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Der Telebasel News-Beitrag vom 7. September 2020.
Baselland

Regierung ist enttäuscht über «Läufelfingerli»-Ersatz

Bis zum 13. Dezember verkehren Busse anstatt das «Läufelfingerli». Die Baselbieter Regierung zeigt sich enttäuscht und sucht das Gespräch mit den SBB.

Die SBB haben am vergangenen Mittwoch darüber informiert, dass vielerorts in der Schweiz wegen des Mangels an Lokomotivführern vom 7. September bis 13. Dezember 2020 Zugverbindungen gestrichen werden. Im Baselbiet fiel die S9 – das sogenannte «Läufelfingerli» – zwischen Olten und Sissach auf diese Streich-Liste.

Die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) ist von den SBB nicht in diesen Entscheid eingebunden worden, kritisiert sie. Sie sei kurzfristig über die geplante Umstellung auf Busbetrieb vorinformiert worden und die SBB seien auf die Forderung, diesen Entscheid zu «relativieren», nicht eingegangen. BUD-Direktor Isaac Reber zeigt sich enttäuscht: «Wir haben einen Vertrag mit den SBB und erwarten, dass dieser erfüllt wird», erklärt er im Interview.

Treffen mit neuem SBB-CEO

Die BUD gibt im Communiqué der Erwartung Ausdruck, dass das Ersatzkonzept die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden bestmöglich abdecke und fordert von den SBB, in die Erarbeitung einbezogen zu werden.

Am 14. September 2020 trifft Reber den neuen SBB CEO Vincent Ducrot. Eigentlich ein Antrittsbesuch, doch «wir werden das ‹Läufelfingerli› thematisieren müssen», erklärt der Baselbieter. Er fordert die SBB zudem auf, diese Massnahme spätestens auf den Fahrplanwechsel im Dezember hin definitiv aufzuheben.

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