie immer weniger Pendler ihr General-Abonnement, oder kündigen es sogar, wie «SRF News» berichtet.

(Bild: Keystone)

Rund sechs Prozent – ca. 30.000 Abos – weniger dürften bis Ende Jahr im Umlauf sein, wie Alliance SwissPass-Mediensprecher Thomas Ammann prognostiziert. Das würde ein Umsatzeinbruch von mehreren Millionen Franken bedeuten.

Corona-Krise kostet Autobranche laut Studie weltweit Milliarden

Die Corona-Krise hat die Autobranche weltweit Milliarden gekostet und tief in die roten Zahlen gedrückt. Einer Analyse des Beratungsunternehmens EY zufolge summierten sich die operativen Verluste der 17 grössten Autokonzerne im zweiten Quartal auf fast elf Milliarden Euro – nach knapp 22 Milliarden Euro Gewinn im zweiten Quartal des Vorjahres.

Nur sechs Hersteller mussten keine roten Zahlen verbuchen, einzig Tesla schnitt im Zeitraum April bis Juni sogar besser ab als im Vorjahr und sprang laut EY auch gleich an die Spitze der Rangliste der profitabelsten Autokonzerne.

(Bild: Keystone)

Vor sinkenden Umsätzen konnte sich der Analyse zufolge keiner der Hersteller im zweiten Quartal retten. Zusammen büssten sie fast 177 Milliarden Euro ein, das ist ein Rückgang um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch hier ist die Bandbreite allerdings gross und reicht von 5 Prozent Umsatzminus bei Tesla bis zu minus 57 Prozent bei Mitsubishi. Die drei deutschen Hersteller Volkswagen (-37 Prozent), Daimler (-29) und BMW (-22) lagen im Mittelfeld.

«Einen derartigen Einbruch bei Umsatz, Gewinn und Absatz hat es noch nie gegeben», sagte der Leiter des Bereichs Automotive & Transportation bei EY, Constantin M. Gall, am Mittwoch. „Die Pandemie hat die weltweite Automobilindustrie zeitweise fast zum Stillstand gebracht – mit entsprechend katastrophalen Folgen für die Umsatz- und Gewinnentwicklung.»

Was den Absatz angeht, habe sich China im zweiten Quartal als wichtigster Stützpfeiler gerade auch für die deutschen Hersteller erwiesen. «Alle drei deutschen Autokonzerne konnten im zweiten Quartal in China zulegen, während der Absatz in den anderen Regionen massiv einbrach. Der Anteil Chinas am weltweiten Absatz der deutschen Autobauer kletterte dadurch von 33 auf 51 Prozent», sagte Gall.

Corona-Zahlen in Israel steigen weiter – Neuer Rekordwert

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt immer weiter. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden am Vortag 3496 neue Fälle registriert. Den zweiten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Montag hatte es 3425 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Dienstag waren es 43.199.

Am Dienstagabend teilte das Gesundheitsministerium mit, der Corona-Beauftragte Ronni Gamzu, Gesundheitsminister Juli Edelstein sowie sechs weitere ranghohe Mitarbeiter müssten sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie seien mit einem Corona-Kranken in Kontakt gewesen.

(Bild: Keystone)

Am Dienstagabend waren in 40 besonders betroffenen Ortschaften nächtliche Ausgangssperren in Kraft getreten. Die Menschen dürfen sich dort von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr (Ortszeit) nicht mehr als 500 Meter weit entfernt von ihrem Zuhause aufhalten. Erlaubt sind lediglich der Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten sowie Arztbesuche. Nicht essentieller Handel ist in der Zeit verboten.

Auch die Schulen in den 40 Ortschaften sind geschlossen worden. Betroffen von den hohen Corona-Infektionszahlen sind vor allem arabische und strengreligiöse jüdische Wohnorte. Dort leben oft Familien mit vielen Kindern, die sich häufig auf engem Raum in kleinen Wohnungen aufhalten. Daher ist es in den Gegenden besonders schwer, Abstand zu halten oder sich zu isolieren.

Proband erkrankt: AstraZeneca stoppt Test von Corona-Impfstoff

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen Impfstoff vorsorglich gestoppt, nachdem bei ein Teilnehmer gesundheitliche Probleme bekam. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Moria brennt – Migranten revoltieren gegen Corona-Abriegelung

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos steht nach dem Ausbruch mehrerer Brände in der Nacht zum Mittwoch fast vollständig in Flammen.

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(Bild: Keystone)
Viele Spanier boykottieren den Schulstart

Nach sechsmonatiger Pandemiepause wurde in Spanien der Schulunterricht wieder aufgenommen. Dabei kam es zu mehreren Vorkommnissen. In der wegen vieler Neuinfektionen abgeriegelten Gemeinde Santoña in der Region Kantabrien wurde der Schulbeginn vom grössten Teil der Eltern boykottiert. Das berichten spanische Medien.

Beispielsweise seien in der Grundschule «Macias Picavea» nur 21 der 500 immatrikulierten Kinder erschienen. In einer anderen nur 350. «Es ist nicht logisch, dass bei uns alles zu ist und die Kinder zur Schule müssen», zitiert die die Zeitung «El País» ein Mitglied des «Juan de la Cosa»-Elternrates. Auch weitere Elternverbände in anderen Regionen Spaniens riefen zum Boykott auf.

Zahl der Toten in Brasilien steigt auf mehr als 127'000

Brasilien kommt nicht zur Ruhe. Das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes meldet am Mittwoch 14.279 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,162 Millionen. Die Zahl der Todesfälle stieg innerhalb von 24 Stunden um 504 auf 127.464.

(Bild: Keystone)
Unicef: Kindersterblichkeit gesunken - aber Sorgen in Corona-Pandemie

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit so wenige Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Ursachen gestorben wie nie zuvor seit Beginn der Statistiken. Angesichts der Corona-Pandemie warnen die UN aber vor einem neuen Anstieg. 5,2 Millionen Kinder seien 2019 weltweit an vermeidbaren Ursachen gestorben, teilte Unicef gemeinsam mit anderen UN-Organisationen am Mittwoch in New York in einem Bericht zur Kindersterblichkeit mit. 1990 seien es noch 12,5 Millionen Kinder gewesen.

Die Coronavirus-Pandemie habe in diesem Jahr aber zu grossen Störungen in den Gesundheitssystemen geführt und gefährde die erzielten Fortschritte, hiess es weiter. «Ohne dringend benötigte Investitionen, um die gestörten Gesundheitssysteme wieder hochzufahren, könnten Millionen von Kindern unter fünf Jahren – vor allem Neugeborene – sterben», sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore.

Eine Unicef-Studie in 77 Ländern habe ergeben, dass mehr als zwei Drittel davon zumindest teilweise Störungen bei Gesundheitschecks und Impfungen für Kinder beobachteten. Das liege unter anderem daran, dass viele Gesundheitseinrichtungen geschlossen seien oder Eltern diese aus Sorge vor einer Ansteckung mit ihren Kindern nicht aufsuchten. Besonders betroffen seien etwa Afghanistan, Bolivien, Libyen, der Sudan und Pakistan.

Verzögerung bei Impfstoffkandidat belastet Asia-Börsen

Die Verzögerung im Zulassungsverfahren einer der führenden potenziellen Corona-Impfstoffe hat die asiatischen Anleger am Mittwoch verunsichert. Die Ankündigung des Pharmaherstellers AstraZeneca, wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden die Spätstudie zu unterbrechen, liess die Kurse fallen.

Auch der erneute Ausverkauf bei Technologiewerten an der Wall Street setzte den Anlegern zu. Unter den US-amerikanischen Technologiewerten fiel der Börsenwert des Elektroautoherstellers Tesla um rund 80 Milliarden Dollar. Die Aktie ging 21 Prozent tiefer aus dem Handel, nachdem S&P Dow Jones dem Elektroauto-Bauer die allgemein erwartete Aufnahme in den S&P 500 verwehrt hatte.

«Die Performance der Wall Street wird einen starken Rückstand hinterlassen und am bemerkenswertesten ist, wie Tech-Werte ziemlich aggressiv gesunken sind. Die Anleger werden dies genau zur Kenntnis nehmen», sagte Tom Piotrowski, Marktanalyst beim australischen Broker CommSec.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,6 Prozent tiefer bei 22.909 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,5 Prozent und lag bei 1597 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,3 Prozent.

Proband erkrankt: AstraZeneca stoppt Test von Corona-Impfstoff

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt, nachdem bei einem der Teilnehmer gesundheitliche Probleme aufgetreten sind. Das sei eine Routinemassnahme für solche Fälle, teilte das britische Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mit. «In grossen Versuchsreihen treten Erkrankungen zufällig auf, müssen aber von unabhängiger Seite untersucht werden, um das gründlich zu überprüfen.»

AstraZeneca werde die Untersuchung beschleunigen, damit sich das Zulassungsverfahren für den Impfstoff so wenig wie möglich verzögere, hiess es weiter. Bei der Überprüfung geht es letztlich darum festzustellen, ob die gesundheitlichen Probleme vom Impfstoff ausgelöst wurden. Während des Stopps sollen keine weiteren Studienteilnehmer geimpft und bisher geimpfte Personen weiterhin beobachtet werden.

Bei den nicht näher genannten gesundheitlichen Problemen handele es sich um einen Einzelfall, betonte das Unternehmen. Der Impfstoff befindet sich derzeit in der dritten und abschliessenden Studien-Phase mit mehreren zehntausend Teilnehmern.

AstraZeneca und acht weitere Pharma- und Biotech-Unternehmen hatten erst am Dienstag versichert, dass sie bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs keine Kompromisse bei der Sicherheit machen werden. Dieser ungewöhnliche Schritt folgte mit Blick auf Bedenken, dass es vor allem in den USA politischen Druck zwecks einer Eil-Zulassung erster Impfstoffe vor der Präsidentenwahl am 3. November geben könnte. US-Präsident Donald Trump verspricht fast täglich, dass es bis Jahresende oder möglicherweise schon bis zur Wahl einen Impfstoff geben werde.

Spanien meldet 9000 neue Fälle

In Spanien bleibt die Corona-Lage sehr angespannt Im Vergleich Montag meldete das spanische Gesundheitsministerium am Dienstag 8964 neu bestätigte Fälle und 78 weitere Todesfälle. Die Gesamtzahl der positiv getesteten Personen stieg damit auf insgesamt 534’513, den weltweit neunthöchsten Wert, wie «NTV» berichtet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion beträgt 29’594.

 

Spanien verzeichnet an einem Tag fast 9000 Corona-Neuansteckungen. (Bild: Keystone)

Bloss Asturien und die Balearen unterschreiten aktuell die Obergrenze der 7-Tage-Inzidenz von 50 Fällen je 100’000 Einwohner  In zehn Regionen übertrifft die 7-Tage-Inzidenz die Schwelle von 100 derweil deutlich. Spitzenreiter ist Madrid mit einem Wert von 270.

Pariser Kabinettssitzung mit Macron nur als Videokonferenz

Üblicherweise kommen der Premierminister und die Minister der französischen Mitte-Regierung am Mittwoch in den Élyséepalast, um mit dem Hausherrn und Staatschef Emmanuel Macron zur wöchentlichen Kabinettssitzung zusammenzutreffen. Die Corona-Krise stört diesen traditionellen Ablauf: An diesem Mittwoch werden die Kabinettsrunde und ein anschliessendes Regierungsseminar zu Fragen der inneren Sicherheit als Videokonferenz abgehalten, wie der Élyséepalast am Dienstagabend in Paris in einer knappen Mitteilung erklärte.

Die Pariser Kabinettssitzung mit Emmanuel Macron findet wegen der Corona-Krise nur als Videokonferenz statt. (Bild: Keystone)

Gründe wurden von der Pariser Machtzentrale nicht genannt. Zuvor sorgte der Fall des Tour-de-France-Chefs Christian Prudhomme in Frankreich für Wirbel, der positiv auf das Virus getestet wurde. Premierminister Jean Castex hatte erst am Samstag auf der Pyrenäen-Etappe im Auto von Prudhomme Platz genommen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Abend unter Berufung auf das Amt von Castex berichtete, wurde dieser negativ auf das Virus getestet. Der Mitte-Rechts-Politiker werde aber eine Woche in seinem Amtssitz Matignonpalast bleiben und sich Ende der Woche einem weiteren Test unterziehen.

Zahl der mit Corona infizierten Migranten auf Lesbos steigt auf 35

Im überfüllten Flüchtlingslager von Moria auf der Insel Lesbos sind nun 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das griechische Migrationsministerium am Dienstag in Athen mit. Vorausgegangen waren 2000 Tests, seit das Virus vergangene Woche bei einem der Lagerbewohner entdeckt worden war. Die Betroffenen seien isoliert worden, nur einer von ihnen zeige Symptome, hiess es. Das gesamte Lager bleibe bis zum 15. September unter Quarantäne.

 

Die Zahl der Corona-Infizierten im überfüllten Flüchtlingslager von Moria steigt auf 35. (Bild: Keystone)

Ein 40 Jahre alter Mann, dem bereits im Juli Asyl gewährt worden war, soll das Virus eingeschleppt haben. Er sei zwischenzeitlich von Moria nach Athen gereist und habe das Virus mutmasslich auf seiner Rückreise mitgebracht. In Moria leben derzeit rund 12’600 Flüchtlinge und Migranten bei einer Kapazität von gerade mal 2800 Plätzen.

Mitte August waren bereits auf der benachbarten Insel Chios im Lager von Vial fünf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ausbreitung konnte jedoch gestoppt werden, indem die Betroffenen isoliert wurden.

FIFA verschiebt WM-Qualifikation für Nord- und Mittelamerika

Die WM-Qualifikation in Nord- und Mittelamerika wird wegen der Coronavirus-Pandemie erst im März 2021 beginnen. Die FIFA und die Konföderation Concacaf verschoben den eigentlich für Oktober oder November 2020 geplanten Auftakt. Grosse Gebiete dieser Region haben es weiterhin mit einer sehr herausfordernden Gesundheitssituation zu tun. Die WM-Endrunde in Katar findet Ende 2022 statt.

Direktor der Tour de France an Covid-19 erkrankt

Aufatmen bei der 107. Tour de France: Bei den Corona-Tests am ersten Ruhetag hat es keinen positiven Fall im Fahrerfeld gegeben. Das teilte der Veranstalter ASO vor der 10. Etappe am Dienstag mit. Alle Teams können somit weiterfahren. Tour-Direktor Christian Prudhomme muss sich hingegen eine Woche lang vom Rennen zurückziehen. Er wurde – im Gegensatz zu Frankreichs Premierminister Jean Castex, der auf der Pyrenäen-Etappe am Samstag im gleichen Auto wie Prudhomme sass – positiv getestet.

 

Der Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Bild: Keystone)

Schweiz spendet Uno-Flüchtlingshilfswerk Schutzmasken

Die Humanitäre Hilfe der Schweiz spendet dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) knapp drei Millionen Schutzmasken gegen das Coronavirus. Die Hilfsgüter wurden am Dienstag übergeben, wie das Aussendepartement EDA mitteilte.

Eine Pandemie sei nicht nur eine Gefahr für die Bevölkerung weltweit, sondern stelle auch ein grosses Hindernis für die humanitäre Hilfe dar, heisst es im EDA-Communiqué. Ohne die nötige Schutzausrüstung könne vor Ort keine Hilfe geleistet werden. Schutzausrüstungen seien gerade in afrikanischen Ländern oftmals Mangelware und die hygienischen Möglichkeiten seien beschränkt.

 

Die Schweiz spendet der Uno knapp drei Millionen Schutzmasken gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)

Die fast drei Millionen Masken hätten einen von 1,5 Millionen Franken. Die ersten Hilfsgüter seien am Dienstag in Pratteln an das Hilfswerk der Vereinten Nationen übergeben worden, sie verliessen die Schweiz Richtung Demokratische Republik Kongo. Weitere Masken für den Südsudan und Sudan würden folgen. Diese Masken seien für die humanitäre Hilfe und das Gesundheitspersonal in den drei Ländern bestimmt.

Spanisches Gericht korrigiert harte Entscheidung gegen Arbeitslose

Das höchste spanische Sozialgericht hat die Streichung des Arbeitslosengeldes für eine Frau aufgehoben, der die Hilfe nur wegen des nicht angezeigten Verkaufs einer Küchenmaschine gestrichen worden war. Die staatliche Arbeitsagentur Sepe hatte nicht nur die Zahlungen an die Frau auf den Kanaren eingestellt, sondern auch noch 4225 Euro bereits gewährter Hilfen zurückgefordert. Die Frau habe eine Einnahme von 206,76 Euro aus dem Verkauf der gebrauchten Küchenmaschine nicht angezeigt, hiess es zur Begründung. Diese Sanktionierung sei angesichts der «marginalen Einnahme extrem unverhältnismässig und übermässig streng», urteilte das Sozialgericht in Madrid, wie die Nachrichtenagentur Europa Press am Dienstag meldete.

Hohe Arbeitslosenzahlen vor allem unter jungen Leuten ist in Spanien seit Jahren ein Problem. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote bei mehr als 15 Prozent. Zusätzlich befinden sich mehr als drei Millionen Menschen wegen der Folgen der Corona-Pandemie in staatlich finanzierter Kurzarbeit.

Europaparlament sagt Sitzung im elsässischen Strassburg ab

Die Sitzungswoche des Europaparlaments im französischen Strassburg ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Die September-Sitzung in der kommenden Woche werde stattdessen in Brüssel stattfinden, teilte Parlamentspräsident David Sassoli nach einem Telefonat mit der Strassburger Bürgermeisterin Jeanne Barseghian am Dienstag mit.

Das Département Bas-Rhin, in dem Strassburg liegt, wird seit dem vergangenen Wochenende von den französischen Behörden wieder als eine Zone eingestuft, in der das Coronavirus aktiv zirkuliert. Auch das habe zu der Entscheidung beigetragen, die Sitzung dort abzusagen, erklärte Sassoli. Die Abgeordneten und Mitarbeiter hätten sich laut dem Parlamentspräsidenten nach ihrer Rückkehr nach Brüssel in Quarantäne begeben müssen.

Militärschiff HMS Queen Elizabeth bleibt wegen Corona-Fällen im Hafen

Wegen mehrerer Corona-Fälle in der Besatzung hat sich ein Übungsmanöver des Militärschiffes HMS Queen Elizabeth bereits um zwei Tage verzögert. «Weniger als zehn Mitglieder» der rund 1000 Menschen umfassenden Crew seien positiv getestet worden und hielten sich nun in nahe gelegenen Kasernen auf, teilte die Royal Navy am Dienstag mit. Weitere Mitglieder, die Kontakt mit den Infizierten hatten, seien an Bord des Schiffes in Quarantäne. Die HMS Queen Elizabeth blieb im Hafen der britischen Küstenstadt Portsmouth.

Eigentlich hätte der Flugzeugträger am Montagnachmittag für Übungen den Hafen verlassen sollen. Nach der mehrfachen Verschiebung sollten die Übungen den Angaben nach stattdessen am Mittwoch beginnen. Die HMS Queen Elizabeth soll damit auf ihre ersten Einsätze im kommenden Jahr vorbereitet werden.

 

Kann wegen Corona-Fällen nicht losfahren: Das britische Militärschiff HMS Queen Elisabeth. (Bild: Keystone)

Teil der Motionen im Nationalrat überholt

Der Nationalrat hat eine Corona-Debatte geführt. Es ging um Vorstösse, die den Kurs des Bundesrats bei der Bewältigung der Krise beeinflussen sollen. Die meisten davon sind indes bereits überholt. Die SVP-Fraktion forderte mit einer Motion, dass auch direkt betroffene Selbstständige unterstützt werden, und zwar so lange bis die Corona-Massnahmen aufgehoben werden. Der Bundesrat lehnte das Anfang Juli ab mit Verweis auf seinen Entscheid, die Unterstützung bis Mitte September zu verlängern. Die grosse Kammer nahm die Motion trotzdem mit 147 zu 35 Stimmen bei 13 Enthaltungen an. Die übrigen Vorstösse wurden entweder abgelehnt oder zurückgezogen und sind damit vom Tisch. Im Ständerat steht am Mittwoch eine ausserordentliche Corona-Session zu ähnlich lautenden Vorstössen auf der Traktandenliste.

Frankfurter Buchmesse ohne Aussteller - digitales Angebot

Der Hauptteil der Frankfurter Buchmesse, die klassische Hallenausstellung, fällt aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. «Aufgrund der aktuell geltenden Reisebeschränkungen können zahlreiche Länderstände nicht wie geplant umgesetzt werden», teilten die Veranstalter am Dienstag mit.

Zudem mache die ab 1. Oktober 2020 in Kraft tretende Quarantäneverordnung die Teilnahme von europäischen Ausstellern oder Fachbesuchern nahezu unmöglich. Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Verlage angekündigt, auf einen Auftritt in diesem Jahr zu verzichten.

Buchmesse-Direktor Juergen Boos sprach vor allem von einem «ideellen und finanziellen» Verlust. Für die Verlage solle es nun eine digitale Rechtehandelsplattform geben, als Ersatz für das traditionelle Messegeschäft. «Unser Fokus liegt jetzt auf dem virtuellen Angebot und den Veranstaltungen in der Festhalle und in der Stadt», sagte er.

Royale Wachen bei Corona-Party erwischt

Mehrere britische Wachen des königlichen Schlosses Windsor sind bei einer Party erwischt worden, die gegen Corona-Auflagen verstossen haben soll. «Nachdem mehrere Wachmänner aus Wales Abstandsregeln gebrochen haben, ist eine Ermittlung eingeleitet worden, und der Fall wird intern verfolgt», sagte ein Sprecher der britischen Armee, der die Wachmänner angehören, am Dienstag der dpa.

 

Mehrere Wachen des könglichen Schlosses Windsor sollen in Grossbritannien an einer Party gefeiert haben, die gegen die Corona-Auflagen verstossen hat. (Symbolbild: Keystone)

Mehr als zehn Wachen müssen zur Strafe nun mindestens zwei Wochen in einer internen Einrichtung des Militärs verbringen. Alle gehören dem ersten Bataillon an, das die Queen bei offiziellen Anlässen begleitet.

Berichten des «Daily Mirror» und der «Sun» zufolge sollen die Wachen in der Nähe von Schloss Windsor am Ufer der Themse bei einem «Mini-Rave» erwischt worden sein, an dem auch andere Menschen teilnahmen und bei dem teilweise Drogen im Spiel waren. Eigentlich sind die Wachen während der Corona-Pandemie zum Schutz der Royals angehalten, strikt in kleinen Gruppen unter sich zu bleiben. Die Queen und ihr Mann Prinz Philip hatten sich zu den Hochzeiten der Pandemie auf Schloss Windsor zurückgezogen.

Pharmazie-Unternehmen unterzeichnen Ethik-Versprechen

Neun grosse Pharmazie-Unternehmen haben ein gemeinsames Versprechen abgeliefert, während dem Rennen um den Coronavirus-Impfstoff «hohe ethische Standards» einzuhalten. Damit wollen sie keine Zulassungen machen lassen, solange die Impfstoffe nicht vollständig getestet sind. Das heisst, dass die Phase 3 der klinischen Studien vervollständigt sein muss, bevor ein Zulassungs-Antrag gestellt wird.

Wie «CNN» berichtet sind AstraZeneca, BioNTech, Moderna, Pfizer, Novavax, Sanofi, GlaxoSmithKline, Johnson & Johnson sowie Merck die Unterzeichnenden Firmen.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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